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NSA-Ausschuss: Ruf nach Schreibmaschine löst Spott und Kritik aus
REUTERS

"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.

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duk2500 14.07.2014, 17:08
10. nicht so abwegig

Diese Idee ist nicht so abwegig. Einer der Gründe für die beinahe perfekte Abschirmung der DDR-Auslandsspionage war, dass auf ausdrücklichen Wunsch von Chef Markus Wolf die wirklich relevanten und hoch sensiblen Daten nicht elektronisch sondern in Papierform aufgezeichnet waren. Aus diesem Grund kauft auch Russland für seine Dienste wieder grössere Stückzahlen mechanischer Schreibmaschinen. So doof ist das nicht.

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Immanuel_Goldstein 14.07.2014, 17:11
11. Schreibmaschine find ich cool!

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Allein die Digitalisierung der Daten ermöglicht die Spionage in diesem Bereich. Wenn uns die NSSA eines gelehrt hat, dann doch wohl, dass ihre Tätigkeit allein auf Digitaldaten beruht. Insofern hat der Ausschuss Recht, wenn bestimmte Geheimdokumente zukünftig nicht mehr in digitaler, sondern in analoger Form existieren. Sie sind dann nicht mehr einfach abzugreifen, denn der Spion braucht dann einen persönlichen Zugang und der ist viel schwerer zu bekommen, als ein Netzzugriff auf Rechner, die ohnehin mit Spähprogrammen schon von den Firmen her ausgestattet sind.
Wer heute Windows- oder Apple-Rechner am Netz betreibt, dessen Daten sind nicht sicher, Verschlüsselung hin oder her. Jeder weiß das. Folglich ist die Analogisierung geheimer Vorgänge ein wirksames Mittel der Spionagebekämpfung. Nur Laien würden dem widersprechen, aber Laien gibt es bekanntlich im politischen Metier zuhauf.

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genugistgenug 14.07.2014, 17:18
12. Klasse Idee

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Spitze Idee - dann muss die schreibende Person nur noch blind, taub sein um selbst nichts davon mitzukriegen - oder Rotationssystem, nach 2 Worten wird der Schreiberling ausgewechselt (positiv dabei: Beschäftigungsprogramm)
Natürlich darf sich auch niemand darüber unterhalten - also Zunge operativ entfernen :-)

PS natürlich werden dann die getippten Seiten noch zusätzlich gesichert und dazu eingescannt
Satire Ende

Wollen die vielleicht nur Schreibmaschine haben damit niemand erfährt wie unqualifiziert die Fragen gestellt, Antworten gegeben werden?
Spaßig war bereits die Einsammelaktion der Handies - da gibt es doch auch andere Aufzeichnungsgeräte die kleiner sind :-)

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hubertrudnick1 14.07.2014, 17:18
13. Gibt es denn überhaupt einen Schutz?

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Vor Jahren hatte man sich immer über die bösen Jungs von der Stasi öffentlich aufgeregt, schon damals hatte ich zig mal nachgefragt, ob nur die Stasi ihre Augen und Ohren in Dinger steckte, die ihnen normalerweise nichts angingen..
Und auch die Frage, was unsere Geheimdienste so den ganzen Tag über machen, wurde einfach nur abgewinkt, als wüsste man nicht, dass sich alle Geheimdienste auf der Jagd nach fremden Daten sind und sie haben in all den Bereichen, dann auch ihre Informanten, darum sollte man heute nicht so tun, als wäre das was ganz neues, auch sogeannte Freunde belauschen und spionieren sich untereinander aus.
Es ist erschrecklich, wie deutsche Politiker weltfremd sind, oder sich so darstellen wollen.
Und wer nun glaubt wieder zurück zur Steintafel zu müssen, dem sei gesagt, dass man auch damals schon den anderen über die Schulter geschaut hatte.
Für mich wird das alles nur zu sehr aufgebauscht, es ist allerdings auch ein Ausdruck der eigenen Unfähigkeit, imgrunde müsen sich deutsche Verantwortliche dafür schämen, man muss die Frage aufwerfen, was machen sie denn den Tag über?

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spon-facebook-550817439 14.07.2014, 17:20
14. Ein Schritt in die richtige Richtung

Der Herr Sensburg beweist gute Kenntnis in Sachen Sicherung und Spionageabwehr. Eine Kopplung an Hardware und vertrauenswürdige Dritte ist eine der effektivsten Abwehren, so viel steht fest. Alle, die ihn wegen Technikaversion oder dergleichen zu diffamieren suchen, haben keine Ahnung davon, wie man Vertrauliches wirksam sichert.

Solche Ideen sollten gefördert werden!

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stupamundi 14.07.2014, 17:23
15. Papier ist durchaus kein Witz...

Zitat von duk2500
Diese Idee ist nicht so abwegig. Einer der Gründe für die beinahe perfekte Abschirmung der DDR-Auslandsspionage war, dass auf ausdrücklichen Wunsch von Chef Markus Wolf die wirklich relevanten und hoch sensiblen Daten nicht elektronisch sondern in Papierform aufgezeichnet waren. Aus diesem Grund kauft auch Russland für seine Dienste wieder grössere Stückzahlen mechanischer Schreibmaschinen. So doof ist das nicht.
...allerdings ist es schon merkwürdig zu erfahren, das die Administratoren in einer solchen Behörde es möglich sein lassen, dass da Jeder seinen USB-Stick an den Rechner anschliessen kann.
Analog, Papier ist keine schlechte Idee, außer, für die betroffenen Bäume, allerdings sollte dann dafür gesorgt werden, dass nicht die gute alte Minox zum Zuge kommt, denn dann ist auch Papier für die Katz´- und das wäre es noch schade(r) um die Bäume.

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100gblutighack 14.07.2014, 17:27
16. 4

Auslandspionage gibt es bereits solange es verschiedene Gesellschaften gibt. Jede Regierung hat daran Interesse mehr über das Verhalten und die Ziele der anderen Partner zu erfahren. Das sollte man sich doch eingestehen. Dieser Ausschuss gesteht das nicht ein und ist Show für die Bevölkerung, so wird es auch in den usa empfunden. Die Dienste arbeiten weiter zusammen, komme was wolle. Die Aufklärung wird durch die Kommunikationssysteme dichter und ehrlicherweise ist der Anspruch die Informationsverarbeitung. Vllt. sollte Dtschl. sich eingestehen das man leistungsfähigere Dienste benötigt. Deutsche Unternehmen bauen moderne Waffensysteme, haben Wirtschaftsbeziehungen mit vielen fragwürdigen Staaten, haben hohen Einfluss auf Regierung und EU und zudem verfolgt die deutsche Regierung keine klare Politik. Daran sollen andere LÄnder kein Interesse haben?

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pauleschnueter 14.07.2014, 17:34
17. Datenhygiene nur ohne EDV

Zitat von Hans58
Wer sich als Geheimnisträger noch daran erinnern kann, welche Vorsichtsmaßnahmen beim Tippen von Verschlusssachen zu beachten waren, der ahnt, was auf den Ausschuss zukommt, z.B. Kohlepapier und Farbband einstufen und als Zwischenmaterial im Panzerschrank lagern bis es vernichtet werden kann. Bei elektrischen Schreibmaschinen musste u.a. das Stromkabel gesichert sein. Viel Spaß im Büro des Jahres 1967!
Hallo Hans58,

nach meiner Meinung wäre dies aber dennoch der leichtere Weg.
Denn es ist *relativ* Einfach, da das Funktionsprinzip schlicht ist, mechanisches Büromaterial gegen Diebstahl zu sichern.
Der Aufwand tatsächliche Datenhygiene in der EDV einzuführen wäre erheblich höher, da es zum einen und ersten kein sicheres Betriebssystem gibt.
Zum anderen und zweiten ist die Anzahl der Menschen, die überhaupt charakterlich in der Lage sind, die Datenhygiene zu wahren und nicht den bequemen, aber eben auch unsicherene Seiten der EDV zu erliegen, minimal.

Es wird auf eine Abwägung und Einteilung der Sicherheitsstufen hinauslaufen und bestimmtes Arbeitsgerät wird eben nicht für alle Aufgaben freigegeben.

Die Parlamentarier zB sollen doch ruhig mit Computern spielen und einfach ALLES öffentlich machen. Es ist ohnehin kein Szenario Denkbar - in einer freiheitlichen Demokratie(!) -, in der irgendein Prozess rund um's oder im Parlament heimlich geschehen müsst, oder?

Und für die Aufgaben der innernen und äußeren Angelegenheiten, zu denen - eben auch im Interesse der Deutschen - ein Spiel mit Verdeckten Karten machmal nötig ist, so sollen Sie doch die verdammten Schreibmaschinen hernehmen und ein paar Leute nach fachlicher Qualifikation auswählen und fürstlich bezahlen.

Dann wird das schon passen, auch wenns etwas langsam ist :-).

MfG

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Dirk Ahlbrecht 14.07.2014, 17:34
18.

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Auf welchem Niveau diese Truppen dort in Berlin unterwegs sind, illustriert vielleicht folgendes Beispiel ganz gut:

Ich habe vor langen Jahren einmal in Berlin an einem Kurs für MS Windows-Server-Administration teilgenommen. Der Kurs wurde von einer privaten Schulungseinrichtung angeboten.

Einer der Teilnehmer dort war ein IT-Mitarbeiter aus dem Bundeskanzleramt. Ich fragte diesen etwas verwundert, weshalb denn Mitarbeiter aus der Regierungsverwaltung solche externen Grundlagen-Kurse überhaupt besuchen würden; wo doch dort, also in der Verwaltung, so nahm ich damals zumindest an, ausreichend internes Fachwissen vorhanden sein müsste um solche Kurse überwiegend intern durchzuführen.

Seine Antwort, die ich hier nicht wiedergeben will, führte mir vor Augen, was dort für Leute in führender Verantwortung unterwegs sind. Der Schreibmaschinenvorschlag zeigt nur die ganze Hilflosigkeit dieses Vereins.

Um den Amerikanern auch nur ansatzweise die Stirn hinsichtlich der Abwehr von entsprechenden Netz-Attacken zu bieten bräuchte es Geld, Geld und nochmals Geld sowie ferner gute Leute, die natürlich nicht kommen, wenn denen eine Vergütung auf Basis des deutschen Besoldungsrechts winkt. Das, also Geld, hat diese Herumverschenker-Truppe zwar in Hülle und Fülle, aber eben nicht dafür.

Aber, Hauptsache immer einen auf dicke Hose machen und der hiesigen Bevölkerung weismachen man sei auf der Höhe der Zeit.

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kuac 14.07.2014, 17:42
19.

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren. ...
Das sind sie Meinungen der Nichtzuverbergenhabenden.
Schreibmaschine ist richtig, weil nicht abgehört oder angezapft werden kann. Die Spionage wird dadurch erheblich schwieriger, da zuerst einen Spion mit Zugang zu den Daten angeworben werden muss. Und die Überwachung der Dokumente ist auch einfacher als die digitalen Daten, die überall angezapft werden können.

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