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Neuwahl in Belgrad: Serbiens Präsident Boris Tadic tritt zurück
AFP

Serbiens Präsident Boris Tadic hat seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Die Neuwahl wird voraussichtlich am 6. Mai zeitgleich mit der Parlamentswahl stattfinden. Tadic will dann erneut antreten und wirbt mit einer Integration seines Landes in die Europäische Union.

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dosmex 04.04.2012, 13:06
1. Serbien - ein neuer europäischer Problemfall

Zitat von sysop
Serbiens Präsident Boris Tadic hat seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Die Neuwahl wird voraussichtlich am 6. Mai zeitgleich mit der Parlamentswahl stattfinden. Tadic will dann erneut antreten und wirbt mit einer Integration seines Landes in die Europäische Union.
Was soll aus Serbien werden? Tadic schön und gut, aber ca. 40% der Bevölkerung sind nach wie vor glühende serbische Nationalisten, denen ein serbisches Großreich immer noch wünschenswerter ist, als Dauer-Subventionsbezieher aus Brüssel zu werden. Die EU-Knete würden sie zwar gern nehmen, aber ansonsten würde sich das Land stets als Quertreiber und Problemfall gerieren. Schließlich ist ja nicht gesagt, dass die Tadic-Administration immer an der Macht bleibt. Das Land insgesamt sieht sich traditionnel eng mit Russland verbunden - ein weiteres Problem. Denn so könnte Serbien leicht zum verlängerten Arm der russischen Außenpolitik i.d. EU werden. Tja, und andererseits liegt das Land nun mal mitten in Europa, und irgendwie müssen wir (wir ist zumindest fiskalisch gesehen ja stets Deutschland) Serbien voranbringen. Aber ohne Risiko ist das nicht, und das sollte man einer geschichtlich recht einseitig orientierten bzw. nicht informierten deutschen Außenpolitik vor Augen halten.

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Extrameter 04.04.2012, 13:37
2. Folgen und Wiedergutmachung

Die Zerschlagung Jugoslawiens und Serbiens konnten nicht ohne Folgen bleiben. Wir Deutsche haben Kroatien vorauseilend annerkannt und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Serbien sein Mutterland Kosovo so gut wie verliert. Nun wundern wir uns, dass die Serben Ihr Land zurück haben wollen und von der EU und von der NATO, die großes Unglück über ihrLand gebracht haben, nicht so begeistert sind.
Wir sollten uns lieber fragen wie wir das Unrecht wenigstens etwas wiedergutmachen können anstatt wieder vom großserbischem Nationalismus sprechen.

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reuanmuc 04.04.2012, 14:55
3.

Zitat von Extrameter
Nun wundern wir uns, dass die Serben Ihr Land zurück haben wollen und von der EU und von der NATO, die großes Unglück über ihrLand gebracht haben, nicht so begeistert sind.
Dann könnten wir doch auch unser Elsaß und Ostpreußen wieder zurück verlangen, oder nicht? Wie weit wollen Sie zurück gehen in der Geschichte? Wie die orthodoxen jüdischen Siedler vielleicht, die Land besetzen und rauben, weil es vor 2000 Jahren angeblich ihnen verheißen wurde? Es gibt kein Naturrecht auf ein bestimmtes Stück Land - oftmals aber Terror und Krieg wegen ein paar Grashalmen (oder Steinen).

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Oback_Barama 04.04.2012, 15:05
4.

Zitat von Extrameter
von der EU und von der NATO, die großes Unglück über ihrLand gebracht haben, nicht so begeistert sind. .
Laut Umfragen ist eine knappe Mehrheit der Serben für den EU-Beitritt.

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Extrameter 04.04.2012, 15:31
5. 13 Jahre

Zitat von reuanmuc
Dann könnten wir doch auch unser Elsaß und Ostpreußen wieder zurück verlangen, oder nicht? Wie weit wollen Sie zurück gehen in der Geschichte? Wie die orthodoxen jüdischen Siedler vielleicht, die Land besetzen und rauben, weil es vor 2000 Jahren angeblich ihnen verheißen wurde? Es gibt kein Naturrecht auf ein bestimmtes Stück Land - oftmals aber Terror und Krieg wegen ein paar Grashalmen (oder Steinen).
Ich gehe 13 Jahre zurück in die Geschichte. 1999 wurde das Kosovo den Serben mit roher Gewalt weggenommen. Das war ein beispielloser Akt in der neuere Geschichte der Menschheit. Ihr Vergleich hinkt wirklich etwas hinterher.

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reuanmuc 04.04.2012, 15:46
6.

Zitat von Extrameter
Ich gehe 13 Jahre zurück in die Geschichte. 1999 wurde das Kosovo den Serben mit roher Gewalt weggenommen.
Die Mehrheit der Bewohner des Kosovo sind keine Serben, sondern Albaner. Die Serben wollten die Albaner mit roher Gewalt vertreiben!
Zitat von
Das war ein beispielloser Akt in der neuere Geschichte der Menschheit. Ihr Vergleich hinkt wirklich etwas hinterher.
Schauen Sie sich doch erst mal die Geschichte des Kosovokrieges an und fragen Sie einige ehemalige Bewohner des Kosovo. Ihre Geschichtskenntnisse hinken nicht nur.

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Ernst August 04.04.2012, 16:59
7. So alt wir kein Schwein - da nützt es nichts es künstlich am Leben zu erhalten.

Zitat von Extrameter
Ich gehe 13 Jahre zurück in die Geschichte. 1999 wurde das Kosovo den Serben mit roher Gewalt weggenommen. Das war ein beispielloser Akt in der neuere Geschichte der Menschheit. Ihr Vergleich hinkt wirklich etwas hinterher.

Das Eine ist 13 Jahre her und dass Andere 64 Jahre alt.

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Ernst August 04.04.2012, 17:04
8.

Zitat von reuanmuc
Die Mehrheit der Bewohner des Kosovo sind keine Serben, sondern Albaner. Die Serben wollten die Albaner mit roher Gewalt vertreiben! Schauen Sie sich doch erst mal die Geschichte des Kosovokrieges an und fragen Sie einige ehemalige Bewohner des Kosovo. Ihre Geschichtskenntnisse hinken nicht nur.
Das stimmt.
Von einer aufstrebenden Terrororganisation die auf der Terrorliste stand nun mit Krawatte regiert und nun zum Drogenumschlagplatz Europas (irgendwo müssen die Rekortdernten aus Afghaistan ja verteilt werden und von Camp zu Camp und von Glaubensbruder zu Glaubensbruder ist es nicht weit) mit US Militärbasis Camp Bond Steel aufgestiegen.

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Extrameter 04.04.2012, 17:34
9. So weitermachen

Zitat von reuanmuc
Die Mehrheit der Bewohner des Kosovo sind keine Serben, sondern Albaner. Die Serben wollten die Albaner mit roher Gewalt vertreiben! Schauen Sie sich doch erst mal die Geschichte des Kosovokrieges an und fragen Sie einige ehemalige Bewohner des Kosovo. Ihre Geschichtskenntnisse hinken nicht nur.
Dann lasst uns doch einfach so weitermachen. Kreuzberg und Neuköln den Türken, Anatolien den Kurden, Das Baskenland den Basken, Palästina den Palästinensern, usw...

Hier gilt anscheinend nicht das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Nur den lieben Albanern wird das gewährt, dass sie wie mein Vorredner im serbischen Kosovo ein Drogen und Organhandelimperium errichten können.

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