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Nordkorea: Kims blutige Liste
AFP/ KCNA via KNS

Parteifreunde, Onkel, jetzt offenbar der Halbbruder: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un scheint skrupellos, wenn es um die Beseitigung von vermeintlichen Gegenspielern geht. Zahlreiche Morde werden der Kim-Dynastie angelastet.

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Benko 15.02.2017, 17:46
1.

Yangon wird in Deutschland gemeinhin als "Rangun" bezeichnet, ihr habt offenbar einfach die englische Bezeichnung aus eurer Vorlage genommen. Und zu "einer Todesstrafe" wurde der Mann also verurteilt, zu welcher den? Die bei der man stirbt?

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GueMue 15.02.2017, 17:46
2. Eigentlich gut- Mitleid begrenzt

Inklusive Kim sind alle Angehoerigen der nomenklatura Verbrecher. Leider wachsen immer welche nach.

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lizenz 15.02.2017, 17:54
3. Seltsam ...

... der Mann ist doch dauernd von Bewaffneten umgeben – warum hat ihn noch niemand erschossen?

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alsterherr 15.02.2017, 18:05
4.

Zitat von Benko
Yangon wird in Deutschland gemeinhin als "Rangun" bezeichnet, ihr habt offenbar einfach die englische Bezeichnung aus eurer Vorlage genommen. Und zu "einer Todesstrafe" wurde der Mann also verurteilt, zu welcher den? Die bei der man stirbt?
Yangon ist nicht die englische, sondern (transkriptiv) die offizielle Landesbezeichnung. Und es gibt Todesstrafe durch Erschießung, Todesstrafe durch Hängen, Todesstrafe durch Gift, etc,

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cicero_muc 15.02.2017, 18:09
5. Implosion wird noch dauern

Der Krug geht solange zum Brunner bis er bricht.

Nordkorea provoziert, sie lassen es aber nie wirklich drauf ankommen.
Und somit köchelt die Suppe immer weiter.

Bislang können alle damit gut leben,
zumindest solange die Suppe nicht überkocht.

Solange die Nordkoreaner mit sich selber ausreichend beschäftigt sind
ist international erst mal alles in Ordnung.

Alle Anrainer fürchten sich vor einer Implosion von Nordkorea:
Mit dem daraus folgenden menschlichen Elend will sich keiner auseinandersetzen
bzw. damit belastet werden.

Also lässt man Nordkorea so gut es geht vor sich hin köcheln
und vermeidet es so gut es geht sich am Kessel die Finger zu verbrennen.

Sollte die Öffentliche Ordnung eines Tages in Nordkorea tatsächlich mal zusammenbrechen
dann dürfte wohl die ganze Welt (in Form der UN??) gefordert sein.

Ich denke mal, ein paar Jahrzehnte wird sich Nordkorea noch halten.

Wenn eines fernen Tages Kim Jong Un dann mal
auf natürlichem Wege das Zeitliche gesegnet hat
wird es wohl einige zerstrittene Fraktion geben
und es wird sehr schwierig werden die Stabilität aufrecht zu halten.

Und bis dahin lässt man Nordkorea halt auf geeigneter Temperatur weiter vor sich hin köcheln.
Ist am besten so für alle.

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jowitt 15.02.2017, 18:24
6. Diese Einzelfälle mal aufzulisten ist ja schön und gut, aber...

... wieviele tausende von Leuten werden dort drangsaliert, gefoltert und ermordet? In einem kürzlich im Fehrnsehen übertragenen Bericht konnte man gut sehen, wie eingeschüchtert die Menschen dort sind. Ja nicht auffallen, nur kein falsches Wort, denn das könnte Straflager bedeuten...

Eine der abscheulichsten Diktaturen, die wir auf Erden haben.

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Raubtierkapitalist 15.02.2017, 18:34
7. ....jetzt offenbar der Halbbruder....

Auf welcher Basis trifft denn SPON solch eine Mutmaßung? Das ist ja echt abenteuerlich. Wo ist denn hier der Fake news button?

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margei 15.02.2017, 18:42
8.

Zitat von lizenz
... der Mann ist doch dauernd von Bewaffneten umgeben – warum hat ihn noch niemand erschossen?
Weil er nicht Caligula ist! Nur zur Info das war der mit den Pferd als Senator aka römische Dekadenz diskussion in 'schland - falls sich jemand noch daran erinnern mag :P

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der-junge-scharwenka 15.02.2017, 18:42
9.

Man muss die stalinistischen Wurzeln Nordkoreas im Blick haben, um das Land - wenigstens ein bisschen - zu verstehen. Nordkorea lebt seit Jahrzehnten im Ausnahmezustand. Das ist gar nicht so sehr einer tatsächlichen Bedrohung von außen geschuldet, denn die gibt es objektiv nicht: Weder die USA noch China und schon gar nicht Südkorea haben, allen anderslautenden Bekundungen zum Trotz, irgendein Interesse daran, das nordkoreanische Regime zum Fall zu bringen; die wirtschaftlichen Folgen für die Region wären schlicht verheerend. Seoul hat seinerzeit die deutsche Wiedervereinigung und vor allem ihre wirtschaftliche Seite sehr genau analysiert und ist ganz eindeutig zu dem Schluss gekommen, dass eine Wiedervereinigung mit dem Norden ruinös wäre. Das Regime in Pjöngjang braucht den alltäglichen Ausnahmezustand vielmehr, um sich nach innen zu stabilisieren: Nur wenn dauerhaft Druck im Kessel ist, kommt die Bevölkerung nicht auf dumme Gedanken. Zum notwendigen Druck gehören dauerhafte Meldungen über angebliche Kriegsvorbereitungen der Gegner; sie wirken vor allem auf die Massen der Bevölkerung. Die tödlich verlaufenden Säuberungen dagegen, die in Nordkorea seit 1955 zur Tagesordnung gehören, richten sich gegen die Kader, die die objektive Lage besser, vielleicht sogar richtig einschätzen können. Auch sie muss das Regime gefügig halten. Das geht, solange die Finanzen es zulassen, über Vergünstigungen wie Westwaren und dergleichen. Andererseits darf sich auch kein Kader seiner Sache sicher sein; das Regime der Angst soll auch hier herrschen. Nur darum geht es: Machterhaltung des Führungszirkels - wer auch immer dabei die Strippen in der Hand haben mag...

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