Forum: Politik
"New York Times": Trump-Mitarbeiter berichtet von "Widerstand" gegen US-Präsidenten
AFP

Innerhalb der US-Regierung wird teils aktiv gegen Donald Trump gearbeitet - so berichtet es ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses in der "New York Times". Der Präsident kritisiert den "feigen" Beitrag.

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erwin9 06.09.2018, 03:33
1. Historisch!

Eben den zitierten Artikel in der NYT im Original gelesen. Das ist allerdings denkwürdig. Man wusste ja, dass es schlimm ist, man ahnte, dass da Verantwortliche das Allerschlimmste zu verhindern versuchen... die Pentagongeneräle gehören sicherlich dazu (so erklärt sich wohl auch der offene Widerspruch zum Commander in Chief, der kürzlich bezüglich der Südkoreamanöver zu bewundern war)... aber dieser wenn auch anonyme Schritt in die Öffentlichkeit, das ist schon historisch. Anders kann man es nicht sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das mit dieser Regierung noch etwas mehr als zwei Jahre so weitergehen kann. Das ist jetzt schon ein tragisches Tollhaus, oder wie Kelly es wohl (siehe Woodward) formulierte:Crazytown. Ein Satz des anonymen Autors blieb mir hängen, an alle Wähler Amerikas gerichtet: “Es ist nicht so sehr die Frage, was der Präsident Amerika antut, es ist vielmehr die Frage, was wir ihm erlaubt haben zu tun. “ Eine wichtige Frage, die sich im übertragenen Sinne auch wir und etliche andere umkämpfte und unter Druck von extrem rechts geratene Demokratien stellen sollten.

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Papazaca 06.09.2018, 05:33
2. Der Widerstand nimmt zu. Und klagt Mueller Trump an? Klar!

Mc Cain's Beerdigung, Woodward's Buch, das NYT-Interview und eine mögliche Anklage durch Sonderermittler Mueller. Trump ist im Kreuzfeuer, seine Zustimmungswerte sinken und das zwei Monate vor den Wahlen

Nach wie vor glaube ich nicht, das Trump seine Amtszeit beendet. Wenn Muller's Anklage so substantiell ist, das sie Trump nach seiner Amtszeit für mehrere Jahre hinter Gitter bringt, wird der sich auf einen Deal einlassen: Pence löst Trump ab und Trump bekommt ein Pardon und entkommt so dem drohenden Knast.

Selbst wenn die Demokraten die Wahlen gewinnen ist ein Impeachment in der Regel nicht erfolgreich. Aber die Drohung, nach seiner Amtszeit für mehrere Jahre "in den Knast zu wandern" wird Trump überzeugen, still und leise zu gehen. Auch die Republikaner sind nicht an einem Präsidenten interessiert, mit dem sie Wahlen hochkant verlieren. Nach den Wahlen hat Trump seine Schuldigkeit getan und wird gehen.

Das alles erinnert nicht nur an Watergate und Nixon, es ist Watergate 2.0. Alles schon mal gesehen!

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dirkcoe 06.09.2018, 05:51
3. Es geht nicht mehr um die Person Trump

Weil jeder. der eine seiner Pressekonferenzen im Originalton verfolgt kann bestätigen, dass Trump redet wie ein Kind, ständig den Faden verliert und sich selbst widerspricht. Das ihm intellektuell wirklich Alles fehlt für sein Amt wird niemand bezweifeln. In der Diskussion in den USA geht es längst nur noch um das Amt des Präsidenten - nicht um den Clown Trump. Aber so wichtig das Amt des Präsidenten in den USA auch ist - mit einem Schwachkopf wie Trump im Weissen Haus wird es täglich mehr beschädigt. Trump seines Amtes zu entgehen ist der einzige Weg das Amt des Präsidenten zu schützen.

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billpfeifer 06.09.2018, 06:27
4. Mike Pence?

Natürlich gibt es jetzt ein großes Rätselraten, wer dieser 'hochrangige Mitarbeiter' sein könnte. In dem Beitrag würdigt der anonyme Verfasser den verstorbenen Senator John McCain as “a lodestar for restoring honor to public life and our national dialogue.”
"Lodestar" ist ein sehr ungewöhnliches Wort, das man praktisch nie im Alltagsgebrauch hört. Aber es gibt einen hochrangingen Mitarbeiter, der dieses Wort öfter benutzt, und das ist Vizepräsident Mike Pence, als die Huffington Post berichtet:
https://www.huffingtonpost.com/entry/lodestar-mike-pence-anonymous-new-york-times_us_5b905dd5e4b0511db3dec1e1

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mori1982 06.09.2018, 06:35
5. Gefährlich

Unabhängig von Donalt Trump als Präsident. Das ist ein gefundenes Fressen für jeden der den Politikbetrieb in washington kritisiert. Es bewahrheitet sich, das nicht gewählte Gruppen ohne jegliche Legitimation Einfluss auf die Regierung nehmen und somit die Legislative bestimmen. Ich will jetzt nicht mit militärisch-industriellen Komplex anfangen, zumal die Intention disser Gruppierung nobel wirkt. Aber wie immer ist es fragwürdig ob das Ziel jedes Mittel heiligt und ob es nicht dauerhaft der Demokratie schadet, wenn der Wille des Wählers so umgangen wird.

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echoanswer 06.09.2018, 07:05
6. Es ist schlicht nervend

Jeden Tag den Blödsinn aus den USA lesen zu müssen. Ein dementer alter Mann flutet weltweit alle Medienkanäle mit seinem Schwachsinn. Es reicht, wenn berichtet wird, dass er abgesetzt ist. Die Amis und ich benutze bewusst die Verallgemeinerung, weil die große Mehrheit aktiv oder passiv seine Politik unterstützen, haben sich einen geldgeilen Kasper als Spiegel ihrer eigenen Moral gewählt. Mit welchem Recht muss die übrige Welt sich mit diesem moralischen Bodensatz jeden Tag beschäftigen?

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5michael5 06.09.2018, 07:20
7. Netflix?

Es ist kaum zu glauben. Eben erst aufgewacht habe ich diesen Artikel gelesen. Es ist beinahe jedesmal das Gleiche. Die ganze Geschichte überrascht mich immer wieder komplett. Keine Gewöhnung in Sicht. Warum? Wahrscheinlich gehe ich zu rational vor. Hilfe!

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Thyphon 06.09.2018, 07:25
8. Bleibt noch die Frage:

Wie kaputt sind die politischen Eliten in den USA, dass jemand wie Trump Präsident werden konnte?!
Ich glaube, hätte sich Sanders gegen Clinton durchsetzen können, hätte er auch gegen Trump gewonnen...

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DougStamper 06.09.2018, 07:27
9. Das Frau Sanders ...

... so über ihren Chef reden darf ist schon beachtlich.

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