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Nordkoreas Atomwaffentest: Kims gefährliches Manöver
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Nordkorea hat seinen sechsten Atomwaffentest durchgeführt - und damit alle überrascht: die USA, Südkorea und selbst den Verbündeten China. Wie werden sie auf die erneute Provakation von Machthaber Kim Jong Un reagieren?

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jufo 03.09.2017, 13:30
1. Kein Kommentar ist in China zufällig

China bereitet offenbar einen politischen Richtungswechsel gegenüber Nordkorea vor. Ob die chinesischen Kommentare echt sind oder von der Regierung lanciert sie sollen zeigen, dass die chinesische Regierung den Willen des chinesischen Volkes umsetzt wenn sie gegen Nordkorea vorgeht. Ich erwarte, dass Nordkorea demnächst kein Öl mehr bekommt auch wenn China die Folgen des Zusammenbruchs Nordkoreas unangenehm finden mag. Ein Fortbestand wird offenbar als unakzeptabel gesehen.

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Beat Adler 03.09.2017, 13:44
2. Ab sofort muss bei jedem nordkoreanischen Raketentest angenommen

Ab sofort muss bei jedem nordkoreanischen Raketentest angenommen werden, dass die Rakete einen Atomsprengkopf traegt.

Sollte also eine Rakete zu Testzwecken gestartet werden und aus irgendwelchen Gruenden, auch unabsichtlich, die Flugbahn Richtung bewohntes Gebiet fuehren, dann kann es zu einem Gegenschlag kommen, der viel Unheil anrichten wird!

Die Gefahr fuer die nordkoreanische Bevoelkerung und ihr Regime ist seit heute stark angestiegen.
mfG Beat

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g.raymond 03.09.2017, 13:45
3. Einfache Lösung

Immer wieder wird die Vorgeschichte des Konflikts ausser acht gelassen. Von der unglaublich massiven Bombardierung Nordkoreas durch die USA im Koreakrieg, dem Fehlen eines Friedensabkommens in den letzten Jahrzehnten oder der wirtschaftlichen Strangulierung und Sanktionierung des Landes durch den Westen. Nordkorea ist kein Staat mit Expansionsgelüst, deshalb sind der Dialog, die Aufhebung der Sanktionen und die Einbindung in die Weltgemeinschaft und ihr Vertragssystem der beste Weg. Das System wird sich dann ganz von alleine auflockern.

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ludwig49 03.09.2017, 13:50
4. Die Chinesen haben Kim gewähren lassen....

...und ein unkontrollierbares Monster erschaffen. Die Amerikaner können nur abwarten, denn ein Erstschlag ist kaum zu erwarten. Trump hat in Syrien zwar in Syrien ein paar Gebäude zerstören lassen - eher ein irrationaler Akt ohne Ergebnis -, aber das lässt sich alles nicht mit Nordkorea vergleichen. Die Deutschen haben ja auch ein Problem: man lässt den türkischen Diktator gewähren, unterstützt ihn sogar und nimmt jede Gelegenheit scheinbar dankbar hin, um sich provozieren zu lassen. Ein weiteres Problem ist, dass Politiker zunächst wirtschaftliche Interessen verfolgen, sekundäre Maßnahmen erfolgen meist erst auf Druck. Die Amerikaner haben aus wirtschaftlichen Gründen auch zuvor ihre späteren Gegner und Feinde bedient, selbst Nordkorea mit Kraftstoff und Weizen versorgt. Gleichermaßen wird Erdogan hofiert, denn nur wirtschaftliche Interessen sind primär. Der Schlüssel für einen Zugang zu Nordkorea haben die Chinesen, aber die sind inzwischen auch überfordert !

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ex_Kamikaze 03.09.2017, 13:58
5. Es ist offensichtlich,

das die Eindämmungs- und Sanktionspolitik gegenüber Nordkorea gescheitert ist. Spätestens nach diesem Test ist klar, das es keine militärische Option mehr gibt. Nordkorea ist unangreifbar. Deswegen wird Südkorea seinen Kurs kaum ändern.
Jetzt wird es Zeit, den Guam-Quatsch (das war strategisch ausgedrückt eine "begrenzte Drohung") zu vergessen und über ernsthafte Dinge zu reden - einen Friedensvertrag in Korea. Vielleicht kann man ja für die Menschen auf der koreanischen Halbinsel dabei ein paar klitzekleine Verbesserungen erhandeln, wie zB etwas freieren Reiseverkehr oder eine kleine wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Dabei sollten vor allem die USA ohne Vorbedingungen in die Verhandlungen gehen und nicht wieder meinen das sie alleine für die offizielle Teilnahme schon alle Verpflichtungen erfüllt haben und weiter mit ultimativen Maximalforderungen agieren. Die Zeit imperialer Maximalforderungen ist vorbei. Dazu sind die USA mittlerweile auch viel zu schwach, vor allem ökonomisch.
Dabei sollte nicht vergessen werden: auch wenn die Chinesen jetzt auf Kim schimpfen werden sie trotzdem noch reale politische Forderungen haben. Sie werden auch weiterhin den Riesenaufmarsch im Süden mißtrauisch beäugen, die Raketenabwehr ablehnen und jede politische, wirtschaftliche oder militärischen Einflußnahme im Norden mit allen Mitteln bekämpfen.
Die Russen sind vielleicht etwas schadenfroh wenn der chinesische Machtbereich vor ihrer Tür etwas wackelt. Aber auch die wollen keine weiteren nuklearen Mitspieler und natürlich auch keine Raketenabwehr weil die die strategische Stabilität der ganzen Region völlig aus den Angeln heben könnte - wenn sie dann irgendwann mal funktioniert.

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verständigerBeobachter 03.09.2017, 13:59
6. Zeit, dem Spuk ein Ende zu machen

Es sollte nun schleunigst gehandelt werden: Obama hätte vor Jahren militärisch intervenieren sollen. Nun aber ist wirklich höchste Eisenbahn, denn NOCH fliegen Kims Raketen nicht zuverlässig, jedenfalls nicht gut genug, um die modernen Raketenabwehrsysteme der Amerikaner zu überwinden.
Ein UNO-Mandat muss her, um mit harten (konventionellen) Luftschlägen alles zu zerlegen, was nach modernen militärischen Anlagen aussieht. Unter Trump scheint dies immerhin möglich.

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leutzscher 03.09.2017, 14:02
7. Wieso eigentlich Provokation?

Bedroht Nordkorea irgendwo aus einem Drittland heraus mit seinen Söldner die Grenzen eines anderen? Umschwirrren nordkoreanische Bomberflotten oder Flugzeugträger tausende km von der Heimat entfernt fremdes Territorium?
Nordkorea hat sich A-versichert. Wie nötig das ist, dafür hat die "zivilisierte Welt" mit ihren Aggressionen in den letzten zwei Jahrzehnten sehr viel selbst beigetragen.

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s-n-a-f-u 03.09.2017, 14:04
8.

Zitat von jufo
China bereitet offenbar einen politischen Richtungswechsel gegenüber Nordkorea vor.
NK bereitet mit seinem Atomprogramm offenbar im Gegenzug die Emanzipierung von seinem Verbündeten vor.

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Beat Adler 03.09.2017, 14:05
9. Seit wann ist der UNO Sicherheitsrat der Westen?

Zitat von g.raymond
Immer wieder wird die Vorgeschichte des Konflikts ausser acht gelassen. Von der unglaublich massiven Bombardierung Nordkoreas durch die USA im Koreakrieg, dem Fehlen eines Friedensabkommens in den letzten Jahrzehnten oder der wirtschaftlichen Strangulierung und Sanktionierung des Landes durch den Westen. Nordkorea ist kein Staat mit Expansionsgelüst, deshalb sind der Dialog, die Aufhebung der Sanktionen und die Einbindung in die Weltgemeinschaft und ihr Vertragssystem der beste Weg. Das System wird sich dann ganz von alleine auflockern.
Seit wann ist der UNO Sicherheitsrat der Westen? Seit wann gehoeren Russland und China zum Westen?

Der Koreakrieg wurde durch Nordkorea angefangen. Alle Bombardierungen gehen auf deren Konto. Die Zerstoerung von Dresden ging ebenso auf das Konto des Groefaz.

Das Friedensabkommen, das Nordkorea seit 64 Jahren vorschlaegt, sieht eine Wiedervereinigung Koreas unter Knechtschaft der Kim-Famlilie vor. Warum soll Suedkorea damit einverstanden sein?
mfG Beat

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