Forum: Politik
Niederländisch-türkischer Streit: Eskalation in 24 Sunden
AFP

Eine Ministerin wird des Landes verwiesen, ein Präsident spricht von Nazi-Methoden: Was ist da los zwischen der Türkei und den Niederlanden? Eine Rekonstruktion der Ereignisse.

Seite 10 von 28
carlitom 13.03.2017, 08:53
90.

Zitat von hockeyversteher
... ist leicht. Weil nach Deutschland als Diplomatin eingereist war und weil sie als Privatperson kein Visum hatte.
Genau deshalb wäre es die Sache der Niederländer gewesen, sie an der Einreise zu hindern. Ganz einfach.

Beitrag melden
vogelskipper 13.03.2017, 08:54
91. Ich kann es nicht mehr hören!

Ich kann dieses Gejammere, Gewimmere und ständige Beleidigtsein der türkischen Seite langsam echt nicht mehr hören! Und wenn man sich dann Minister aus der Türkei bei Anne Will anhören muss, die sich wie glitschige Aale aus allem heraus winden, direkte Fragen nicht beantworten und die Schuld immer bei den Anderen suchen, selbst aber angeblich die unschuldigsten und demokratischsten Lämmer auf Erden sind, während in der Türkei tausende Personen verhaftet wurden, Richter abgesetzt und Zeitungen geschlossen wurden, dann kann man nur noch an den Punkt kommen, wo man sich denkt: "Dann macht doch in eurem Land, was ihr wollt, aber bitte laßt uns mit eurem Scheiß hier in Deutschland endlich in Ruhe!".

Beitrag melden
denkende 13.03.2017, 08:55
92. Warum gerade wir so

Zitat von dallmann67
Die Frage ist NICHT, welches Problem es zw der Türkei und den NL gibt, sondern zwischen der Türkei und der EU. Die kleinen EU-Staaten (neuerlich auch Dänemark) zeigen klare Kante, während die Bundesregierung immer noch die eigenen Werte VERKAUFT. Das ist die - traurige - Realität.
Die CDU und Frau Merkel wissen es genau, dass ihre eventuelle Wiederwahl auf einem seidenen Faden namens Flüchtlingsdeal hängt und Erdogan die Schere dazu in der Hand hält.
Der Sultan erpresst uns...

Beitrag melden
omop 13.03.2017, 08:56
93. Vollkommen richtige Entscheidung..

Erdogan sucht scheinbar die Eskalation. Insofern scheint die Reaktion der niederländischen Regierung mehr als angemessen.

Beitrag melden
mostly_harmless 13.03.2017, 08:57
94.

Zitat von pressionist reloaded
Was ist los zwischen Deutschland und der Türkei? Was ist los zwischen Merkel und Erdogan? Was ist los mit Frau Merkel? Merkt endlich der letzte Depp wer uns hier in den letzten Jahren regiert hat. Das ist diplomatisches Versagen auf der ganzen Linie. Diese Hinhaltetaktik der EU hinsichtlich des Türkei-Beitritts. Islamophobie triffts ganz gut, wie Herr Erdogan meint. Ich bin kein Erdoganfan. Aber auch kein Fan des verkopften christlichen Abendlandes. Wer Freiheit predigt, der darf keine Grenzen zwischen Religionen ziehen. [...]
Artikel lesen hilft. Es geht hier NICHT um Deutschland.

Im Übrigen ist Ihr Statement auch inhaltlich ziemlich neben der Spur. Die Türkei weist bei so ziemlich jedem relevanten Kriterium nicht das Niveau auf, das für einen Beitritt zur EU notwendig ist. Und solange die Türkei Weltmeister im Einsperren von Journalisten ist, kann man sich entsprechende Gepräche im Grunde genommen auch ganz sparen

Beitrag melden
agua 13.03.2017, 08:58
95.

Nun ist die Niederlande der Buhmann und Erdogan macht deutlich, was geschieht, wenn eine Entscheidung gegen seinen Willen geschieht.Die EU sollte Einigkeit zeigen und klare Grenzen, denn die politische Zukunft der Türkei ist eindeutig nicht demokratisch.

Beitrag melden
frankfurtbeat 13.03.2017, 08:58
96. es is an der Zeit ...

es is an der Zeit das auch unsere Politiker begreifen wohin der angedachte Weg des E. führen wird. Der einzig richtige Weg ist dies zu unterbinden und Gegenmaßnahmen, Rücknahme Doppelpass etc., zu veranlassen.
Im anderen Fall wird der schwachsinnige religiöse Streit in Ländern ausgetragen welche eigentlich nichts damit zu tun haben wollen. Die bisherigen Integrationsbemühungen sind gescheitert - der Koran schreibt das ja vor - wie soll es denn funktionieren wenn Menschen sich an irgendwelchen alten Schriften orientieren? Diese Menschen sind letztendlich reine Wirtschaftsflüchtlinge und nicht an einem Zusammenleben interessiert. Brauchen wir das wirklich?

Beitrag melden
rolf.scheid.bonn 13.03.2017, 08:59
97. Das alles sind Syptome...

.... einer völlig gescheiterten Integration. Die Türken rennen lieber einem Diktator hinterher als sich über die Demokratie in der neuen Heimat zu freuen. Nicht nur in den Niederlanden. Es wird Zeit, den Kuschelkurs gegenüber der Türkei und türkischen Integrationsverweigerern zu beenden. So wie bisher machen wir uns nur lächerlich.

Beitrag melden
bullermännchen 13.03.2017, 08:59
98.

Ich hatte letztens ein langes Gespräch mit einem muslimischen pro Erdogan Kollegen. Ein Akademiker mit einer generell gesunden Einstellung zu Demokratie und "unseren" Werten.
Ich bin nun zwiegespalten und versuche die Vorkommnisse mal in einem anderen Licht von einer anderen Position zu betrachten.
Da ist eine Türkei in der, nachdem die Militärregierung abgeschafft wurde, Korruption und Gewalt Einzug hielt. Nicht war ohne Vitamin B und eine enge Verflechtung in die Beziehungswerke u.a. der Gülen Bewegung möglich. In den Regionen der Türkei herrschte viele Jahre quasi der Ausnahmezustand, die lokalen "Herrscher" konnten tun und lassen wie sie es wollten, Rechtsstaatlichkeit gab es nicht - in keiner Form.
Viele Türken, u.a. mein Kollege, haben enge Verbindungen, Familie und Freunde in der Türkei. Im politischen wie im Glauben teilten sich die Lager in mehrere Hälften. Güllen, die PKK und die CHP/AKP usw. die die Regierung bildeten. Dei regierenden Parteien konnten nichts im Land umsetzen, wurden massiv untergraben und es bewegte sich rückwärts.
Wie Erdogan nun diese Säuberungsaktion durchführt könnte man zum einen verstehen. Das er dabei aber jegliche Menschenrechte und rechtsstaatlichen Vorgaben missachtet geht nicht! Warum braucht er nun mehr Macht? Weil er sich damit u.a. auch über die Judikative stellen kann. Ich bin mir unsicher, es ist ein sehr gefährliches Spiel und Erdogan hätte alle Möglichkeiten das Land nach seinen persönlichen Vorlieben umzubauen. Weit weit weg von Demokratie aber wenn die Situation in der Türkei so war wie es die pro Erdoganer beschreiben, dann ist es vielleicht die einzige Möglichkeit das Land langfristig auf eine "Spur" zu bringen. Was mir allerdings schwer fällt zu glauben sind die Bilder die die pro Erdogan Bewegung malt. Falsche Berichterstattung (können wir schwer nachvollziehen), viele falsche Übersetzungen (Türk/deutsch) und Mißinterpretationen - das denke ich auch wenn ich schon die vielen falsch übersetzten News aus den USA lese (hier und anderswo). Aber es ist eine so große Unsicherheit!
Das Einreiseverbot in der Niederlande war eine trotzige Reaktion auf absolut unnötiges aggressives Verhalten von Cavossoglu. Die Reaktion der Niederlande ist ok! Ich glaube aber nicht das einige der, ich beschreibe es mal mit Vorsicht, der grottig schlechten türkischen Politiker die hier Drohungen aussprechen, die Türkei repräsentieren. Es besteht die Gefahr das sich bei solchen Umbaumaßnahmen (siehe auch Trump/Banon), faule Eier in eine Regierung implementieren die am Ende nicht zu einer Verbesserung führen. In jedem Fall unterstützen diese Aktivitäten den rechten Rand in allen Ländern. Auch Wilders, dieser ekelhafte Menschenhasser, wird davon profitieren - leider!
Ich kann für die Menschen in der Türkei nur hoffen das der Spuk bald vorbei ist und das Land am Ende vielleicht doch zu den demokratischen Werten findet die Menschen verdient haben.

Beitrag melden
l.augenstein 13.03.2017, 08:59
99. Die Headline suggeriert,

dass nur die NL Stress mit dem Türkenpräsidenten und seiner Gefolgschaft hat. Das stimmt aber nicht.
Nur ist es leider so, dass die meisten anderen Regierungen in Europa, allen voran Deutschland, hier immer noch viel zu nachsichtig agiert und die NL ein bißchen im politischen Regen stehen läßt. Ich hätte mir da schon ein paar Solidaritätserklärungen von deutscher Seite gewünscht. So, wie es z.B. Dänemark macht!

Beitrag melden
Seite 10 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!