Forum: Politik
Neuer Unabhängigkeitsplan: Schottland startet direkte Gespräche mit Brüssel
REUTERS

Die schottische Regierung will in jedem Fall in der EU bleiben - trotz Brexit. Schon am Mittwoch beginnen Sondierungen in Brüssel.

Seite 9 von 10
k70-ingo 28.06.2016, 21:37
80.

Zitat von roughneckgermany
Die Tories (SCP) haben 31 der 129 Sitze (22%) inne. Also soooo klein sind die nicht.
Hmm, habe ich das mit dem Oberhaus verwechselt?

Beitrag melden
k70-ingo 28.06.2016, 21:41
81.

Zitat von freespeechineurope
Die Scottish Nationalists haben versucht die Schotten zu trennen von England seit Jahren. Die Scot Nats sagen dass sie Progressiv Politik folgen. Wirklich? Alle Nationalisten Bewegung sind inward looking und die SNP hat seit Jahren versucht England zu untermauen. In eine Referendum haben die Schotten klar gewählt nein zu Independence und grüne Licht für Union mit England, Northern Ireland und Wales. Die Schotten sind Britisch und die SNP versucht jetzt ein neue Irritation. Die SNP sagt dass die Schotten wollen in die EU bleiben. Was die nicht sagen unter welche Bedingen. Wenn Schottland sagt bye bye England dann müssen die der Euro einfuhren. Die Scot Nats wollen der Euro nicht ins Discussion bringen. Die Schottische Bevölkerung sind gut gebildet und wissen das Mitgliedschaft der EU wird auch bedeuten dass Sie haben kein Kontrolle uber ihre Geld. Das Gefahr ist das die werden ein Nördliche Griechenland. Für die Reste der UK es ist Klar dass wir wollen Schottland in unsere Union halten. Man musst nicht vergessen das die Scot Nats wollen kein discussion von der Euro.
Das habe ich von Schotten aber anders gehört. Es gibt dort nicht wenige, die dem Euro positiv gegenüberstehen.

Als ich vor drei Jahren gefragt habe "Was ist wahrscheinlicher, daß es Euromünzen mit Robert Burns oder mit Prince Charles geben wird?", wurde eindeutig Robert Burns genannt.

Beitrag melden
SachDebattierer 28.06.2016, 21:48
82.

Zitat von -snowlife-
es giebt pub's in schottland wo sie dumm angeschaut werden, wenn sie nicht mit schottischen noten bezahlen.
Gut, ich habe aber lediglich als Reaktion auf einen anderen Bericht geschrieben, dass Schottland keine eigene Währung, sondern lediglich eigene Banknoten hat. Der Forist ging irrigerweise davon aus, dass es eine eigene Währung gäbe.

P.S. Wenn ein Pub keine Pfund Sterling nicht-schottischer Abstammung akzeptiert, dann kann man ja auch wegen dieses Pubs seine Schlussfolgerungen ziehen, von wegen vereinigtes Europa, ... und so ...

Beitrag melden
brohltaler 28.06.2016, 21:49
83.

Zitat von Baikal
wenn nun nach dem Kosovo die Abspaltung Schottlands völkerrechtlich geadelt wird und alle Argumente gegen die Aufnahme der Krim in sich durch die Realität zsammenfallen. Und dann kommt Spanien mit dem Baskenland und Katalonien. Dann die Wallonen gegen die Flamen usw. Schon toll, die Brüsseler Blödheit.
Welche europäische Armee ist denn gerade dabei Schottland zu okkupieren um anschließend eine Annexion in die Wege zu leiten?
Wie vernagelt muss man eigentlich sein, um den Unterschied zwischen militärischer Eroberung mit Pseudo-Volksbefragung innerhalb zweier Wochen als Feigenblatt, und monatelanger, im Falle Schottlands jahrelanger, demokratischer Willensbildung in einer nach Unabhängigkeit strebenden Region eines demokratischen Staates mit allen Möglichkeiten des Werbens auch für die gegenteilige Option, siehe Befragung 2014, nicht erkennen zu wollen?
Die Krim ist einem völkerrechtlich anerkanntem Staat per militärischem Raubzug von Putin-Russland gewaltsam entrissen worden. Gegen eine demokratische Loslösung mit echten Wahlkampfmöglichkeiten auch für die Befürworter eines Verbleibens in der Ukraine mit anschließendem demokratischem Votum für Russland hätte kein vernünftiger Mensch irgendetwas einzuwenden gehabt!

Beitrag melden
peture 28.06.2016, 23:16
84. peture: Schotten willkommen

Die Engländer wollen aus der Europaunion austreten, aber die Schotten nicht. Die Schotten sind ein eigenes Volk und haben das recht über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen, auch wenn Brüssel das nicht behagt. So geht es auch anderen Völkern, wie z. B. die Katalanen. Es ist an der Zeit, dass Brüssel dieses anerkennt und nicht nach der Musik der alten Großmächte tanzt. Will Brüssel also die Schotten rausschmeißen? Wo bleibt das Selbsbestimmungsrecht der Völker?

Beitrag melden
querulant_99 28.06.2016, 23:20
85.

Zitat von nolabel
Das wird ganz bitter, so ohne schottisches Öl, dafür mit abwandernder Finanzindustrie.
Ohne schottisches Öl könnten die Engländer ja noch klar kommen. Panik bricht erst aus, wenn die Schotten keinen Whisky mehr liefern. Wie sollen die Engländer dann noch ihren Frust über den Brexit hinunterspülen?

Beitrag melden
mattijoon 29.06.2016, 00:47
86. Die 55% Schotten, die 2014 für den Verbleib

Schottlands im Vereinigten Königreich waren, wie einige Foristen korrekt sagten, haben sich für England UND für die EU entschieden.

Wenn sie sich ZWISCHEN England und der EU entscheiden müssen, könnte es deutlich anders ausfallen.

Beitrag melden
emo.alberich 29.06.2016, 01:17
87. Wer weiss dass schon ...

Zitat von k70-ingo
Ja. Weil die Ausgangssituation jetzt eine völlig andere ist. 2014 haben die Schotten die Unabhängigkeit abgelehnt, weil sie in der EU bleiben wollten, diese aber bei einer Trennung hätten verlassen müssen. Sie wollen immer noch drinbleiben, haben auch so abgestimmt, müssen aber trotzdem zusammen mit dem restlichen GB raus.
Sicher war ich nicht dabei. Sicher ist die Meinung, die man sich gebildet hat, auch ein Produkt der Informationen, die man bekommen hat und die man mitbringt. Nicola Sturgeon soll in der EU sondieren, ob die Schotten ein Veto hätten gegen das Referendum, ist eine Berichterstattung - vielleicht falsch.

Deutsche haben andere Informationen als andere, da streben die Schotten die Unabhängigkeit an, z.B. heute wieder bei Markus Lanz - über Referenden und Internet, als ob das entscheidend wäre - die Welt als Wille und Vorstellung ...

Nicht geändert hat: 5 Millionen Schotten gegen 60 Millionen Engländer und Waliser.

5 Mio sind vergleichbar mit Norwegen und Dänemark, von der Grösse her. Der Unterschied ist, letztere beiden waren einst Grossmächte und haben immer eine eigene Aussenpolitik, eine eigene Sicherheitspolitik gemacht, haben eigene Beziehungen in die ganze Welt.

Europa ist nicht die Welt - aber die Schotten könnten über das Common Wealth mit der Welt in Kontakt bleiben - was sind sie schon in der EU? Eine Exklave, der der wichtigste Markt verlorenen geht, bzw. nicht mehr zollfrei ist, der mit UK.

Beitrag melden
emo.alberich 29.06.2016, 01:23
88. Grundregel I für Referenden und Volksintiativen ...

Zitat von roughneckgermany
Schottland kann ein Referendum führen mit der Frage: "Stimmen Sie für eine Loslösung vom Commonwealth und Abspaltung von England um einen Verbleib in der EU zu ermöglichen?" Somit hat man die Möglichkeit direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Direktes Ja zu Europa und zur Unabhängigkeit.
Einheit der Materie : wie die parlamentarische hat auch die direkte Demokrati Grundregeln, geschriebene und ungeschriebene, auch dazu gibt es Theorien, ein bisschen mehr als ein Quiz und Zufall steckt schon dahinter.

Beitrag melden
JDR 29.06.2016, 02:54
89.

Es ist richtig, die Schotten in Europa halten zu wollen. Aber wer zu den Schotten "ja" sagt, wird zu den Katalanen schlecht "nein" sagen können. Und anschließend kommen die Flamen und Wallonen.

Ist das so schlimm? Erst einmal ja. Jede Grenzverschiebung bringt Unsicherheit. Jede Verschiebung von Gewicht hat Konsequenzen. Kleinstaaterei ist schädlich. Aber: Ein Europa der Regionen muss das eigentlich aushalten können. Und seien wir ehrlich: Wenn Europa es schafft, Grenzen auf Grund der veränderten Gegebenheiten friedlich und einvernehmlich zu verschieben, beweist es eigentlich nur noch einmal, wie weit der Kontinent von den räumlichen Nachbarn entfernt ist.

Unsicherheit ist der größte Schadensfakto beim Brexit. Machen wir uns nichts vor: Großbrittanien und die EU werden ihn überstehen. Sie werden nach ein paar Bereinigungen beide wieder wachsen. Schwächer als zuvor und weniger stabil, aber es wird weiter gehen. Nationalisten werden das als Sieg verkaufen. Es ist keiner.

Gespräche mit Schottland sind auch ein Mittel, London deutlich zu bewegen, seine Brexitposition schneller und klarer zu beziehen.

Die Unsicherheit muss raus aus Europa. Und die Tatsache, dass die selben kindischen Spielernaturen, welche das ganze Referendum angezettelt haben, weil sie zu Hause den starken Mann markieren wollten, jetzt ihre gleiche alte, verfehlte Hinhaltepolitik, die sie gegenüber Europa seit Jahren gefahren haben, weiterfahren wollen, zeigt nur, wie nötig es wohl einmal war, die Eliten zu erschüttern. Es ist eine Revolution. Keine fortschrittliche. Eher eine Konterrevolution. Aber sie kann Europa bewegen. Wenn es bereit ist, sich zu bewegen.

Und im Vergleich zu Revolutionen um uns herum, verläuft sie sehr - neueuropäisch.

Denn eines zeigen Schotten, Katalanen, Flamen und Wallonen auch. Die Anziehungskraft der alten vermeintlichen Nationalstaaten lässt auch deshalb nach, weil es eine darüberhinausgehende übernationale Struktur gibt.

Beitrag melden
Seite 9 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!