Forum: Politik
"New York Times"-Gastbeitrag: Guaidó berichtet von "heimlichen Treffen" mit Streitkrä
AFP

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident schreibt in der "NYT" über die Krise im Land - und wie der Machtkampf mit Nicolás Maduro "mit einem Minimum an Blutvergießen" beendet werden könnte.

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sven2016 31.01.2019, 06:49
1. Problematischer Konflikt

Da die USA kein neutraler Vermittler sein können, wäre es zu begrüßen, wenn Mexiko und Uruguay Kontakte organisieren könnten.

Ein durch undurchsichtige Wahlen „wiedergewählter“ Präsident gegen einen US-finanzierten Möchtegern-Putschisten: Das hört sich nicht nach guten Alternativen an.

Falls die Beteiligten sich auf überwachte Neuwahlen einigen könnten, hätten die Bürger echtes Glück.

Falls Trump eingreift, ist ein weiteres Land tot.

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stefan.p1 31.01.2019, 07:00
2. Maduro ist mit Sicherheit kein guter Präsident,

aber immerhin ein Gewählter.Wenn sich jetzt der Westen,angeführt von den USA ,massiv hinter Guaido stellen,
unterstützen sie einen Umsturz. Und nicht etwa aus Menschenfreundlichkeit sondern weil sie dann mit Guaido
einen willfähigen Büttel haben,der Ihnen bereitwillig Bohrlizenzen verkaufen wird.Imperialismus2019

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butzibart13 31.01.2019, 07:06
3. Gute Sozialisten gegen böse Sozialisten

Uruguay scheint eine gute Wahl für eine Vermittlung zu sein. Regiert durch den sozialistischen Krebsspezialisten Vazquez und vorher durch den "armen" ehemaligen Tupamaru, aber sympathischen Sozialisten Mujica. zeigt das Land eine gewisse Neutralität. Außerdem war gestern in der Transparency Korruptions Tabelle auffällig, dass Uruguay als eins der wenigen Ländern in Amerika im grünen Bereich verzeichnet war. Vielleicht könnte mit deren Hilfe - auch Mexiko - der falsche, korrupte "Sozialist" Maduro mit seinen Drogengeschäften und seinem militärischen Anhang bald die politische Bühne verlassen müssen, obwohl viele fehlgeleitete Linken ihm noch die Stange halten. Dann spielt auch das etwas umstrittene Gehabe der USA keine Rolle mehr.

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biesi61 31.01.2019, 07:09
4. Elender Rückfall in den Kolonialismus

Es ist schrecklich, wie hier die USA schon wieder versuchen, eine eigene Marionette an die Macht zu schieben. Und mal wieder passiert das in einem wichtigen Ölförderland. Entsprechende Aktivitäten vorher im Iran (gegen Mossadegh), im Irak (gegen Saddam) und in Libyen (gegen Gaddafi) endeten jeweils in fürchterlichen Katastrophen für die Völker dieser Länder. Absolut nichts deutet derzeit darauf hin, dass das in Venezuela anders sein wird! Letztlich ist diese Art amerikanischer Politik - wie in all den anderen Fällen vorher - nur gegen die Menschen im Land und ihr im Völkerrecht festgeschriebenes Selbstbestimmungsrecht gerichtet.

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ptb29 31.01.2019, 07:50
5. In unserer kurzlebigen Zeit,

in der die Medien ein Thema hochkochen und nach ein paar Tagen fallen lassen, sollten wir nicht vergessen, dass mit Venezuela die Politik der USA in Südamerika fortgesetzt wird. In dem Moment, in denen sich ein Land eine Regierung gewählt hat, die sich von den USA emanzipieren will, wird sie zum "nationalen Risiko" für die USA. Diese punpt dann viel Geld in die Opposition, boykottiert die Wirtschaft. Die USA glauben, es wäre ihr gutes Recht, die EU und Deutschland lesen schon gar nicht mehr die Fakten, sondern rennen der USA hinterher. Lest die Geschichte von Guatemala, Chile, Haiti, Honduras und jetzt Venezuela! Immer das gleiche Szenario. Auch nachzulesen in. https://www.rubikon.news/artikel/business-as-usual

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alotusian 31.01.2019, 09:39
6. Kluger Beitrag dazu im Guardian

“What has happened in Venezuela is a coup” by Oscar Guardiola-Rivera, UoL Professor

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taglöhner 31.01.2019, 09:52
7.

Zitat von stefan.p1
aber immerhin ein Gewählter.Wenn sich jetzt der Westen,angeführt von den USA ,massiv hinter Guaido stellen, unterstützen sie einen Umsturz. Und nicht etwa aus Menschenfreundlichkeit sondern weil sie dann mit Guaido einen willfähigen Büttel haben,der Ihnen bereitwillig Bohrlizenzen verkaufen wird.Imperialismus2019
Die letzte freie Wahl in Venezuela war die Parlamentswahl. Wenn der Präsident Verfassung und Parlament abschafft und seine Macht auf 4000 (!) hochdotierte Generäle, russische Spezialkräfte und kubanische Kämpfer stützt, war es das mit demokratischer Legitimierung. Dann unterstützt man anständigerweise solche die für die Freiheit und Demokratie stehen.
Das sind ganz gewiss nicht die, die der Kreml mit Spezialkräften und Kuba mit 46.000 Agenten versuchen im Amt zu halten. Wieder mal.

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taglöhner 31.01.2019, 09:53
8.

Zitat von alotusian
“What has happened in Venezuela is a coup” by Oscar Guardiola-Rivera, UoL Professor
Aha. Was steht drin und warum klug?

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lopix 31.01.2019, 09:54
9. Bizarre Verzerrung der Realität in einigen Kommentaren

Venezuela ist seit Jahren in einer Wirtschaftskrise. Die Folge für Millionen Venezolaner: Armut, Hunger und / oder Flucht ins Ausland. Das ist unbestritten. Die Ursache in einer USA-Politik zu suchen ist absurd! Venezuela kann sein Öl auch woanders hin verkaufen und mit Kuba, Russland oder Bolivien Geschäfte machen. Nein: Es ist eine interne, korrupte, linke Politik, die nicht versteht, dass eine liberale Marktwirtschaft kombiniert mit einer starken Investition in Sicherheit und Bildung, die gerade für die Unterschicht Perspektiven und mittelfristig Wohlstand bringen würde. Gute Beispiele so das Funktionier hat sind gerade Chile und USA, daher verstehe ich nicht, warum diese Länder als Negativbeispiele zitiert werden. Dass einzige, dass man aus dieser Krise in Venezuela hätte ziehen können ist die Erkenntnis: Sozialismus führt zu Armut und Elend. Sozialismus hat nie und wird nie funktionieren! Empirisch und wissenschaftlich theoretisch begründet. Leider wollen, dass einige nie verstehen und schieben die Schuld für das Scheitern sozialistischer Experimente (absurderweise) der Liberalen Marktwirtschaft zu.

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