Forum: Politik
Neues Besucherzentrum am Reichstag: Groß, schön, hell - und Geld spielt keine Rolle
Thomas Grabka

In Berlin soll erneut ein teures Mega-Projekt entstehen: Abgeordnete planen ein unterirdisches Besucherzentrum vor dem Reichstag - es soll den provisorischen Container-Checkpoint vor dem Parlament ersetzen. Doch schon jetzt häufen sich Probleme, es drohen Kosten von einer halben Milliarde Euro.

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kenner07 17.09.2012, 18:53
70. Hmm

Zitat von Niederbayer
Wenn man sieht, was BMW mit seiner BMW Welt in München hingestellt hat, sollte die Bundesregierung schon was ähnliches hinbekommen.
mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass BMW seine BMW-Welt wahrscheinlich nicht mit Steuergeldern finanziert hat.

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kenner07 17.09.2012, 19:00
71. Vielleicht

Zitat von Suryo
. Erst informieren, dann dumme Fragen stellen.
sollten Sie mal die "dummen Fragen" beantworten, statt dumme Kommentare zu posten.

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wll 17.09.2012, 19:23
72. Kein Titel

Zitat von klowasser
Für 500 Millionen sollten wir aufgrund der Repräsentativität unserer Kanzlerin lieber in jeder Stadt ab 100.000 Einwohnern eine Statue von ihr verrichten, damit die Bürger zu ihrer großen Kanzlerin aufschauen können. Das hätte für unser Regierungssystem mehr positive Effekte als irgendein unterirdirscher Raum in denen man sich "informieren" kann.
Sorry, aber der Vorschlag ist allein schon aus ästhetischen Gründen nicht realisierbar - das wäre ein eklatanter Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention... ;-)

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wll 17.09.2012, 19:38
73. Kein Titel

Zitat von BigRick1407
G Erst einmal müssen Grundfragen erörtert werden. Was soll es können? Besucher empfangen und Sicherheit für den BT gewährleisten. Wieviele Leute werden da "abgefertigt"? Geschätzte 3 mio im Jahr ist sicherlich nur die Untergrenze, und da unterscheidet sich der Bau Ihres Arbeitgebers schon von diesem Projekt.
Die Bundestagsverwaltung selbst spricht auf ihrer Website von 1,8 Mio. Besuchern in 2011 - und die werden es wohl wissen: Deutscher Bundestag: Der Bundestag 2011 in Zahlen und Fakten

Zitat von BigRick1407
Allein für Klos werden locker hohe einstellige Beträge fertig, die Ihr Chef nicht schultern musste. Und wo muss es hin? Tja leider schon direkt davor, weil sonst Teilaufgabe 1 b gar nicht gewährleistet wird. Es muss als auch direkt davor und in die vorhandene Infrastruktur integriert werden. Auch etwas, was Ihr AG nicht beachten musste.
Keine Bange, Toiletten hat unser schmucker Bau schon auch. ;-) Und er musste sich genauso in die vorhandene Bebauung und Infrastruktur einfügen, wie das das Besucherzentrum wohl auch muss - wir haben nicht eben mal auf der grünen Wiese gebaut.

Zitat von BigRick1407
Mit 75 wird man planen und über 100 Mio werden es werden. Die ssind es auch wert. DIe 500 mio, die kolportiert werden, haben einen ganz anderer Charakter.
Die bisherige Erfahrung mit öffentlichen Bauvorhaben ist da eine ganz andere - unter Faktor 2 - 3 geht da leider nichts. Aber wenn die Planung ach so solide ist, kann man das Projekt ja für 80 - 90 Mio. als Festpreisprojekt ausschreiben. Wir machen das übrigens bei allen Bauaufträgen so, sowohl eigenen als auch bei denen für unsere Kunden. Seltsam, dass das bei öffentlichen Aufträgen angeblich nicht gehen soll...

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messwert 17.09.2012, 19:58
74. Verschwendung, dein Name ist POLITIK

Über eine Milliarde mehr für den verkorksten Flughafenbau, weitere Unsummen für die Neuentstehung des Berliner Stadtschlosses, die Erweiterung auf der Museums-Insel und Gebäudekomplexe für den geplanten Umzug der noch in Bonn verbliebenen Ministerien und dann noch dieses kostspielig angelegte Besucherzentrum. Derweil insbesondere in Berlin, marode öffentliche Verkehrsmittel, Personal-und Ausstattungsmangel bei Polizei und Ämtern, horrende Berliner Hartz IV-Kosten, und, und, und. Während dem ROTE Berliner-Senat, trotz höchst Verschuldung, schon immer ein Prestige-Gehabe eigen ist, hätte man zumindest von der Bundesregierung erwartet ihre bedrohliche Finanzmisere - bei sich selbst- wirklich ernst zu nehmen. Hiefür aber geht sie beständig dieselbe Einbahnstraße,- Abzocke der arbeitenden Bürger!

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BigRick1407 17.09.2012, 20:18
75. In Ihrem Bau sind Klos für 3 mio Besucher jährlich? Verschwendung :)

Zitat von wll
Die Bundestagsverwaltung selbst spricht auf ihrer Website von 1,8 Mio. Besuchern in 2011 - und die werden es wohl wissen:
Ja, aber in dem Jahr war der Bau immer mal wieder mehrere Wochen nicht zugänglich. Und hier muss man auch mal die Realitäten sehen. Die Schlangen vor dem Haus sind abschreckend und haben dazu geführt, dass nicht jeder der wollte, auch reinkam.

Zitat von wll
Keine Bange, Toiletten hat unser schmucker Bau schon auch. ;-) Und er musste sich genauso in die vorhandene Bebauung und Infrastruktur einfügen, wie das das Besucherzentrum wohl auch muss - wir haben nicht eben mal auf der grünen Wiese gebaut.
Ihr Arbeitgeber hat für 36 Mio ein großes Besucherzentrum in direkter Nachbarschaft von mehreren Eisenbahntunneln und einem nicht freigrabbaren Prunkbaus aus dem späten 19. Jahrhundert gebaut? Denn darum geht es hier. Und zu allem Überflüß kommt in 3-4 Metern Tiefe Grundwasser. Keine 100 Meter weiter fließt dann auch noch ein schmuckerfluss, der sich bereits mehrfach in die neuen Gebäude und Tunnel ergossen hat. Eine GWA wird aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft von verschiedenen empfindlichen Gebäuden gefährlich und dementsprechende teuer. Ich möchte wetten, Ihr AG hatte diese Probleme nicht. Ansonsten hat er mit 35 mio keinen Marktpreis bezahlt.


Zitat von wll
Die bisherige Erfahrung mit öffentlichen Bauvorhaben ist da eine ganz andere - unter Faktor 2 - 3 geht da leider nichts. Aber wenn die Planung ach so solide ist, kann man das Projekt ja für 80 - 90 Mio. als Festpreisprojekt ausschreiben. Wir machen das übrigens bei allen Bauaufträgen so, sowohl eigenen als auch bei denen für unsere Kunden. Seltsam, dass das bei öffentlichen Aufträgen angeblich nicht gehen soll...
Naja, Faktor 2-3 ist zwar hier und da schon passiert, aber die Regel ist es gottseidank ja nu nicht. Man muss nicht immer die Elbphilharmonie als Beispiel nehmen, selbst beim BER ist der Faktor zwei noch nicht erreicht.
Bei dem Besucherzentrum geht es außerdem trotz aller Umstände um einen Standardbau, der nicht wirklich Neues erwarten läßt. Da wird ein Loch gebuddelt, wie hunderte Mal im Jahr in Berlin und dann wird da ein Häuschen verbaut. Wenn es hier wieder Erwarten zu sehr in die Höhe geht, dann liegt das meistens am Auftraggeber, der plötzlich noch irgendeinen Nonsens verbaut sehen will.
Einen Zuwachs von 50% sehe ich zwar auch, aber nochmal, die Zahl 500 Mio ist hier wohl nur aus polemischen Gründen "verbaut".

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