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Nordkoreakonflikt: Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab
AP

Eigentlich wollten sich Donald Trump und Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur treffen. Doch nun hat der US-Präsident dem nordkoreanischen Machthaber abgesagt. Der Grund: Pjöngjangs "offene Feindseligkeit".

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h.hass 24.05.2018, 18:36
70.

Zitat von Klapperschlange
....der Iran-+Abmachung? Wahrscheinlich nicht, denn diese Abmachung ist sträflich löchrig. Diese erlaubt dem Iran u. a. weiterhin Raketen zu bauen und die Maschinen für die Anreicherung von Uran wurden nicht angetastet. Jetzt schlagen die USA zu und werden den Iran in die Knie zwingen, wirtschaftlich. Über den nordkoreanischen Gernegroß erübrigt sich jegliche Stellungnahme. Donald macht aussenüpolitisch alles richtig.
Internationale Verträge einseitig zu kündigen, soll "richtig" sein? Wenn Donald der Iran-Vertrag nicht passt, muss er nachverhandeln oder auf einen neuen Vertrag hinarbeiten.

Jetzt hat er großspurig ein Treffen mit Kim angekündigt und erklärt jetzt, dass es doch nicht stattfindet. Auch das soll "richtig" sein.

Trump hat offensichtlich keine Ahnung von internationaler Politik. Die fußt unter anderem auf dem Prinzip der Verläßlichkeit und Vertragstreue. Donald denkt, er könne mit China, der EU, Russland, Mexiko, dem Iran, Nordkorea oder wem auch immer so umspringen, wie er es als Immobilienfritze mit seinen Geschäftspartner getan hat. Sich aufblähen, Drohkulisse aufbauen, Angst und Schrecken verbreiten und die eigene Unberechenbarkeit nutzen, um den anderen zu verunsichern und einzuschüchtern. Das sind Mafia-Methoden, die in der internationalen Politik nicht funktionieren.

Aber Trumpisten finden immer ein Argument, um Donalds Gebaren zu rechtfertigen.

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cipo 24.05.2018, 18:36
71.

Zitat von u.seyfried
Ich frage mich, ob das in Abstimmung mit Südkorea abgesagt wurde.
Natürlich nicht. Die wurden wieder mal im Dunkeln gelassen.

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marialeidenberg 24.05.2018, 18:36
72. Ich denke dass zwischen NK, SK und den USA noch der Kriegszustand

Zitat von flinten-uschi
Kurze Frage, Wenn sich Süd und Nord wieder vereinen wollten, müssten dann die amerikanischen truppen aus Korea abziehen und die militärischen Übungen eingestellt werden? Hat darauf jemand eine Antwort? Wenn dem so wäre würde es meiner Meinung nach unter allen Umständen von Amerika unterbunden werden...
herrscht, leider. China war als Unterstützer inoffiziell dabei. NK (Kim Il Sung) hat den Krieg begonnen. Wobei ich nicht weiß, ob irgend jemand sich die Mühe einer förmlichen Kriegserklärung gemacht hat. In Panmunjon wurden lange, regelmäßig und erfolglos unterhalb der Ebene von Friedensverhandlungen Gespräche geführt, eher eine PR-Veranstaltung, beiderseits.

Es ist zweifelhaft, ob Friedensverhandlungen zwischen NK und SK völkerrechtlich verbindlich sind. Aber heutzutage werden Kriege begonnen, asymmetrisch geführt und beendet ohne sich viel um solche formalen Kleinigkeiten zu scheren.

Eine Föderation zwischen NK und SK halte ich als Maximalziel für erreichbar.

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Hermes75 24.05.2018, 18:39
73.

Zitat von legeips62
war ich "Pro" Trump. Leider hat er nun eine große Chance verpasst was "Großes" zu bewirken. Das politische System der USA wird leider auch in Zukunft keine realen Politker sondern nur Schauspieler, Milliadäre (in den USA = Billiadäre), Kriegshelden und Versager an die Macht verhelfen... Dennoch ist er besser als Bush, Clinton und Obama...
Schauspieler und Versager trifft auf Trump zu.
Millardär vielleicht, wahrscheinlich aber nicht.
Kriegsheld? Leider hat Cadet Bonespurs seine Chance ein Kriegsheld zu werden verpasst...

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Hermes75 24.05.2018, 18:41
74.

Zitat von ex-optimist
wenn einer der Verhandlungspartner sich an keine Verträge hält.
Genau genommen trifft das auf Trump und Nordkorea zu...

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dubsetter 24.05.2018, 18:43
75. zum glück..

Zitat von Klapperschlange
Es wohnen dort nur Reiche und sehr Reiche. Überwiegend stehen sie hinter Trump und rechnen mit einer Wiederwahl in etwa 36 Monate.
.. besteht die welt nicht nur aus "reichen..."

(reich an empathie scheinen diese menschen jedenfalls nicht zu sein, aber egal)

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M. Vikings 24.05.2018, 18:43
76. Was ist daran seltsam?

Zitat von chico 76
hier, da wird der amerikanische Präsident verteufelt und der kommunistische Kim schuldlos gesprochen, anscheinend viele TAZ bzw. Freitagleser unterwegs. Wenn keine handfesten Ergebnisse, z.B. Kontrollen, mehr zu erwarten waren warum ein Meeting veranstalten?
Jeder Trinker aus der nächsten Eckkneipe
wusste das Trump China braucht,
um ein Ergebnis zu erzielen.

Nachdem er China im Wochentakt vor den Kopf gestoßen hat,
wundert es nicht das er keinen Trumpf mehr in der Hand hat.
Seinem Außenminister ist er in den Rücken gefallen,
und das Atomabkommen mit dem Iran hat er auch gebrochen.

Die USA unter Trump ist weder ein ernst zu nehmender
Verhandlungspartner,
noch ein ernst zu nehmender Vertragspartner.

Aber keine Angst,
ein Kim Fanclub wird sich deshalb nicht gleich gründen.

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touri 24.05.2018, 18:44
77.

Zitat von flinten-uschi
Kurze Frage, Wenn sich Süd und Nord wieder vereinen wollten, müssten dann die amerikanischen truppen aus Korea abziehen und die militärischen Übungen eingestellt werden? Hat darauf jemand eine Antwort? Wenn dem so wäre würde es meiner Meinung nach unter allen Umständen von Amerika unterbunden werden...
Das wird nicht passieren. Südkorea hat kein Interesse an einer Vereinigung, weil sie dann dann den Norden wirtschaftlich entwickeln müssen (und das wäre noch um einiges härter als früher mit der DDR) und der Norden hat kein Interesse daran, weil der Big Boss himself dann nichts mehr zu melden hätte und wenn er Pech hat im Knast landen würde.

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Andraax 24.05.2018, 18:45
78.

Zitat von chico 76
hier, da wird der amerikanische Präsident verteufelt und der kommunistische Kim schuldlos gesprochen, anscheinend viele TAZ bzw. Freitagleser unterwegs. Wenn keine handfesten Ergebnisse, z.B. Kontrollen, mehr zu erwarten waren warum ein Meeting veranstalten?
Sicher sind beide (Trump und Kim) keine Leuchten der Diplomatie, aber die meisten Foristen erkennen klar, wer den größeren Mist verbreitet. Das hat nicht mal mehr mit politischer Gesinnnung zu tun, gesunder Menschenverstand reicht.

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Blankoscheck 24.05.2018, 18:52
79. Das Imperium faucht noch mal

Die Hegemonialmacht USA ist Vergangenheit; China hat übernommen und mit den Coup, dass die beiden Koreas jetzt wohl bald ihren Friedensvertrag unterzeichnen, damit einer Wiedervereinigung nichts mehr im Wege steht und sich ein großer Wirtschaftsraum entwickeln wird, Japan und Russland sind ebenfalls beteiligt, die USA in die Bedeutungslosigkeit geschickt. Wenn es zum Friedensvertrag kommt, werden die Amis ihre Militärbasen in Südkorea abbauen müssen - und genau das wollen die Falken so lange wie möglichst hinauszögern. Trump selbst hat nur zu blaffen, was ihm seine neoliberalen Strategen vorgeben.

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