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NS-Entschädigungen für Griechenland: Das reiche Deutschland wirkt peinlich
REUTERS

Mit juristischen Winkelzügen argumentiert die Bundesregierung gegen Entschädigungs-Zahlungen an Griechenland. Diese Position seht beispielhaft für den feindseligen Kurs Berlins gegenüber Athen. Es braucht ein klares Signal der Versöhnung.

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privatbahn 17.03.2015, 15:52
190. Ja die SPD...

Zitat von crimsonking24
Bitte, gründen Sie einen Spendenfond und machen Sie Fund-Raising für Athen. Hören Sie auf, ständig Leute mit Abgaben zu belasten, mit denen sie nichts zu tun haben. Und schildern Sie Ihren Lesern bitte, wie Sie zu der Überzeugung gelangen, .......
Sie und ich müssen sich in die Lage von Frau Schwan versetzen.
Frau Professor Schwan lebt seit vielen Jahrzehnten ein gänzlich anderes Leben als der kleine Mann an der Ecke.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesine_Schwan

Finanziell hat sie keinerlei Sorgen und Nöte. Eine gute staatliche Versorgung, Einnahmen durch Buchverkäufe...
Da kann man schon mal mahnend den Finger heben und die Solidarität der eigenen Bevölkerung mit Griechenland einfordern.
Persönlich habe ich mit möglichen Reparationszahlungen gar kein Problem. Sofern berechtigt und rechtlich verbindlich bin ich damit völlig fein.

Was mich ärgert ist, wie die Dinge (griechische Staatsschulden und Reparationszahlungen) hier miteinander verwoben werden.
Dass die griechische Regierung nichts unversucht läßt - aus deren Sicht verständlich.
Das deutsche Politiker aus den Reihen der Grünen und der SPD - vorallem mal wieder aus der SPD - in diesem Sinne mit Tsipras und Varoufakis argumentieren ist eigentlich nicht zu begreifen.

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acyonyx 17.03.2015, 15:52
191. Politische Klasse!

Frau Gesine Schwan outed sich mit Ihrem Kommentar als Mitglied der "Politischen Klasse".
"Das reiche Deutschland", daß sie meint ist das "Politische Deutschland".
Es treibt von seinen Bürgern eine Staatsquote von irgendwas um 50% ein. Von Bürgern, die so um die 20% Wohneigentum besitzen und die Rekordarbeitszeiten und Leistungen bringen müssen um auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben.
Das sollen wir dem armen "politischen Griechenland" geben, das von seinen Bürgern eine deutlich niedrigere Staatsquote einnimmt und von den Reedern, den Politikern und Anderen überhaupt Keine.
Dessen Bürger in erheblich größerem Umfang Wohneigentum besitzen und die bei deutlich geringerer Produktivität (Also Arbeitsleistung) doppelt so viel verdienen im Schnitt wie ein Pole...
Meine Vorfahren, ich und meine Kinder haben NICHTS mit den Schweinereien der NationalSozialisten in Griechenland zu tun.
Aber Frau Schwan mag uns alle finanziell bestrafen. Alles andere wäre Peinlich.
Warum wird denn nicht angerechnet, was Griechenland nach unserem Wirtschaftswunder so an Vorteilen von Deutschland bekommen hat?
Sie muß aufpassen, daß sie, wie andere nicht das Verständnis der "einfachen" Leute verliert und die am Schluß wieder idiotischen Rattenfängern hinterherlaufen weil die "Politische Klasse" immer mehr nach ihren eigenen Regeln spielt.

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mesalliance 17.03.2015, 15:52
192.

mutiger artikel, weil ehrlich, mit dem herz am richtigen fleck und mit eingeschaltetem großhirn verfasst -
erstens gute gefanken, und zweitens in der momentan von populistischen politikern und "wutbürgern" besserwisserisch zerstänkerten medienlandschaft eine doppelte wohltat :-)

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kritischer-spiegelleser 17.03.2015, 15:52
193. Man verschone uns vor dieser Dame

"Das reiche Deutschland"? Es ist kein Geld vorhanden für Infrastruktur, Sozialsysteme, Renten oder Sozialwohnungen. Aber solche Damen wollen unbegründete Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe an Griechenland zahlen.

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Creedo! 17.03.2015, 15:53
194. hm ...

Der Beginn Artikels klingt nach purem Schäublebahing ...
Die Untaten der NS-Zeit sollte man sicherlich nicht aus den Augen verlieren. Muss man dazu aber immer und immer wieder Geld zahlen? Fegt Erinnern nur Monetär?
Was hat der vermeindliche Wohlstand Deutschland mit Reperationszahlungen zu tun? Entweder steht man in der Pflicht oder nicht. Dabei spielt das Vermögen wohl keine Rolle. Wäre der Anspruch der Griechen gerechtfertigt, dann wäre Deutschland in der Pflicht auch wenn Deutschland so arm wie die Griechen und die Griechen so reich wären wie die Deutschen.
Das historische Gedächtis bezieht sich aber scheinbar nur auf die, bei denen es etwas zu holen gibt.

Zitat von
Selbst wenn Griechenland nicht in der Klemme wäre, sollten wir Deutsche "vor unserer eigenen Tür" der NS-Vergangenheit kehren, um das Bild Schäubles aufzunehmen.
Fragt sich welche NS-Vergangenheit. In dem Zitat heißt es "wir Deustche". Die meisten Deutschen haben keine NS-Vergangenheit. Frau Schwan, Geburtsjahr 1943, hat eine NS-Vergangenheit, aber die ab 1949 Geborenen haben lediglich eine Bundesdeutsche Vergangenheit.
Die Bundesrepublik ist der Rechtsnachfolger des Dritten Reiches. D.h. aber nicht, dass alle Deutschen in persona bis in alle Ewigkeit die moralische oder ethische Verantwortung für die NS-Zeit übernehmen müssen. Und da die Bundesregierung die Vertretung der Lebenden Deutschen ist, kann sie auch nicht die Verantwortung für die übernehmen, die nicht mehr sind.
Griechenland hätte seine Forderungen stellen müssen, als sie noch diejenigen erreichen konnte, die für Schrecken der NS-Zeit verantwortlich waren. Sich aber an die Kinder und Kindeskinder heranzumachen, das ist peinlich. Die heutige deutsche Generation kann Nichts dafür, dass die Griechen gepennt haben und seinerzeit ihre Reperationsleistungen nicht abgeholt haben.

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Bibe 17.03.2015, 15:53
195. Frau Prof. Dr. Schwan,

bin ich froh, dass Sie nicht Bundespräsidentin geworden sind! Mir jahrelang diese moralinsauren Reden anhören zu müssen, würde ich nicht aushalten. Und überlegen Sie doch mal bitte für einen Moment, wem Sie im Einklang mit den reformunfähigen Herrschaften aus Griechenland die Reparationsleistungen konkret abverlangen: der Generation der Enkel, Urenkel, Ururenkel etc., Leuten also, die nicht im Mindesten etwas mit den Nazi-Gräueln zu tun haben. Und bedenken Sie bitte außerdem, dass unser Land über viele Jahre hin, und wohl auch noch weitere Jahre, erhebliche Leistungen als Nettozahler in das Friedensprojekt EU erbracht hat.

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Trudi 17.03.2015, 15:53
196. Sie meint unsere Kinder sollen zahlen,

denn genau so sieht es aus. Wir hinterlassen Schulden ohne Ende. So weit ich weiß, ist Frau Schwan kinderlos. Da kann man ja großzügig sein.
Nein Frau Schwan, es reicht. Wie sehr können Sie sich gar nicht vorstellen.

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lazzarra 17.03.2015, 15:55
197. so ein Schwachsinn

Diese Frau verzapft nur Unsinn, als sie noch an der Viadrina war, wurde sie nicht umsonst dauernd von den Professoren der juristischen Fakultät verklagt.
Nicht Deutschland wirkt peinlich sondern sie und ihre Meinung.
Schmeisst doch allen das Geld hinterher, wir haben ja genug davon, aber bitte schickt sie doch auch mit nach Grichenland, dafür würde ich sogar zahlen.

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Kitu 17.03.2015, 15:55
198. Versöhnung? Lächerlich!

Ich sehe so langsam dem Rentenalter entgegen. Noch so 15 Jährchen. Meine Eltern waren am Ende des 2. großen Krieges Kinder. Den Krieg kenne ich nur aus Geschichten meines Großvaters. Und das ist etwas, wofür ich zutiefst dankbar bin.
Aber ich stelle mir folgende Frage:
Was zum Teufel reitet die ganzen Versöhnungsfreunde eigentlich immer und immer wieder Wiedergutmachung zu verlangen?
Es ist nicht möglich, die ganzen Toten mit Geld aufrechnen zu wollen. Das ist Zynismus pur und wirklich wiederwärtig. Und wenn man mal Butter bei die Fische gibt. Es geht den Schreihälsen nicht um Versöhnung, Wiedergutmachung oder ähnliches. Es geht den Berufsbetroffenen nur und ausschließlich um gutes, deutsches Geld. Da ist deutsch dann mal gut genug.
Nicht das reiche Deutschland (Das kann man auch ruhig mal hinterfragen...) wirkt peinlich. Peinlich sind die, welche diese Forderungen jetzt stellen. Ausgerechnet jetzt. Die sind peinlich. Und wiederwärtig. Im höchsten Maße zynisch und unmoralisch.

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peter_freiburg 17.03.2015, 15:55
199. Vermischung von Themen

Zitat von Der Achtsame
Ist diese unsolidarische Haltung vieler Foristen, und das obwohl die meisten Griechen genauso wie wir unter dem Wirtschaftssystem leiden...niedrige Löhne..niedrige Renten...zunehmende Verarmung der Bevölkerung...aber anstatt wie in Griechenland .........
Ich sehe das ganz anders und sie vermischen hier auch Themen.
Die Griechen leiden nicht nur unter dem "gleichen Wirtschaftssystem" (welches soll das sein? Marktwirtschaft?).
Sie müssen erstmal leiden, wegen jahrzehntelanger Misswirtschaft der Eliten, wegen Korruption und derer mangelnden Bekämpfung. Nicht, aber auch gar nichts lief ohne Bakshish. Die Griechen hatten Jahrzehnte Zeit!

Und was meinen sie mit "stärkerer Beteiligung der Wohlhabenden fordern"? Sie stampfen hier gleich wieder die Neiddebatte aus dem Boden.
Wie wäre es erstmal damit z.B. die unfassbare Steuerverschwendung zu bekämpfen?
Schlaglöcher auf den Straßen, Marode Kitas, aber goldene Rathäuser und Stadtbrunnen. Komunen geben schnell noch Unsummen aus, damit die Budgets nicht gekürzt werden. Elbphilharmonie, BER, völlig ungenutzte Regionalflughäfen für MILLIONEN Euro... Um nur ein Beispiel zu nennen.
Die etwas besser verdienenden Menschen in Deutschland zahlen doch schon Spitzensteuersätze und haben kein Konto auf den Cayman Islands.

Und zum Thema Reparationszahlung: Den meisten Menschen ist es eben schwer zu vermiteln, dass sie mit ihrem privaten Einkommen für Verbrechen zahlen müssen, die über 70 Jahre in der Vergangenheit liegen und mit denen sie nichts zu tun haben. Und dass dies den Menschen schwer fällt, heißt nicht, dass sie kalt und empathielos sind. Das ist eine fiese Unterstellung.

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