Forum: Politik
"New York Times"-Gastbeitrag: Guaidó berichtet von "heimlichen Treffen" mit Streitkrä
AFP

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident schreibt in der "NYT" über die Krise im Land - und wie der Machtkampf mit Nicolás Maduro "mit einem Minimum an Blutvergießen" beendet werden könnte.

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vorsicht 31.01.2019, 09:55
10. "mit einem Minimum an Blutvergießen"

Zynisch und eine Offenbarung, dass der Verlust von Menschenleben wissentlich in Kauf genommen wird von all denen, die diesen offensichtlichen Putsch unterstützen ja gar initiieren. Die schlechte wirtschaftliche Lage Venezuelas ist nicht nur Maduros Verantwortung, sondern u.a. auch die verhängten Sanktionen, das Versperren des Zugangs an Konten und die Verweigerung der Herausgabe des Goldes durch UK. Sind das unsere hochgepriesenen Werte?

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taglöhner 31.01.2019, 10:14
11.

Zitat von vorsicht
Zynisch und eine Offenbarung, dass der Verlust von Menschenleben wissentlich in Kauf genommen wird von all denen, die diesen offensichtlichen Putsch unterstützen ja gar initiieren. Die schlechte wirtschaftliche Lage Venezuelas ist nicht nur Maduros Verantwortung, sondern u.a. auch die verhängten Sanktionen, das Versperren des Zugangs an Konten und die Verweigerung der Herausgabe des Goldes durch UK. Sind das unsere hochgepriesenen Werte?
Was für eine armselige Konstruktion. Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt und muss Benzin importieren, weil ein Möchtegern-Wiedergänger Stalins dort das Zepter schwingt, der eigene Prioritäten hat.
Ihre russischen Freunde könnten sich das Leben in der internationalen Wahrnehmung leichter machen, wenn sie sich auf die Seite der Demokraten stellen. Aber das hieße ja Beelzebub nach Moskau einladen.

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westin 31.01.2019, 10:35
12. Die Armee steht nach wie vor hinter Maduro

Herr Guaidó muss noch lernen wie man richtige Propaganda fabriziert.
So wird das nichts.
Die Südamerikaner mögen die Gringos absolut nicht,
ihr Geld schon.Die werden aber nicht soweit gehen und ihr Reichtum
herzugeben.In Venezusela gibt es seltene Erden Coltan,Gold und Öl.

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taglöhner 31.01.2019, 10:56
13.

Zitat von westin
Herr Guaidó muss noch lernen wie man richtige Propaganda fabriziert. So wird das nichts. Die Südamerikaner mögen die Gringos absolut nicht, ihr Geld schon.Die werden aber nicht soweit gehen und ihr Reichtum herzugeben.In Venezusela gibt es seltene Erden Coltan,Gold und Öl.
Maduros 4000 Generäle sind mehr als die ganze NATO hat. Die haben was zu verlieren, klar. Sobald es bröckelt im Militär, wird er vielleicht weitere 10.000 ernennen :). Ich denke nicht, dass es ihn rettet.

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Armutsrentner2032 31.01.2019, 11:35
14. ..mit einem Minimum an Blutvergießen...

... wie bitte?....ist der Oppositionsführer schon im Krieg?
Es handelt sich wohl eher um eine Diffamierungskampagne eines gewählten Präsidenten, der lieber sozialistisch als neoliberal sein Land Refiert.
Die USA wollen mit einem Wirtschaftskrieg die Regierung stürzen, um in Venezuela ans Erdöl zu gelangen, und die ganzen Lakaien der USA wie die EU machen dabei mit!

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vorsicht 31.01.2019, 12:11
15.

Zitat von taglöhner
Was für eine armselige Konstruktion. Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt und muss Benzin importieren, weil ein Möchtegern-Wiedergänger Stalins dort das Zepter schwingt, der eigene Prioritäten hat. Ihre russischen Freunde könnten sich das Leben in der internationalen Wahrnehmung leichter machen, wenn sie sich auf die Seite der Demokraten stellen. Aber das hieße ja Beelzebub nach Moskau einladen.
Armselig nenne ich Beschimpfungen ohne jeglichen Inhalt. Hier Artikel 233 der Venezuelanichen Verfassung lautet:

„Als zwingende Hinderungsgründe bezüglich der Amtsausübung des Präsidenten oder der Präsidentin der Republik gelten: sein oder ihr Tod, sein oder ihr Rücktritt sowie seine oder ihre durch Urteil des Obersten Gerichtshofes verfügte Absetzung; seine oder ihre durch Attest einer vom Obersten Gerichtshof eingesetzten und von der Nationalversammlung bestätigten medizinischen Kommision bescheinigte dauernde körperliche oder geistige Handlungsunfähigkeit, die Nichtwahrnehmung des Amtes, die von der Nationalversammlung als solche festgestellt wird, sowie die Amtsenthebung durch Volksabstimmung. Ergibt sich vor der Amtseinführung ein zwingender Hinderungsgrund bezüglich der Person des gewählten Präsidenten oder der gewählten Präsidentin, folgen neue allgemeine, direkte und geheime Wahlen innerhalb der nächsten dreißig Tage. Bis der neue Präsident oder die neue Präsidentin gewählt ist und das Amt antritt, nimmt der Präsident oder die Präsidentin der Nationalversammlung die Präsidentschaft der Republik wahr. Ergibt sich ein zwingender Hinderungsgrund bezüglich der Person des Präsidenten oder der Präsidentin der Republik während der ersten vier Jahre der verfassungsgemäßen Amtszeit, folgen neue allgemeine, direkte und geheime Wahlen innerhalb der nächsten dreißig Tage. Bis der neue Präsident oder die neue Präsidentin gewählt ist und das Amt antritt, nimmt der Vizepräsident oder die Vizepräsidentin die Präsidentschaft der Republik wahr. In den zuvor genannten Fällen übt der neue Präsident oder die neue Präsidentin das Amt bis zum Ablauf der verfassungsgemäß vorgesehenen Amtszeit aus. Sollten sich während der beiden letzten Jahre der verfassungsmäßigen Amtszeit zwingende Hinderungsgründe ergeben, übernimmt der Vizepräsident oder die Vizepräsidentin die Präsidentschaft der Republik bis zum Ende dieser Amtszeit.“

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denkogel 31.01.2019, 13:24
16.

Zitat von lopix
Venezuela ist seit Jahren in einer Wirtschaftskrise. Die Folge für Millionen Venezolaner: Armut, Hunger und / oder Flucht ins Ausland. Das ist unbestritten. Die Ursache in einer USA-Politik zu suchen ist absurd! Venezuela kann sein Öl auch woanders hin verkaufen und mit Kuba, Russland oder Bolivien Geschäfte machen. Nein: Es ist eine interne, korrupte, linke Politik, die nicht versteht, dass eine liberale Marktwirtschaft kombiniert mit einer starken Investition in Sicherheit und Bildung, die gerade für die Unterschicht Perspektiven und mittelfristig Wohlstand bringen würde. Gute Beispiele so das Funktionier hat sind gerade Chile und USA, daher verstehe ich nicht, warum diese Länder als Negativbeispiele zitiert werden. Dass einzige, dass man aus dieser Krise in Venezuela hätte ziehen können ist die Erkenntnis: Sozialismus führt zu Armut und Elend. Sozialismus hat nie und wird nie funktionieren! Empirisch und wissenschaftlich theoretisch begründet. Leider wollen, dass einige nie verstehen und schieben die Schuld für das Scheitern sozialistischer Experimente (absurderweise) der Liberalen Marktwirtschaft zu.
Aber auch Ihr Beitrag wird in dieser Form der Realität nicht gerecht. Erstens: Es geht nicht um entweder-oder bei der Ursachensuche, sondern um ein komplexes Verständnis einer Krisenkonstellation, die sowohl durch interne Probleme, für die zu einem Gutteil (aber nicht nur) die Regierung verantwortlich ist, als auch durch externe Einflüsse, globale Marktentwicklungen und v. a. auch die (programmatische und offen ausgesprochene!) Destabilisierungspolitik der USA, entstanden ist. Zweitens: Es gibt in Venezuela mitnichten eine lupenrein sozialistische Wirtschaft. Große Teile der Wirtschaft sind nach wie vor in privatwirtschaftlicher Hand, und zwar nicht zuletzt diejenigen Bereiche, in denen es besonders kriselt und besonders dramatische Versorgungsengpässe gibt. Angesichts der Krisenentwicklung ist Maduro außerdem vermehrt Kompromisse mit den nationalen und internationalen Kapitalfraktionen eingegangen. Das heißt, Venezuela ist zu Teilen auch ein kapitalistisches Land. Wenn Sie hier wissenschaftliche Ansprüche stellen, müssten Sie all dies berücksichtigen.

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meinerseits 31.01.2019, 13:35
17.

Zitat von sven2016
Da die USA kein neutraler Vermittler sein können, wäre es zu begrüßen, wenn Mexiko und Uruguay Kontakte organisieren könnten. Ein durch undurchsichtige Wahlen „wiedergewählter“ Präsident gegen einen US-finanzierten Möchtegern-Putschisten: Das hört sich nicht nach guten Alternativen an. Falls die Beteiligten sich auf überwachte Neuwahlen einigen könnten, hätten die Bürger echtes Glück. Falls Trump eingreift, ist ein weiteres Land tot.
Auf den ersten Blick erscheint es, dass den Wünschen der USA, eine gute "Zusammenarbeit" hinsichtlich ihres Hauptinteresses -- Öl -- zu erreichen, mit gosser Skepsis begegnet werden sollte.

Zweitens ist die Gefahr einer Eskalation mit militärischer Note nicht zu unterschätzen: der Falke John Bolton ist am Ball.

Das Verhältnis der USA zu Mexiko ist ja nicht ungetrübt; aber Mexiko könnte in der Tat gemeinsam mit Uruguay eine ordnende Kraft sein.

Ich hoffe, dass es dazu kommt, dass ohne Eskalation und vor allem ohne Blutvergiessen der Weg zu Neuwahlen gegangen werden kann. Die Bevölkerung ist ansonsten auch hier die Leidtragende

Gegen die vorschnelle Parteinahme seitens der USA sollte die EU und sollten die europäischen Politiker hörbar ein mahnendes Wort sagen.

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meinerseits 31.01.2019, 13:40
18. link! Leser wissen oft mehr.

Zitat von taglöhner
Aha. Was steht drin und warum klug?
https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/jan/28/venezuela-coup-trump-juan-guaido

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Sleeper_in_Metropolis 31.01.2019, 14:41
19.

Zitat : "Wir hatten heimliche Treffen mit Mitgliedern der Streit- und der Sicherheitskräfte"

Wäre interessant zu wissen, was denn dabei herausgekommen ist.

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