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Nordkorea: Diktator Kim weint um seinen Berater
DPA

Diktator Kim Jong Un am offenen Sarg seines verstorbenen Beraters Kim Yang Gon: Dieses Foto wurde jetzt in Nordkorea veröffentlicht. Offenbar will das Regime Zweifel zerstreuen, der 73-Jährige sei liquidiert worden.

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tkedm 31.12.2015, 14:04
1.

Bin jetzt kein Experte für nordkoreanische Liquidierungen, aber einen "Berater" kann man doch einfach feuern, wenn man ihn loswerden will. Der hat ja keine Macht wie ein General oder ähnlich Hochrangige.

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butzibart13 31.12.2015, 14:16
2. Da kommen Überlegungen auf

Soviel Tote in leitenden Funktionen durch Verkehrsunfälle, obwohl der Autoverkehr in Nordkorea wohl als bescheiden anzusehen ist. Die Trauer in diesem Fall wirkt zumindest echt und soll wohl ein Gefühl der Empathie vermitteln.

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holtriemerjung 31.12.2015, 14:26
3. @tkedm

Es ist doch auch möglich, dass Kim Yang Gon der Regierung durch zu kritischem Denken aufgefallen ist und deshalb sterben musste. Wahrscheinlich werden wir die Wahrheit nie erfahren.

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Claudia_D 31.12.2015, 14:45
4.

Zitat von butzibart13
Soviel Tote in leitenden Funktionen durch Verkehrsunfälle, obwohl der Autoverkehr in Nordkorea wohl als bescheiden anzusehen ist.
Polonium ist halt zu teuer...

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tkedm 31.12.2015, 14:57
5.

Zitat von butzibart13
Soviel Tote in leitenden Funktionen durch Verkehrsunfälle, obwohl der Autoverkehr in Nordkorea wohl als bescheiden anzusehen ist. Die Trauer in diesem Fall wirkt zumindest echt und soll wohl ein Gefühl der Empathie vermitteln.
So eine Trauer hat Kim nicht einmal bei der Beerdigung seines Vaters gezeigt. War das dann Antipathie? Seltsame Gestalten dort in Nordkorea.

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dani7830 31.12.2015, 15:06
6. Diktator Kim weint um seinen Berater

als Diktator muss man auch ein guter Schauspieler sein um es tränen überzeugt rüber zu bringen.

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Spiegelleserin57 31.12.2015, 15:18
7. das erleben wir überall!

Zitat von butzibart13
Soviel Tote in leitenden Funktionen durch Verkehrsunfälle, obwohl der Autoverkehr in Nordkorea wohl als bescheiden anzusehen ist. Die Trauer in diesem Fall wirkt zumindest echt und soll wohl ein Gefühl der Empathie vermitteln.
auch Tote in der Badewanne gab es schon. Böse formuliert gibt es es sehr oft merkwürdige Unfälle und interessanterweise immer bei Leuten die sehr undurchsichtig sind und anderen Freunden im Weg.
Aber es gibt auch Leute von denen man nicht meint dass sie wirklich trauern auch wenn es Leute gibt die das anzweifeln.

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k70-ingo 31.12.2015, 15:43
8.

Zitat von butzibart13
Soviel Tote in leitenden Funktionen durch Verkehrsunfälle, obwohl der Autoverkehr in Nordkorea wohl als bescheiden anzusehen ist. Die Trauer in diesem Fall wirkt zumindest echt und soll wohl ein Gefühl der Empathie vermitteln.
Die Nomenklatura ist keineswegs bescheiden unterwegs. Vielleicht kam der Fahrer mit den 350 PS des neuen BMW-SUV nicht zurecht. Oder er ist einem SMS-Tipper ausgewichen, der auf die Straße gelatscht ist. Oder er hatte zuviel getankt (ein ziemlich großes Problem in NK, wenn man genauer nachfragt und genauer hinhört). Oder er kam einem der für ihre rustikale Fahrweise berüchtigten Lastwagenfahrer in die Quere. Oder er hat einen der am Straßenrand zusammengebrochenen Holzgas-Militärlaster übersehen.

Auch wenn Zweifel an dieser Todesursache gerechtfertigt sind, unwahrscheinlich ist sie nicht.

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neanderspezi 31.12.2015, 16:09
9. Wer seinem Gesicht einen so schmerzvollen Ausdruck geben kann wie dieser UN, muss vermutlich einer Liquidation entsagt haben

Hat der 73-jährige Berater von Kim Jong Un, Kim Jang Gon, das Auto selbst gesteuert, mit dem er tödlich verunglückt ist, oder hatte er einen Fahrer wie vermutlich alle höheren Funktionäre im System und gibt es denn keine Zeugen zu dem Unfall, vor allen Dingen, wenn der Unfall kollisionsartig zustande kam? Vielleicht ist dem Autodidakten Kim Jong Un, im Beseitigen unliebsam gewordener ranghoher Systemstützen, das Bedürfnis beigekommen, eine neue gefühlvolle Variante mit Trauer, Abschiednehmen und Tränen bei einem besonders nahestehenden Opfer auszuprobieren. Dabei konnte er sich endlich auch mal als gefühlvoller Landesvater seinen Landeskindern zeigen und damit in den Medien weltweit als Trauernder dargestellt werden, der es versteht sich durchaus empathiefähig nach Maß Kimscher Dynastieregeln aufzuführen. Wenn ihm der Schmerz über den Verlust seines Beraters extrem nahegehen sollte, so wird er womöglich noch große Teile der Bevölkerung zu einer tränenreichen Bestattung heranholen lassen und wehe dem, der es dabei nicht fertig bringt herzerweichend zu heulen. Freud und Leid wird in diesem Land diktatorisch geregelt.

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