Forum: Politik
Obama - hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

Die Midterm Elections bescherten Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

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Emil Peisker 02.11.2010, 11:24
1. als Wichtigstes die HCR auf den Weg gebracht

Zitat von sysop
Bei den Midterm Elections droht den Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?
Seine Wähler, die erwartet haben, dass er trotz der massiven Kampagne gegen seine Pläne, diese wird voll umsetzen können, werden tatsächlich enttäuscht sein.

Seine klugen Wähler allerdings, die werden erkennen, dass er trotz der massiven GOP- und Teabagger-Kampagne gegen ihn und seine Politik, eine Menge erreicht hat und als Wichtigstes die HCR auf den Weg gebracht hat.

Und ich glaube nicht, dass nach 2012, sollte er die Wiederwahl verlieren, die HCR zurückgenommen wird.

Das wird sich kein republikanischer Präsident trauen.

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Friise 02.11.2010, 11:26
2. Obama ist kein Erlöser

Obama hatte von vornherein keine Chance. Seinen Anhänger ist er nicht radikal genug, für seine Gegner ist er eine Mischung aus Hitler und Stalin. Und in der Tat ist es natürlich Kommunismus, wenn die Lobbyisten der Wirtschaft nicht als Minister am Kabinettstisch sitzen, wie das bei George W. der Fall war. Nun wir man möglicherweise die Knalltüte Sarah Pailin in zwei Jahren zur Präsidentin wählen und dann wird die Wirtschaft wieder die Regierung übernehmen. Das ist allerdings kein Musterbeispiel für Demokratie, sondern eher dessen Karikatur. Den Scherbenhaufen, den Bush hinterlassen hat wird man auch in 20 Jahren noch nicht weggeräumt haben. Zudem ist mit China eine neue Weltmacht auf den Plan getreten, die der Welt ihre Regeln diktieren wird. Wir gehen unruhigen Zeiten entgegen.

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ray4901 02.11.2010, 11:27
3. sowohl als auch

Zitat von sysop
Bei den Midterm Elections droht den Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?
Wahrscheinlich schon auch, aber die Gegner haben sich hinter Soccer Mums, Waffennarren, Libertarians, Gottesfürchtigen und Wallstreet Bankern, mit lautem Teetassengeklimper und FOX deutlich besser organisiert als 2008.

Da ist eigentlich (drüben) alles klar. Nur hier bei uns bin ich auf die Beiträge der echten Linken und Moralisten gespannt. Eine Ahnung habe ich auch da. ;-)

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rosomak 02.11.2010, 11:29
4. Kann mir das mal einer erklären?

Schon lustig wie der Spiegel von Obama einfach nicht lassen kann. Alte liebe rostet nicht?

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Klaschfr 02.11.2010, 11:33
5. Gut gemeint

Obama wird Opfer seiner eigenen Fehler. Der Urfehler war es, nach der Amtsübbernahme nicht sofort den Saustall auszumisten, den sein Vergänger hinterlassen hatte und diesen wie seine Mittäter (die Viererbande!) vor Gericht zu stellen. Das hätte seiner neuen Politik einen entscheidenden Impuls gegeben und klargestellt, daß auch ein verbrecherischer Präsident der USA nicht ungestraft Völker- und Menschenrecht verletzen kann. Und als Friedensnobelpreisträger mit Vorschuss hätte er die Beendigung der für das Ansehen der USA katastrophalen Kriege stärker vorantreiben müssen. Guantánamo ist noch immer da, es wird im Irak und inn Afghanistan weiter gefoltert und gemordet! Wann will er denn anfangen, eine neue Politik zu machen? Im eigenen Land hat er Aufgaben für drei Präsidenten auf einmal! So wird er ein Opfer seiner eigenen Zurückhaltung und der Besorgnis erregenden Verdummung des US-Bürgers.

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winterfichte 02.11.2010, 11:38
6. ja, hat er...

yes we can - das war einmal. und den CHANGE bringt er auch nicht. überschuldung, kriegskosten, immobilienkrise - ihm fliegt alles um die ohren. und die erreichten erfolge sind klein und entsprechen einem geringen teil dessen, was er wollte.

stillstand. keine veränderung. immer größere armut. kein kriegsende. keine eindämmung der ausgaben, aber immer höhere schulden.
sicher, er ist unerfahren in vielen dingen, aber das ist kein grund für diese verweigerungshaltung.

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Zazaz 02.11.2010, 11:42
7. Einseitiger Artikel

Zitat von sysop
Bei den Midterm Elections droht den Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?
Gerade das was als Erfolge dargestellt wird ist ein Desaster.
Aussenpolitik: Die Feinde der USA nehmen diese nicht mehr Ernst, Obama wird als Papiertiger angesehen. Der Iran entwickelt fröhlich Atombomben und gewinnt massiv Einfluß im Irak und Libanon, die Islamisten hassen die USA nach wie vor.

Gesundheitsreform: ein bürokratisches Monster, 2.500 Seiten Gesetz die niemand, auch Obama nicht, gelesen hat, das er gegen Widerstände aus der eigenen Partei durchboxen musste und die schon jetzt die Kosten in die Höhe treibt.
Bipartisanship: das einzig Parteiübergreifende war der Widerstand GEGEN Obamas Gesundheitsreform. Wenn man von Zusammenarbeit redet muss man auch auf Vorschläge der anderen Seite eingehen und nicht das eigene Programm ohne Rücksich auf Verluste durchboxen.

Aber das schlimmste kommt gar nicht vor: massive, nie dagewesene Schuldenpolitik gegen die Bush wie ein Muster an Stabilität wirkt und die den Staatsbankrott der USA als realistisch erscheinen lässt.

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ray4901 02.11.2010, 11:49
8. empfangen Sie

Zitat von Zazaz
Gerade das was als Erfolge dargestellt wird ist ein Desaster. Aussenpolitik: Die Feinde der USA nehmen diese nicht mehr Ernst, Obama wird als Papiertiger angesehen. Der Iran entwickelt fröhlich Atombomben und gewinnt massiv Einfluß im Irak und Libanon, die Islamisten hassen ......
empfangen Sie FOX TV zuhause am PC? Geben Sie mir den Link dazu?

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Hammer24 02.11.2010, 11:51
9.

"Als der Kongress nach monatelangem Zank im März 2010 endlich die Gesundheitsreform verabschiedete, stimmte kein einziger Republikaner dafür. Da Obama deshalb also die Hilfe jedes Demokraten brauchte, kam der massive Umbau des US-Versicherungswesens nur mit allerlei Deals, Zugeständnissen und Kompromissen zustande."

Diese Aussage grenzt ja schon an Volksverdummung.
Fakt ist, dass die Demokraten in beiden Kammern eine satte Mehrheit hatten, damit die Gesundheitsreform PROBLEMLOS durchbringen hätten können.
Dass sie das nicht geschafft haben lag nicht an den Republikanern, sondern an den Amerikanern selbst, die dieses bürokratische Monster nicht wollen. Die Wähler haben auf ihre Abgeordneten Druck gemacht, nicht mitzuziehen.

Insgesamt ist es ein Witz, die HCR als "Pro" aufzuzählen. Nicht umsonst steht heute in vielen Bundesstaaten auf den Stimmzetteln, die Umsetzung dieser Reform zu verbieten.

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