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NS-Verbrechen in Griechenland: Merkels Entschädigungs-Problem
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Auf die Bundesregierung wächst der Druck, sich in der Entschädigungs-Frage zu bewegen. Noch hält die Kanzlerin am harten Kurs gegenüber der Regierung in Athen fest - vor allem aus Sorge vor Forderungen aus anderen Ländern.

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gewgaw 17.03.2015, 19:38
150.

Zitat von happy2010
Es ist zu einfach, von Erpressung zu reden Wer sich NEUTRAL dem Thema nähert stellt fest, dass Deutschland bisher gut weggekommen ist Zudem wird man feststellen, dass die Entschädigungsfrage immer wieder auf der Tagesordnung gestanden hat Da sich Deutschland bisher nicht KLAR für irgendeinen Weg positioniert hat, stellt sich ernsthaft die Frage, wieso so eine angedachte Stitfung nicht Sinn machen würde. Sinn in Beziehung auf: Völkerverständigung Sinn im Bezug auf: Es geht nicht nur ums Geld Sinn im Bezug auf: Das Thema endgültig vom Tisch zu bekommen Jeder andere Weg, auch eine knallharte "Nein" Antwort dürfte ganz unterm Strich deutlich mehr kosten. Und rein moralisch sind dt Kriegsverbrechen in Griechenland nicht wirklich aufgearbeitet. Finanziell (soweit man das so bewerten kann) sowieso nicht
Wenn man es neutral sieht, ist Deutschland stets der Zahlaugust aufgrund seiner historischen Verantwortung und irgendwie haben sie alle daran gewöhnt, der Deutsche zahlt, der Rest kassiert. Jetzt haben unsere Freunde und Partner, trotz vieler Milliarden aus Europa und damit vor allem aus Deutschland, Geldprobleme und versuchen alles, um an Geld zu kommen.
Bisher hat die griechische Regierung trotz der aktuen Notlage noch kein einziges Gesetz verabschiedet, ganz schön fleißig unsere lieben Freunde, nicht wahr.

Wenn man es neutral betrachtet, sollten Sie Geld nach Griechenland zahlen, damit Sie sich besser fühlen.

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retterdernation 17.03.2015, 19:39
151. Goldman und Sachs...

könnte zur historischen Klammer für die Griechen werden. Um den Griechen den Zugang zum Euro zu ermöglichen - verschrieb das Bankhaus den Helenen - ein besonderes Modell - bei dem der griechische Staat - eine große Menge Geld bekam - um damit die Bilanzen für die EI zu schönen (frisieren). Die Rückzahlung erfolgt dafür seit dem - in riesigen Zinsraten. Und wie heute bekannt wurde, wird am Freitag zu all den anderen Zahlungen - auch eine dieser Raten fällig. Die Griechen brauchen also rund 2 Milliarden Euro - bis zum Wochenende. Goldman und Sachs wird als der Totengräber in die Geschichtsbücher eingehen. Warum verklagt Griechenland eigentlich nicht diese Banker...

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mailo 17.03.2015, 19:39
152. Geschichte ist Geschichte!

Kaum einer der Verantwortlichen lebt noch, genau so wenig wie die betroffenen. Ich sehe nicht im geringsten auch nur einen Hauch von Verantwortung! Wenn Deutschland noch immer eine Verantwortung für den zweiten Weltkrieg trifft, dann bitte ich um Prüfung etwaiger Forderungen durch Deutschland aus dem 30-jährigen Krieg sowie der Nachfahren Schwarzer Sklaven an die am Sklavenhandel beteiligten Staaten.

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weiterso 17.03.2015, 19:41
153. Wer gut verhandelt ...

handelt ein grosses Paket aus und dann ist Schluss. Das Scheibchen verhandeln der Griechen, erst Hilfsfond, dann Reparatur dann Schuldenerlass, kommt DE teuer zu stehen. Die Kanzlerin hat die besseren Karten und sollte deshalb besser hart bleiben, dass jetzt der Spiegel versucht die Moral Apostel zu spielen zeigt einfach nur eine falsche Analyse der griechischen Verhandlungstaktik.

Schade wie einfach die Spiegel Redaktion in das griechische Messer läuft. Getarnt durch Moral und Schuldgefühlen.

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holzbocki 17.03.2015, 19:41
154. Alternative Überschrift

Deutsche Medien erhöhen den Druck auf Bundesregierung. Mal ehrlich ich habe selten so ein Schwachsinn gelesen wie der Artikel von Frau Schwan. Ein Glück das die Dame nicht Präsidentin wurde.

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summerlady 17.03.2015, 19:42
155. Wie immer!

Am Ende zahlen wir dann doch wieder. Da brauchen wir uns gar nichts vorzumachen.

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garfield53 17.03.2015, 19:42
156. mmmm

Der Grund für den stoischen Widerstand, als Rechtsnachfolger der Faschisten, sich aus den Reparationsleistungen für die durch deutsche Faschisten ausgeplünderten und zerstörten süd-und osteuropäischen Staaten rauszuhalten ist ein ganz einfacher Grund.
Es würde nämlich ins Licht der Welt wieder rücken, das die viel kleinere, wirtschaftlich schwächere und kaum eine industrieelle Basis besitzende DDR fast 98% aller Reparationsleistungen erbracht hat und die Adenauerrepublik von den Westmächten aus reinen politischen Gründen als strahlendes Bollwerk gegen den Osten aufgepäppelt, diese Zahlungen und Leistungen "erlassen" bekommen hat.

Unsere parteigebundenen und regierenden "Griechenland-Hasser" brauchen nur alle vorliegenden Informationen mal zur Kenntnis nehmen, das sie den Ossis und vielen Ländern Südeuropas noch über Generationen in der "Schuld" stehen.

Das so genannte Wirtschaftswunder wurde auf der westlichen Freisprechung von jeglicher Verantwortung gegenüber den von deutschen Faschisten geplünderten und zerstörten Staaten aufgebaut.

Da kann man groß tönen, wie gut wir waren, nur zu welchen Preis für Millionen Europäer.

Aus der Geschichte nichts gelernt, ist ein grundlegender westdeutscher Wesenszug, welcher die Politik der heutigen Regierenden in weiten Teilen ihrer Außenpolitik immer noch bestimmt.

Noch ein kleines Beispiel in Zahlen und Fakten:

Die Höhe der von den Westzonen (später BRD) erbrachten Reparationen wurden von der I.A.R.A. mit 517 Mio. $ (1938) beziffert = 2,1 Mrd. DM (1953). Die I.A.R.A. (Interalliierte Reparationsagentur) existierte von 1946 - 1968 in Brüssel und war eine Einrichtung der West-Alliierten.
* Die Höhe der von der Ostzone (später DDR) erbrachten Reparationen wurden 1985 vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen mit 66,4 Mrd. DM (1944) beziffert = 99,1 Mrd. DM (1953)! Ostdeutschland hat damit 98% der 101,2 Mrd. DM (Wert 1953) an Reparationen bezahlt, wobei aus dem "sowjetischen Topf" auch zumindest Polen bedient wurde.

Die Zeiten, wo aus Blockkadavergehorsam Staaten auf ihre berechtigten Forderungen, vor allen auf Druck der USA verzichtet haben, gehen nun glücklicherweise zu Ende.

So ist es auch nicht verwunderlich, das sich die deutsche Politik so vehement auf Russland und Griechenland im Sinne des Wortes "einschiesst", Angst vor der Geschichte und der unbequemen Wahrheit nach 70 Jahren Verdrängung und Lügen, auch gegenüber vermeintlichen "Freunden und s.g. Bündnispartnern".

Denn Geld für die Zahlung von "SS-Ehrenrenten" für faschistische Kollaborateure in Staaten Ost- und Südeuropas und der Unterstützung s.g. regierungskritischer Organisationen scheint ja reichlich vorhanden zu sein ?

Vielleicht ein Indiz mangelnder Distanz deutscher Parteien und Politiker mit unserer faschistischen Vergangenheit?
Wenn man die Akzeptanz neofaschistischer und rassitischer Tendenzen und Vorfälle in Deutschland sieht, könnte man auf entsprechende Gedanken kommen.

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wi_hartmann@t-online.de 17.03.2015, 19:42
157.

Wenn Forderungen aus dem 2. Weltkrieg entgegen aller
bisher geschlossenen Abkommen, wieder zur aktuellen
Tagespolitik werden, wird es nur Verlierer geben.
Nicht nur Deutschland ist betroffen, das Währungs
System kolabiert. Daraus ergeben sich soziale Ver-
werfungen mit gewaltsamen, auch kriegerischen,
Auseinandersetzungen.
Bei Betrachtung der politischen Diskussionen der letzten
Monaten, scheint es mit partnerschaftlichem Umgang
innerhalb der EU nicht weit her zu ein.

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cyberjones12 17.03.2015, 19:42
158. Warum soll die 4. Generation denn Zahlen?

M.E. würde mit einem wie auch immer gerechtfertigten Abkommen dann die 4. Generation für die Schäden der NS-Zeit zahlen. Die Zählweise der Generationen kalkuliere ich auf der Struktur meiner Familie. D.h. die Generation 1 hätte die Schäden verursacht (konkret war aber von meiner Familie keiner bei den Nazis, in welcher Couleur auch immer) und dann soll die 4. Generation dafür haften. Das finde ich doch etwas extrem.

Via EU-Gelder sind auch schon so diverse Subventionen (oft von deutschen Steuergeldern finanziert) an sämtliche Regionen in der EU geflossen (und weiterhin fließen, genauso, wie wir bereits für 80 Mrd. griechische Schulden direkt haften, was bereits im September rechtlich wirksam sein könnte), so dass m.E. hier bereits hinreichend Solidarität geübt wurde und nach wie vor ausgeübt wird.

Also: Ich denke, dass mit den Reparationsfragen die Kirche im Dorf bleiben sollte und nicht nochmals ein Fass aufgemacht werden sollte.

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omop 17.03.2015, 19:43
159. Peinlich..

nach 70 Jahren diese billige,durchsichtige Karte der Griechen mitzuspielen. Das die Grünen hier mitspielen konnte man erwarten. Was den Ausverkauf deutscher Interessen angeht, ist diese linke Clique immer vorne mit dabei.

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