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OB-Wahl in Görlitz: CDU-Kandidat setzt sich gegen AfD-Konkurrenten durch
Sean Gallup/Getty Images

Bei der Oberbürgermeister-Wahl im ostsächsischen Görlitz hätte erstmals ein AfD-Kandidat ins Rathaus einer deutschen Stadt einziehen können. Doch der CDU-Bewerber Octavian Ursu gewann.

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steingärtner 16.06.2019, 21:09
30. Warum nicht ?

Zitat von spon_12
Was sind eigentlich Ihre Vorstellungen von einer Wahl: Karl-Heinz steht in der Kabine und denkt sich: So, also Schauspieler X mag den AfD-Kandidaten nicht - wähl ich lieber jemanden anders. Kann sein, dass Sie das so handhaben, Sie dürfen doch nun aber nicht auf alle anderen schließen.
So ähnlich soll es doch in den USA funktioniert haben. Ein bisschen Facebook und schwups, Trump gewählt.

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amuyok 16.06.2019, 21:13
31.

Zitat von telarien
Ich frage mich, ob ich Bürgermeister einer Stadt würde sein wollen, wo fast jeder Zweite AFD wählt. Ich würde eher umziehen.
... genau so ergeht es mir auch, auf den Job wäre
ich nicht narrisch .....

aber warten wir einmal die Landtagswahl ab, ich
gehe davon aus, es kommt ganz dick, denn es
stimmt im Herbst ganz Sachsen ab und nicht nur
Görlitz ...

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finternational 16.06.2019, 21:17
32. Der Demokrat hat gewonnen

Der Verfassungsfeind mit seiner Eklat Aussage von 2016 hat verloren. Gut so, besonders für den Osten der Republik.

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Atheist_Crusader 16.06.2019, 21:18
33.

Zitat von raoul2
Der braune AfD-ler hat keine 45% erreicht. Und keineswegs haben ihn soviele Görlitzer gewählt - das waren (immer noch sehr bedenklich) 36. Aber selbstverständlich sollte uns Demokraten dieser "Ausrutscher" weiterhin zu denken geben, wie man der "braunen Flut" Einhalt gebieten kann. Umarmen ist jedenfalls ebenso falsch wie "rechts überholen".
Richtig. Wie die CDU (und gerade die CSU) gemerkt haben, bringt es auch nichts, sich politisch an die AfD anzunähern - die meisten Wähler entscheiden sich dann für das Original.

Was in meinen Augen am sinnvollsten wäre: echte Probleme erkennen und sich darum kümmern, aber nicht dem Narrativ der AfD folgen. Heißt: man kümmert sich um das Problem "Arbeitslosigkeit" und nicht um das vermeintliche Problem "Ausländer nehmen uns die Arbeit weg".

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Schartin Mulz 16.06.2019, 21:19
34. Wenn man mal rechnet,

stellt man fest, dass im 1. Wahlgang 33,4 % die Kandidaten der Linken und Grünen gewählt haben.
Von denen hat aber nur ein Teil jetzt Ursu gewählt. Kann es im Ernst sein, dass über ein Viertel der Wähler von Linken und Grünen jetzt den AfD-Kandidaten gewählt haben? Die nur geringfügig niedrigere Wahlbeteiligung reicht als Erklärung jedenfalls nicht.

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Stereo_MCs 16.06.2019, 21:19
35.

Zitat von klaus.eichhorn
Wen sie ihre Augen aufmachen und zuhören dann sehen und hören auch sie wie ARD und ZDF die Meinung lenkt
Etwas wenig für die konkrete Behauptung,
dass ARD und ZDF dort angeblich für den CDU und gegen den AFD Mann getrommelt haben.

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Atheist_Crusader 16.06.2019, 21:20
36.

Zitat von radbodserbe
Schön, das es keinen braunen OB in der "Europastadt" Görlitz gibt. Wäre schon richtig makaber gewesen, nicht nur durch die nicht gerade wenigen Millionen an €, die der Stadt auch an EU-Fördergeldern in den letzen Jahren zu Gute kamen. Natürlich sind über 11000 AfD Stimmen immer noch besorgniserregend. Erschreckend auch die minimale Wahlbeteiligung von 56%, die anderseits aber auch bedeutet, das nur jeder vierte wahlberechtigte Görlitzer für Wippel und die AfD stimmte.
Das heißt aber auch umgekehrt: 44% der Görlitzer hielten es nicht für nötig zur Wahl zu gehen um einen AfD-Bürgermeister zu verhindern.

Extremistische Bewegungen gewinnen nicht nur durch ihre Unterstützer, sondern auch durch jene die nur schweigend dastehen und sie gewähren lassen.

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haarer.15 16.06.2019, 21:25
37.

Zitat von telarien
Ich frage mich, ob ich Bürgermeister einer Stadt würde sein wollen, wo fast jeder Zweite AFD wählt. Ich würde eher umziehen.
Ich denke da ganz ähnlich. Der neue OB wird es in solch einem Milieu/Umfeld wirklich nicht leicht haben.

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cstarling 16.06.2019, 21:31
38. Klarstellung

Die beiden ebenfalls unterlegenen Kandidatinnen Franziska Schubert von den Grünen (27,9) und Jana Lübeck von den Linken (5,5) hatten danach verzichtet, um ein AfD-Stadtoberhaupt zu verhindern.

sie haben nicht verzichtet... es ist eine Stichwahl!

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Profdoc1 16.06.2019, 21:32
39. Der wahre Gewinner ...

Zitat von denkmalnach2
Die Wahl hat gezeigt, dass im Zweifelsfall sich 45% der Wähler für einen Kandidaten entscheiden, den sie für kompetent und sympatisch finden, auch wenn er in der AfD ist. Der CDU-Mann hingegen braucht die Wahlwerbung von FDP, Grünen, Linkspartei, Gewerkschaften, Kirchen, Fridays, etc. um gerade mal 55% zu erreichen. Diese Allparteienkoalition gegen die böse AfD reicht vielleicht, um einen OB-Kandidaten kurzfristig ins Amt zu heben; keinesfalls jedoch, um eine tragfähige Landesregierung zu bilden. Und wenn eine solche Koalition es doch im Herbst versuchen sollte, so gegen die Blauen zu koaliieren wird dieses Experiment mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zur Zufriedenheit der Bürger ausgehen, was den Blauen im Umkehrschluss dann noch mehr Stimmen bringen wird: Ergo: Es gibt für die CDUFDPGRÜNENLINKEKIRCHE heute gar nichts zu feiern!
ist die Demokratie, guter Forist. Der CDu-Kandidat hat mit 55% ein Mehrheit erlangt. Damit ist er nach demokratischen Kriterien der Sieger. Der AfD-Kandidat ist der Unterlegene, und das ist auch Demokratie. Wenn sie diese Person sympatisch finden, ist das natürlich in Ordnung, hat mit einer Wahl jedoch nichts zu tun.

Persönlich, sympatisch oder nicht, halte ich einen AfD-Bürgermeister (w/m/d) für problematisch, da die AfD faschistoide Züge zeigt. Wer sich mit einer derartigen Partei gemein macht, ist schlussendlich unakzeptabel im Amt eines Bürgermeisters.

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