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Nordirak: USA werfen dem IS Senfgas-Angriff vor
REUTERS

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" verfügt offenbar über gefährlichere Chemiewaffen als bisher bekannt. Die USA sind überzeugt, dass die Dschihadisten erstmals Senfgas gegen kurdische Kämpfer eingesetzt haben.

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Sprühregen 14.08.2015, 13:22
20. aber sonst gehts gut?

Zitat von qualidax
Der Unterschied ist u.a. der, dass sich diese Anderen aber auch nicht als das Gewissen der Menschheit mit göttlichem Sendungsbewusstsein aufspielen ...
das glauben Sie doch selbst nicht, dann darf nach Ihrer Meinung mit dem kleinen Unterschied jede Schweinerei durchgeführt werden? Im übrigen zeichnen sich die USA durch ein gehöriges Sendungsbewußtsein aus, in dem der liebe Gott selbstverständlich nicht ausgespart ist.

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bariton65 14.08.2015, 13:27
21. @ qualidax

? Der IS tritt Ihrer Meinung nach nicht mit "göttlichem Sendungsbewusstsein an"? Interessant! Aber - abgesehen davon - was hat DAS jetzt mit dem Artikel zu tun, um den es hier geht?

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PiotrTrebisz 14.08.2015, 15:36
22. Nein

Zitat von bloub
naja phosphorbomben darf man ruhig als chemiewaffen ansehen und die haben die us-kräfte auch eingesetzt.
Was eine chemische Waffe ist und was nicht definiert die OPCW, die Organisation zum Verbot chemischer Waffen. Und Phosphor-Munition fällt nunmal nicht darunter.

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PiotrTrebisz 14.08.2015, 15:41
23. Doch tun sie

Zitat von qualidax
Der Unterschied ist u.a. der, dass sich diese Anderen aber auch nicht als das Gewissen der Menschheit mit göttlichem Sendungsbewusstsein aufspielen ...
In Russland wird schon seit Jahren propagiert dass Europa und der Westen dekadent sind, Stichwort Homosexuelle und Säkularisierung, und dass nur das antiliberale russische Gesellschaftsmodell Europa noch retten kann.
In China ist "der chinesische Traum" eine Standard-Parolle.
Und der IS, naja, also wer bitte soll mehr göttliches Sendungsbewusstsein haben als der IS?

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pharaodream 14.08.2015, 16:25
24. IS Terroristen...

wie lange schon werden diese IS Verbrecher bekämpft?
Jede Nation weiss,wo diese IS Mörderbanden ihren Hauptsitz haben,wo IS Mitglieder leben,wo IS Hochburgen sich befinden.
Was ist bisher wirklich passiert? Wurde der "Terror"wirklich bekämpft oder werden IS Angehörige geschont ? Während der amerikanische Jornalist geköpft wurde,konnten sich zur gleichen Zeit verletzte IS Verbrecher in der Türkei behandeln lassen.
Mehrere Staaten senden Flugzeuge mit Bomben gegen den IS.....treffen diese Waffen nicht ihre Ziele?
Die IS Hochburg Raka steht immer noch freudig und lebendig da....ich vermute,die Menschen im Westen werden massiv getäuscht.

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udo46 14.08.2015, 16:47
25.

Zitat von pharaodream
wie lange schon werden diese IS Verbrecher bekämpft? Jede Nation weiss,wo diese IS Mörderbanden ihren Hauptsitz haben,wo IS Mitglieder leben,wo IS Hochburgen sich befinden. Was ist ......
Sie haben völlig recht.
Ich bin mir übrigens sicher, dass die grosse Mehrheit der Deutschen für einen Einsatz von Bodentruppen gegen den IS wäre und die Bundeswehrsoldaten selber ebenfalls; und zwar mit wesentlich mehr Enthusiasmus und Entschlossenheit als in Afghanistan oder dem Irak.
Aber sie dürfen nicht.
Warum?

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HeisseLuft 14.08.2015, 18:35
26. Ich bin mir da nicht sicher

Zitat von udo46
Sie haben völlig recht. Ich bin mir übrigens sicher, dass die grosse Mehrheit der Deutschen für einen Einsatz von Bodentruppen gegen den IS wäre und die Bundeswehrsoldaten selber ebenfalls; und zwar mit wesentlich mehr Enthusiasmus und Entschlossenheit als in Afghanistan oder dem Irak. Aber sie dürfen nicht. Warum?
Weil die Begeisterung sehr schnell abnehmen dürfte, wenn die Mission nach anfänglichen Siegen keineswegs zu Ende ist. Sondern die Truppen das gewonnene Gelände kontrollieren und sichern müssen. Und das Ziel von Anschlägen werden.

Sie brauchen einen lokalen Verbündeten, der zuverlässig ist. Wer soll das sein, ausser vielleicht den Kurden und zu wenigen anderen? Wer soll das sein im Nordirak und in Ostsyrien?
Assad? Ganz bestimmt nicht. Der hat es fertiggebracht, das Islamisten der übelsten Sorte als das kleinere Übel angesehen werden.
Die FSA? Unterschiedlichste Gruppierungen, die längst die Bedeutung verloren haben.
Etwa die Al-Qaida? Al-Nusra? Wohl doch lieber nicht...
Oder die irakische Armee? Auch nicht überzeugend, um es vorsichtig auszudücken.
Die irakischen schiitischen Milizen, die plündern und ein bisschen weniger morden als der IS? In sunnitisch dominiertem Gebiet? Prima Idee...
Die assyrischen oder yezidischen Milizen? Zu schwach, und sie haben bestimmt kein Interesse als Besatzungsmacht aufzutreten.

Also?

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b5200 14.08.2015, 18:54
27. mediale Vorbereitung?

... auf eine neue Invasion der USA?
So, so, dem IS wird vorgeworfen...

Wer hat den Flächenbrand dort erst möglich gemacht?

Der IS ist sicher eine böse Sache. Aber, was wir über den IS wissen sind nur Meldungen aus den Medien. Für die Wahrheit müsste man schon dort sein, was die wenigsten von sich behaupten können.

Sowieso geht es um so viel Macht, Geostrategie, Bodenschätze usw., dass man jeder 'Nachricht' aus der Region mit Misstrauen betrachten sollte.

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udo46 14.08.2015, 20:41
28.

Zitat von HeisseLuft
Weil die Begeisterung sehr schnell abnehmen dürfte, wenn die Mission nach anfänglichen Siegen keineswegs zu Ende ist. Sondern die Truppen das gewonnene Gelände kontrollieren und sichern müssen. Und das Ziel von Anschlägen werden. Sie brauchen einen lokalen Verbündeten, der zuverlässig ist. Wer soll das sein, ausser vielleicht den Kurden und zu wenigen anderen? Wer soll das sein im Nordirak und in Ostsyrien? Assad? Ganz bestimmt nicht. Der hat es fertiggebracht, das Islamisten der übelsten Sorte als das kleinere Übel angesehen werden. Die FSA? Unterschiedlichste Gruppierungen, die längst die Bedeutung verloren haben. Etwa die Al-Qaida? Al-Nusra? Wohl doch lieber nicht... Oder die irakische Armee? Auch nicht überzeugend, um es vorsichtig auszudücken. Die irakischen schiitischen Milizen, die plündern und ein bisschen weniger morden als der IS? In sunnitisch dominiertem Gebiet? Prima Idee... Die assyrischen oder yezidischen Milizen? Zu schwach, und sie haben bestimmt kein Interesse als Besatzungsmacht aufzutreten. Also?
Aber zusehen geht auch nicht, und erst recht nicht so tun, als ob man aktiv wäre, wie es jetzt anscheinend praktziert wird.

Die Strategie, Assad zur absoluten persona non grata zu stempeln, ist absurd und dumm.
Das Regime Assad ist huntertmal liberaler als der Friedhofsstaat IS oder die anderen islamistischen Horden. Diese haben den Bürgerkrieg angezettelt, nicht die Intellektuellen oder Säkularen.
Die konnten sich nämlich recht frei bewegen unter Assad.
Die Islamisten wurden unter Assad verfolgt - vielleicht nicht immer menschenrechtskonform, aber wirksam und deren eigenen Gewaltphantasien angemessen.

Mit den Kurden und Assad als Partner wäre eine Stabilisierung Syriens möglich.
Und wenn das gelänge, könnte man Assad auch Bedingungen stellen, denn der Hauptakteur und entscheidende Sieger bestimmt, wo es lang geht.
Und Sieger wäre die westlichen Truppen.
Nur dürften sie nicht denselben Fehler machen, wie die Amis es in fast jedem Krieg nach WWII gemacht haben, nämlich sich wie die Axt im Walde aufführen.
Das verscherzt jede anfängliche Sympathie.

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foolbar 14.08.2015, 21:23
29.

Zitat von mensch-maennlich
Sind wir schon wieder auf der Suche nach angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak? Wie kurz doch das Gedächtnis der Weltöffentlichkeit und der Journalie besonders offenbar ist...
Da haben wir dieses Mal ja wohl andere Voraussetzungen.

Damals brauchten die USA das als Legitimation für einen Einmarsch in den Irak, um sich vor der Weltöffentlichkeit dafür verteidigen zu können.

Heute sind die Vorzeichen da wohl eher andersherum. Selbst in der deutschen Bevölkerung, welche ja nicht gerade als sehr kriegslüstern zählt, sind nicht wenige der Meinung, dass der IS auch mit Bodentruppen vor allem auch der USA besiegt werden müssen. Da bräuchten sie jedenfalls keinen fadenscheinigen Grund für liefern. Man könnte sogar fast der Meinung sein, dass die USA dort erst recht nochmal einmarschieren müssen, um den Mist aufzuräumen, welche sie dort mit dem Irak-Krieg hinterlassen haben.

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