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No-Deal-Brexit: Britische Regierung gibt "Yellowhammer"-Dokument frei
DANIEL LEAL-OLIVAS/ AFP

Welche direkten Folgen hätte ein harter Brexit für die britische Bevölkerung? Die Regierung in London musste nun ein Papier freigeben, das genau das beschreibt. Erwartet werden demnach Unruhen sowie Engpässe bei Nahrung und Benzin.

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alexander.housing 12.09.2019, 05:31
1. Brexit und kein Ende

Wie furchtbar die Folgen für GB sein wird lässt sich kaum abschätzen.
Die Briten als eine der ältesten Demokratien wollen diese retten und sich nicht mehr aus Brüssel regieren lassen!
Brüssel bietet vermutlich inakzeptable Brexit-Bedingungen an, sodaß das Parlament nicht zustimmen kann.
So wird der Brexit zur Endlosschleife und wird verhindert.
Bringt den Briten endlich europäische Demokratie bei.
Bin gespannt....

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Reiner_Habitus 12.09.2019, 06:11
2. Ökonomisch betrachtet

Die Wartezeiten an der Grenze sind eine direkte Funktion der Nachfrage. Da jeder Tag des Wartens den Sepditeur in einer Vollkostenrechnung ca. 1000€ kostet, ist eine LKW-Ladung mindestens 2500€ teurer. Diese Kosten schlagen sich im Endverbraucherpreis nieder, so dass die Nachfrage sinkt und weniger Güter transportiert werden. Ist ja auch logisch, da die Grenze als Flasschenhals bei gleichbleibendem Transportvolumen sonst einen unendlich langen Stau verursachen würde in dem alsbald sämtliche LKW Europas stecken würden.

Zusätzlich hat man weniger Zeit die Ware zu verkaufen, wenn diese nur begrenzt haltbar ist. Die 2,5 Tage im Stau verkürzen die Abverkaufszeit von Frischware wie Obst und Gemüse, so dass auch hier eine Preissteigerung zu erwarten ist, da nicht verkaufsfähige Ware über die verkaufte Ware mitfinanziert wird. Verringert sich die Abverkaufszeit erhöht sich der Anteil an nicht verkaufter Ware.

Treffen wird dies vor allem Haushalte mit geringem Einkommen, da diese als Nachfrager mangels Fianzkraft zuerst ausfallen.

Ein 2,5 Tage Szenario ist da durchaus noch moderat. Die Franzosen rechnen mit 5 Tagen Wartezeiten. Denn die Abfertigungskapazität an der Grenze ist in erster Linie von der Anzahl des zur Verfügung stehenden Personals abhängig. Und selbst wenn man es könnte, so lohnt es sich nicht beliebig viel ausgebildetes Personal einzusetzen, da diese Leute Kosten verursachen, die sich durch Preissteigerungen negativ auf die Wirtschaftsleistung und damit die Nachfrage auswirkt.

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neckargirl1 12.09.2019, 07:17
3. Ohne Not

Wie sich ein Land, völlig ohne Not, selbst derart kasteien kann, hat mit gesundem Menschenverstand nichts mehr gemein. Die Briten nehmen Gesundheitsschäden und Tote in Kauf, ohne Krieg, ohne wirtschaftliche Notlage. Wie bescheuert sind die eigentlich.

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vothka 12.09.2019, 07:22
4.

Also in kurz: Alles im Kojunktiv weil keiner irgendwas weiß.
Nicht sehr überraschend. Das war den ganzen Bohai nun bestimmt wert

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floedy 12.09.2019, 07:36
5. Euphemistisch

Zumindest das Szenario, welches im veröffentlichen Papier beschrieben wird, erscheint nicht so wirklich dramatisch katastrophal, es klingt nach sorgfältig bereinigter Darstellung, nach dem Motto "Das stehen wir damals gemeinsam erfolgreich durch". Interessanter wäre es, zu erfahren, welche Informationen in den angeblich zurückgehaltenen Papieren zu finden wären
Was den Beschluss des schottischen Gerichts angeht, so bleibt abzuwarten, ob das höchste britische Gericht ihn bestätigt, die eingelegte Berufung beschert Mr. Johnson auf jeden Fall einen (vielleicht nur kleinen) Zeitgewinn, aktuell ist das Parlament ja lahmgelegt und bleibt es zunächst.

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mb2017 12.09.2019, 07:45
6. Ich verstehe das nicht ganz

Der Zoll kontrolliert hauptsächlich Einfuhren und nicht Ausfuhren. Damit die Warenversorgung funktioniert müssen die vielen englischen Zöllner also nur schnell genug arbeiten. Sollten welche Fehlen, könnte GB anfangs alle LKWs durchwinken.
Anders sieht es umgekehrt aus. Die EU wird keine Fahrzeuge durchwinken. Sollte es also zu Staus kommen, wird uns vielleicht Whiskey oder Lammfleisch fehlen, was verkraftbar wäre.

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lalito 12.09.2019, 07:54
7. Hammer, aber nicht goldig

Zitat: . . . "Zudem forderten sie sämtliche Korrespondenz, inklusive E-Mails und Kurznachrichten wichtiger Regierungsmitarbeiter und Berater.

Staatsminister Gove wies die Forderung jedoch als "unangemessen und unverhältnismäßig" zurück. Die Regierung müsse die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter schützen."

Da steht also die angeblich gefährdete "Privatsphäre von Mitarbeitern" in einer solch extremen politischen Lage über der vom Parlament beschlossenen Informationspflicht?

So geht Borniert- und Abgehobenheit.

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ronald1952 12.09.2019, 07:54
8. Es täte mit Leid

wenn es so kommen sollte, aber falls es so ist wird vielleicht auch der letzte Brite es endlich kapieren was Johnson und Seinesgleichen da angerichtet haben?
schönen Tag noch,

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herhören 12.09.2019, 08:06
9. Wenn Johnson..

.. und seine Leute die Informationen aus ihren eigenen Erwartungen zum no deal Brexit zurückhalten, dann werden die erwarteten Folgen eines EU Austritts a la Johnson für GB wohl noch viel schlimmer sein, als alle denken, sonst würde er sie ja nutzen, um damit für seinen Plan zu werben. Ist doch recht simpel, oder ?

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