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Nordkoreanische Abgesandte in Südkorea: Kims Rote Armee
DPA

Sportler, Musiker, Jubelchöre: Hunderte Nordkoreaner reisten zu Olympia in Pyeongchang. Für Südkorea eine Herausforderung. Während im Norden weiter Menschen leiden, nutzt Diktator Kim Jong Un die Gelegenheit für Propaganda im Süden.

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asdfjkkl 11.02.2018, 13:10
1. Wenn es den Keim eines beginnenden Friedensprozesses geben sollte ...

Wenn es den Keim eines beginnenden Friedensprozesses geben sollte, dann habe garantiert erst einmal viele Großmächte das Sagen und, wie man jetzt sieht, auch keine Interesse an einer Annäherung.
Ich denke, Olympia sollten alle Seiten unbedingt nutzen, einen Friedensprozess neu aufleben zu lassen. Solche Berichte wie "Kims Rote Armee" sind wirklich wenig hilfreich. Denken Sie mal an unsere eigene Geschichte zurück!

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rainer_daeschler 11.02.2018, 13:21
2. Übersetzer

Wenn Nordkorea und Südkorea miteinander reden wollen, sollten sie nicht darauf warten, dass sich die USA als Übersetzer zur Verfügung stellt.

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TOKH1 11.02.2018, 13:33
3. Zwiespältigkeit

Wenn eines in den letzten Jahren klar geworden ist dann, dass NK auf keine Fall eine Wiedervereinigung wünscht. Olympia dient als Projektionsfläche für die Propaganda im eigenen Land. Handverlesene indoktrinierte Menschen reisen in "Einheitsklamotten und Einheitsgedanken" an, um die Fernsehbilder dann den hungernden Menschen in NK zu präsentieren. Zynische Machtinteressen eines kranken Systems sind daran interessiert, in der jetzigen Konstellation nach Außen eine gute Wirkung zu erzielen. Was kommt da gelegener, als die Friedensspiele Olympia. Und dann noch im Nachbar(Bruder)Land Südkorea, die sich nichts sehnlicher wünschen als eine Wiedervereinigung und dafür jegliche Vorsicht ignorieren, weil sie sich wie ein kleines Kind verhalten, dass nach der Liebe der Eltern lechzt und alles dafür tut.

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augu1941 11.02.2018, 13:39
4.

Trotz allen Bemühungen wird es Kim Jong Un kaum gelingen, dass wegen der Teilnahme der Nordkoreaner und ihrem Verhalten bei der Olympiade irgendein ausländischer Beobachter die Einschätzung seiner Herrschaft als Terrorregime ändert. Die Täuschung die Hitler 1936 teilweise gelang, lässt sich nicht wiederholen, zumal die Olympiade ja auch nicht bei ihm stattfindet. Da aber jede militärische Auseinandersetzung mit Kims Regime verhindert werden muss, ist eine Annäherung mit Austausch von Höflichkeiten der richtige Weg, der längerfristig wohl auch Erleichterungen für die Bevölkerung und geringe Öffnung nach außen bringen kann. Eine drastische Verschärfung von Sanktionen gegenüber Nordkorea und komplette Absperrungen von außen , in der Hoffnung das Regime so zu stürzen, würden die Gefährlichkeit für andere Länder und das Leiden der Bevölkerung nur vergrößern. Der friedliche Weg ist sehr lang, siehe Kuba, führt aber zu langsamen Veränderungen in der ausgeübten Diktatur, siehe auch Kuba. Eine Fortsetzung der Kim-Dynastie mit einem Sohn von Kim Jong Un, halte ich für sehr unwahrscheinlich, auch wenn Jong Un nicht durch ausländische Intervention gestürzt wird.

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pauschaltourist 11.02.2018, 13:48
5.

Sowohl dir gegenwärtige Regierung Südkoreas als auch die Journalisten scheinen massiv geschichtsvergessen.
Nordkorea nutzt den olympischen Gedanken einzig zur vorgeblichen Annäherung mit dem Ziel, die mittlerweile effektiv wirkenden Sanktionen aufweichen zu lassen.
Die Raketenprogramme laufen hingegen ungestört weiter und mittelfristig ballert Kim wieder Raketen über südkoreanische oder japanische Inseln.

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WSL 11.02.2018, 13:52
6. Japan soll soch gefälligst raushalten.

Abe hat hier nichts zu sagen. Wieso mischt er sich ein, wenn es friedliche Signale zwischen den beiden koreanischen Staaten gibt? Er will offensichtlich keinen Frieden.

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StefanXX 11.02.2018, 14:07
7. Einseitige Hetze gegen Nordkorea

Langsam geht mir diese politische Instrumentalisierung des Sports gegen Nordkorea und diese einseitige Berichterstattung wirklich auf den Zeiger. Ja Kim Jong-Un ist ein schlimmer Herrscher und ja Nordkorea ist ein - nach westlichen und meinen persönlichen Maßstäben - schlimmes Land. Aber glaubt der Author denn in anderen - auch westlichen Ländern - leiden Menschen nicht? Wenn kein Land mehr fröhliche Sportler zu Olympia schicken dürfte, in dem Menschen leiden, dann können wir uns olympische Spiele künftig sparen weil es dann keine Athleten mehr gibt. Genauso das Thema Gesprächsangebot von Kim Jong-Un. Was ist so schlimm daran es einfach mal anzunehmen?? Nein da wird es zunächst abgelehnt weil erst irgendwelche Rahmenbedingungen aufgestellt und geklärt werden. Was ist dabei einfach mal miteinander zu reden? WO ist da das Problem? Langsam kann man wirklich den Eindruck bekommen der Westen ist auch gar nicht an einer Entspannung der Lage interessiert .. leider ...

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walligundlach 11.02.2018, 14:10
8. Es hört sich so an, als sei es eine Gefahr

daß auch nur der leiseste Anklang von Kommunkation auf friedlicher Ebene zwischen den geteilten Koreas stattfindet.
Es wäre fatal für die amerikansichen Interessen, wenn die beiden Teile sich friedfertig annäherten.

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kajoter 11.02.2018, 14:49
9.

Zitat von WSL
Abe hat hier nichts zu sagen. Wieso mischt er sich ein, wenn es friedliche Signale zwischen den beiden koreanischen Staaten gibt? Er will offensichtlich keinen Frieden.
Falls bei Ihnen in der Nähe ein Terrorregime herrschte, das Raketen über sie hinwegzuschießen pflegt, würden wohl auch Sie reagieren. Das hat weniger mit Krieg oder Frieden, sondern vielmehr mit Vertrauen und Misstrauen zu tun. Im übrigen ist ein echter Frieden mit dem jetzigen Nordkorea sowieso nicht vorstellbar.

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