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"New York Times"-Bericht: Trump beschimpft Journalisten nach neuen Kavanaugh-Recherch
Patrick Semansky / AP

Der Fall Brett Kavanaugh ist auch nach seiner Ernennung zum Richter am Supreme Court nicht erledigt. Nachdem die "New York Times" neue Details veröffentlichten, knöpfte Donald Trump sich nun die Journalisten vor.

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jigger1 17.09.2019, 04:41
10. Die Aussage deckt sich nicht mit dem NY Times-Bericht

Zitat von meybauer
Die New Yorl Times hat mehr oder weniger den gesamten Artikel zurückgezogen und der Rest der journalistischen Welt hält den originalen Bericht, also nicht die Berichtigung, für voreilig, voreingenommen, lausig recherchiert, und politisch motiviert. Küonnte man ja auch im Speigel mal richtig darstellen und korrigieren. Da wurde ja auch posaunt. ("Versteckt" sich hinter "ptz" unser "Mann in New York", der Herr Pitzke? Denke schon ....)
In dem Bericht der NY Times, der im Spiegel-Artikel zitiert wurde, geht es um drei verschiedene Frauen und drei verschiedene Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh:

1. Dr. Ford, die Brett Kavanaugh, die ihn beschuldigt, sie auf ein Bett gedrückt und befummelt zu haben, während er ihren Mund zuhielt. Dr. Fords Anschuldigungen wurden in der Anhörung des Senats diskutiert und Dr. Ford sagte dort aus. Zeugen bestätigen ihre Aussagen.
2. Deborah Ramirez, die Brett Kavanaugh beschuldigt, während einer Party in betrunkenem Zustand seine Hosen heruntergelassen und ihr seinen Penis entgegen gestossen zu haben, so dass sie gezwungen war, ihn weggestossen und dabei seinen Penis berührt zu haben. Frau Ramirez und die mindestens sieben Zeugen, die ihre Anschuldigungen bestätigen, wurden nie vom FBI offiziell befragt, offensichtlich deshalb, weil die Befragung durch die Republikaner, insbesondere Check Grassley, verhindert wurde.
3. Eine dritte, unbekannte Frau, der Brett Kavanaugh ebenfalls in betrunkenem Zustand seinen Penis entgegengestreckt haben soll und den seine Freunde dann der Frau in die Hand gedrückt haben sollen, wurde von einem Kommilitonen von Brett Kavanaugh, Max Stier, genannt. Dieser Zeuge informierte Senatoren und das FBI über den Vorfall, die aber keine weiteren Untersuchungen veranlassten.

Für die Vorfälle 1 und 2 gibt es Zeugen und offizielle Untersuchungen, die nur im Fall 1 erfolgten, hätten im Falle 2 mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls Ergebnisse erzielt, was aber durch die Republikaner verhindert wurde. Im Fall 3 wurde gar nicht ermittelt.

Wie der Vorposter darauf kommt, dass die Berichterstattung der NY Times "voreilig, voreingenommen, lausig recherchiert, und politisch motiviert" sei, entzieht sich meinem Verständnis.

Im Gegenteil halte ich die Behinderung der Ermittlungen durch die Republikaner und die unterschwellige Beschuldigung des Vorposters, der Spiegel würde absichtlich falsch berichten, für "lausig" und politisch motiviert. Es war während der Anhörung völlig offensichtlich, dass die Republikaner (erfolgreich) versucht haben, einen Kandidaten mit höchst dubiosem Charakter und mehr als zweifelhaften politischen Ansichten durchzudrücken.

Brett Kavanaugh hätte nie bestätigt werden dürfen.

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jigger1 17.09.2019, 04:47
11. Das ist Unsinn!

Zitat von 2wwk
Man hatte "vergessen" zu berichten, dass das angebliche Opfer sich weigert auszusagen und die Freunde/Bekannten des sog. Opfers sagen, dass sie ihnen gesagt hat, dass sie sich an NICHTS erinnern kann. Der NYT Artikel scheint FAKE zu sein. Beide Aussagen kommen aus dem "gleichen" Bericht/Buch!
Die Aussagen meines Vorposters sind Unsinn! Es geht in dem NY Times-Artikel um drei verschiedene Anschuldigungen, er bezieht sich auf eine. Zu dieser Anschuldigung wurde der Artikel wie folgt ergänzt:

"An earlier version of this article, which was adapted from a forthcoming book, did not include one element of the book's account regarding an assertion by a Yale classmate that friends of Brett Kavanaugh pushed his penis into the hand of a female student at a drunken dorm party. The book reports that the female student declined to be interviewed and friends say that she does not recall the incident. That information has been added to the article."

Die Informationen, die der Vorposter vermisst, sind also inzwischen im Artikel enthalten und der Vorwurf, der Spiegel oder die NY Times hätten absichtlich falsch berichtet, sind unhaltbar und offensichtlich politisch motiviert.

Wenn also jemand "Fake News" produziert, dann offensichtlich der Vorposter!

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jigger1 17.09.2019, 04:54
12.

Zitat von ulrich-lr.
Es sind wohl eher neue Gerüchte, die da veröffentlicht wurden. Wozu Beweise? Irgendwas bleibt schon kleben. Und genau das ist der Zweck.
Im Artikel werden drei Beschuldigungen beschrieben. Für zwei davon gibt es mehrere Zeugen, die aber teilweise vom FBI nicht befragt wurden, weil die Republikaner das verhindert haben. Was sind daran Gerüchte?

Und der implizite Vorwurf, die NY Times und der Spiegel würden Propaganda und ungerechtfertigte Vorwürfe verbreiten, ist schlicht Unsinn. Es geht hier um potentielle Straftaten und den Charakter eines der obersten Richter der Vereinigten Staaten, der immense legislative Macht hat! Da ist es berechtigt und notwendig, dass die Presse über ihn und seine Vergangenheit berichtet!

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GerhardD. 17.09.2019, 07:30
13. Trump mag jetzt die richtige Erpressung gezogen haben...

... wenn er aus dem Weissen Haus entfernt worden ist, wird das Ausmass seiner mafiösen Strukturen ans Licht kommen. Diese NYT Story wird nicht die letzte ihrer Art bleiben, mit „Fake News“ haben sie allerdings nichts zu tun.

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ulrich-lr. 17.09.2019, 17:22
14. Fakt

Zitat von jigger1
In dem Bericht der NY Times, der im Spiegel-Artikel zitiert wurde, geht es um drei verschiedene Frauen und drei verschiedene Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh: 1. Dr. Ford, die Brett Kavanaugh, die ihn beschuldigt, sie auf ein Bett gedrückt und befummelt zu haben, während er ihren Mund zuhielt. Dr. Fords Anschuldigungen wurden in der Anhörung des Senats diskutiert und Dr. Ford sagte dort aus. Zeugen bestätigen ihre Aussagen. 2. Deborah Ramirez, die Brett Kavanaugh beschuldigt, während einer Party in betrunkenem Zustand seine Hosen heruntergelassen und ihr seinen Penis entgegen gestossen zu haben, so dass sie gezwungen war, ihn weggestossen und dabei seinen Penis berührt zu haben. Frau Ramirez und die mindestens sieben Zeugen, die ihre Anschuldigungen bestätigen, wurden nie vom FBI offiziell befragt, offensichtlich deshalb, weil die Befragung durch die Republikaner, insbesondere Check Grassley, verhindert wurde. 3. Eine dritte, unbekannte Frau, der Brett Kavanaugh ebenfalls in betrunkenem Zustand seinen Penis entgegengestreckt haben soll und den seine Freunde dann der Frau in die Hand gedrückt haben sollen, wurde von einem Kommilitonen von Brett Kavanaugh, Max Stier, genannt. Dieser Zeuge informierte Senatoren und das FBI über den Vorfall, die aber keine weiteren Untersuchungen veranlassten. Für die Vorfälle 1 und 2 gibt es Zeugen und offizielle Untersuchungen, die nur im Fall 1 erfolgten, hätten im Falle 2 mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls Ergebnisse erzielt, was aber durch die Republikaner verhindert wurde. Im Fall 3 wurde gar nicht ermittelt. Wie der Vorposter darauf kommt, dass die Berichterstattung der NY Times "voreilig, voreingenommen, lausig recherchiert, und politisch motiviert" sei, entzieht sich meinem Verständnis. Im Gegenteil halte ich die Behinderung der Ermittlungen durch die Republikaner und die unterschwellige Beschuldigung des Vorposters, der Spiegel würde absichtlich falsch berichten, für "lausig" und politisch motiviert. Es war während der Anhörung völlig offensichtlich, dass die Republikaner (erfolgreich) versucht haben, einen Kandidaten mit höchst dubiosem Charakter und mehr als zweifelhaften politischen Ansichten durchzudrücken. Brett Kavanaugh hätte nie bestätigt werden dürfen.
1. Blasey Ford hat eben keinen einzigen Zeugen benennen können der ihr Anschuldigungen auch nur annähernd bestätigte. Wie auch? Ort, Zeit und Umstände waren unklar. Dafür machte sie sich mit einigen Unwahrheiten in ihrer eigenen Aussage selber unglaubwürdig. Null Beweise.
2. Ramirez gab große Erinnerungslücken zu. Genauer Ort und die Zeit konnten ohnehin nicht benannt werden. Die "Zeugen" beriefen sich auf Hörensagen und erzählten z. B. sie hätten so etwas Ähnliches damals ev. von Anderen gehört. Da verzweifelt jeder Ermittler, nicht nur das FBI. Null Beweise.
3. Ein drittes "Opfer" wusste offenbar von gar nichts und konnte sich an nichts Dergleichen erinnern. Null. Schuss in den Ofen.

Es wurde also kalter Kaffee aufgerührt. Bezeichnenderweise hatte übrigens die "Washington Post" zuvor genau diese Story abgelehnt, die dann in der NYT erschien. Begründung: Informationsgehalt unseriös.

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ulrich-lr. 17.09.2019, 17:40
15. Blaupause

Zitat von jigger1
Im Artikel werden drei Beschuldigungen beschrieben. Für zwei davon gibt es mehrere Zeugen, die aber teilweise vom FBI nicht befragt wurden, weil die Republikaner das verhindert haben. Was sind daran Gerüchte? Und der implizite Vorwurf, die NY Times und der Spiegel würden Propaganda und ungerechtfertigte Vorwürfe verbreiten, ist schlicht Unsinn. Es geht hier um potentielle Straftaten und den Charakter eines der obersten Richter der Vereinigten Staaten, der immense legislative Macht hat! Da ist es berechtigt und notwendig, dass die Presse über ihn und seine Vergangenheit berichtet!
Gerüchte sind unverbürgte oder unbewiesene Informationen, die verbreitet werden. Oft mit einer bestimmten Absicht.

Und genau das trifft wieder einmal zu: In keinem Fall konnte ein einziger Zeuge aufgetrieben werden, der den Tatvorwurf beweiskräftig bestätigen konnte. Das gilt für Blasey Ford wie für Ramirez. Im dritten Fall wurde noch mehr geschummelt, weil es ihn als Fall gar nicht gab.

Auch bei Richtern gilt die Unschuldsvermutung. Man darf auf keinen Fall zulassen, dass hier eine Blaupause zur Verhinderung des ungeliebten Gegners geliefert wird, indem man zulässt, dass mit falschen Anschuldigungen Kandidaten aus dem Rennen geworfen werden.
Das darf nicht Schule machen. Denn dieses Mittel kann sich auch an gegen die Erfinder dieser Methode wenden. Heute ruinieren wir den Ruf des einen, der uns nicht passt, und morgen sind wir vielleicht selber dran? Denn das Niveau und die Hürden für Rufmord werden wohl immer niedriger.

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