Forum: Politik
"Nicht optimistisch": EU-Chefunterhändler Barnier rechnet mit hartem Brexit
Gareth Fuller/PA Wire/dpa

In Großbritannien protestieren Zehntausende gegen Johnsons Brexit-Kurs. Zwei Monate vor dem Austritt glaubt auch EU-Verhandler Barnier nicht mehr an eine Lösung. Doch Labour-Chef Corbyn wittert eine Chance.

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freigeist99 01.09.2019, 12:06
30. Nordirland im Fall eines no deal brexit

Auch ich frage mich schon lange, wieso die Nordirlandfrage im Falle eines no-deal Brexit so wenig mediale Beachtung findet. Ich befürchte, dass es dann zwangsläufug zu einer harten Grenze kommen wird. Nichr nur GB sondern auch die EU müsste ein Interesse daran haben, weil andernfalls die Integrität des Binnenmarktes nicht gewährleistet werden kann. Möglicherweise möchte GB dort ein Schlupfloch in den Binnenmarkt installieren. Wenn dies dann die EU durch eine harte Grenze verhindert, kann die EU für den wieder aufflammenden Nordirland Konflikt verantwortlich gemacht werden. Ein Ausweg wäre evtl. ein Referndum in Nordirland für den Verbleib in der EU und eine Loslösung von dem Vereinigten Königreich, was aufgrund des Karfreitagsabkommens wohl prinzipiell möglich wäre aber mit Sicherheit zu gewaltigen Auseinandersetzungen mit den dort lebenden Protestanten führen würde.

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noch_ein_forenposter 01.09.2019, 12:07
31. Logik?

Zitat von sunshine422
wie wichtig der Backstop für die EU ist um die Warenkontrolle zu behalten. Als Ungarn die Grenze gegen Migranten geschlossen hat, wurde er als Unmensch bezeichnet. Man riskiert mit der Forderung die Freitagsabkommen ohne mit der Wimper zu zucken um UK möglichst viel Schaden zu zu fügen. Ist wieder bezeichnend wie die EU tickt. Auf der anderen Seite ist es ja nicht auszuhalten wie sich die Politiker in UK aufführen. 3 Jahre wurde alles abgelehnt und jetzt Boris an allem Schuld und er muss weg. Wer ernsthaft glaubt die einigen sich auf der Insel, hat nicht viel Ahnung von da drüben.
1. Der Backstop war eine Idee der britischen Seite.
2. Inwiefern riskiert man mit dem Backstop das Karfreitagsabkommen? Das Gegenteil ist der Fall: Ohne Backstop wäre das Karfreitagsabkommen passé.
3. Mit Warenkontrolle hat der Backstop rein gar nichts zu tun.

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silikonfuge 01.09.2019, 12:10
32. Heftige wirtschaftliche Turbulenzen?

Wo sollen die herkommen? Denn gleichzeitig schreiben Sie, dass trotz hartem Brexit bereits vereinbart wurde dass bis Ende 2020 alles beim alten bleibt. Also alles easy. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass UK die Bezahlung seiner EU Beamten einschließlich Pensionslasten selbst tragen muss. Dass ist für UK nicht weiter schlimm. Muss UK ja indirekt sowieso. Alle anderen Verbindlichkeiten wird sich Brüssel mühsam erstreiten müssen.

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Akka 01.09.2019, 12:12
33. Johnsons Brexit

ist ein einziges Lügengebäude, dass ohne Abkommen am 1.11. in sich zusammenbricht. GB will die EU verlassen und das auch noch zu deren Bedingungen. Wie schräg muss man denken, um so etwas zu verlangen. Ausser der großen Arroganz ist nichts mehr von Great Britain übrig geblieben. Jammer Schade.

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noch_ein_forenposter 01.09.2019, 12:12
34.

Zitat von astalder63
Ich würde als Brexit Befürworter die Backstop Regelung auch nicht akzeptieren. Sie bindet Großbritannien auf unabsehbare Zeit an die EU und nachfolgende Regierungen könnten mit der EU so verhandeln, dass es faktisch zu keinem echten Austritt kommt. Man würde sich einfach nicht einig. Fertig. Keine Partei kann die Backstop Regelung einseitig aufkündigen. Was ist das denn? Theresa May und die EU wollten ganz schlau sein und haben einen faulen Kompromiss ausgehandelt. Sie wollten die Brexit Befürworter austricksen. Nicht mehr und nicht weniger. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen. Ist die EU nicht bereit über den Backstop zu verhandeln, darf sie sich über einen harten Brexit nicht beklagen. Oder anderes gesagt: man könnte diesen Verhandlungsstandpunkt auch als versuchte Erpressung betrachten.
Erpressung? Der Backstop ist doch im Interesse beider Seiten, oder will jemand ein Aufflackern des Nordirland-Konflikts? Die Briten (genaugenommen: Die Engländer) haben zum Backstop noch keinen einzigen Gegenvorschlag gebracht, abgesehen von inhaltslosem Geschwurbel über "technische Maßnahmen".

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urbuerger 01.09.2019, 12:15
35. BoJo und Kumpanen werden mit aller Gewalt versuchen den NoDeal...

... durchzusetzen, denn er und seine Kumpanen werden die Nutznießer dieser Situation sein!
Schon vor Wochen wurden Berichte veröffentlicht, vor allem von britischen Medien, dass sehr viele Reiche ihre Gelder außerhalb des Landes, z.B. Panama, Kayman Inseln und diversen anderen Steuerparadiesen auch innerhalb Der EU transferiert haben!
Viele von denen sitzen nun mit BoJo in der Regierungsverantwortung und leiten die Geschicke des Empires, zumindest was davon noch übrig ist!

Man muss sich vorstellen, was bei einem No Deal Brexit in GB passiert, um nachvollziehen zu können, wie diese Herren es bewerkstelligen können, ihren Reichtum immens zu vergrößern!
Wie jeder weiß, wird in Folge von Mangel der Preis einer Ware steigen, so dass es ein Leichtes ist, daran zu verdienen, wenn man selbst genug davon einführen kann, oder bereits auf Lager hat! Wie man auch bereits seit Monaten lesen konnte, haben sich sehr viele Firmen ihre Lager gefüllt, im guten Wissen, dass es nach dem Bruch mit der EU zu Mangelversorgung kommt! Man konnte lesen, dass etwa 50% der Güter zur Grundversorgung, Ernährung, Medizin, Betriebsstoffe usw., eingeführt werden müssen, wenn man nun am richtigen PLATZ sitzt, wie die Herren, die auch das "Yellowhammer Papier" verfasst haben, hat man den Vorteil, sich darauf gut vorzubereiten, um genug abkassieren zu können!

Boris Johnson und seinen Spießgesellen ist diese Art von dem No Deal Brexit zu profitieren sicher zuzutrauen, denn sie haben ja auch bereits in der Vorbereitung des Referendums Gelder von Leuten, die den Brexit unbedingt wollten angenommen um für den Brexit die Werbetrommel zu rühren, so wie Farrage damals auch!!!

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soerensen 01.09.2019, 12:16
36. @wilhelm.franz76

Dir sind vermutlich viele Ereignisse zum Thema entgangen. Die EU hat sehr besonnen verhandelt. Es kam eine für beide Seiten sinnvolle lösung raus. Diese wurde zum Vertrag gemacht und von dem Briten unterschrieben. Nun weigern sich allerdings die Briten, diesen Vertrag zu ratifizieren. Nun bleibt Ihnen wohl nur ein härter brexit. Und das ist auch gut so. Dann koennen sie sich endlich ohne Beteiligung der EU um ihre innenpolitischen Probleme kümmern.

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soerensen 01.09.2019, 12:18
37. @iasi

Die EU muss und kann mit nichts drohen. Es liegt ein unterschriebener Vertrag vor. Es liegt zu 100% bei den Briten, ob sie diesen nun endlich ratifizieren oder aber hart aussteigen.

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Southwest69 01.09.2019, 12:20
38. Auch Linke wollen diese EU nicht mehr.

Die Briten werden das schon machen. Das es nicht leicht wird, zumal GB das erste Land ist das austritt, war auch klar.

Aber so werden wenigstens die Weichen gestellt für andere Austrittsländer und dann ist das Ganze damit nicht mehr so spekulativ was die Folgen (für wen auch immer) angeht.

Das Schlimmste was der EU passieren kann, ist das GB weiterhin existiert und auch noch gut existiert.

Die EU ist gut für Unternehmen ab einer bestimmten Größe, aber für den Arbeitnehmer hat die EU leider gar nichts gebracht, außer Lohndumping.

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spon-facebook-10000012354 01.09.2019, 12:22
39. Dominic Cummings

1. Der Brexit ohne Vertrag wird zu Marktbarrieren, Wettbewerbsnachteilen für in der EU und im Vereinigten Königreich ansässige Unternehmen, einen erheblichen Verlust von Rechtssicherheit und zu zusätzlichen Kosten durch bürokratischen Mehraufwand führen. Deutsche Speditionen und Logistikunternehmen werden durch Grenzkontrollen und damit verbundene Wartezeiten, höhere Kosten und enorme Hürden durch Zollabfertigung
und Nachweispflichten belastet. Von allen EU-Staaten hat Deutschland mit den größten Einbußen zu rechnen: 15 Prozent der weltweiten Importe in das Vereinigte Königreich stammen aus Deutschland, 10 Prozent der Exporte aus dem Vereinigten Königreich gehen nach Deutschland.
2. Die Analysen verdeutlichen jedoch auch, dass ein sogenannter „weicher“ Brexit die Kosten des Austritts für alle EULänder erheblich verringern könnte. Die EU (ohne Großbritannien) würde bei einem harten Brexit rund 40 Milliarden Euro an jährlichen Einkommensverlusten hinnehmen müssen, im Falle eines weichen Brexits wären es rund 22 Milliarden. Und auch für Großbritannien würden sich die Einkommensverluste bei einem weichen Brexit mit 32 Milliarden Euro in etwa halbieren. Diese Ergebnisse zeigen, dass ein ungeordneter Austritt Großbritanniens zu vermeiden ist, wenn die Kosten für alle Bürger Großbritanniens und der EU möglichst gering ausfallen sollen.
3. Obwohl in den ökonomischen Analysen weitgehende Einigkeit bezüglich des ökonomischen Schadens existiert kann das Westminster-System diesen ökonomischen Zwängen offensichtlich nicht Rechnung tragen. Das System erlaubt Personen ohne Mandat erhebliche Einflüsse auf die politischen Entscheidungen.
4. Hier rückt Dominic Cummings ins Zentrum des Interesses. David Cameron soll ihn einst als „Karriere-Psychopathen“ bezeichnet haben, Boris Johnson weiß, was er an seinem Chefstrategen Dominic Cummings hat. Dominic Cummings war nach einem Bericht des Guardian vom 24. Juli als Stratege und Berater im Kabinett Boris Johnson vorgesehen. Tatsächlich ernannte ihn Johnson zu seinem „special advisor“, der an den Sitzungen des Kernkabinetts teilnimmt, das den Brexit durchdrücken soll. Zusätzlich koordiniert Cummings die politischen Berater, die die Regierungspolitik gegenüber der Ministerialbürokratie durchsetzen sollen. Im Zuge des EU-Mitgliedschaftsreferendums leitete Dominic Cummings den Wahlkampf für die Aktion Vote Leave, die sich für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU einsetzte. Cummings war dabei unter anderem für einen roten Bus verantwortlich, auf dem er den Satz „We send the EU £350 million a week - let´s fund our NHS instead“ hatte anbringen lassen. Die Aussage war freilich falsch, hatte aber nach Ansicht von Parlamentariern bedeutenden Einfluss auf das Ergebnis der Abstimmung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dominic_Cummings

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