Forum: Politik
Neugegründete Partei "En Marche": Mucken gegen Macron
AFP

Es rumort bei "La République en Marche!": Die Basis der französischen Regierungspartei wehrt sich gegen die autoritäre Führung durch Emmanuel Macron.

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MiniDragon 16.11.2017, 13:53
1. Was kommt als Nächstes in Frankreich ?

Bonapartismus ; Gaullismus; nun Macronismus?
Gut möglich, dass die heutige Welt sich dank moderner Informationstechnik so schnell verändert, dass die Macron- Blase schneller platzt als es manche Politikern, für die das Internet noch immer Neuland ist, für möglich halten .

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Sonia 16.11.2017, 14:13
2. Im nächsten Leben werde ich Wahrsager

Wer so ein klein wenig Frankreicherfahrung hat, dem war doch klar, dass in dem Land, in dem die Bürger die Schnauze auch so richtig von ihrem Establishment und den Eliten voll haben, wohl besser als die Deutschen die Wahlergebnisse lesen konnten, mit denen Macron und seine sogenannte Bewegung an die Macht kamen, dass die sich bald wieder melden werden. Die Hälfte der wahlberechtigten Franzosen wählten gar nicht und von den anderen 50 % erlang Macron zwar die Mehrheit, ist aber nicht die Mehrheit. Einmal Elite, immer Elite - er ist ein Produkt der elitären französischen Elite. Der soll die Probleme des Volkes verstehen? Nie und nimmer. Ich befürchte nur, dass nunmehr die Rechte weiter erstarken könnte.

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licorne 16.11.2017, 14:26
3.

Eine neue Partei aus dem Nichts zu organisieren ist schwierig. Diese ist nicht gewachsen sondern war plötzlich da und in voller Verantwortung. Die Mitglieder kennen sich nicht, die meisten Abgeordneten auch nicht. Man hat noch nicht gemeinsam gestritten, sich wieder vertragen, Flügelkämpfe ausgetragen, Kandidaten gewählt und Gesetzesvorschläge gemacht. Auch Macron kennt die Parteimitglieder kaum und degradiert sie zu Abnickern, dabei sagte er vor der Wahl: Ich brauche Euch. Er verschanzt sich mit einigen wenigen Vertrauten im Palast und entscheidet einsam.

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Wolfgang Heubach 16.11.2017, 14:58
4. Macron hat keine politische Zukunft

Der Sinkflug hat begonnen, es kann ein jäher Absturz daraus werden. Selbstherrliche Typen wie Macron wollen und mögen die Franzosen nicht. Seine Allüren haben sie bereits jetzt satt. Wir müssen uns davor hüten, daß seine autoritäre Denkweise, die im Stil eines Kolonialherrens zelebriert wird, nicht auch noch auf die EU übergreift. Er hat ja in Frau Merkel bereits eine politische Verehrerin gefunden.

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breizh44 16.11.2017, 15:04
5. Disziplin ist notwendig

Macron macht es richtig. Disziplin tut not, insbesondere bei einer so bunt zusammengewürfelten Bewegung wie LREM. Freischwebende Elektrone müssen eingefangen werden, wenn die versprochenen politischen Ziele erreicht werden sollen. Sonst geht es ihm wie seinem Vorgänger mit seinen "Frondeurs". Die große Frage, die sich mir nach der Wahl stellte, war: Wie kriegt Macron das hin, daß die "marcheurs" alle fokussiert in die gleiche Richtung marschieren. Die Antwort sehe ich jetzt, und sie imponiert mir. Macron hat nie einen Hehl daraus gemacht, daß er Abweichler nicht dulden wird und Disziplin fordert. Wenn jetzt also einige damit nicht einverstanden sind, ist es nur konsequent und positiv zu sehen, wenn sie aussteigen. Macron schert sich wenig um momentane Stimmungslagen und Umfragewerte. Er will 2022 an den erreichten Zielen gemessen werden. Und wenn er so weitermacht, wie bisher, wird er dann einiges vorzuweisen haben.

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charlybird 16.11.2017, 15:14
6. Die Franzosen sind auch irgendwie niedlich.

Da wählen sie sich einen Superbanker mit einem angeblichen SuperIQ, einer Superkarriere und des Demokratieverständnisses der Superelite und wundern sich nun, dass sie politisch eine meinungsmäßige Vollrasur und einen sozialen Haircut bekommen, der uns wahrscheinlich auch bevorstünde, wenn uns zB. ein Herr Lindner formvollendet in das kapitalistische Paradies führen würde.
Ich befürchte für Frankreich und Europa schlimmeres, wenn auch der gutgläubigste Mittelstand den neoliberalen Würgegriff nicht mehr nur als kalten Hauch spürt.
Im Osten Deutschlands und vor allem Europas geht das schon schneller von statten.
Die ''moderne Liberalität'' hier im ''aufgeklärten Westen'' relativiert dabei gleichzeitig die Rechtsbewegungen als eine Form von politischem Grippevirus mit denen man ( verständlicherweise) nicht spricht, sie auch entsprechend diffamiert, aber leider keine überzeugende Sozialpolitik als Antibiotikum betreibt. Im Gegenteil, man glaubt ''es'' verschwindet wieder von alleine.
Und ich befürchte, Typen wie Macron werden mittelfristig den rechten Parteien die Wähler in Scharen in die Arme treiben.

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Andreas1979 16.11.2017, 15:40
7. Das kenne ich doch irgendwo her.

Ich weiß schon hier in Deutschland gibt es eine Frau Namens Merkel, die auch keinerlei anderer Meinung zulässt, außer ihrer eigenen. Einen Unterschied gibt es, sie hat dies in einer alt eingesessenen Partei getan.

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dieter-ploetze 16.11.2017, 16:01
8. es begann als buergerberwegung

zu anfang war es eine organisierte buergerbewegung. was nun macron daraus macht, hat damit nichts mehr zu tun. jetzt soll es wohl eine organisierte machtbasis fuer macron werden. solcher missbrauch von bewegungen ist nicht selten, immer wieder fallen wir darauf rein.

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lynx2 16.11.2017, 16:19
9. Der Lack ist ab bei diesem..

...French Sunny Boy: war Banker bei Goldfinger Sachs, ist autoritär,
beschenkt die Reichen durch Vermögenssteuer-Wegfall, kürzt Sozialleistungen, beschneidet Arbeitnehmerrechte, macht sich über sozial Schwache lustig usw. Er wird scheitern. Der dt. Hosenanzug findet ihn gut, wie er früher auch die Thatcher verehrt hat und immer noch verehrt. Alles neo-liberale Entsolidarisierer, die alle Macht dem Kapital geben. Macrons Bekenntnisse zur EU sind hohles Geschwätz, denn wenn es um solidarisches Verhalten geht (Flüchtlinge, Steuer- oder Energiepolitik) ist gleich wieder Schluß damit. Nur Aufrüsten wollen sie gemeinsam, diese Lobbyisten der Waffenindustrie.

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