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Nobelpreis an Tunesiens Vermittler: Islamisten und Liberale vereint gegen Terror
REUTERS

Der Friedensnobelpreis geht nach Tunesien. Die Wahl ist verdient: Das Quartett für den nationalen Dialog hat geschafft, woran alle anderen Länder des Arabischen Frühlings scheiterten - einen Ausgleich von Islamismus und Demokratie.

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platzanweiser 09.10.2015, 16:53
30.

Da hat sich die gute Frau Merkel wohl umsonst Hoffnungen gemacht. Sie hat bei all ihren selbstherrlichen Überlegungen vergessen, dass sie leider die für einen Friedensnobelpreis grundcharakterliche Haltung nicht besitzt. Es ist weder eine große Tat Menschen in unwürdiger Manier zu Tausenden in überlastete Camps zu pferchen, noch dies allein aus dem Grund zu tun, ein Ehrenschildchen zu erhalten! Frau Merkel sieht sich offensichtlich schon als der nächste Bismarck - ohne freilich zu realisieren, dass sie es lediglich zu einem Ludwig XIV schafft ;)

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Palmstroem 09.10.2015, 17:05
31. Friedensnobelpreis statt Hilfe

Dieser Nobelpreis zeigt nur das schlechte Gewissen des "Alten Europas".
Man hat die Chance des Arabischen Frühlings vertan. Statt die demokratischen Kräfte zu unterstützen, hat man abgewartet, ob nicht doch die "liebgewonnen"Diktatoren die Aufstände niederschlagen würden.
Russland und der Westen haben 60 Jahre diese blutigen und korrupten Diktaturen im Kampf um die arabische Halbinsel umworben. Die Millionen Menschen, die darunter gelitten haben und Opfer der Willkür wurden, haben uns nicht interessiert.
Und auch heute weigern wir uns noch, ihnen zu helfen. Wir schauen zu, wie in allein Syrien von Assad hunderttausende durch international geächtete Waffen, getötet werden. Und wundern uns, wenn die Überlebenden über unsere Grenzen kommen.
Ohne Freiheit und Demokratie wird es keinen Frieden geben - das Alte Europa hat dabei kläglich versagt. Da hilft auch kein Friedensnobelpreis!

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spon-facebook-10000523851 09.10.2015, 17:16
32. Die entscheidende Frage ist...

wie lange das haelt. Und da bin ich weniger zuversichtlich. Insgesamt gesehen, ist das doch ohnehin egal; auch Obama hat den Friedens Nobelpreis.

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neanderspezi 09.10.2015, 18:32
33. Wenn Islamismus und Demokratie in Tunesien einen Ausgleich gefunden haben sollten, so könnte dies Signalwirkung haben

Vielleicht darf man davon ausgehen, dass diese Friedensnobelpreiserteilung für die Vermittler eines Ausgleichs von Islamismus mit Demokratie in Tunesien politisch motiviert ist und teilweise einer indirekten Selbstbeweihräucherung dienen soll, für die scheinbar friedensstiftende Wirkung von Demokratieinitiierungsversuchen mittels eines angeschobenen arabischen Frühlings durch Unterstützung von Rebellen gegen die herrschende Autokratie. Aber vielleicht zahlt sich eine derartige Friedensanerkennung auch im Tourismussektor aus und wenn dies die vier beteiligten Gruppierungen an diesem Preis durch intensive Förderung von Tourismus für das Land nutzbar machen können, so ist bezüglich verbesserter Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung Tunesiens etwas gewonnen worden. Die beiden dieses Jahr in Tunesien am Strand von Sousse und auf das Nationalmuseum Bardo an Touristen verübten Massaker werden dadurch vielleicht auch wesentlich leichter von Ausländern, die das Land wieder bereisen möchten, als extreme nicht wieder zu befürchtende terroristische Taten eingeschätzt werden.

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csapo-f 09.10.2015, 18:35
34. Gutes Beispiel

Es ist doch schon interessant, dass es in einem arabischen Land auch mit der Demokratie klappen kann, wenn ausländische Mächte ihren eigenen Interessen dort nicht mit Geld und Waffen Geltung verschaffen wollen.
So schließe ich mich allen Kommentatoren vor mir an, die der gleichen Ansicht sind.
Wie ich finde, und diese Meinung teile ich mit vielen anderen, wurde der Friedensnobelpreis diesmal Menschen verliehen, die es angesichts der Krisen in der arabischen Welt wirklich verdienten.

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playintime 09.10.2015, 19:13
35. Das ist bei der Verleihung

Zitat von lewitz
Spannend….ich denke einfach, wenn jemals jemand einen Friedensnobelpreis verdient hat dann ist es der Oberst Petrow welcher den nuklearen Holocaust verhindert hat. Mit Schrecken denke ich daran wenn sich das gleiche Szenario bei den Cowboys in den USA abgespielt hätte. Aber einem Russen den Friedensnobelpreis zu überreichen war wohl politisch nicht opportun. Nie hat ein Mensch mehr für die Menschheit getan als dieser mutige und besonnene Oberst Petrow. Die Norweger sollten sich schämen.
des Literatur Nobelpreises nicht anders. Wenn jemand einigermaßen gerade aus schreiben kann und das tut gegen die Russen oder gegen Ceausescu, kann sich von dem Preis gar nicht retten wenn nicht bis drei auf dem Baum ist.

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bluesman2 09.10.2015, 19:51
36.

Schade! Ich hätte es Edward Snowden gewünscht.
Das ist der Mann der diesen Preis wirklich verdient hätte!
Leider gibt es auch bei dieser Preis Verleihung keinerlei Gerechtigkeit.

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asapreta 09.10.2015, 20:15
37. Sinnvolle Zeichen setzen

Politische Entscheidungen sind zumeist von Ambivalenz gekennzeichnet. Ob das Handeln eines staatsführenden Politikers zu einer Verbesserung des gesellschaftlichen Miteinanders geführt hat, läßt sich angesichts der komplexen gesellschaftspolitischen Prozesse zumeist erst nach Jahrzehnten rückblickend beurteilen. Es ist daher eine kluge Entscheidung des Nobelpreis Kommitees von einer Prämierung einer weltpolitisch hochrangigen Person abzusehen, um dafür einer im überschaubaren und unmittelbareren Rahmen agierenden Gruppe die Anerkennung zukommen zu lassen – zumal hiermit ein überaus sinnvolles Zeichen für bürgerliches friedenanstrebendes Engagement gesetzt wird.

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glueckhans5 09.10.2015, 21:02
38. Nobelpreisträgerin der Herzen

Zitat von waldzimmer
Tja, da wird wohl bald eine von Merkels 180 Grad Wendungen kommen. Der aalglatte Tauber, der Ihr eingeredet hatte, sie würde mit offenen Grenzen den Nobelpreis bekommen und quasi zur Heiligen werden, wird wohl auch nicht mehr lange auf seinem Pöstchen sitzen.
Ich finde es sehr tragisch, daß Mama Merkel nicht mit dem Nobelpreis bedacht wurde. Für mich wird sie immer die Nobelpreisträgerin der Herzen sein.

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Bubi Hönig 09.10.2015, 21:03
39.

Glück gehabt, dass die sogenannte "Flüchtlingspolitik" von Birne II nicht auch noch belohnt wurde!

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