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"Nicht optimistisch": EU-Chefunterhändler Barnier rechnet mit hartem Brexit
Gareth Fuller/PA Wire/dpa

In Großbritannien protestieren Zehntausende gegen Johnsons Brexit-Kurs. Zwei Monate vor dem Austritt glaubt auch EU-Verhandler Barnier nicht mehr an eine Lösung. Doch Labour-Chef Corbyn wittert eine Chance.

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snafu-d 01.09.2019, 10:24
1.

"Großbritanniens Premier Boris Johnson will rücksichtslos den Brexit durchdrücken. "

Der Brexit zum 31.10.2019 IST aktuelle Gesetzeslage im UK.

Johnson braucht und muss da gar nichts "rücksichtslos durchdrücken", er braucht noch nicht mal neue Gesetze dazu.

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wilhelm.franz76 01.09.2019, 10:34
2. Nur Verlierer

Boris Bashing bring uns nicht weiter. Auch die EU hat sich nicht mit Ruhm bekleckert und hat so verhandelt, dass man nur ablehnen kann. Das Projekt EU ist aus meiner Sicht in der jetzigen Konstellation gescheitert. Wenn man sich mal ehrlich macht: Es gibt keinen gemeinsamen Spirit, auch, wenn der immer wieder beschworen wird. Dass alle in Frieden zusammenleben gilt als selbstverständlich. Aber das war es auch schon. Wirtschafts- und Gesellschaftspolitisch gibt es riesige Unterschiede und die osteuropäischen Staaten wollen vor allem das EU Geld.

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waldgeist 01.09.2019, 10:39
3. Boris macht das goldrichtig

Dieses Debakel muss endlich ein Ende haben, es ist Zeit, nach vorne zu blicken. Meine Befürchtung ist eher, dass die EU am Ende einknickt und dieses unsägliche Hin und Her noch weiter verlängert. Lasst die Briten endlich ziehen, davon geht die Welt nicht unter. Und wer weiß, vielleicht geht es ihnen am Ende ohne diese undemokratische EU besser als zuvor. Das sage ich als überzeugter Europäer.

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iasi 01.09.2019, 10:42
4. Barnier sieht also seine Verhandlungsposition geschwächt

Er versucht den Widerstand gegen Johnson in GB zu verstärken, um diesen zu schwächen. Bemerkenswert ist dabei, dass er nun indirekt eben auch mit einem Scheitern von Verhandlungen und einem no-Deal-Brexit droht, und dass er vor allem die Schuldfrage bei einem harten Brexit thematisiert. Bisher kam es zu keiner Einigung - weshalb soll es bis 2020 bei der Annahme des Backstop-Abkommens oder einer weiteren Verschiebung kommen? Johnson wird nun die von der EU lautstark geforderten Vorschläge liefern und damit die EU in die Defensive drängen. Lehnt Barnier die Vorschläge ab, ist es die EU, die sich für den harten Brexit entschieden hat. Dies will sie sicherlich vermeiden. Beste Voraussetzung für einen Kompromiss, dem dann auch die Briten zustimmen können. Das britische Parlament schwächt letztlich nur die eigene Regierung und zögert die Situation nur immer und immer wieder hinaus. Mehr als eine weiteren Aufschub ist von den Parlamentarieren nicht zu erwarten - wohl immer in der Hoffnung am Ende würde sich der Brexit von selbst beenden.

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hileute 01.09.2019, 10:46
5. Die Sache ist ganz einfach

es gibt einen Deal von Seiten der EU, der mehr als großzügig ist, und wenn die Herrschaften im britischen Parlament noch einen Hauch Vernunft haben, was leider nicht der Fall ist, er ist ja schon unzählige Male durchgefallen, nehmen sie ihn an. Wenn nicht haben sie halt Pech gehabt und werden spätestens am 1.11 merken was für eine dämliche Idee es war überhaupt für den Brexit zu stimmen.

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b1964 01.09.2019, 10:54
6. Verhandlungsposition

BoJo ist angetreten mit dem Ziel, mit der EU den Austritt neu (!) zu verhandeln. Das taktische Druckmittel dazu ist die Androhung des harten Brexit (sog. Selbstmord aus Feigheit vor dem Tod). Darauf wird die EU natürlich nicht eingehen. Wie BoJo suf eine andere Einschätzung kommt, bleibt sein Geheimnis. Am Ende bleiben BoJo nur zwei Alternativen: Harter (ungewollter) Brexit, was ihn zum größten Looser machen würde, oder Rücknahme des Austrittsantrags, was ebenso sein totales Scheitern belegt. Wenn die eigene Verhandlungsstrategie nur zwischen loose und loose die Wahl lässt,dann sollte man mal die Strategie überdenken...

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proffessor_hugo 01.09.2019, 10:58
7.

warum erklärt Boris eigentlich nicht den sofortigen Brexit? Er muß die gewährte Verlängerung doch nicht ausschöpfen....

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fottesfott 01.09.2019, 10:58
8. Was mir in der Berichterstattung und Kommentierung

zu kurz kommt:

Weder das UK, noch die EU wollten / wollen eine harte Grenze zwischen der Republik und Nordirland, darum der "Backstop". Aber was genau wird denn im Falle des "Hard Brexit" am 01. November an der irischen Grenze passieren?

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dirkcoe 01.09.2019, 11:00
9. Seit Monaten

erleben wir ein Parlament in London das eigentlich gegen alles ist und sich gleichzeitig für nichts stark macht. Jetzt hat BoJo dieses Parlament schlicht zur Pause verdonnert und die Zeit läuft ab. Ich halte es inzwischen für eine Illusion, das es noch etwas anderes als ein harter Brexit werden könnte.

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