Forum: Politik
Niederländischer Polit-Aufsteiger Thierry Baudet: Klimpert Chopin, hetzt gegen Auslän
AFP

Thierry Baudet pflegt sein Image als Intellektueller, wenn er nicht gerade dumpfe Parolen drischt über Fremde, Frauen und die EU. Damit kommt er in den Niederlanden gut an - und punktet bei den Provinzwahlen.

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susvol1 21.03.2019, 16:26
30.

Zitat von Cascara LF
Das haben Sie gut erkannt und beschrieben. Leider glauben manche Leute der schreibenden Zunft es genügt, politisch andersdenkende Leute, ganz speziell rechte Gedankenträger, zu verunglimpfen und schon sieht die Welt sie mit anderen Augen. Weit gefehlt. Diejenigen, die ohnehin nichts mit diesen Leuten und deren Meinung anfangen können, wissen ohnehin bescheid. Diejenigen, die es merken sollten werden darin aber nur eine Verunglimpfung und die Bestätigung ihres Vorurteils sehen. Will heissen, der Schuss geht nach hinten los. Objektivität und eine ausgewogene Wortwahl unterscheidet eigentlich jemanden der es besser wissen sollte als die Rechten von eben diesen - eigentlich. Dass einige Journalisten dies nicht zu erkennen vermögen ist bestenfalls traurig, schlimmstenfalls verblendet.
Da haben Sie Recht. Und manche, wie ich, lesen den Artikel gar nicht mehr, weil sie schon die Überschrift so dumm finden.

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mostly_harmless 21.03.2019, 16:26
31.

Zitat von vaikl
...demnächst ihre Tulpen, ihren Käse und die Wassergurken wieder per Pferdekarren über die Grenze in die Nachbarländer schmuggeln und dabei auch noch ordentlich Hasch verticken. Die Historie der Dummen wiederholt sich immer wieder.
Och, demnächst findet ja der Brexit statt, da können die Fans der Rechtspopulisten jeden Tag live und in Farbe die Segnungen rechtspopulistischer "Lösungen" erleben. Mit einiger Sicherheit über Monate.
Apropos:
Nehmen die Wettbüros auf der Insel eigentlich Wetten darüber an, wie lange es dauert bis der erste Forist hier darüber stöhnt, dass immer noch über das Desaster nach dem Brexit berichtet wird, oder fordert, dass das endlich aufhört?

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mwroer 21.03.2019, 16:36
32.

Zitat von DougStamper
Sind definitiv deren Fans. Z.b. #1 und 3. Kaum vergisst der Autor die angemessene Huldigung der neu emporstrebenden gottheit, schon wird gefaucht und gepöbelt wie voreingenommen der Autor doch ist. Lest doch junge Freiheit wenn ihr nur noch Huldigungen zu euren Idolen wollt. Ich glaube nicht das ihr euch dort drüber aufregen würdet wenn die über baerbock schreiben. Zum Thema Niederlande: es ist erstaunlich wie schnell so viele Menschen auf diesen Schaumschläger reingefallen sind. Mich würde mal der altersdurchschnitt seiner Wähler interessieren falls den jemand anzubieten hat.
Wissen Sie was lustig ist? Genau das gleiche habe ich über die Fanboys vom Macron gelesen.

50% der Wähler sind zwischen 35 und 64, die andere Hälfte darunter und darüber. Also alles Menschen die den Mist den Rutte macht direkt finanziell ausbaden müssen und das, verständlicherweise, satt haben.

Daran ist nichts erstaunlich. Sie können den Menschen einfach nicht mehr vermitteln dass diejenigen die unser Land aufgebaut haben in den Altersheimen nur noch einmal in der Woche duschen dürfen - weil kein Geld da ist - während für alle möglichen Extraleistungen für Wirtschaftsflüchtlinge Geld da ist.

Genau so wenig können Sie Menschen vermitteln das Minister völlig falsche Rechenmodelle für die Energiepreisplanung benutzen, entgegen aller Warnungen, und sich dann hinstellen und sagen 'Uhm ja, Blundertje, aber korrigieren können wir das erst nächstes Jahr. Vielleicht. Bis dahin zahlt mal schön brav mehr als notwendig.'

Ob die rechts-konservativen das nun besser machen lasse ich mal dahingestellt - persönlich glaube ich nicht dran aber das ist nur meine persönliche Meinung - dass die Leute aber nicht immer weiter die selben Idioten wählen die es seit 12 Jahren verbocken ... dass ist nun auch irgendwie klar.

Im Grunde ist an den Wahlergebnissen nichts überraschend und es hat sich, in den Lagern, auch nicht so fürchterlich viel verschoben. Ein Hauch mehr nach 'rechts-konservativ' halt aber das war vorhersehbar.

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lupenrein 21.03.2019, 16:40
33. Es

muss doch irgend eine Grund haben, wenn Politiker bei Wahlen
Erfolg haben und natürlich auch umgekehrt, wenn sie durchfallen.
Nicht Politiker entscheiden über die Wähler, sonder Wähler entscheiden
über Politiker. Noch ist der Wunschwähler nicht erfunden.

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garfield 21.03.2019, 16:40
34.

Zitat von robert_schleif
…sondern nur "klimpern". Und Argumentieren fällt ihnen auch nicht ein, sondern nur "hetzen" und "dreschen". Natürlich "dumpf". Und Baudet würde wohl auch keinen Artikel so intellektuell-satirisch-beschwingt hintupfen können, wie Claus Hecking, sondern allenfalls "hinschmieren".
Exakt. Diese tendenzielle Wortwahl ist mir auch sofort sauer aufgestoßen. Ist man argumentativ wirklich so schwach, dass man bei Leuten, die einem politisch nicht passen, darauf zurück greifen muss?

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mwroer 21.03.2019, 16:42
35.

Zitat von newbie99
Es hat doch eine ganze Menge von Realsatire, wenn ausgerechnet die Anhänger von Rechtspopulisten, die das Prinzip "Vorurteil" zu ihrem Geschäftsmodell gekürt und perfektioniert haben, sich hier über eine vermeintlich vorurteilsbehaftete Berichterstattung aufregen. Und ähnlich lächerlich kommt es daher, wenn man jetzt für eine bestimmte rechtspopulistische Partei quasi Kritikschutz aufgrund demokratischen Wählerauftrags reklamiert. Wie kann man eine Partei nur so "diffamieren", die doch vom Wähler so gutiert wurde? Wie muss man in diesem Zussamenhang dann wohl jene übelste Beschimpfung aller übrigen Parteien aus diese Ecke bewerten, die man sonst so gewohnt ist? Auch die werden und wurden demokratisch gewählt! Hat aber die Rechts-Konsorten nicht davon abgehalten, ihnen die Pest an den Hals zu wünsche. Muss wohl irgend wie etwas anderes sein! An alle Spiegel-Kritiker: Sollte das Blatt irgendwann einmal anfangen, sich diesen Populisten anzubiedern, dann werde ich es nicht mehr lesen! Wer Jubel-Artikel über die Niederlandewahl erwartet, der kann ja Machwerke wie "Junge Freiheit" und Co lesen!
Wo haben Sie denn im Artikel irgendeine Kritik gegen das FvD gelesen? Das waren alles rein persönliche Angriffe gegen den Vorsitzenden, nicht gegen die Partei selbst.

So wie Macron ungerechtfertigt hochgejubelt wird, seine Politik lässt man lieber unbeachtet, so wird hier ungerechtfertigt runtergemacht.

Ich bin nun wahrlich kein Fan des FvD und habe wiederum Groen/Links gewählt aber was sich Eure Medien bei sowas leisten ist, in der Tat, nicht viel mehr als Meinungsmache und hat nicht mehr viel mit Journalismus zu tun.

Und darüber dürfen sich auch die Verwirrten beschweren - so wie Sie sich ganz sicher beschweren wenn Ihre Kollegen runtergemacht werden in anderen Medien.

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newbie99 21.03.2019, 16:54
36.

Zitat von Zoroaster1981
Nun, ich stehe politisch auch eher rechts: nennen Sie mir mal VORurteile, die ich so haben könnte? Und weiteres: ich lese in dem Artikel keine Kritik. Inhaltlich ist da nichts geboten bis auf ein Sammelsurium irgendwelcher zusammenhangloser Zitate. Also, ich selber brauche weder Jubelartikel noch Geätze. Informative Beiträge mit inhaltlichen Auseinandersetzungen wären doch mal nicht schlecht.
Woher soll ich wissen, welche speziellen Vorurteile Sie bitte schön pflegen? Ich kenne Sie nicht. Die Vorurteile, die Rechtspopulisten wie die der AfD, Pegida, FN, Wilders oder eben dieser Typ hier üblicherweise raushauen, sind ja nun wirklich stattbekannt. Sie richten sich regelmäßig gegen Ausländer, den Islam, die übrigen Parteien usw.. Und da sind sie mit den Vorwürfen nun wahrlich auch nicht zimperlich.

Aber wann immer man ihnen etwas vorwirft, kommt die Masche, dass man nicht ihnen nicht differenziert genug begegnet. Und da benötigt es nun wahrlich nicht eines Artikels dieses Formats! Egal wie berichtet wird - sobald Kritik laut wird, ist es eine unfaire Berichterstattung. Na klar doch!

Und sobald solche Leute irgendwo gewählt werden, ist so eine Kritik darüber hinaus auch Wählerschelte. Wie kann man Leute kritisieren, die doch vom Wähler gewählt wurden! Frechheit!

Das gilt aber nicht für anderen Parteien, die ja auch gewählt wurden. Die als Volksverräter, grün-versiffte Gutschmenschen zu beschimpfen oder der Bundeskanzlerin "Merkel muss weg" entgegen zu schreiben - das ist natürlich Bürgerrecht, wenn nicht gar -pflicht!

Wenn eine wirkliche Gefahr für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie von der Flüchtlingskrise ausgeht, dann in erster Linie von diesen Krawallbrüdern, die durch sie nach oben gespült wurden.

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Nur ein Blog 21.03.2019, 16:54
37.

Na ja, solange das "niederländische Volk durch Zuwanderung (nur) homöopathisch verwässert" wird, ist ja nichts zu befürchten, wenigstens nicht von denen, die nicht Globuli glauben.

Wenn Thierry Baudet "gut ankommt" bei den Wählern, wird die anderen Parteien verändern, wenn er und seine Partei nicht selbst zu einer bedeutenden Kraft werden.

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Sport 21.03.2019, 16:58
38. Ist das die Niederlande??

Es galt mir einmal als ein sehr liberales Land. Nach mehreren Jahren erkannt ich aber die durchaus große, grundkonservative Schicht in diesem Land. Das sie aber gleich einen Wilbers oder jetzt einen Baudet wählen und hoffähig machen..Ich glaube auch sehr viele Konservative haben ihr kritsch-konstruktives Denken eingestellt. Dann allerdings wird es schlimm. Dann kann die Stimmung auch umschagen und alle strecken den rechten Arm aus wenn rechte, kriminelle Denker ihren geistigen rückwärts Salto zum besten geben.

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Nur ein Blog 21.03.2019, 17:05
39. So weit gefehlt ist das nun auch wieder nicht ...

Zitat von Cascara LF
Das haben Sie gut erkannt und beschrieben. Leider glauben manche Leute der schreibenden Zunft es genügt, politisch andersdenkende Leute, ganz speziell rechte Gedankenträger, zu verunglimpfen und schon sieht die Welt sie mit anderen Augen. Weit gefehlt. Diejenigen, die ohnehin nichts mit diesen Leuten und deren Meinung anfangen können, wissen ohnehin bescheid. Diejenigen, die es merken sollten werden darin aber nur eine Verunglimpfung und die Bestätigung ihres Vorurteils sehen. Will heissen, der Schuss geht nach hinten los. Objektivität und eine ausgewogene Wortwahl unterscheidet eigentlich jemanden der es besser wissen sollte als die Rechten von eben diesen - eigentlich. Dass einige Journalisten dies nicht zu erkennen vermögen ist bestenfalls traurig, schlimmstenfalls verblendet.
Das Schema: links gleich gut, liberal- und sozialdemokratisch, weltoffen, tolerant und rechts das Gegenteil ist doch bereits stark verankert in den meisten Köpfen der Medienkonsumenten.

Daher werden rechte Politiker, die man so leicht nicht so diffamieren kann, flugs zu linken oder mindestens nach links rutschenden erklärt.

Bereits sind die US-Demokraten, die Wallstreet-Partei par excellence, zu Linken geworden hierzulande. Die Anti-Vietnam-Krieg-Bewegung sah das noch ganz anders.

Wie heisst das doch? Framing? Das "rechts = alternativlos schlecht, verwerflich, undemokratisch, diktatorisch, populistisch usw."-Framing ist doch weitgehend abgeschlossen.

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