Forum: Politik
Niederländischer Premier Rutte vs. Erdogan: Der markige Mark
AFP

In wenigen Tagen wählen die Niederländer, nun zerschießt die Türkei-Krise das Wahlkampffinale. Premier Rutte könnte von dem Eklat kräftig profitieren - und schwenkt nach rechts.

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Benko 13.03.2017, 13:15
50.

"Und Wilders spielt ihm in die Karten, wenn er überdreht: wie in der Nacht von Rotterdam, als er per Twitter forderte, alle Demonstranten vor dem Konsulat aus dem Land zu werfen. Wie soll das gehen bei Menschen mit niederländischem Pass?"


Ähem, indem man ein Gesetz schafft, welches den Entzug der Staatsbürgerschaft unter bestimmten, zu definierenden Umständen vorsieht? Wird auch von anderen Ländern so praktiziert.

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kleinsteminderheit 13.03.2017, 13:15
51. Warum so kritisch?

Ich kann nicht sehen, wo Herr Rutte etwas falsch gemacht hat. Und er hat ganz offensichtlich nicht nur die rechten Parteien, sondern fast alle Niederländer hinter sich. Er hat auch nicht eskaliert, sondern sich nur nach erheblichen Entgleisungen jegliche Besuche türkischer Politiker verbeten. Zum Grenzen ziehen gehört es auch, diese durchzusetzen. Rückgrat und Standfestigkeit gegenüber Beleidigung, Erpressung und Hausfriedensbruch. Das ist nicht links oder rechts, das ist das, was jede Bevölkerung von ihrer Regierung erwarten darf und was wir hier seit Jahren vermissen.

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radamriese 13.03.2017, 13:16
52.

Zitat von toll_er
Ja, es ist Wahlkampf in den Niederlanden. Aber im Gegensatz zu unserer Politikelite traut sich da jemand, dem Herrn Erdogan zu sagen:"Bis hierhin und nicht weiter." Aber wenn einer klare Grenzen aufzeigt... Dann wandert er sofort nach rechts.... Ja, auch da braucht es Fingerspitzengefühl... Aber zum Glück ist nicht jeder ein Biedermann, der dem Brandstifter Erdogan die Tür offen hält.
weil hier eher links gewählt wird. Würde AFD so stark sein, wie Wilders und würden wir vor Wahlen stehen, wäre das Gleiche passiert

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f36md2 13.03.2017, 13:17
53. Wahlkampf in der Türkei

Wäre doch interessant zu erfahren, wie die türkischen Ultra-Nationalisten mit ihren Kopftuch-Tanten reagieren würden, wenn Wilders den Versuch starten sollte, auf einem städtischen Marktplatz in der Türkei über Politik und die "Berg-Türken" (Kurden) zu reden?

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soratenia 13.03.2017, 13:18
54. Wann werden

diese Brandreden türkischer Politiker hier endlich einmal von den Medien und unseren Politikern thematisiert? Wie gefährlich subversiv diese Erdogan-Schnösel längst sind, bewies Ministerpräsident Yildirim in seiner Rede in Oberhausen. Für ihn seien Deutsch/Türken, erklärte er unter frenetischem Jubel und Beifall, nämlich Akinci. Dazu muss man wissen, dass im osmanischen Reich Akinci irreguläre Reitertruppen waren, die in den europäischen Grenzgebieten stationiert waren, um dort und vor Feldzügen bereits hinter den Linien aktiv zu werden und Eroberungen durch osmanischen Truppen vorzubereiten. Sie brandschatzten Besitztümer, töteten die Bevölkerung oder nahm sie als Sklaven gefangen. Schlimm und mehr als beunruhigend: Genau so sehen das wohl auch die zu dieser Aussage jubelnden Anhänger der AKP in Deutschland. Yildirims Rede war nichts weniger als eine unverhohlene Kriegserklärung an Europa.

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elizar 13.03.2017, 13:19
55.

Der markige Mark?
Ach SPON ... Sind die Überschriften mittlerweile auf RTL-Bauer-sucht-Frau-Niveau angekommen?

Herrn Rutte wünsche ich alles Gute. Es ist schon restaunlich, dass Edogan gegen die Niedelande auf eine Art und Weise hetzt, wie das besser wohl gegen Deutschland gepasst hätte. Deutschland als Nazis zu verunglimpfen ist zwar derzeit einfach ebscheuert, aber macht zumindest historisch noch mehr Sinn als die Niederlande damit zu bezeichnen.

Was schließen wir daraus? Erdogan wollte von Anfang an den Konflikt und sollte dafür in Zuknunft entsprechend behandelt werden. V.a. auch wirtschaftlich. Es fällt schon irgendwie auf, dass er seinen vermeintlichen Gegnern immer genau das vorwirft, was er selbst im eigenen Land macht. Stichworte: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Nazimethoden, Hexenjagd.

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AnnaLena77 13.03.2017, 13:23
56.

Zitat von black-mamba
[...] Hierbei muss ich zugeben, dass icgh auch die Einstellung der Bundeswehr hinsichtlich der Stationierung der Tornados in Inkirlic nicht nachvollziehen kann. Der Auftrag der Bundeswehr hier ist durch das wankelhafte, erpressende, beleidigende Verhalten der Türken ggf. gefährdet. Dass man in der Türkei sich nicht an internationale Gepflogenheiten und schon gar nicht an Anstand hinsichtlich der Bündnispartner gebunden fühlt zeigt die Weigerung unsere Bundestagsabgeordneten zu den Soldaten zu lassen im letzten Jahr. Und auch an der Rhetorik, die die Landesführung der Türkei in Richtung Europa "sendet". [...]
Mein lieber Scholli!

Nicht die Bundeswehr entsendet Soldaten irgendwohin, sondern stets das Parlament (Parlamentsarmee), bzw. Verteidigungsausschuss, die Regierung und das Verteidigungsministerium.

Und nur dort fällt auch die Entscheidung Soldaten wieder zurück zu holen.

Da kann etwas dem Einsatzführungskommando noch sehr was missfallen an einem Einsatz: es gilt das Primat der Politik!

Also, nehmen sie das Telefon oder die Bein in die Hand und wenden sie sich an ihren Bundestagsabgeordneten und sagen sie diesem was ihnen nicht passt.

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toscana57 13.03.2017, 13:24
57. Integration von Migranten zu fordern ist nicht grenzwertig

Zitat:
Das Schreiben war eine grenzwertige Attacke auf integrationsunwillige Einwanderer. "Wir fühlen ein wachsendes Unbehagen, wenn Menschen unsere Freiheit missbrauchen", schrieb Rutte, "Menschen, die sich nicht anpassen wollen, die über unsere Sitten herziehen und unsere Werte ablehnen." Er verstehe "sehr gut, dass Menschen denken: Wenn du unser Land so fundamental abweist, ist es mir lieber, dass du weggehst. Das Gefühl habe ich nämlich auch. Sei normal oder geh weg."

Wenn das grenzwertig oder rechter Rand ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

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G. Seiters 13.03.2017, 13:24
58.

Um den "Kampf gegen Rechts" erfolgreich zu führen gab und gibt es immer nur eine Option: Teile der Inhalte der "Rechten" übernehmen. Gerade heute wo die Menschen die pädagogische, besserwisserische Hypermoral der Politik und Medien ziemlich leid sind.

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elhelw 13.03.2017, 13:25
59. Ausnahmsweise Neidisch auf Holland

Herr Rutte ist ein Glücksfall für Holland.
Wir haben nur Appeasment- Mekel.

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