Forum: Politik
NSA-Ausschuss: Ruf nach Schreibmaschine löst Spott und Kritik aus
REUTERS

"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.

Seite 1 von 11
Hans58 14.07.2014, 16:44
1.

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Wer sich als Geheimnisträger noch daran erinnern kann, welche Vorsichtsmaßnahmen beim Tippen von Verschlusssachen zu beachten waren, der ahnt, was auf den Ausschuss zukommt, z.B. Kohlepapier und Farbband einstufen und als Zwischenmaterial im Panzerschrank lagern bis es vernichtet werden kann. Bei elektrischen Schreibmaschinen musste u.a. das Stromkabel gesichert sein.

Viel Spaß im Büro des Jahres 1967!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AllesKlar2014 14.07.2014, 16:54
2. Schreibmaschine.. sehr richtig!

absolut richtig und wichtig. Wichtige Dokumente raus aus dem Netz. Keinerlei Online Kommunikation. Weiss doch bzw. sollte doch jeder wissen - nur der BND und irgendwelche Twitter Politiker nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bibabuzelmann 14.07.2014, 17:02
3. Tja ...

... das mag einerseits im 21. Jhd. lächerlich wirken, andererseits erscheint der Anspruch, sich in Sachen Digitalität gegen die NSA zur Wehr setzen zu können in Anbetracht aller bekannten Abhördetails aber auch mehr als naiv.

Von daher muss gelten: 100% garantierte Sicherheit für den Ausschuss und die bekommt man nur mit analogen Techniken, so bitter das klingen mag, es ist die Realität im 21. Jahrhundert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
canUCme 14.07.2014, 17:02
4. So dumm ...

... ist das nicht. Natürlich ist es mit mechanischen Schreibmaschinen unbequemer und langsamer, aber man hat alles besser unter Kontrolle. Ebenso analoge Sprach- oder Videoaufzeichnungen ohne Netzanbindung. Oder wir konstruieren eine neue ENIGMA, daran haben sich die Alliierten damals lange die Zähne ausgebissen - deutsche Ingenieurskunst eben. Wir sind einfach nicht so dreist wie die Amis. Wenn wir wollten, könnten wir auf dem Gebiet den Spieß herumdrehen. Aber uns fehlt da der Ehrgeiz. Ist ja eigentlich auch gut so. Nur die 'Gegenseite' muss noch davon überzeugt werden, dass sie auf dem Holzweg ist ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer_unsinn 14.07.2014, 17:03
5. ...

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Der FSB hat schon vor 1-2 Jahren in seinem Hauptarchiv auf Schreibmaschinen umgestellt. Wer die Geheimnisse von Mütterchen Russland kennen will muss sie physikalisch vor Ort in Moskau Putins blutigen Händen entreißen. Das ist einfach nur schlau.

In Deutschland regt man sich lieber künstlich auf und jammert über den Amerikaner. Das bringt zwar nichts, hat aber den Vorteil das man selber auch nichts tun muss. Darin und im Fußball sind wir ja Weltmeister.

Ich habe auch wieder angefangen Dinge auf Papier aufzuschreiben die ich unbedingt geheim halten will. Meinen Rechner behandle ich nicht mehr als privaten Raum, sondern eher so wie den Schreibtisch im Büro. Der große Bruder liest halt mit. Das ist für Privatpersonen sowieso die einzige Möglichkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
braintainment 14.07.2014, 17:04
6. Dr.

"Grotesk", "lächerlich", "absurd" ??

Ich kann Herrn Sensburg nur beglückwünschen zu so viel Verantwortungsbewusstsein! Klar, sind das Methoden aus den Büros der 60er Jahre, aber sie bringen wenigstens etwas - während unsere Regierung die Spionage unserer "Freude" eigentlich am liebsten unter den Tisch kehren möchte....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schaemi 14.07.2014, 17:05
7. Kreml setzt auf Uralttechnik

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Aufgeschreckt durch die Datenklau-Enthüllungen hat der Kreml 20 Schreibmaschinen beschafft um darauf gemeime Dokumente zu verfassen. Diese Meldung wurde ein paar Tage vor dem 13. Juli 2013 in der Schweizerzeitung 20 Minuten veröffentlicht und kann auf meinem Blog im Original nachgelesen werden. Als IT-Consultant finde ich dieses gar nicht so abwägig. Und jetzt wissen alle auch was Putin und Merkel auf der Tribüne beim Endspiel besprochen haben. Wo gibt es noch Schreibmaschinen zu kaufen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raumbefeuchter 14.07.2014, 17:05
8. Wie wärs ...

Als ersten Schritt sollte man jegliche US-basierte, kommerziele Software meiden. Dazu gehören natürlich alle Produkte von Microsoft.
Wie wärs mit Einsatz und Nutzung von bereits der bestehenden OpenSource Projekten. Die Infrastruktur-Palette ist reichhaltig.
VPNs, diverse Linux/BSD Distributionen , Tor, FreeNet, I2P . Man kann die Community bei der Entwicklung unterstützen und das BSI wird die Frameworks auf ihre Sicherheitstauglichkeit untersuchen. Eine Positionierung richtung OpenSource wird ebenfalls das Know-How im Lande stärken.
Eine Win win Situation für alle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
athene noctua 14.07.2014, 17:08
9. Spione bitte melden!

Falls die Schreibmaschine wieder eingeführt wird, habe ich noch eine MINOX-Kamera meistbietend abzugeben, DAS Agentenhandwerkzeug aus MI5 und NKWD Tagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11