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NSA-Ausschuss: Ruf nach Schreibmaschine löst Spott und Kritik aus
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"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.

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nesmo 14.07.2014, 19:06
40. Das alles zeigt doch

wie hilflos die Bundesregierung und alle MA des Bundestags modernen Abhörtechniken ausgeliefert sind. Dem kann man nicht mit Steinzeitkommunikation, z.B. auch Telefon nur noch mit zwei Büchsen und einem gespannten Seil, beikommen. Man muss selbst modernste Sicherungstechnologien entwickeln und anschaffen. Deutschland muss endlich auch im IT bereich selbst hightec entwickeln.

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coloneltw 14.07.2014, 19:16
41. schonmal was von scan to mail gehört

dazu ein ocr und der schreibmaschinentrick wird einfach nur zur kostenfalle. open source? sehr witzig. raten sie wer die entwickler sind? interessanter finde ich da schon die falschinformation. sollen die den datenmüll mal durchforsten. man kann cpu power auch gegen die nsa einsetzen. paralle sollte unsere justiz mal die messer rausholen. spione wurden früher hingerichtet und zuvor in öffentlichen schauprozessen vorgeführt. wir sollten keine angst haben die usa zu verärgern an der stelle muss man ansetzen. dann wird es leichter mit den gegenmaßnahmen. einreiseverbote und auslieferungsanträge gegen us verantwortliche inkl. präsident als oberbefehlshaber. dazu gegenspionage und dss netz mit falschinfos fluten. jeder computer könnte passiv auf alle mòglichen einschlägigen terrorwebseiten gehen und es den nsa erschweren gut von bòse zu unterscheiden. parallel könnte die regierung eig. software entwickeln lassen um die wahren infos zu schützen. aber ein guter schutz wäre auch hier nur 2 netze eins davon offline mit gesperrten oder gar nicht erst verbauten slots. eigener standard zum anschluss von maus tastatur und monitor kein usb etc. dazu eine personenüberprüfung, 4augen kontrolle...

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schmusel 14.07.2014, 19:18
42. Zum totlachen

Es gibt hier tatsächlich Leute, glauben das die rein physische Existenz von Berichten und Protokollen Spionage entscheidend erschweren würde - und das so kurz nachdem ein BND Mann eben solche physische Unterlagen gegen physisches Geld verkauft hat. Wenn man erstmal so einen an der Hand hat, dann ist die Spionage noch viel einfacher als das ausschnüffeln digitaler Korrespondenz - und wenn man die anständig verschlüsselt und keine Vollpfosten ihre Finger im Spiel haben, dann gleich doppelt.

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cartje 14.07.2014, 19:18
43. Einfach toll! ........

Endlich hat mal jemand eine wirklich gute Idee! Eine, die sich möglicher Weise auszahlt, denn der lieb gewordenen Cyber-Schnüffelei sind damit keine Chancen mehr gegeben.
Habe vor Monaten mal gehört, das der Kreml schon lange darauf zurückgreift. HaHa! Wie gucken die NSA-Spione da wohl aus der Wäsche?

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Wolffpack 14.07.2014, 19:25
44.

Zitat von bibabuzelmann
... das mag einerseits im 21. Jhd. lächerlich wirken, andererseits erscheint der Anspruch, sich in Sachen Digitalität gegen die NSA zur Wehr setzen zu können in Anbetracht aller bekannten Abhördetails aber auch mehr als naiv. Von daher muss gelten: 100% garantierte Sicherheit für den Ausschuss und die bekommt man nur mit analogen Techniken, so bitter das klingen mag, es ist die Realität im 21. Jahrhundert.
Quatsch. Und 100% garantiert ist Sicherheit nie. Was glauben sie, wofür Spione bei BND und co angeworben werden? Für alles, was man nicht auf dem digitalen Weg bekommt.

Zitat von raumbefeuchter
Als ersten Schritt sollte man jegliche US-basierte, kommerziele Software meiden. Dazu gehören natürlich alle Produkte von Microsoft. Wie wärs mit Einsatz und Nutzung von bereits der bestehenden OpenSource Projekten. Die Infrastruktur-Palette ist reichhaltig. VPNs, diverse Linux/BSD Distributionen , Tor, FreeNet, I2P . Man kann die Community bei der Entwicklung unterstützen und das BSI wird die Frameworks auf ihre Sicherheitstauglichkeit untersuchen. Eine Positionierung richtung OpenSource wird ebenfalls das Know-How im Lande stärken. Eine Win win Situation für alle.
Blöd nur, das die meisten Contributors zu diesen OpenSource-Projekten auch aus den USA stammen. Außerdem will ich nur mal an HeartBleed erinnern, der Bug war jahrelang einsehbar und kein Schwein hats gemerkt.
Mal abgesehen davon sind OpenSource-Projekte neben Sicherheitsbugs durch diverse Bugs und missing Features (und nochmal ganz davon abgesehen von miesen GUIs) auch meist eher schlecht als recht benutzbar.

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Leser1000 14.07.2014, 19:32
45. Ob es stimmt weiss ich nicht

Ich habe irgendwo gelesen, dass einige Firmen in der Tat auf die gute alte Hardcopy zurückgegriffen haben sollen, sofern wichtigste Firmeninterna betroffen sind.
Ganz unlogisch erscheint mir dies nicht. Wo nichts übermittelt wird kann auch nichts abgefangen werden.

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Dirk Ahlbrecht 14.07.2014, 19:35
46.

Zitat von cartje
Endlich hat mal jemand eine wirklich gute Idee! Eine, die sich möglicher Weise auszahlt, denn der lieb gewordenen Cyber-Schnüffelei sind damit keine Chancen mehr gegeben. Habe vor Monaten mal gehört, das der Kreml schon lange darauf zurückgreift. HaHa! Wie gucken die NSA-Spione da wohl aus der Wäsche?
Die NSA-Spione, cartje, werden vermutlich zunächst mit einer guten Flasche Wein oder Whiskey auf die Dummheit bzw. Innovations- und Technikfeindlichkeit in D anstoßen.

Und danach sucht man sich die zentralen Karteikästen-Herumträger und Verwalter in D (denn dies wird eine Folge dieses Unsinns sein), um diese dann abzuschöpfen. Die Staatsaffäre um den österreichischen Oberst Redl lässt hier grüßen.

Um in der Welt ernstgenommen zu werden, muss man sich, so finde ich, auch so verhalten. Diese Schreibmaschinen-Diskussion hier zeigt das exakte Gegenteil.

PS: Ich warte noch auf den Vorschlag die Kosten des EEG signifikant dadurch zu senken, in dem die Leute einfach keinen Strom mehr verbrauchen. Nun, mit den Schreibmaschinen (vorausgesetzt diese sind mechanisch) wäre sicherlich ein diesbezüglicher Anfang getan.

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ozelot 14.07.2014, 19:38
47.

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Die Idee ist ja nicht schlecht. Es wäre eine einfache Methode, um die digitale Abschöpfung von Informationen unmöglich zu machen. Allerdings würden sich die Geheimdienste anpassen und, ich sag es mal ganz plump, heimlich in den Aktenschränken rumwühlen. Unterm Strich würde die Abkehr von elektronischen Geräten wahrscheinich nicht viel bringen.

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detlevwalther 14.07.2014, 19:56
48. Was ist an einer Schreibmaschine lächerlich?

Nichts. Dazu handschriftliche Zettel, der gute alte Brife und nicht zu vergessen - die gute alte Postkarte. Die liest bestimmt kein Schwein. Und das meine ich nicht als Witz!

Ein Witz ist höchstens, dass man erst jetzt die Handys der Ausschussmitglieder überprüft. Die NSA, CIA & Co. gibt es nicht erst seit Snowden und dass die USA keinen großen Unterschied zwischen Freund und Feind machen, weiß man auch schon lange.

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gnaeuspompeius 14.07.2014, 20:09
49. genial einfach/einfach genial

Zitat von sysop
"Grotesk", "lächerlich", "absurd": Der Chef des NSA-Ausschusses im Bundestag zieht mit einer ungewöhnlichen Idee Unmut auf sich. CDU-Mann Patrick Sensburg hatte ein Comeback der Schreibmaschine gefordert - um Spione abzuwehren.
Der Vorschlag ist genial einfach, bzw. einfach genial. Das dürfte im digitalen Zeitalter wohl auch die Einzige halbwegs sichere Möglichkeit sein Geheimdokumente vor massenhafter(!) Veruntreuung zu schützen. Anders gehts nicht und jeder der sich halbwegs auskennt weiß das auch. Wer nun über Sensburg herfällt hat entweder keine Ahnung von der Materie... oder handelt aus ideologischen Gründen wider besseren Wissens.

Auf die Art könnte btw. auch das Bankgeheimnis wieder hergestellt werden.

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