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Neues Logo, neue Farbe, starke Rede: FDP versucht Neustart

Die FDP hat sich ein neues Logo zugelegt und den Zweitnamen gewechselt - die Liberalen sind jetzt Freie Demokraten. Ob's hilft? Auf dem Dreikönigstreffen schwört der Vorsitzende Linder seine Parteifreunde auf den Neuanfang ein.

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agt69 06.01.2015, 21:12
340. Sehr richtig!

Zitat von flpr
Haben Sie gewusst, dass bereits heute die oberen 50% der Einkommenskala über 96% des Einkommensteueraufkommens erwirtschaften? Die oberen 20% erwirtschaften immer noch rd. 76% des Aufkommens und die oberen 10% über 50 % des Aufkommens. Eine gewissen Umverteilung findet also bereits heute statt. Wirtschaft ist zwar nicht alles- aber ohne Wirtschaft ist alles nichts- so gesehen, sollte man den Motor nicht abwürgen- wer, wie Hollande, die Gerechtigkeit über drastische Steuererhöhungen herstellen und die Staatskasse füllen möchte, erreicht das glatte Gegenteil. Der Sozialstaat funktioniert nur wenn die Anreize zur Marktwirtschaft bleiben- und der Staat seine Ausgaben im griff hat und die Sozialversicherungen gesund hält. Dazu könnte die FDP allerdings sehr nützlich sein...
Der Verweis auf Frankreich unter Hollande ist ein sehr gutes Beispiel. Ich bin froh, dass dieses sozialistische Experiment nicht in unserem Lande abläuft. Erstaunlich, wie viele Leute trotzdem auch hierzulande vom Segen einer solchen Politik überzeugt sind, obwohl man unserem Nachbarland grade beim katastrophalen Scheitern zusehen kann. Aber für manche ist Frankreich wohl zu weit entfernt vom eigenen Tellerrand.

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peter1000 06.01.2015, 22:04
341. Vergleich mit Steven Jobs ...

… das kann doch nicht wahr sein! Dieser Emporkömmling Lindner, der in seinem Berufsleben nur Politiker und aber Niedergang der FDP maßgeblich beteiligt war, der nimmt Steve Jobs in Anspruch?? Maßlos, was der Typ sich rausnimmt. Die FDP hat sich final überlebt und das ist gut so.

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peter1000 06.01.2015, 22:08
342. Vergleich mit Steven Jobs ...

… das kann doch nicht wahr sein! Dieser Emporkömmling Lindner, der in seinem Berufsleben nur Politiker und aber Niedergang der FDP maßgeblich beteiligt war, der nimmt Steve Jobs in Anspruch?? Maßlos, was der Typ sich rausnimmt. Die FDP hat sich final überlebt und das ist gut so.

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n1l5 06.01.2015, 22:15
343. Logo

Lol. Haben das Logo die Julis (heißen die jetzt auch anders?) mit Microsoft Paint selbst gemacht oder war ein extrem hipper Copyshop behilflich? Das ist ja einfach nur albern, naiv, mies designed ohne jede Alleinstellung.

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mornings 07.01.2015, 23:02
344. Welcher Praktikant hat das denn verbrochen?

Fehlt nur noch ein neongrüner Schatten um das Ganze, ein paar 3D-Buttons mit kryptischen Symbolen drauf und in fettem Arial drunter kommt dann vom Texter-Kollegen: "Kein Scherz! Sie wurden zufällig aus Millionen ausgewählt! Jetzt wählen!"

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karlbe 07.01.2015, 23:40
345. Statt eines neuen Logos...

sollte die FDP lieber deutlich machen, dass sie für eine neue Politik steht. Die FDP-Führung sollte dem Wähler vermitteln, dass man mit der alten Lobbypolitik für Ärzte und Apotheker gebrochen hat und dass die FDP zukünftig für bürgerliche Freiheiten, für einen Abbau von Staatsverwaltung und Bürokratie, für eine Vereinfachung des Steeuerrechts und für ein modernes Zuwanderungsrecht steht. Dass die Deutschen eine neue Partei mit den "richtigen" Inhalten wollen, beweist der Erfolg der AfD. Wenn die FDP glaubhaft vermittelt, dass sie für die richtigen (liberalen) Inhalte steht, würde sich manch ein Wähler nochmal Gedanken über die FDP machen. Derzeit muss man jedoch den Eindruck haben, dass die FDP mit Marketingtricks versuchen möchte, über die 5 %-Hürde zu kommen, um dann im alten Stil wieder Lobbypolitik zu betreiben und liberale Wahlversprechen (zumeist Steuersenkungen oder Bürokratieabbau) für ein paar Ministerposten an den jeweiligen (beliebigen) Koalitionspartener herzuschenken. Ich habe oft genug FDP gewählt und mich zumeist nach der Wahl verraten gefühlt, um der FDP raten zu können, dass Glaubwürdigkeit in der Politik das Wichtigste ist. Wenn die Glaubwürdigkeit einmal verspielt ist, hilft auch ein magentafarbenes Logo nicht mehr.

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markus_wienken 07.01.2015, 08:20
346.

Zitat von herzblutdemokrat
Wobei eine vernünftige liberale Partei unserem Land gut tun würde. Aber das Logo sieht wirklich nicht schön aus
Ja, eine Sozialliberale Partei würde ich auch begrüßen.
Eine neoliberale Partei halte zumindest ich für nicht notwendig und auch nicht für wählbar.

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karljosef 07.01.2015, 10:01
347. Die Steuern für ALLE sind zu hoch?

Zitat von nomade
Leider haben Sie absolut recht. Die Steuern in Deutschland sind für ALLE viel zu hoch. Vermutlich wegen der Zuschüsse an die EU. So kann es nicht weitergehen. Dazu kommt noch, dass ein grosser Teil der fleissig arbeitenden Bevölkerung in die Armut getrieben wird und die blinde Politkaste selbstgerecht den falschen Weg weiter geht. Sind alle von der NSA erpressbar geworden? Die direkte Demokratie könnte vielleicht noch eine Umkehr bewirken.
Zunächst möchte ich nicht Steuern sagen, sondern Abgaben, also die Summe von Sozialabgaben und Steuern.
Sollte das nicht wirklich absolut JEDER mitbekommen haben, dass ausgerechnet der Favorit von Merkel, Juncker, hervorragende Alternativen geschaffen hat. Allerdings nicht für JEDEN, sondern nur für Großkonzerne?

Sollte ferner nicht JEDER noch die Sprüche von Merkel vor der Bundestagswahl mitbekommen haben, dass es uns noch nie so gut ging wie heute?
Und Zynismus kann man Dr. Merkel wirklich nicht vorwerfen.

Wo es doch so viele Tafeln gibt, bei denen man preisgünstig Essen einkaufen kann...

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karljosef 07.01.2015, 10:08
348. Ergänzung:

Die Reichen haben sich bei den Sozialbeiträgen erfolgreich ausgeklinkt. Motto: Mögen in der sogenannten sozialen Marktwirtschaft die Armen doch solidarisch sein.
Außerdem können die Reichen durch die Steuergesetze ihre Abgaben weiterhin ohne Ende drücken.
Leider klappt das bei den Armen nie, die müssen sowohl Sozialabgaben als auch Steuern bezahlen.

Wie war das mit den starken Schultern, die Merkel doch so gerne erwähnt. Ob das doch eine Stelle ist, die als purer Zynismus interpretiert werden muss?

Es ist zum Schreien!

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mac4me 07.01.2015, 12:08
349. Demotivation der Leistungsträger?

Zitat von Pless1
Haben wir wirklich dieses Problem? Ich wäre mir da nicht so sicher. Zur Bundestagswahl ist auch hier im SPON in einem "Faktencheck" gut dargelegt worden, dass diese vermeintlich sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich so gar nicht nachweisbar ist... Das Reiche reicher werden ist zunächst mal kein "Problem" - es sei denn man gönnt anderen grundsätzlich etwas nicht. Wenn Arme ärmer werden ist das aber ein Problem. Die Frage ist, wie man dieses nachhaltig löst. Der eine Ansatz ist der, die vorhandenen Mittel denen abzunehmen, die mehr haben, also das klassische "linke" Werkzeug der Umverteilung. Diese erzeugt aber das Problem, dass sich die Leistung für die Leistungsträger weniger lohnt was dazu führt, dass sie teilweise nicht mehr erbracht wird. Das ist nicht sinnvoll. Außerdem sind gerade diese Kräfte oft sehr mobil. Junge Arzte zum Beispiel wamdern lieber aus als in Deutschland als Landarzt zu arbeiten. Sinnvoller als den vorhandenen Kuchen in immer kleine Stücke zu schneiden, wenn mehr Leute satt werden sollen ist es, einen größeren Kuchen zu backen. Dazu benötigen wir Rahmenbedingungen, die für mehr Investitionen in Arbeitsplätze sorgen. Dafür steht die FDP mehr als jede andere Partei, und ich bin mir sicher, dass das letztlich die bessere Alternative ist.
Das ist ein Scheinargument.

"Leistungsträger" bringen meistens gar nicht mehr Leistung als andere, sondern befinden sich einfach in einer Marktposition, in der sie mehr verlangen können. Die neoliberale Denkweise hat das aber, d.h. dieses mehr verlangen können, Zu "Leistung" umdefiniert. Das ist der Denkfehler!

Es gibt durchaus Manager, die sehr viel geleistet haben, zum Beispiel ein Unternehmen aufgebaut haben wie Steve Jobs. Der hat Milliarden verdient und kaum einer wird es ihm neiden. Und dann gibt es Manager, die haben kaum etwas geleistet, zum Beispiel Hartmut Mehdorn oder Wowereit als ehemaliger BBI- Aufsichtsratsvorsitzender. Wir haben im Gegenteil kläglich versagt und werden nicht einmal dafür zur Verantwortung gezogen.

Wenn ein Sparkassendirektor 24.000 € im Monat verdient und ein EU-Kommissar oder städtischer Müllabfuhr-Direktor nicht viel weniger, so hat das zum Beispiel mit Leistung kaum etwas zu tun.

Man kann sicher darüber streiten, aber mit einem Telefonannruf 50.000 € zu verdienen, wie es Lobbyisten tun, hat nichts, aber auch gar nichts mit Leistung zu tun.

Die Neidkeule der Neoliberalen zieht einfach nicht mehr, denn inzwischen hat sich herumgesprochen, wie diese Leute zu ihrem Geld kommen.

Solche Leute wären auch mit weniger zufrieden, da bin ich sicher. Da könnten sie nur ihre Gier und Anmaßung nicht ausleben. Sie müssten halt nur dazu gezwungen sein, das sind sie aber nicht.

Die Einschränkungen, die sich ergeben, wenn in diesen Gehaltsbereichen Einbußen entstehen, sind nicht mit denen zu vergleichen, die bei den wirklich Armen durch Gehaltsverzicht entstehen.

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