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Obama - hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

Die Midterm Elections bescherten Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

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der_sachse 14.11.2010, 21:40
2600.

Zitat von werner thurner
Im Gegenteil Obama hat waterboarding und andere Foltermethoden verboten und versuchte GTMO zu schliessen und den Hauptangeklagten einen (in Rechtsstaaten üblichen) Prozess zu machen,was schizoide und die Wirklichkeit ausblendende Leute (Ihre Gesinnungsgenossen) verhindern. Obama hat sich im Gegenteil verleiten lassen statt den AFG Krieg zu beenden mehr Truppen zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes dorthin zu versenden, was die Niederlage nicht abwenden wird.
Falsch, im Wahlkampf hat Obama betont, dass er den Irak-Krieg beenden will (so gut wie erledigt), aber sich dann verstärkt auf Aghanistan konzentrieren will. Von diesem Punkt her muss ich Sie enttäuschen, Obama hat in diesem Punkt seinen Erklärungen im Wahlkampf Taten folgen lassen. Wie das ausgehen wird, steht natürlich auf nem ganzen anderen Blatt.

der_sachse

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plleus 14.11.2010, 21:57
2601. Verstanden

Zitat von gnoib
Du kapierst es nicht. Die Leute haben ihr Gelt zur Seite gelegt und nicht ausgegeben..
Ich fuerchte, ich habe die Situation sehr gut verstanden.
Die Leute haben das Geld gespart, wieviel sollen denn das gewesen sein? Ein grosser Teil kann nicht sparen, die koennen gerade so ueberleben.


Zitat von gnoib
Das gibt denen die einen Job haben mehr Sicherheit und die sind nun wieder bereit Geld auszugeben..
Was eine Logik, nur wenn man Job/Geld hat kann man es ausgeben.
Das hat nichts mit 'Bereitschaft' zu tun.

Zitat von gnoib
Deswegen, das Glas ist zu 90% voll. Das ist natuerlich keine politisch korekte Aussage, politisch korekt muesste ich sagen 10% leerer. Aber das ueberlasse ich den Pessimisten und Depremisten, darin sich zu suhlen ist ja heut zutage in.
Eigentlich kann man diese Aussage kaum glauben. Wenn 10% Arbeitslos sind, haben 90% Arbeit. Diese doch etwas 'schlichte Logik' wollen Sie nicht wirklich ernsthaft verkaufen, oder? Abgesehen von der tatsaechlichen Zahl, steht einfach nicht das Einkommen zur Verfuegung.
Es geht hier nicht um Pessimisten oder Optimisten, sondern um eine realistische Einschaetzung der Situation.
Ihre Art von Optimismus wird schon seit vielen Monaten verbreitet, konnte aber bisher nicht durch Fakten untermauert werden. Bessere Zeiten 'herbeireden' wird wohl leider nicht helfen.

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werner thurner 14.11.2010, 22:01
2602.

Zitat von der_sachse
Falsch, im Wahlkampf hat Obama betont, dass er den Irak-Krieg beenden will (so gut wie erledigt), aber sich dann verstärkt auf Aghanistan konzentrieren will. der_sachse
So hatte ich das nicht formuliert, sondern"Obama hat sich im Gegenteil verleiten lassen statt den AFG Krieg zu beenden mehr Truppen zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes dorthin zu versenden, was die Niederlage nicht abwenden wird"
Wie hier zu lesen ist:
http://www.fr-online.de/politik/spez...8/-/index.html
"Bereits am Montag hatte Obama angekündigt, dass er im Fall seines Wahlsieges die US-Truppen in Afghanistan um zwei Brigaden - bis zu 10.000 Soldaten - verstärken würde."

In Wirklichkeit wurden nun mehr als 30 000 Soldaten als Verstärkung (Kosten vom Senat genehmigt mit 30 Billionen (dt.=Milliarden) Dollar in einen aussichtlosen Krieg geschickt, der sich als Bumerang erweisen wird.

Von einem Präsidenten mit angeblich hochkarätigen Beratern erwarte ich, dass dieser nach zwei Jahren
(vom Sommer 2008 bis Sommer 2010) weiteren Krieg in AFG und ansteigenden Verlustzahlen erkennt, daß er seine Linie andern muss und nicht auf die Militaristen hört.
Deshalb schrieb ich, er hat sich verleiten lassen.

Nun, wer zu spät kommt (die USA), den bestraft das Leben.

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gnoib 14.11.2010, 22:20
2603.

Zitat von plleus
Ich fuerchte, ich habe die Situation sehr gut verstanden. Die Leute haben das Geld gespart, wieviel sollen denn das gewesen sein? Ein grosser Teil kann nicht sparen, die koennen gerade so ueberleben. Was eine Logik, nur wenn man .....
Dir fehlen die realen Fakten. Seit begin der Krise haben sich die Leute extrem in ihren Ausgaben zurueck gehalten.
Das Sparguthaben, Sparbuecher, haben in der USA dramatisch zugenommen. Die Leute haben Geld auf die Hohekante gelegt, aus Angst und Unsicherheit.
Da wurde vieles verkniffen, dass nicht notwendig war oder ein Gewisser Luxus.
Diese Angst vor dem Jobverlust und die Unsicherheit ist seit rund 6 Monaten im Abklingen.
Jagdsaison ist eine der wichtigsten Touristen Saisons in meiner Gegend, 50% Zuwachs zum letzten Jahr.
Alle 3 Saisons ausgebucht.
In meinem Sport wurden letztes Jahr Veranstaltungen abgesagt weil nicht genug Teilnehmer zu finden waren, oder Unterbesetzte Veranstaltungen sich durchquaelten, oder um Teilnehmer baten.
Keine Einzige wurde dieses Jahr abgesagt und nur noch 10% waren Unterbesetzt, obwohl die Nennungskosten um 10% angezogen haben.
Aber wenn du damit Gluecklich bist, dass das Glas um 10% leerer ist, dann bitte doch, enjoy it.

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plleus 14.11.2010, 22:23
2604. Witzig

Zitat von RobAndrew
Glauben Sie mir, wenn Sie mit Amerikanern ueber Amerika diskutieren sollten Sie deren Begriffs Definitionen uebernehmen, alles andere ist schlicht daemlich. Jeder, aber auch jeder, Amerikaner weiss was ein "Liberal" ist, einschliesslich der Liberals.
Warum muss man dann ueber 'Liberal' diskutieren, wenn jeder das gleiche darunter versteht? Bisher ist es mir noch immer in Diskussionen gelungen, den Unterschied der Bedeutung klar zu machen. Ihnen fehlt ja offensichtlich schon die Akzeptanz (oder Toleranz - was immer man will), dass in anderen Laendern ein Begriff eben nicht identisch mit Ihrer Definition ist.

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gnoib 14.11.2010, 22:31
2605.

Zitat von plleus
Ich fuerchte, ich habe die Situation sehr gut verstanden. Die Leute haben das Geld gespart, wieviel sollen denn das gewesen sein? Ein grosser Teil kann nicht sparen, die koennen gerade so ......
Empfehle dir einmal einen Blick auf die Retail Zahlen zu werfen, die ersten 9 Monate von 2010 haben einen anstaendigen Zuwachs gegenueber von 2009 und zwar durch die reihe wech, nur Big Box Stores haben nicht zugelegt.

Gloom and Doom ist in aber nicht Fakten

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der_sachse 14.11.2010, 22:53
2606.

Zitat von masshole
Yep - wenn das Primat des Marktes gegolten haette, dann haette es ein Ende mit Schrecken (kurzfristige heftige Rezession, danach Neuanfang) gegeben, aber nicht diesen Schrecken ohne Ende (europaeische Verhaeltnisse).
In einem Punkt stimme ich Ihnen zu. Die staatlichen Rettungen waren sinnlos, lieber versenken als zwangsweise weiterzubeatmen. Jetzt kommt aber das große ABER:

Wenn der US-Staat nicht eingesprungen wäre, um bestimmte Konzerne zu retten, wäre die Rezession nicht kurz und heftig geworden, sondern eher ne Depression ungeahnten Ausmaßes geworden. Sie hatten in einem anderen Beitrag "verstattlichte" Unternehmen genannt, die wären ohne Eingriff alle weg gewesen (AIG, Chrysler, GM + paar Banken). Was wäre danach passiert? Selbst mit den Eingriff des Staates ist das Wirtschaftswachstum extrem eingebrochen und hat sich immer noch nicht wieder berappelt (der Grund für den Wahlerfolg der GOP vorletzte Woche). Aber ohne den Eingriff wäre der Einbruch der Wirtschaft immer noch nicht vorbei, weil der Wegbruch von Schlüsselindustrien nicht in 2 Jahren behebbar ist. Man kann daher die Rettungen negativ sehen, aber ohne das staatliche Eingreifen würde es den USA noch viel elender gehen, also der Zustand jetzt noch immer ist.

Aber warum der letzte Satz "aber nicht diesen Schrecken ohne Ende (europaeische Verhaeltnisse)". Zwar hat auch Europa kräftig unter dem Einbruch gelitten (hat die USA Schnupfen, haben wir in Europa (noch) ne Lungenentzündung). Aber im Gegensatz zu den USA haben die Europäischen gezwungenermaßen Sparpakete eingeleitet, auch um ihre Währung zu schützen, die eh schon genug unter Druck ist (Griechenland, bald auch Irland).

Die USA und das muss ich Obama ankreiden, haben nichts besseres zu tun, als weiter so aufzutreten, als ob ohne Sie die Weltwirtschaft untergehen wird und einfach wie bisher weitergemacht werden kann. Bei G20-Witzgipfel hat sich ja gezeigt, dass die Wirtschaftspolitik der USA von den anderen Ländern mittlerweile sehr ablehnend betrachtet wird und Vorschläge von Obama und seinen Beratern überhaupt nicht mehr als Diskussionswürdig angesehen werden (Exportdrosselung etc.) Noch dazu das Anwerfen der Notenpresse, was zwar kurzfristig Druck wegnimmt, aber langfristig zur nächsten Blase führen wird, welche noch schwererer Konsequenzen haben wird als die letzte Krise.

Sie sehen, die USA haben noch nicht erkannt, dass sie sich in einer fundamentalen Krise befinden und keine Rezepte haben, diese wirksam zu bekämpfen. Die Bankenreform kann unter Ulk verbucht werden, sieht man ja an den Mrd.-Gewinnen, die bereits jetzt wieder gescheffelt werden (das gleiche gilt für die Europäer), aber ohne ein ordentliches Sparpaket, was wirksam knapp 500 Mrd. Dollar (englisch: 500 billion Dollar) pro Jahr bringt, wird es nicht gehen, um jemals wieder einen ordentlichen Staatshaushalt zu erwirtschaften. Aber das hatte ich in dem Thread bereits ganz an Amfang bereits geschrieben, dass effektiv gespart werden muss, ohne eine Antwort darauf zu erhalten. Aber die Vorschläge von gnoib waren ganz gut, auch wenn ein paar davon politisch nicht durchsetzbar sind.

Also sind wir in Europa im Grunde nicht so schlecht, wie Sie das hier sehen, aber auch nicht die Musterschüler.

der_sachse

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der_sachse 14.11.2010, 23:06
2607.

Zitat von Steve Holmes
Eine höhere Selbstbeteiligung könnte auch in Deutschland das Problem vieler unnötiger Arztbesuche und Verschreibungen lösen. Das amerikanische System halte ich dennoch für besser.
Na dann brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Die FDP unter dem "Super-Reformer" Rösler hat das ja jetzt durch den Bundestag gebracht. Als nächstes will er die Pflegeversicherung privatisieren. Mein Gott, wann ist endlich 2013, um diese Partei wieder dort hinzubefördern, wo sie hingehört, nämlich in die Opposition.

Und das Mähr von unnötigen Arztbesuchen ist auch nicht totzukriegen. Welcher Bürger setzt sich freiwillig in ein Arzt-Zimmer? Aus Spass an der Freude? Wohl kaum. Wer krank ist, geht zum Arzt, wer als nicht-Kranker hingeht, sollte zum Psychiater gehen.

der_sachse

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Gandhi 14.11.2010, 23:35
2608. A;lso

Zitat von werner thurner
So hatte ich das nicht formuliert, sondern"Obama hat sich im Gegenteil verleiten lassen statt den AFG Krieg zu beenden mehr Truppen zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes.....
Wenn Praesident Obama im Sommer 2008 schon im Weissen Haus das Sagen gehabt haette, dann waeren die beiden Kriege, die er geerbt hat, schon lange beendet worden.

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der_sachse 14.11.2010, 23:39
2609.

Zitat von Steve Holmes
Das ist doch Unfug und sie wissen es.
Also welcher Satz wäre den gerecht, um nicht als Unfug dazustehen? 100 Euro? Nicht immer Phrasen, sondern auch mal Stellung beziehen.

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