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Neujahrsansprache der Kanzlerin: Merkel prangert Hass bei Pegida-Märschen an
AFP

Ungewöhnlich scharf kritisiert Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache die Pegida-Demos. Die Kanzlerin stellt klar: "Es ist selbstverständlich, dass wir Menschen aufnehmen, die Zuflucht suchen."

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warkeinnickmehrfrei 31.12.2014, 00:14
1. Das einzige was Frau Merkel umtreibt

ist ein möglicher Verlust von Stimmen und das Entstehen einer möglichen Sammlungsbewegung für alle, die mit der "alternativlosen" Politik von CDUCSUSPDGrünen nicht einverstanden sind. Aus Sicht von Frau Merkel sei Gott davor, dass der Urnenpöbel den stillschweigenden Konsens aufkündigt, alle paar Jahre sein irgendwo sein Kreuz zu machen und ansonsten die Politik den Parteifunktionären zu überlassen. Man möge zu Pegida stehen wie man mag, aber wenn hier die verkrustete Parteienherrschaft endlich aufgebrochen wird, so ist ein solche Entwicklung zu begrüßen.

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einwerfer 31.12.2014, 00:25
2. Irgendwas muss ich verpasst haben die letzten Jahre

nämlich den Kurswechsel bei der Union. Ich habe bis eben geglaubt, dass es die Unionsparteien waren, die in den letzten 20 Jahren auf immer weitere Verschärfungen im Asylrecht gedrungen haben.

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DDM_Reaper20 31.12.2014, 01:27
3. Wundert mich ja ein wenig...

...dass Frau Dr. Merkel so eindeutig Stellung bezieht, was ja ansonsten so gar nicht ihr Ding ist. Sie bevorzugt es ja eher, jemanden vorzuschicken, um die Lage zu sondieren und ggf. die Prügel zu kassieren.

Wenn sie also schon mal was sagt, ist sie sich verdammt sicher, dass sie damit die allgemeine Meinung wiedergibt.

Nun, sie ist halt Vollblut-Politikerin. Hoffen wir mal, dass möglichst viele sich an folgenden Satz erinnern, wenn es wieder zur Urne geht: "Mit mir wird es keine PKW-Maut geben!" Tja, Frau Dr. Merkel, seit der Sache mit der MWSt-Verarsche wähle ich die SPD nicht mehr. So langsam gehen mir die Parteien aus... :-D

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Maria-Galeria 31.12.2014, 01:39
4. Oberflächlich

gesehen liegt unsere Kanzlerin wohl vollkommen richtig, sehr viele Menschen in unserem Land die ihr warmes Stübchen haben, genügend zu Essen, womöglich Bio, mehr als ausreichend gut gekleidet herumspazieren können, nicht an jeder Ecke sparen müssen, sich auf ihren Ruhestand freuen können, da sie mehr als genug Pension erwarten können, können ihr sicherlich folgen. Es wäre angebracht Ursachenforschung zu betreiben und genau zu analysieren wieso eine derartige Unzufriedenheit herrscht die Tausende auf die Straßen treibt, aber bitte nicht mit Statistiken kommen die alles weich wäscht, mit dem so geliebten Durchschnitt. Dass sich da zur Zeit gewisse Gruppierungen die Hände reiben und die Situation zu ihren Gunsten auszunutzen versuchen folgt schon einer durchaus nachvollziehbaren Logik. Also ich habe unter den Christbaum läuten hören, dass ca. siebzehn Millionen Menschen bei uns am unteren Lebensstandartnivou herum krebsen.
Rentner, Harz IV-Empfänger, Niedriglöhnler, chancenlose Jugendliche, alleinerziehende Elternteile, da kommen die Milliönchen an Menschen, die sich ungerecht behandelt fühlen, schon zusammen.

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thunderstorm305 31.12.2014, 07:28
5. Die Politik versteht ihre Bürger nicht mehr.

Die Politik und vor allem die CDU hat es in der Vergangenheit versäumt Themen im Bereich der Sicherheitspolitik abzudecken. Hier hat sich eine Mischung aus Angst vor Wohnungseinbrüchen, Diebstählen, illegaler Zuwanderung, abgelehnter Asylanträge die dann doch nicht vollzogen werden, Einwanderung in unsere Sozialsysteme, "No-Go" Gebieten in deutschen Städten und fanatischer Salafisten die versuchen auf den deutschen Marktplätzen uns zu bekehren. Und der Politik fällt nichts anderes ein als diese Bewegung zu kritisieren und sie in die Ecke der Hassprediger selbst zu stellen. Die Union öffnet hier ihre rechte Flanke und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich eine neue Partei rechts von ihr formiert. Von der Eurokrise ganz zu schweigen. Ist das dann besser?

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never-stop 31.12.2014, 07:59
6. Böcke zum Gärtner

Merkel und Gauck sind ja die Priester Marktreligion, die nicht ganz so viel halten von finanzieller Solidarität der Vermögenden mit den Armen. Vor der Bundestagswahl hat sie sich erst wieder explizit vor die angeblichen "Leistungsträger" gestellt die nicht "demotiviert" werden dürften. Was bedeutet dass sie keinesfalls wie früher, in der alten Republik, einen stärkeren Steuerbeitrag leiten sollen.
Ausserdem fiel in ihre Zeit das zynische Manöver den Grundbedarf des (Über-)Lebens so lange hin und her rechnen zu lassen bis das Ergebnis formal der Nachvollziehbarkeit, was das Verfassungsgericht forderte, genügte. Und bis auf 5 Euro auf dem gleichen Stand war wie zuvor.
Um die Beispiele abzurunden (es gäbe noch mehr) hat sie den demütigenden Begriff "HartzIV", benannt nach einem Kriminellen (Korruption/Untreue-Fall) beibehalten. Von der Leyen wollte den weg haben!

Die Leute die bei Pegida zu sehen sind gehören durchaus zu einer Schicht vor der drohende Abgrund HartzIV schon zu sehen ist. Nachdem Merkel die Kälte und Härte Schröders so also weiter an ihren Landsleuten exekutiert hat, erzählt sie denen sie sollen solidarisch sein mit Menschen aus Eritrea oder Libyen? Wie denn das?
Und verwendet auch den schwammigen Begriff "Flüchtlinge"? Was salopp Asylanten, Kriegsflüchtlinge und sonstige "Flüchtlinge" umfasst? Was genau das Problem ist das Misstrauen schürt, - diese Unfähigkeit oder Unwilligkeit ein vernünftiges, differenziertes Konzept zu entwickeln für Migration.
Da kann man eben nicht einfach sagen alle sollen nur "selbstverständlich" kommen und sie dann ins schäbige Solidarsystem stopfen.
Wie einfach es sich unsere "Eliten" doch machen, die sich selbst in einer Position wähnen die geschützt ist vor der Konfrontation mit diesem Elend, dem Konkurrenzkampf um eine kleine halbwegs würdige Unterkunft, und um all das andere das jeder nun mal in dieser von Geld getriebenen Gesellschaft braucht. Womit sie natürlich ausnahmsweise recht haben.

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freespeech1 31.12.2014, 08:16
7.

Merkel ist gescheitert. In der Russlandpolitik hat sie sich zur Handlangerin von US-Interessen machen lassen, ohne irgend etwas Positives bewirkt zu haben. Die Krim ist heute russisch, die Ostukraine ist destabilisiert. Herzlichen Glückwunsch! Mit dem Wirtschaftskrieg gegen Russland hat sie dort eine Wirtschaftskrise verstärkt, deren Folgen auch in der EU nachhaltig negativ wirken. Und was bringt es?

Die Zuwanderungspolitik ist ebenfalls gescheitert, wie jüngst die Sinn-Studie bewiesen hat. Deutschland erlebt ungesteuerte Massenzuwanderung, die vor Ort nicht bewältigt werden kann. Die Behörden sind völlig überfordert. Qualifizierte Zuwanderer machen einen Bogen um Deutschland. Schlechter kann es kaum laufen. Hinzu kommt, dass as Ausmaß der Probleme der Öffentlichkeit verschwiegen wird. Die Situation wird sich weiter verschärfen, daher die Pediga-Hysterie. Merkel ist Ostdeutsche, sie kennt Montag-Demos.

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jeze 31.12.2014, 08:50
8. Fremdenfeindlichkeit

Pegida gibt es genau aus dem Grund, weil die Politik reagiert, wie sie reagiert. Dies als blinde Fremdenfeindlichekiet abzutun wird der Sache nicht gerecht und wenn es ihr gerecht wird, hilft es zumindest nicht weiter (Merkel würde sagen: "solche Kommentare sind in der jetzigen Situation wenig hilfreich").

Wenn irgendwo in einer Turnhalle 200 deutsche Mitbürger eingesperrt werden würden, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben Geld zu verdienen, dann würden daraus für die Umgebnung genau die selben Probleme erwachsen, von denen die Leute eine Lösung der Politik erwarten.

Das einzige was sie zu hören bekommen ist, dass sie fremdenfeindlich sind. Das würde im genannten Beispiel nicht gehen.

Die meisten Leute sind nicht fremdenfeindlich, sondern feindlich gegenüber jedem, der asozial und kriminell ist. Ich denke nicht, dass man da einen Unterschied zwischen In- und Ausländern macht.

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Borke 31.12.2014, 09:09
9. Welcher Hass?

Die Pegida-Märsche sind friedlich, man bekennt sich dazu wirkliche Flüchtlinge aufzunehmen und diesen auch besser Bedingungen als bisher zu bieten usw, steht alles so im Positionspapier.
Von der Politik kommen dagegen nur Hass und Beleidigungen, statt sachliche Argumente.

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