Forum: Politik
Obama - hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

Die Midterm Elections bescherten Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine derbe Niederlage. Hat der Hoffnungsträger seine Wähler enttäuscht?

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RealityCheck 14.11.2010, 23:40
2610. Schon wieder?

Zitat von plleus
Sie interpretieren schon wieder. Wo in dem Text steht etwas von 'Kreditregeln ausser Kraft setzen', das Gegenteil ist der Fall? ... Im Gegensatz zu Ihnen ist das auch nicht meine Absicht. Wenn Sie es nicht verstehen wollen (oder koennen), machen Sie nicht andere dafuer verantwortlich. Die Verantwortung der Banken auf den Gesetzgeber abzuwaelzen ist geradezu grotesk.
Dies scheint ein "Härtefall" zu sein. Aber jetzt verstehe ich Ihre Hartnäckigkeit. Die Banken MÜSSEN schuld sein. Aber leider...

Der CRA verlangt die Erfüllung von Quoten. Es geht darum, an Minderheiten im Verhältnis zu Anträgen die gleiche Zahl von Akzeptierungen und Ablehnungen zu erteilen, wie an Mitglieder der Bevölkerungsmehrheit. Das ist der ganze Zweck des Gesetzes.

Wenn die Kreditrisiken erwiesenermassen gleich sein sollten, dann wäre das Problem, dass trotzdem nicht proportional gleich entschieden wird, durch das Gesetz einfach zu lösen. Es würde dann nur eine Dummheit der Banken kuriert, die sich aus irrationalen Gründen Geschäfte haben entgehen lassen.

Wenn die Kreditrisiken bei diesen Minderheiten aber höher sind, kann die Tatsache ungleicher Krediterteilung nicht durch die Banken gelöst werden. Wenn das als gesellschaftliches Problem gesehen wird, dann muss der Steuerzahler es lösen, indem er die durch Krediterteilung an weniger Kreditwürdige entstehenden Verluste trägt.

Zu behaupten, man könne höhere Risiken durch Voodoo beheben, ist Phantasie.

Und es ist natürlich nicht zumutbar, dass einige private Unternehmen mit ihrem Vermögen oder sogar mit dem Geld ihrer Depositoren gesellschaftliche Probleme lösen.

Was wirklich geschah, war Folgendes: die in der Tat höheren Risiken wurden ZUM SCHEIN den Banken auferlegt. Tatsächlich trug sie der Steuerzahler, indem die GSE die faulen Kredite den privaten Banken wieder abnahmen.

Aber die GSE wurden von Franklin D. Roosevelt gegründet, um den Hypothekenmarkt flüssiger zu machen, indem er den GSE die Securitization von Hypotheken ermöglichte, das heisst, die Bündelung von individuellen Hypotheken zu Wertpapieren, die leicht handelbar wären.

Und so geschah es dann auch in den letzten Jahren. Die GES bündelten und so landeten solche Hypotheken dann auch bei der HRE und der IKB, etc.

Bei Leuten vom Typ des viel gescholtenen Josef Ackermann konnten sie nicht landen, dafür aber bei aus der Politik übergewechselten Chefs von Landesbanken.

Und sie konnten nicht landen bei spanischen Banken, denn denen wurde es von der Banco de España durch erhöhte Depotforderungen für diese Papiere unmöglich gemacht, in sie zu investieren.

Die waren smarter als die Deutschen. Hätten die die kommissarische Leitung der Bundesbank gehabt, dann hätte die Bundesrepublik viel Geld gespart.

Die Spanier beherzigten die alte Bankerregel: "Know your customer!"

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der_sachse 14.11.2010, 23:59
2611.

Zitat von Palmstroem
Diese Sicht verwundert bei einem wie Ihnen nicht. Richtig ist, daß G.W.Bush immer Allierte für seine Politik hatte. Ob die Sechsergespräche über Nordvietnam.....
Sehr geehrter Herr Palmstroem,

langsam gehen Sie mir richtig auf den Zeiger mit ihren kruden "Argumenten" bezüglich des Irakkrieges. Seit dem ich Ihnen das erste Mal hier im Forum begegnet bin, schreiben Sie fast wortwörtlich das gleiche herein, ohne überhaupt Argumenten empfänglich zu sein.

Alos bekennen Sie endlich Farbe: Sie sind das klassische Bild eines Bush-Jüngers, der ohne Nachfragen seinem Meister folgt, egal wie blöd es auch ist. Sie sehen in jedem Foristen hier, der es auch nur wagt, ihren Heiligen GWB zu kritisieren, als jemanden an, der keine Ahnung von Politik hat. Nur ihr Meister Bush hat natürlich alles richtig gemacht und ist daher auch so glorreich aus dem Amt ausgeschieden, mit den schlechtesten Umfragewerten im eigenen Land und als weltweit meistgehasster US-Präsident in die Geschichte eingegangen.

Daher muss er ja alles außenpolitisch richtig gemacht haben. Zumindest einen illegitimen Krieg vom Zaun gebrochen, die USA als moralische Instanz für Demokratie und Menschnrechte auf Jahrzehnte zerstört, von der innenpolitischen Spaltung mal ganz abgesehen.

Aber Sie verteidigen auch 2 Jahre nach dem Ausscheiden von GWB aus dem Weißen Haus noch dessen Fehlschläge. Es ist einfach nur lächerlich, wie man trotz der 2 Jahre immer noch nicht die Fehler von GWB sehen kann oder will. Selbst die Konservativen hier im Forum lehnen Bush zumindest teilweise ab, nur Sie strahlen aus dieser Masse heraus. Macht Ihnen das Spass? Wissen Sie eigentlich, dass kaum jemand hier im Forum Sie überhaupt ernst nimmt, trotz ihrer mittlerweile über 7.300 Beiträgen?
Und da Sie bestimmt drauf antworten werden, mein Standpunkt: Bush hätte für den Irakkrieg zur Verantwortung gezogen werden müssen, Afghanistan geht für mich in Ordnung, zumindest für den Sturz der Taliban, nicht die weiteren Kriegsverbrechen, die begangen wurden.

Wie sehr Bush spaltet, hat man ja letzte Woche gesehen, als die Memoiren veröffentlicht wurden, wie bitterlich sich der GWB über den Schröder beschwert hat, dass dieser nicht bei seinen kleinen Feldzug mitmachen wollte. Wie ein kleines, unverbesserliches Kind.
Wer in diesem Beitrag Sarkasmus finden sollte, darf ihn behalten.

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der_sachse 15.11.2010, 00:20
2612.

Zitat von werner thurner
So hatte ich das nicht formuliert, sondern"Obama hat sich im Gegenteil verleiten lassen statt den AFG Krieg zu beenden mehr Truppen zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes dorthin zu versenden, was die Niederlage nicht abwenden wird" Wie hier zu lesen ist: "Bereits am Montag hatte Obama angekündigt, dass er im Fall seines Wahlsieges die US-Truppen in Afghanistan um zwei Brigaden - bis zu 10.000 Soldaten - verstärken würde."
Also war es bei der Wahl Obama's bekannt, dass er mehr Soldaten nach Afghanistan schicken will. Also auf was wollen Sie hinaus? Bedenken Sie eins, die USA können es sich für die eigene Moral nicht leisten, Afghanistan als verloren anzusehen. Ich gehe sogar noch weiter und sage, wenn Bush den Irak-Krieg nicht vom Zaun gebrochen hätte, gäb es heute gar kein Afghanistan-Problem, da die Berichte von der CIA und anderen Geheimdiensten zu dem Schluss gekommen sind, dass die Taliban 2002 so gut wie ausgerottet waren.

Wären damals die ganzen Truppen des Irak-Feldzuges in Afghanistan eingesetzt worden, wären die letzten Überbleibsel und natürlich auch bin Laden gefunden worden, was gut für's Ego der USA und des restlichen Westen gewesen wäre, aber auch in Afghanistan gutes bewirkt hätte, da die Vernachlässigung aufgrund des Irak-Krieges zum Wiedererstarken der Taliban geführt haben.

Daher schrieb ich ja auch in meinen Beitrag, dass ich den erfolgreichen Ausgang des Afghanistan-Feldzuges als recht gering ansehe. Und dass dürfte ein moralisches Problem für Obama werden.

Zitat von werner thurner
In Wirklichkeit wurden nun mehr als 30 000 Soldaten als Verstärkung (Kosten vom Senat genehmigt mit 30 Billionen (dt.=Milliarden) Dollar in einen aussichtlosen Krieg geschickt, der sich als Bumerang erweisen wird.
Die Entsendung erfolgte mit Rücksprache der kommandierenden Generäle und wurde allgemein als richtig empfunden. Lieber etwas mehr Soldaten rein und aufräumen, aber unter der Prämisse, diese nur mit festen Abzugsdatum zu entsenden.

Zitat von werner thurner
Von einem Präsidenten mit angeblich hochkarätigen Beratern erwarte ich, dass dieser nach zwei .....
Die Entsendung erfolgte bereits 2009 und dass die Truppen Kosten verursachen, dürfte wohl klar sein. Daher muss jedes Jahr diese Kosten vom Senat und Kongress bestätigt werden. Aber wie gesagt, war alles so in dem Konzept von Obama vorgesehen, welches er im Sommer 2008 vorgestellt hat.

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RealityCheck 15.11.2010, 01:30
2613. The Big Lie

Zitat von plleus
Sie interpretieren schon wieder. Wo in dem Text steht etwas von 'Kreditregeln ausser Kraft setzen', das Gegenteil ist der Fall?
Das Thema ist so wichtig, weil es zur "BIG LIE" erhoben wurde, die Reinwaschung der dafür verantwortlichen Politiker und die Schuldzuschiebung an die Banken.

Der CRA verlangt die Erteilung von Krediten an Leute, die nicht ausreichend kreditwürdig sind und das das Gesetz ausführende gesetzliche Organ "setzt voraus", (The board anticipates...) dass das Safe & Sound zu geschehen habe. Wahrscheinlich, damit sie nicht auf Schadenersatz verklagt werden können. Das ist ein Oxymoron, das heisst, das geht nicht, es ist ein Bluff zum Schutze der Politiker, die das Gesetz gemacht haben, von Seiten der Federal Financial Supervisory Agency gegenüber den Banken, mit denen sie es ja machen kann, weil die von ihr abhängig sind.

Wenn man die Krise auf eine Person zurückführen müsste oder könnte, dann auf Eugene Ludwig, Clintons "Comptroller of the Currency", der die "Ausleihungen an wenig verdienende Amerikaner verzehnfachte":

>…Ludwig remains proudest, however, of his efforts to compel bank compliance with fair-lending laws and his revitalization of the Community Reinvestment act (CRA), a 1977 law requiring banks to invest in poorer neighborhoods and improve lending and service to low- and moderate-income borrowers. ... After just one Justice Department referral in the OCC's previous 129 years, Ludwig's tenure witnessed 27 fair-lending cases, resulting in tens of millions of dollars in fines against violators. Lending to low and moderate income Americans increased tenfold, as did national bank investments in community development corporations. "The national banking system as a whole," he asserts, "did more to help low and moderate income Americans, and particularly Americans of color, than at any time in the history of the republic by far. The record speaks for itself, and I'm proud of it."<

http://www.haverford.edu/publication...g00/ludwig.htm

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werner thurner 15.11.2010, 09:33
2614.

Zitat von Gandhi
Wenn Praesident Obama im Sommer 2008 schon im Weissen Haus das Sagen gehabt haette, dann waeren die beiden Kriege, die er geerbt hat, schon lange beendet worden.
Das denke ich auch.

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werner thurner 15.11.2010, 09:34
2615.

Zitat von RealityCheck
Dies scheint ein "Härtefall" zu sein. Aber jetzt verstehe ...
Sie schreiben viel. Wo bleiben die Belege für Ihre Falschbehauptungen?

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ray4901 15.11.2010, 09:42
2616. "wen das Leben bestraft"

Zitat von werner thurner
So hatte ich das nicht formuliert, sondern"Obama hat sich im Gegenteil verleiten lassen statt den AFG Krieg zu beenden mehr Truppen zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes dorthin zu versenden, was die Niederlage nicht abwenden wird" Deshalb schrieb ich, er hat sich verleiten lassen. Nun, wer zu spät kommt (die USA), den bestraft das Leben.
das sehen Sie schon richtig, das mit dem "zum Wohle des militarisch- industriellen-wall street Komplexes". Nach dieser kompletten Formulierung habe ich lange gesucht, das werde ich in Zukunft noch oft c/p können ;-)

Und der letzte Satz: haben SIE, DAMALS, auch verstanden, als das Original entstand, vor etwas mehr als 20 Jahren? ich hege ernsthafte Zweifel!

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werner thurner 15.11.2010, 10:01
2617.

Zitat von ray4901
Und der letzte Satz: haben SIE, DAMALS, auch verstanden, als das Original entstand, vor etwas mehr als 20 Jahren? ich hege ernsthafte Zweifel!
Ich hege Zweifel über Ihr Geschichtsverständnsis.
1989 nach dem verlorenen Krieg der SU in AFG ging es um den Untergang des Sowjetimperiums und dem Rückzug aus den Satellitenstaaten.
Genau das Gleiche bahnt sich nun mit den USA an,mit dem kleinen Unterschied dass es sich um zwei verlorene Kriege handelt.

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Franz-von-Barmbek 15.11.2010, 10:07
2618.

Zitat von werner thurner
Und nun? Was belegt dieser link? Nichts. Jemand mit einem Minimalhirn muss doch erkennen, daß Hinweise auf Bücher als Einzelbeleg für Behauptungen wie: Bush habe zigmal .....
Den Teufel werd ich tun, das ist doch völlig sinnlos. Mit Ihrem selektierenden Wahrnehmungsvermögen akzeptieren Sie nur Quellen, die Ihre Vorurteile bestätigen.

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werner thurner 15.11.2010, 10:17
2619.

Zitat von der_sachse
Also war es bei der Wahl Obama's bekannt, dass er mehr Soldaten nach Afghanistan schicken will. Also auf was wollen Sie hinaus? Bedenken Sie eins, die USA können es sich für die eigene Moral nicht leisten, Afghanistan als verloren anzusehen.
Obama musste dies aus Wahlkampfgründen tun, richtig.Und ob man sich das leisten kann oder nicht, auch der AFG Krieg ist verloren.Völlig mißratenen Neocon/Bush Politik halt.
Zitat von der_sachse
... da die Berichte von der CIA und anderen Geheimdiensten zu dem Schluss gekommen sind, dass die Taliban 2002 so gut wie ausgerottet waren.
Sie sehen dass Geheimdienstberichte trügen können.Und mit welchem Recht dürfte der Westen "Taliban" ausrotten. Ziemlich faschistische Diktion die Sie da benutzen.
Sie müssten z.B. erkennen, daß auch Pakistan und Saudi Arabien eine Niederlage gegen Ungläubige in AFG nicht zulassen werden.
Zitat von der_sachse
Wären damals die ganzen Truppen des Irak-Feldzuges in Afghanistan eingesetzt worden, wären die letzten Überbleibsel und natürlich auch bin Laden gefunden worden,
Sie gehen von falschen Prämissen aus. Es ging und geht n i c h t um Al Khaida oder OBL (der seit Ende 2001 tot ist) in AFG, sondern um Geostrategie,Rauschgift,Bodenschätze, pipelines,und Umsätze und Gewinne daraus und aus diesem Krieg selbst.
Zitat von der_sachse
... Soldaten rein und aufräumen, aber unter der Prämisse, diese nur mit festen Abzugsdatum zu entsenden.
Wieder diese faschistoide Wortwahl.Wie wollen Sie als nichtmuslimische, westliche Besatzungsmacht in einer mittelalterlich fundamental muslimischen Gesellschaft die im Bürgerkrieg ist "aufräumen" und mit e x a k t wem?

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