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Neuer Tory-Chef: Drei Jobs für Johnson
Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Jahrelang hat er auf diesen Moment hingearbeitet: Jetzt wird Boris Johnson neuer Premierminister Großbritanniens. Doch die übliche Schonfrist gibt es diesmal nicht.

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ruhuviko 24.07.2019, 06:55
80. Wenn Boris etwas für sich Richtiges machen will,

Zitat von der-junge-scharwenka
Ich glaube noch nicht daran, dass UK am 31. Oktober aus der EU austritt. Johnsons parlamentarische Basis ist dafür nicht ausreichend. Johnson hat es mit dem gleichen Parlament zu tun, das zu Beginn des Jahres gegen alles mögliche gestimmt hat. Unter den Szenarien, die ausdrücklich abgelehnt wurden, war auch der No-Deal-Brexit. Diese parlamentarischen Verhältnisse bestehen unverändert. Es wird interessant sein zu sehen, wie ein PM Boris Johnson damit umgeht. Dass ausgerechnet eine Reizfigur wie er es schaffen könnte, hier andere Mehrheiten zu finden, ist bis zum Beweis des Gegenteils jedenfalls ziemlich unwahrscheinlich. Mit seinem polarisierenden Charakter dürfte er eher das Gegenteil erreichen. Abgesehen davon hat das Land faktisch ganz andere Probleme als die EU. Außerhalb Londons befindet sich die Infrastruktur schlicht und einfach auf dem Niveau eines Entwicklungslandes - das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung. Wenn Johnson diese Probleme in Angriff nehmen würde, dann wäre er ein Macher. Aber dazu wird er keine Zeit haben. Er muss ja sein marodes Land in die Freiheit führen...
wird er als erste Amtshandlung das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen. Und alle anderen Spekulationen, was er mit diesem Parlament machen kann, lösen sich in Luft auf.

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ancoats 24.07.2019, 07:00
81.

Zitat von peachblossom
Die Queen wird wegen diesem Kerl ihres Lebens nicht mehr froh werden und uns bald verlassen. Dann hat Prince Charles die Gelegenheit Boris zu schikanieren was er sicher mit Freuden tut.
Das britische Königshaus hat weder die Möglichkeit, noch das Interesse, Premierminister "zu schikanieren". Und Prince Charles schon mal gar nicht, denn der folgt der Queen eh nicht ins Amt. Sonst noch Dusseliges beizutragen?

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at.engel 24.07.2019, 08:24
82.

"Einen wie ihn, sagen nun manche Tory-Politiker, können sie nicht mittragen."
Ja klar, aber May haben sie dreimal auflaufen lassen. Und jetzt vielleicht noch ein Mißtrauensvotum... Neuwahlen, ein Referendum über das Referendum, oder ein Referendum zum harten Brexit... Was soll denn das Ganze?! Man hat das Gefühl, die werden dafür bezahlt, die Demokratie zu torpedieren.
Und die Journalisten machen brav mit: Laut Umfragen... Tja, "laut Umfragen" hätten die Briten nie für den Brexit gstimmt, hätte May auch eine satte Mehrheit im Unterhaus gehabt, um einen geregelten Ausstieg zu verhandeln. Laut Umfragen hätten die Franzosen auch für den Verfassungsvertrag gestimmt... Vielleicht sollte man endlich mal einsehen, dass das so einfach keinen Sinn hat!
Und falls man in GB noch retten will, was zu retten ist - und nicht noch den Rest Vertrauen in Demokratie zerschlagen will - dann solte man sich einfach mal an die Ergebnisse der Wahlen und abstimmungen halten: Das Volk hat für einen brexit gestimmt, hat may aber nicht die nötige Mehrheit gegeben, einen geregelten Brexit durchzusetzen. Und jetzt ist Johnson dran, und es wird einen harten Brexit geben - selbst, wenn die dümmste Entscheidung der letzten zwei hundert Jahre ist. Aber jetzt noch einmal alles infrage zu stellen, wäre nicht nur gesellschaftlich gefährlich, sondern auch vollkommen sinnlos: Corbin hat sich schon lange ins Abseits gefahren.

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accie 24.07.2019, 08:49
83. Ist das alles!

"Populist, Politclown, Premierminister" Ehrlich gesagt. Das ist zu wenig über jemanden her zu ziehen, diskriminieren und sogar denunzieren., der sich nur um die Interessen seines Landes kümmert. Solche Unsinn haben wir über Putin und Erdogan öfter gehabt. Wann lernt der Spiegel so zu arbeiten, wie ein echte unparteiische Presse. Ohne eigene Meinung mit der Nachrichten zu mischen. Es wäre sehr nett, wenn es bald passiert bevor es zu spät ist. Nämlich, jeden Tag verlieren viele Menschen ihr Vertrauen an die Presse.

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nmare 24.07.2019, 09:08
84.

Zitat von nofreemen
Demokratisch gewählte Leute werden von den Medien verachtet (Trump, Jonhson u.a.). Undemokratisch gewählte dagegen werden gelobt (VdL). Das soll noch einer verstehen.
Boris Johnson wurde von ungefaehr 90,000 Tories gewaehlt.
Wenn Sie wissen wollen was der Rest des Landes von ihm haelt, bitte sehr:
https://yougov.co.uk/topics/politics/explore/public_figure/Boris_Johnson

Was ist hier demokratisch?

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kuac 24.07.2019, 09:23
85.

Zitat von Uban
.. Johnson endlich mal an der Sache dran ist - und sogar noch besser, dass May endültig weg ist. Das Hühnera....gesicht wird keiner vermissen. Ohne Führungsqualitäten, klare Linie und Ideen, dafür mit fragwürdem Still ausgestattet und von den Apparatschiks in Brüssel in aller Öffentlichkeit vorgeführt, war sie doch nur die nützliche Idiotin um die Nation schön vor die Wand zu fahren und - ohne es selbst zu kapieren - den Boden für die Wiederübernahme seitens der Elite-Jungs vorzubereiten. Ein Beispiel für Europa, diese Briten !
Es bleibt ein Geheimnis der “Elite-Jungs”, wie er die Briten waschen will, ohne sie nass zu machen. Im Gegensatz zu May, hat er den Briten belogen. Wozu? Um die Macht zu ergreifen? Das hat er erreicht. Was nun?

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kuac 24.07.2019, 09:27
86.

Zitat von Sokrates II
Wie schon mehrfach in der Geschichte zeichnet sich der " deutsche Michl" durch eine apolitische, wirklichkeitsfremdes Weltverhalten ( Fluechtlingspolitik, Klimawandel ) aus, welches zur intellektuellen Tradition des Landes gehoert. Es ist die Masse, gefuehrt von obskuren Intellektuellen, die erfuellt von theoretischen Gewissheiten, die Realitaet aus grosser Hoehe ihren kategorischen Prinzipien unterwerfen. Vereinfacht ausgedrueckt: Alles was nicht in unser eingeschraenktes Weltbild passt, ist falsch. Ich fuerchte deshalb, dass Deutschland am Ende wieder mal einen hohen Preis zahlen und vor einem Truemmerhaufen stehen wird.
Führen Sie Ihre Selbstgespräche weiter, wenn es einem beruhigt. Vor dem Trümmerhaufen stehen schon andere Länder und nicht DE, das Nettoeinzahler ist und bleibt.

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kuac 24.07.2019, 09:37
87.

Zitat von accie
"Populist, Politclown, Premierminister" Ehrlich gesagt. Das ist zu wenig über jemanden her zu ziehen, diskriminieren und sogar denunzieren., der sich nur um die Interessen seines Landes kümmert. Solche Unsinn haben wir über Putin und Erdogan öfter gehabt. Wann lernt der Spiegel so zu arbeiten, wie ein echte unparteiische Presse. Ohne eigene Meinung mit der Nachrichten zu mischen. Es wäre sehr nett, wenn es bald passiert bevor es zu spät ist. Nämlich, jeden Tag verlieren viele Menschen ihr Vertrauen an die Presse.
Wann lernen Sie, dass hier Pressefreiheit herrscht, genauso wie in GB, wo in den letzten Jahrzehnten in der Boulevardpresse ständig gegen die EU gehetzt wurde.

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mostly_harmless 24.07.2019, 09:58
88.

Zitat von der-junge-scharwenka
Ich glaube noch nicht daran, dass UK am 31. Oktober aus der EU austritt. Johnsons parlamentarische Basis ist dafür nicht ausreichend. Johnson hat es mit dem gleichen Parlament zu tun, das zu Beginn des Jahres gegen alles mögliche gestimmt hat. [..]
Wozu braucht Johnson eine parlamentarische Basis? Entgegen der in GB gerne verbreiteten Legenden muss Johnson nur die Füsse still halten um sein Ziel zu erreichen. Ohne Aktion durch die britische Regierung tritt GB am 31.10. ohne Deal aus. Da kann das Unterhaus noch hundert mal einen No-Deal-Brexit ablehnen

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haarer.15 24.07.2019, 10:08
89.

Zitat von adal_
Spielt keine Rolle. Dank der von Theresa May initiierten vorgezogenen Neuwahlen von 2017 stellen die Tories nun mal bis 2022 den Premier.
Neuwahlen könnten schneller kommen als gedacht. Jetzt muss dieser Herr erst einmal liefern - und das rasch.

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