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Niederlandes Wahlgewinner Rutte: Sieg der Vernunft
DPA

Mit großem Vorsprung gewinnt Premier Rutte die Wahl in den Niederlanden, Rechtspopulist Wilders hatte keine Chance. Als Krisenmanager im Streit mit Erdogan konnte der Regierungschef offenbar entscheidend punkten.

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egoneiermann 16.03.2017, 10:01
150.

Zitat von Sibylle1969
Um auf einer Parteiliste für ein Parlament zu kandidieren, muss man nicht notwendigerweise Mitglied der Partei sein. Es gibt viele Parteien, auch in Deutschland, die Listenplätze auch parteilosen Kandidaten zur Verfügung stellen. Ich nehme stark an, dass das die Partei von Geert Wilders auch so handhabt.
Nein, Wilders Partei währe nach deutschen Parteigesetz nicht möglich. Dort ist beispielsweise innerparteiliche Demokratie vorgeschrieben, was bei ihm, aber auch in Italien bei dem rechtspopulistischen Clowns, nicht statfindet.

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Kapaun 16.03.2017, 10:03
151. Albern

Ich finde die Zeitungskommentare heute morgen extrem albern. Rutte hat neun Sitze verloren, und die Sozialdemokraten halten sich nur noch mit Mühe über 5%. künftig werden vier Parteien für eine Regierung gebraucht (statt zwei), Wilders hat fünf Sitze gewonnen und ist zweitstärkste Partei - und alle Welt, natürlich auch der Spiegel, redet von einem Sieg für Rutte. "Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!" Na? Wer hat's gesagt?

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Antalyaner 16.03.2017, 10:04
152.

Nun, wenn laut Artikel Ruttes Wahlsieg einen türkischen Vater hat, dann wissen ja Merkel und alle anderen europaeischen "Führer", was sie für anstehende Wahlen zu tun haben. Ordentlich einschlagen auf den auserkorenen Bösewicht, denn das ist Labsal und Genugtuung pur für des Volkes Seele und Schwups hat man die Wahl gewonnen. Wen interessieren dann so Nebensaechlichkeiten wie Zukunftsgestaltung des Landes und sonstige belanglose Politikthemen ?

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j.cotton 16.03.2017, 10:05
153. Bodensätzlich

Zitat von egoneiermann
Nun zweitstärkste hört sich schlimm an, 13% dann schon weniger, das ist eben der rechte Bodensatz einer Gesellschaft.
Und betrachten Sie dann das Drittel, das in F den FN wählt auch als einen Solchen?
So etwas betrachte ich - mit Verlaub - schon als dümmelnde Überheblichkeit!

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M. Vikings 16.03.2017, 10:06
154. 78 % Wahlbeteiligung.

Da hat der Nationalstolz die Niederländer zur Wahl getrieben.

Welches Volk will schon in den Zusammenhang
mit Farage, Johnson, Trump und Brexit gebracht werden.

Mit der Parole "Wilders=Chaos"
hat Rütte das Volk mobilisieren können.

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Klotzscher 16.03.2017, 10:08
155. Die Vernunft ist aber arg gefleddert

Mit 8 Sitzen im Parlament weniger. Das gibt eine Koalition der Verlierer. Mal sehen, ob auch die Sozialdemokraten, die wohl an die 30 Sitze verloren haben, dort mit "thronen".

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zentralist 16.03.2017, 10:11
156.

Zitat von sanko1212
Es ist ein sehr positives Ergebnis, denn es zeigt, dass zumindest in den traditionell demokratischen Ländern Europas mit reiner Basic-Instinct-Wutpropaganda doch keine Blumentöpfe zu gewinnen sind. Jetzt darf nur eines nicht eintreten: Die Anständigen in Frankreich und Deutschland dürfen nicht der Illusion erliegen, dass die Niederlage der faschistoiden Populisten in ihren Ländern ein Selbstläufer wird! Für das Niederhalten der geistigen Brandstifter von rechts muss der Kampf genauso intensiv wie bisher, ja, sogar noch intensiver geführt werden. Denn die "Revolution von Rechts" (O-Ton D. Trump) wird sich nicht so leicht geschlagen geben. Vordergründig geht es um den Kampf gegen den Islam (auch da werden Islam und Islamismus in einen Topf geworfen, mit Bedacht), in Wirklichkeit wollen die nimmersatten Protagonisten des Manchester-Kapitalismus auch in den Ländern des rheinischen Kapitalismus die Entmenschlichung der Arbeitswelt in doppeltem Sinne vorantreiben: Möglichst viele Roboter statt Arbeiter (natürlich steuerfrei!) und für die unumgänglich notwendigen Restlichen die prekärst möglichen Bedingungen, die für sie die höchsten Profite verheißen. Einen Vorgeschmack liefern uns bereits die Briten, ganz zu schweigen von den USA (s. Abschaffung von Obama-Care).
Mit Verlaub. Wenn Sie glauben, genau das sei jetzt in den NL gestoppt worden, so haben Sie keine Ahnung, wofür Rutte steht.

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Rahmenkompetenz 16.03.2017, 10:12
157. Ein erfolgreiches Rückzugsgefecht

Interessant, wie man heute Siege definiert. Alle Etablierten haben Stimmen verloren, Wilders aber hat dazu gewonnen. Nummerisch hat er natürlich nicht gewonnen, die anderen im Grunde aber auch nicht. Alles was passiert ist, ist ein erfolgreiches Rückzugsgefecht.

Im Übrigen ein interessantes Beispiel für Wertungsjournalismus. Überall Aufmacher mit "Gott sei Dank" und "Gut für Europa" etc. Statt einfach nur zu berichten, feiert die Journaille und outet sich so letztlich tatsächlich eins zu eins als Teil des pol. Establishments.

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capote 16.03.2017, 10:13
158. Die Wahl zeigt vor allem Eines:

die letzte Woche vor den Wahlen ist ausschlaggebend, da macht die Regierungspartei mal das, was Sie 4 Jahre lang nicht machen wollte mit lautem Getöse, gewinnt die Wahl und kann dann wieder weitermachen wie gehabt.

Wähler sind so. Insofern ist die Lösung, dass Brüssel Europa regiert, wo die Bürger nichts zu wählen haben und nur noch gewählt wird, wer die brüsseler Politik den Wählern nahebringen darf, durchaus angesagt, das stellt politische Kontinuität sicher.

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Boone63 16.03.2017, 10:16
159.

Zitat von Fürstengruft
Allein die Tatsache, dass die Arbeiterpartei so massiv verloren hat, ist ein Zeichen für den Rechtsruck. Die Wähler haben sich nicht nach links orientiert. Im Gegensatz zu Deutschland, wo "St. Martin" eine Welle der Begeisterung unter der linksorientierten Wählerschaft auslöst, ist es in den Niederlanden genau umgekehrt.
Abwarten, in holland ist die Erkenntnis bezüglich "Multikulti und alles ist doch so wunderschön" einfach schon der Realität gewichen.
Warten wir hier einfach noch ein paar Jahre ab, und schauen uns dann die Parteiprogramme an.
Wer das Ergebnis in Holland realistisch analysiert, sollte doh sehen können welche Parteiprogramme und Ansichten gewonnen haben.
Und was wäre passiert wenn Hr. Rutte sich wie die Regierung bei uns verhalten hätte?

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