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Nicaragua: "Ortega will den Widerstand mit Feuer und Schwert brechen"
RODRIGO SURA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Sergio Ramírez war einst enger Weggefährte von Nicaraguas Präsident Ortega - dann wechselte der Schriftsteller die Seiten. Hier erklärt er die Gründe für den blutigen Protest in seinem Land.

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kurpfaelzer54 25.07.2018, 21:59
1. Schade

...wieder einmal ist ein sozialistisches Projekt welches voller Hoffnungen und mit vielen Opfern begann gescheitert und mutiert zur Diktatur. Die USA und Konservative und Neo-Liberale werden jubeln. Nach dem Drama in Venezuela dürfte auch das Beispiel Nicaragua erstmal abschreckend wirken. Dennoch dürfte die Forderung nach einer alternativen, antikapitalistischen Gesellschaft immer wieder neu von der Geschichte auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der triumphierende Kapitalismus hat ebenso versagt und taugt nicht als Alternative. Welche Lehren sind aus dem Scheitern zu ziehen?

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tommy_deux 25.07.2018, 22:06
2. Ewiger Selbstbetrug

Dass es sich bei Ortega und den Seinen und seinen Unterstützern/innen um demokratiefeindliche und gewaltverherrlichende Menschen handelt, hätte man spätestens seit den 90ern wissen müssen. Wo sind all die deutschen Linken und Marxisten, die dort einem Gewaltherrscher den Boden bereitet haben. Über 300 Tote, vor allem junge Menschen!! Und dann ist auch noch eine Frau stabilitätsgarantierend dabei. Toll!

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schwarzeliste 25.07.2018, 22:19
3. Bitte nicht

Wenn die Linkspartei in Deutschland mit absoluter Mehrheit an die Macht käme, dann hätten wir hier bald ähnliche Verhältnisse wie in Venezuela oder Nicaragua. Bitte nicht. Das ist zur Zeit eine meiner größten Sorgen

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johannes48 25.07.2018, 22:37
4. Bin seit mehr als zwei Jahren in Nicaragua

und meine Erkenntnis über das politische System hier ist: Wieder einmal hat sich erwiesen, dass es einen funktionierenden Sozialismus/Kommunismus nicht ist! Ortega, seine Familie und einige willige Vollstrecker, beuten das Volk hier schamlos aus! Während der Herrscherclan, in Palästen, königlich lebt, überlebt der überwiegende Teil der Bevölkerung, hungernd und teilweise in Plastikhütten! Jetzt, wo die Bevölkerung sich dagegen wehren will, wurde und wird sie gezielt mit brachialer Gewalt bekämpft! Diese Gewalt, die unter dem Schutz der Polizei, durch eine hochkriminelle Parteimiliz augeübt wird, hat schon über 350 Tote gefordert und noch ist kein Ende des Mordens in Sicht! Ortega hat mal wieder bewiesen was er war und immer noch ist, nämlich ein hochkrimineller, kommunistischer Terrorist!

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tosi01 25.07.2018, 22:38
5. Mit allergrößter Wahrscheinllchkeit

haben die USA bzw. CIA ihre blutigen Hände/Pfoten wieder im Spiel. Es ist in vielen vielen Ländern nach dem gleichen "Strickmuster" abgelaufen. Wer nicht nach der Pfeife und dem Befehl der USA tanzt und bedingungslos den Befehlen folgt, der wird gnadenlos bekämpft. Hier ist alles erlaubt, scheiß was auf Demokratie oder Menschenrechte, wenn's denn der Profitmaximierung dient- Der Zweck heiligt die Mitte. Das ist reale US-Politik seit mehr als 70 Jahren.

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adal_ 26.07.2018, 23:26
6.

Zitat von kurpfaelzer54
...Dennoch dürfte die Forderung nach einer alternativen, antikapitalistischen Gesellschaft immer wieder neu von der Geschichte auf die Tagesordnung gesetzt werden....
Wie oft denn noch? Wenn wenigstens eines dieser antikapitalistischen Menschheitsbeglückungsexperimente nicht gescheitert wäre, würde ich ja nix sagen. :-)

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olivervöl 26.07.2018, 23:26
7. Die Revolution in Nicaragua wurde schon vor Jahrzehnten besiegt

Trotzdem wäre es völlig falsch, Ortega mit der Somozo-Diktatur gleichzusetzen. Die progressiven Kräfte auf beiden Seiten können nur mit friedlichen, zivilisierten Mitteln gewinnen, d.h. mit Demonstrationen, Streiks und Wahlen. Wer Ortega mit Gewalt stürzen will, riskiert, noch Schlimmeres zu bekommen. Verdeckt versuchen die USA natürlich, Nicaragua ebenso zu destabilisieren wie Venezuela.

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Otto von Bismarck 26.07.2018, 00:04
8. aehnliche Verhaeltnisse haetten wir auch mit

Rot Rot Gruen...zwar weniger direkte physische Toetungen, aber auf andere Weise, gesellschaftlich oder man versucht irgendwas zu finden und das Opfer in ewigen Kampf mit dem Gesetz zu verheddern. Die Eliminierung Unliebsamer aus Medienpositionen etc kennen wir schon heute. So haelt man die Machtverhaeltnisse konstant.

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walter_de_chepe 26.07.2018, 00:14
9. Stimmen ausweinen vergangenen Jahrhundert

Der Marxismus war ein Programm des deutschen Vormärz, damals seiner Zeit voraus, so dass es das Potential hatte bis zu Stalins Tod 1954 dauern zu können. Wer sich heute noch links nennt, ist einfach ein ewig Gestriger.

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