Forum: Politik
Obama bei der Uno: "Es gibt keine Abkürzung im Nahost-Friedensprozess"

Die Palästinenser sind mit großen Hoffnungen in die Uno-Vollversammlung gegangen - Barack Obama enttäuschte sie: Nicht durch Resolutionen, sondern nur durch Gespräche mit Israel könnten sie einen*selbstständigen Staat erreichen, stellte der US-Präsident klar.

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OneLifeOnly 22.09.2011, 00:24
60. ...

Zitat von Mononatriumglutamat
Sie gehen davon aus, dass die beiden Kinder unterschiedlich stark seien, was militärisch auch zweifellos der Fall ist. Andererseits machen die palästinensischen Araber aber eine sehr viel professionellere und erfolgreichere Propaganda. Insofern erscheint das Kräfteverhältnis viel ausgewogener, wenn man es nur nicht auf das militärische beschränkt.
Entscheidend sind nur die jüdischen Lobbyisten in den USA. Palästina hat keine Chance auf einen eigenen Staat.
Da Obama ferngesteuert wird gibt es "keine Abkürzung im Nahost-Friedensprozess".

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willem.fart 22.09.2011, 00:29
61. Was macht eigentlich der Libyen-Krieg der USA?

Wie haben die USA es geschafft, den Krieg völlig aus den Nachrichten der "Freien Presse" zu nehmen und jetzt wieder den Dauerbrenner Israel zu spielen.

In Libyen sind 17 westliche "ehemaligen" Soldaten gefangen genommen worden, die die Guerilla anführen. Die gleiche Geschichte gab es auch im Kosovo, wo US-Militärs (beurlaubt) als Terroristen die UCK anführten und im Spanien-Krieg, als Frankos Luftwaffe auch aus dem Ausland kam.
Heute bombadiert in Libyen ebenfalls eine Legion Condor. Aber das ist natürlich die gute Legion Condor der Nato.
Dieses verlogene Spiel de Weltmacht USA kennt man langsam zur Genüge.

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Kaygeebee 22.09.2011, 00:31
62. .

Zitat von
New York - Präsident Barack Obama blieb fest in der Tradition der US-Nahost-Politik: Bei seiner Rede vor der Uno-Vollversammlung lehnte er die palästinensische Initiative für eine Anerkennung als Uno-Mitgliedstaat strikt ab.
Aus Überzeugung oder aus politischen Dogma? Weil er überzeugt ist das nur die Palästinenser und Israelis einen Weg finden können, oder weil die Pro-Israelische/Jüdische Lobby ihm sonst die Liebe im Wahlkampf entzieht?

Zitat von
die sie nach wie vor trennten: Grenzen und Sicherheit, Flüchtlinge und Jerusalem.
Sowie der nach wie vor stattfindende Landraub durch illegale Siedlungen.
Von "Grenzen" kann man auch kaum sprechen, denn auf Grenzen müssen sich beide einigen. Leider verschiebt Israel die Grenzen immer zum eigenen Vorteil.

Zitat von
Wenn er gezwungen ist, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen, dann droht außenpolitischer Schaden. Gerade jetzt, im arabischen Frühling.
Die USA sind längst nicht mehr Führungsmacht in der arabischen Welt.
Ägypten hat die westliche Marionette Mubarak abgeschüttelt, Lybien jagt Gadaffi von Schlupfloch zu Schlupfloch, die Tunesier haben Ben Ali vertrieben, in Syrien brennt es, ebenso im Jemen, der Iran ist schon lange außerhalb des amerikanischen Machtbereichs und die Türkei orientiert sich auch nicht mehr Richtung Westen und wächst zur neuen Leitmacht heran. Keiner, außer die Festung Israel und die autokratischen Herrscher in Saudi-Arabien, sieht die USA als vertrauenswürdigen Partner mehr an.

Zitat von
...die Hinweise auf eine mögliche Wiederaufnahme von Friedensgesprächen enthalte.
Die, wie alle anderen Gespräche auch, an den gleichen Punkten scheitern werden.
Nur ein Narr rennt mit dem Kopf wiederholt gegen eine Wand und erwartet ein anderes Ergebnis.

Zitat von
Eindringlich machte sich Obama auch für eine atomwaffenfreie Welt stark - und kritisierte Iran und Nordkorea, die ihren Verpflichtungen nicht nachkämen
Aber selber auf 20.000 Sprengköpfen sitzen und diese in anderen Ländern, auch bei uns, lagern?
In unserer Welt erreicht man auf zweierlei Arten Aufmerksamkeit. Entweder man hat Öl, oder man hat die Atomwaffe. Und wenn die USA eins wollen, dann ist es das Öl anderer und uneingeschränkte militärische Dominanz.

Zitat von
Der US-Präsident nutzte seine Rede auch, um Solidarität mit Europa zu bekunden: "Wir stehen an der Seite unserer europäischen Verbündeten.
Nur stehen die Europäer nicht solidarisch zusammen und sind teils auch gegen seinen Kurs.
Frankreich und Großbritannien sind für die Palästinenser, Deutschland, Musterkolonie der USA, ist dagegen.

Herr Obama, nach wie vor sind sie Meister der großen und leeren Worte. Vor einem Jahr versprachen sie den Palästinensern einen Staat, nun treten sie den Menschen dort mit Anlauf ins Gesicht.
Was ihnen nicht fehlt ist Intelligenz oder Charme, es ist eine starke Überzeugung, ein Rückgrat und eine politische Agenda die trotz Widerstände durchgezogen wird.

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Gandhi 22.09.2011, 01:50
63. Wieso wird so viel bewusst Falsches durchgelassen?

Zitat von Mononatriumglutamat
Die Siedler werden weder deportiert, noch entsandt. Ihr Vorschlag geht also fehl, weil er nicht zutrifft.
Ich habe heute einen Beitrag ueber die "Siedler" gesehen, da aeusserte sich ein aus Tel Aviv stammender Herr Schneider, dass er fuer ein vergleichbares Haus in Israel das Zehnfache haette bezahlen muessen.

Es gibt also mehrere Wege, wie man Menschen dazu bringt, sich dort niederzulassen, wo man es wuenscht. Die hohen Mieten in Israel proper, gegen die demonstriert wird, tragen das Ihrige dazu bei!

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hegutis 22.09.2011, 05:02
64. Taten ??

Zitat von epigone
... jetzt wären mal Taten angesagt! Keine Frage: Alle zivilisierten Bürger dieses Planeten gönnen den Bürgern Israels einen sicheren und lebenswerten Staat. Aber in Feindschaft mit allen Nachbarn wird dieser Traum eines Tages in einer weiteren Tragödie und Diaspora enden. Und die immer unkontrolliertere "Islamische" Atombombe (z.B. Pakistan), die Abwendung des Weltinteresses von Nahost, hin zu Asien und Südamerika und die Verringerung des US-Einflusses weltweit, wird Israel eines Tages in eine verzweifelte Lage bringen, sollte nicht endlich das rasistische und landanektierende Netanjahukabinett grundlegend die Richtung ändern. Man kann dem türkischen Ministerpräsidenten nur dazu gratulieren, dass er den Umbruch in den Arabischen Staaten dazu nutzt, um Druck auf Israel-USA-Deutschland auszuüben - ohne den würde weiter schwadroniert (Westerwelle), angekündigt (Obama) und rassistisch gehetzt (Liebermann) werden. Eines Tages wird Israel - wenn es diese Chance zum Richtungswechsel nutzen sollte - der Türkei für diesen Anstoß dankbar sein!
Der Tuerkische Ministerpraesident handelt nur in eigener Interesse.
Oder wie soll man die Kriegsdrohungen seitens der Tuerkei,
gegenueber Israel, Griechenland, und Zypern verstehen ?

Die gemeinsame Bohrungen, nach Erdgas (Zypern und Israel, im Mittelmeer) suedlich von Zypern, sind Dem Erdogan ein Dorn im Auge, und er behauptet sie waeren Illegal (Lachhaft)
Er hat seine Flotte und Luftwaffe deswegen in Alarmbereitschaft gestellt !!
Dafuer soll sich Israel bedanken ??

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Duzend 22.09.2011, 06:55
65. Haben Sie vielen Dank!

Zitat von wolfhsch
Ausgezeichneter Kommentar von Zvi Bar'el in der heutigen Ha'aretz:
Für Ihren Mut und für den Mut, den Sie aus der Ha'aretz in dieses Forum transportieren. Denn so eindeutig und schwarz/weiss, wie das hier von vielen gemalt wird, ist es offenbar nicht.

Es gibt auch in Israel Stimmen von erwachsenen Leuten, die sagen: "Akzeptiert die offizielle Existenz dieses Staates! Akzeptiert den Gang der Geschichte! Lasst uns handeln, solange wir noch mitbestimmen können!" Klar, solche Leute müssen sich hie und da "Israelhasser" nennen lassen. Ich hoffe, sie tragen es mit Fassung.

Und genauso erscheint auf einmal der dynamische junge US-Präsident wie eine durchtriebene mehrfach von viel weiter oben abgesicherte Leibgarde eines schrecklichen Establishments.

Er scheint wie jemand, der Krieg will. Ich reibe mir schon zum x-ten Mal die Augen, aber ich glaube, wir müssen uns dieser Wahrheit stellen.

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conny2 22.09.2011, 09:52
66. Eine Fundstelle, bitte

Zitat von nahal
Das Angebot liegt auf dem Tisch: 1)Beide Seiten erkennen den anderen Staat als Staat des jeweiligen Volkes 2) Die Grenzen wedren festgelegt......
Auf welchem Tisch soll denn dieses angebliche Angebot liegen? Könnten Sie eine Fundstelle dafür angeben? Mir ist nämlich nur dieses Angebot hier bekannt, um welches sich Israel seit 2002 nicht kümmert:

http://www.bpb.de/publikationen/DC65...nitiative.html

Stattdessen lässt Israel radikale Bürger im Westjordanland siedeln und breitet sich dort in Form von 121 Siedlungen und über 100 sog. Außenposten militärisch und wirtschaftlich aus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_i...her_Siedlungen

Dies auch und insbesondere im Jordantal, obwohl von dort noch nie eine Rakete in Richtung Israel geflogen ist und Israel mit Jordanien einen stabilen Friedensvertrag hat.

Meinen Sie wirklich, die Welt nähme Israel seine Vorwände für sein Expansionsstreben auf Kosten der Palästinenser ewig ab?

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everhard 22.09.2011, 10:22
67. titel? nö!

Zitat von Mononatriumglutamat
Die Siedler werden weder deportiert, noch entsandt. Ihr Vorschlag geht also fehl, weil er nicht zutrifft.
Absurd.
Da siedeln 10000e Bürger Israel unter permanentem Schutz des Besatzermilitärs, und sie schwafeln, dafür sei die Besatzungsmacht gar nicht verantwortlich.

Sie haben übrigens die übliche Verteidigungslinie der Hasbara vergessen. Lesen Sie nochmal in Ihren Richtlinien.
Israel ist demzufolge nämlich gar keine Besatzungsmacht, weil Palästina ja gar kein Staatsgebiet war und Jordanien längst verzichtet hat. Wirklich, so ein Fauxpas! Wenn das Ihr Vorgesetzer mitkriegt, gibt's Ärger.

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Emil Peisker 22.09.2011, 10:56
68. Promises, deceit and words are tools

Zitat von wolfhsch
Ausgezeichneter Kommentar von Zvi Bar'el in der heutigen Ha'aretz:
Promises, deceit and words are tools. But in Netanyahu's case, the masquerade is over, even for those who are addicted to false hopes.

Aus dem Ha'aretz-Artikel.

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Landegaard 22.09.2011, 11:26
69. .

Zitat von Mononatriumglutamat
Und die sagen Ihnen dann genau was?
Genau das, was sie aussagen: Die tatsächlichen Opferzahlen. Wenn nämlich die lebensschützende und vorsichtige und was mir sonst noch so alles einfallen könnte Macht schlicht mehr Opferzahlen produziert als die Macht, die alles killt, was sie kann, schlage ich vor, einmal darüber nachzudenken, welchen Wert der Hinweis hat, der Ihnen so wichtig ist. Und zwar genau für die, die Teil der Statistik sind.

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