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"New York Times"-Bericht: US-Elitesoldaten unterstützen Riad gegen Huthi-Rebellen
REUTERS

Die USA sollen laut einem Medienbericht insgeheim Soldaten einer US-Eliteeinheit nach Saudi-Arabien gesandt haben. Offenbar helfen sie Riad seit Monaten im Kampf gegen die Huthi-Rebellen im Jemen.

spon-facebook-10000012354 04.05.2018, 01:09
1. Green Berets

Das United States Army Special Forces Command (Airborne) ist die dienstälteste Spezialeinheit der US Army. Ihre etwa 10.000 Soldaten werden aufgrund ihres grünen Baretts auch Green Berets genannt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Kampftruppen, die für ihre Aufträge von anderen Einheiten des United States Army Special Operations Command (USASOC) „Sondereinsatzkräfte des Heeres der Vereinigten Staaten“ unterstützt werden. Die Einsatzschwerpunkte der Special Forces sind Militärberatung in anderen Ländern, asymmetrische Kriegführung und Fernaufklärung. Das macht sie zur am vielseitigsten ausgebildeten Truppe innerhalb der US-Streitkräfte und ermöglicht ihren Einsatz sowohl in Friedenszeiten als auch im Spannungsfall und im Krieg. Aus ihrer Anwesenheit in Saudi-Arabien lässt deshalb wenig ableiten, weil das Einsatzspektrum dieser Einheit ungewöhnlich groß ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Army_Special_Forces_Command_(Airborn e)#Auftragsdefinition

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Atheist_Crusader 04.05.2018, 01:15
2.

Es will mir nicht in den Kopf wie Leute erwarten können, dass der Iran sich noch mehr kontrollieren und einschränken lässt, wenn sie gleichzeitig dessen Erzfeind nicht nur gewähren lassen, sondenr jetzt auch noch direkt unterstützen.
Begreifen die das nicht oder ist es ihnen schlicht egal? Wer Frieden mit dem Iran will, muss auch die Saudis an die Leine nehmen. Man kann nicht erwarten dass der Ayatollah und seine Leute untätig rumsitzen während auf der anderen Seite des Golfes die Saudis in den fünften Gang schalten.

Es häufen sich die Anzeichen, dass die USA ganz einfach Krieg mit dem Iran wollen. Das wird aber nicht so "einfach" und "folgenlos" wie mit dem Irak werden. Wenn sie das Land zerstören, dann wird nicht nur der wichtigste strategische sondern auch religiös-ideologische Gegner Saudi-Arabiens ausgeschaltet und sie können sich ungehindert weiter in der Region ausbreiten (also mehr als eh schon) und ihre Position als Führungsmacht der islamischen Welt noch weiter ausbauen.
Bis sie dann mit der Türkei aneinandergeraten.

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quark2@mailinator.com 04.05.2018, 02:12
3.

Warum so kompliziert. "USA kämpfen im Jemen an der Seite von Saudi Arabien" müßte es heißen. Welche UNO-Resolution legitimiert diesen Einsatz auf fremden Boden ? Keine ? Aha, also die nächste völkerrechtswidrige Invasion, denn der Jemen bedroht ja wohl die USA nicht, oder ? Wie oft noch ? Und wo ist der Protest der Bundesregierung ?

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timo51796 04.05.2018, 03:21
4. Tja!

Die USA mischen sich seit siebzig Jahren in fast alle Länder der Welt ein und weit distanzieren sich vom Moral. Warum? Um die Bilanz von Waffenunternehmen in Amerika zu verbessern. Die Welt für amerikanische Unternehmen zu sichern. Die politische und wirtschaftliche Hegemonie soweit wie möglich über ein großes Gebiet zu erweitern. Verhinderung oder Eindämmung der Länder, die sich gegen die politischen Wege der Amerikaner behaupten und dabei scheuen sie sich die USA nicht mal mit Diktaturen und Monarchen wie das Saudi-Arabien und dessen eingesetzte Marionette Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zusammen zu arbeiten oder sogar direkt zu unterstützen und alles im Namen der Demokratie und Menschenrecht. Die organisierte Huthi Rebellen entstanden aus der Mitte des Volkes und kämpfen schon lange gegen die Herrschaft des Saudi-Arabiens im Jemen. Die USA sind direkt im Krieg gegen Jemen beteiligt aber versuchen permanent IRAN vorzuwerfen sich in der Angelegenheit des Jemens eingemischt zu haben.

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stefan.p1 04.05.2018, 07:15
5. Die USA haben weltweit Soldaten im Einsatz

Das ist nun wirklich keine Schlagzeile wert. Es gibt wohl kaum ein Konflikt auf der Welt an dem sich die USA nicht beteiligen. Entweder direkt mit Kampftruppen, oder indirekt als Berater,Ausbilder oder "Beobachter". Und wenn gar nicht mehr geht werden Firmen wie Academi (früher auch bekannt als Blackwater) oder andere Söldner
für die Drecksarbeit engagiert.

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Querkopf58 04.05.2018, 08:01
6. Ein Wunder, wenn es nicht so wäre

Ich kann dem ersten Beitrag nur zustimmen und meine, das es eher eine Schlagzeile wäre, wenn die Amis in diesem Konflikt nicht mitmischen würden, oder?
Sie sind doch in allen Teilen der Welt dabei den Frieden zu sichern!

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Querkopf58 04.05.2018, 08:02
7. Ein Wunder, wenn es nicht so wäre

Ich kann dem ersten Beitrag nur zustimmen und meine, das es eher eine Schlagzeile wäre, wenn die Amis in diesem Konflikt nicht mitmischen würden, oder?
Sie sind doch in allen Teilen der Welt dabei den Frieden zu sichern!

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Koana 04.05.2018, 08:58
8. End Game

.... wir können uns hier im Forum echauffieren, wir hocken bequem auf dem Sofa, liegen in der Hängematte des Wohlstands, ok, einige von uns müssen dafür 50 oder mehr Stunden die Woche würdelose, monotone Drecksarbeit, angetrieben von groben Artgenossen verrichten, doch die meisten dürften ein bequemes, auskömmliches Pöstchen inne haben.
Noch
Ich denke doch, dass auch wir hier noch zu Lebzeiten zur Rechenschaft gezogen werden, für unsere Feigheit, unsere Bequemlichkeit und unseren gnadenlosen Opportunismus.

Warum ich diese Predigt halte?
Nun, wir sind doch Partnervolk einer seit jeher mörderischen Führungsmacht - Höhepunkt wohl die A-Bombenabwürfe 1945 - oder waren die Bombardements ohne Kriegserklärung und zuerst gar verheimlicht in Kambodscha nicht noch mörderischer, die Verseuchung Vietnams nicht noch nachhaltiger?

Derzeit verhalten sich die US-Mordarbeiter doch geradezu friedlich, wobei, sie tun alles, damit das nicht so bleibt - und wir gaffen, erregen uns und rennen weiter brav zur Arbeit um unseren Beitrag im Spiel zu leisten.
Ja, wir werden gar tolerieren, dass in Zukunft noch mehr Waffen und noch weniger soziale Leistungen von uns finanziert werden.
Den der wahre Feind ist der Arbeitslose, der wahre Freund aber ist der Mordprofi!
Bis es uns endlich auch erwischt - und die Ökonomie, welche das Spiel erst so ermöglicht, ist inzwischen mörderischer als jeder heiße Krieg es sein kann.
Sind sie über 65? Haben sie noch keinen Herzschrittmacher im Körper?
Der Herzschrittmacher, der Stahlhelm des Rentenkonsumenten, auf dass er noch etwas Zeit für im Konsumkrieg kämpfen kann.
Auf in den Kampf Amigos - noch vom Sofa aus, demnächst aber ganz hart im Einkaufzentrum.

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kobold17 04.05.2018, 10:45
9. Die Kunst des Dialogs.

Wenn Europa weiter so wie bisher rummurkst, dürfte das für die Zukunft eine ganz schlechte Ausgangsposition sein. Mit der Pufferzone zwischen Ost und West sollten wir uns auch nicht zufrieden geben. Die USA macht das was sie am besten kann, Krieg, Chaos und Zerstörung. Europa hat einen Traum und den sollten sie auch auf ihrem Kontinent strickt verfolgen. Kein Krieg mehr sondern noch mehr Diplomatie und Gespräche, aber das ist genau das, was dem Ami Angst macht. Ein starkes und souveränes sowie ein gemeinsames Europa in Frieden. In Wirklichkeit braucht Europa keinen Vorturner, der durch eine unbegründete Angst uns am Leben erhalten möchte.

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