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Neues Zivilschutzkonzept: Ein Phantom namens Wehrpflicht
ASSOCIATED PRESS

Die Regierung hat nach mehr als 20 Jahren ihre Pläne zum Zivilschutz aktualisiert. Darin taucht auch das Reizwort Wehrpflicht auf. Und prompt denkt mancher CDU-Politiker an deren Comeback. Das ist absurd.

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96alteliebe 24.08.2016, 19:17
1. Endlich!

Endlich mal ein Kommentator, der einen vernünftigen Standpunkt vertritt. Ansonsten wird immer nur und andauernd kritisiert, auch das Thema Zivilschutzkonzept wurde hier schon als Panikmache diffamiert. Aber es ist doch immer, egal wann, besser, vorbereitet auf einen Fall vorbereitet zu sein, der hoffentlich nie eintritt. nur weil es unwahrscheinlich ist, dass in meiner Wohnung ein Feuer ausbricht, schraube ich doch auch nicht die Rauchmelder ab und verstelle die Fluchtwege. Und es ist meiner Meinung nach wahrscheinlicher, dass einer der oben genannten Fälle eintritt, als der Kalte Krieg ein heißer geworden ist.
Ich finde es wichtig, dass es zumindest einen Plan gibt, die volle Wehrbereitschaft in kurzer Zeit herzustellen, denn wenn man einestages (hoffentlich nie) doch den E-Fall hat, wird jeder froh sein, einen Plan in der Tasche zu haben, unser Land zu verteidigen.

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jhea 24.08.2016, 19:29
2. Wenn wehrpflicht, dann für alle

Es kann nicht sein dass Frauen dann zur Bundeswehr 'dürfen' und Männer 'müssen'.

Alternativ zum Wehrdienst gibt es da noch die schöne Einrichtung namens Zivildienst, bei der Frauen auch gut helfen können.

Es ist schlicht nicht hinnehmbar, dass man als junger Mann erst einmal rund ein Jahr damit verbringen muss diesen Crap mitzumachen, und Frauen ungehindert Karriere machen können.

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der-schwarze-fleck 24.08.2016, 20:01
3. Kriegt man diesen Genderquatsch nie raus aus den Köpfen?

Zitat von jhea
Es kann nicht sein dass Frauen dann zur Bundeswehr 'dürfen' und Männer 'müssen'. Alternativ zum Wehrdienst gibt es da noch die schöne Einrichtung namens Zivildienst, bei der Frauen auch gut helfen können. Es ist schlicht nicht hinnehmbar, dass man als junger Mann erst einmal rund ein Jahr damit verbringen muss diesen Crap mitzumachen, und Frauen ungehindert Karriere machen können.
Der Gedanke ist nahe liegend, denn wer Frauenquoten in Aufsichtsräten möchte, der müsste eigentlich auch Frauenquoten bei Gefallenen akzeptieren. Allerdings gibt es für das Leben einer menschlichen Gemeinschaft nichts Dümmeres als die jungen gebärfahigen Frauen auf dem Schlachtfeld zu opfern. Das ein Mann mit hundert Frauen ein ganzes Volk begründen kann ist biologisch möglich, aber eine Frau mit hundert Männern, die kann einem nur leid tun. Ich entschuldige mich für meine reaktionäre und biologistische Sichtweise auf diese Dinge, war aber lang genug Soldat und würde nie eine Frau in einen Kampf schicken in welchem sie sterben kann.

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derdrittemann 24.08.2016, 20:12
4. Bitte... führt die

Wehrpflicht wieder ein. Meine Zeit, und für Andere auch, bei der Bundeswehr war lebensbelehrend. Die Zeit hätte ich mir schenken können, die Erfahrungen nicht. Für viele war es die letzte Chance, mit geprägten Werten wie Zusammenhalt und Teamgeist in die Zukunft zu starten. Ich erlebe heute beruflich Menschen, bei denen ich diese Prägung erlebe. Jugendliche haben heute keinen Halt und keine Haltung. Nach der Wehrpflicht war ich in der Einstellung zum Leben schlauer und zielorientierter. Es war die Schule der Nation und hat erzieherische Versäumnisse ausgeglichen.

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lace 24.08.2016, 20:22
5. Ich bin für Wehr- und Zivildienst

Ich halte die Abschaffung von Wehr- und Zivildienst für einen schweren Fehler. In beiden Diensten haben junge Menschen gelernt für die Gesellschaft und füreinander da zu sein. Zivildienstleistende haben in Krankenhäusern und Altenheimen unverzichtbare Arbeit geleistet.

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Der Terraner 24.08.2016, 20:36
6. Verlorene Zeit

Auch nach 35 Jahren bleibt meine Wehrdienstzeit als verlorene Zeit in Erinnerung ohne jeden Sinn und Zweck. Ich bin sehr dankbar, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und den jungen Männern heutzutage diese negativen Erfahrungen und diese Zeitvergeudung erspart bleiben. Dass hier jemand tatsächlich meint, männliches Leben als weniger wertvoll zu bewerten, entzieht sich meinem Verständnis.

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anubis1981 24.08.2016, 20:43
7.

Zitat von 96alteliebe
[...]auch das Thema Zivilschutzkonzept wurde hier schon als Panikmache diffamiert. [...] Ich finde es wichtig, dass es zumindest einen Plan gibt, die volle Wehrbereitschaft in kurzer Zeit herzustellen, denn wenn man einestages (hoffentlich nie) doch den E-Fall hat, wird jeder froh sein, einen Plan in der Tasche zu haben, unser Land zu verteidigen.
Also das Aufrufen zu "Hamsterkäufen" ist Panikmache, dass hat auch mit Diffamierung nichts zu tun. Insbesondere dann nicht wenn unsere Bundestagsfutzis selbst keine Ahnung haben wovor und wie wir uns schützen sollen, aber erstmal für unsere Industrie nen paar Euro rauskitzeln wollen. Ich frage mich welches wirklich wichtige Thema im Bundestag mit diesem Zivilschutzblödsinn gerade unter den Medienteppich gekehrt wird. Weil eins ist doch klar wenn so eine olle Kamelle ungefragt aus der verstaubten Kiste geholt wird, ist irgendwo anders die innenpolitische Kacke wirklich am dampfen. Und unsere Volksverräter, ich meine Volksvertreter, haben angst das wir den Mist riechen der in Berlin verzapft wird.

Und zum Thema Wehrbereitsschaft. Wollen sie Deutschland wirklich sicher machen?! Dann sollte man eine gut ausgebildete, gut ausgerüstete Berufsarmee parat stellen, als Schnelle Eingreiftruppe. Und die Hauptverteidigung die überlassen wir uns dem Volk. Bilden sie jeden deutschen über 18 an der Waffe aus, geben diesem oder dieser das Sturmgewehr mit nach Hause Päckchen Munition dabei und dann fragen sie mal die Russen ob die interesse haben in Deutschland ein zu fallen wenn dort knapp 50 Millionen Gewehrläufe auf sie warten. Aber so eine Hampeltruppe wie es die nicht mal 200tsd Wehrdienstleistenen waren können wir uns getrost sparen, die geben eben nur das GEFÜHL der Sicherheit.

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skade 24.08.2016, 20:47
8.

Zitat von der-schwarze-fleck
Allerdings gibt es für das Leben einer menschlichen Gemeinschaft nichts Dümmeres als die jungen gebärfahigen Frauen auf dem Schlachtfeld zu opfern. Das ein Mann mit hundert Frauen ein ganzes Volk begründen kann ist biologisch möglich, aber eine Frau mit hundert Männern, die kann einem nur leid tun. Ich entschuldige mich für meine reaktionäre und biologistische Sichtweise auf diese Dinge, war aber lang genug Soldat und würde nie eine Frau in einen Kampf schicken in welchem sie sterben kann.
Aha, ein Frau die gebärfähig ist wird geopfert und was werden Männer in einem Krieg?
Sorry, mir geht dieses altruistische Denken auf die Nerven.
Gleiche Rechten heißt auch gleiche Pflichten, anderes wird es nicht funktionieren. Der Ton in den Genderdiskussionen wird eh immer rauer, eine Rosinenpickerei in Bezug auf einen Pflichtdienst für die Gemeinschaft würde die Diskussionen noch schärfer machen.
Die Debatte um die Beschneidung von Jungs hat schon gezeigt wie unterschiedliche die Herangehensweise an die Geschlechter ist.

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scottbreed 24.08.2016, 20:48
9. Ja aber warum?

Warum sollte man sein Land verteidigen wollen? Welchen Grund sollte es geben dein Leben für dieses Land zu opfern?
ich erlebe Deutschland als totalitäres überwachungsland was ständig die Bürgerrechte noch mehr einschränkt..
dazu kommt noch der Egoismus in der Bevölkerung dazu.. Keiner interessiert sich mehr für ein.. In Prinzip könnte man draußen umfallen und alle gehen und fahren dran vorbei.. Also für was nochmal sollte ich zur Armee gehen und mein Leben aufs Spiel setzten?

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