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Obama in Kuba gelandet - erster Besuch eines US-Präsidenten seit 88 Jahren
REUTERS

Historischer Moment in Kuba: Barack Obama ist in Havanna eingetroffen. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in dem Land seit 88 Jahren.

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stupp 20.03.2016, 21:29
1.

Fidel befeuerte die Feindschaft keineswegs. Durch die Unterstützung des Diktators Batista durch die USA und die Ablehnung der Revolution wurde Kuba quasi in die Hände der Sowjetunion getrieben.

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gandhiforever 20.03.2016, 21:40
2. Es ist schoen

Es ist schoen, miterleben zu duerfen, dass Vernunft in die Beziehungen zwischen den benachbarten Staaten einziehen kann.

Man muss nicht gleicher Meinung sein, man kann auch voellig verschiedenen Ideologien angehoeren und dennoch miteinander auskommen.

Grundbedingung dafuer ist allerdings, dass man den anderen respektiert. Und da liegt der Hund begraben, denn die USA sind nicht gerade bekannt dafuer, andere Staaten, andere Ansichten respektiert zu haben.

Ob dies in Zukunft anders sein wird/kann, wird sich zeigen. Obama und Castro halten es fuer moeglich, versuchen, die Vergangenheit zu ueberwinden.

Ohne Schwierigkeiten wird es nicht abgehen, aber das war/ist vorauszusehen.

Erschwerend kommt natuerlich hinzu, dass die Ewiggestrigen/Republikaner meinen, Kuba schulde ihnen etwas und muesse zuerst GOP-Forderungen nachgeben.

Das wird kaum geschehen, denn es kaeme einer Anerkennung der imperialistischen Vergangenheit gleich, einer Gesinnung, die die Republikaner noch lange nicht abgelegt haben.

Republikaner brauchen Kuba als Feind, nicht nur russland, denn ohne Feinde ist ihre Existenzberechtigung sehr beschraenkt. Die Demokraten hingegen versuchen, eine bessere Zukunft mitzugestalten.

Wir werden sehen, wie es geht.

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freddygrant 20.03.2016, 21:43
3. Könnte es sein ...

... das Obama den ideologischen Kampf gegen einen kleinen Inselstaat vor dem US-Subkontinent beenden oder nach der Umarmung erdrücken will? Das Vertrauen der Kubaner in die US-Administration ehrt sie. Welches Ergebnis diese überfällige, friedliche Annäherung erzeugen
wird, kann mann spätestens erleben, wenn Donald Trump
der nächste US-Präsident sein wird.

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ch.jost 20.03.2016, 22:03
4.

An stupp: das stimmt so nicht. Battista wurde gegen Ende nur noch von der Mafia unterstützt. Die USA hatten ihn fallengelassen. Das Problem Kuba - USA begann erst im April nach der Revolution als Fidel grosse USA Konzerne enteignet hatte. Durch das anschliessende Embargo wurde Cuba in die Hände der Sovietunion getrieben.

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bertholdalfredrosswag 20.03.2016, 22:52
5. Mein Empfinden

Die Sowjetunion wie auch die chinesische Revolution richtete sich gegen die brutale Entrechtung der Arbeitenden Unterschicht. Aus dem selben Motiv betrieb Fidel die Revolution. Nun befremdet es mich ehrlich, dass Raoul Pfötchen gebend den US Präsidenten noch vor Chinesischen und russischen Staatsvertretern in Havanna empfängt. Das befremdet mich. Jahrzehnte gedemütigt und nun gleich diese dienernde Geste?

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hugahuga 20.03.2016, 22:56
6.

Man kann den Kubanern nur wünschen, dass sie sich nicht kaufen lassen. Dass sie ihre liebenswürdigen Eigenarten beibehalten und nicht dem hemmungslosen Konsum zum Opfer fallen. Natürlich werden US Oligarchen nicht ruhen wollen, bis sie auch hier ihre Art von Konsum-Tempeln etabliert haben werden. Hoffentlich widerstehen die Kubaner dieser Verlockung, die doch letztlich nur wenige reicher, aber viele noch ärmer machen würde. Noch gibt es unter den Lebenden einige, die sich der Batista Diktatur erinnern, als US Amerikaner ganz Kuba zu einem Puff und einem Spielerparadiese gemacht hatten. Die Erinnerung daran sollte allgegenwärtig sein um Schlimmeres zu verhindern.
Lasst Euch nicht verbiegen und nicht von den Gringos kaufen, werte Kubaner.

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Stäffelesrutscher 20.03.2016, 22:58
7.

»Vor Obama war überhaupt erst ein amerikanisches Staatsoberhaupt dort, Calvin Coolidge 1928.«

Ach, und die Staatsoberhäupter Brasiliens, Argentiniens, Venezuelas, Nicaraguas und so weiter sind keine amerikanischen Staatsoberhäupter?

Wann legt SPON endlich mal die Arroganz ab, die USA als »Amerika« zu bezeichnen und alle anderen Staaten des Doppelkontinents sprachlich auszugrenzen?



- - - - Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.
K. Bonte/Redaktion

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ANDIEFUZZICH 20.03.2016, 23:00
8. monsanto vs. guantanomo

Soweit ich es jetzt gesehen habe, hat Kuba eine superökologische Landwirtschaft.
Mal sehen was davon übrig bleibt, wenn die Konzerne dort freie Fahrt bekommen.
Und Guantanamo muss auch geschlossen werden.
Es sind also viele Sachen, die geregelt werden müssen.

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linoberlin 20.03.2016, 23:10
9. Kleingeister!

Ich fühle mich angesichts der Kommentare an die Zeit erinnert, als Reagan und Gorbatschow sich "annäherten". Es war ein Anfang. Sie haben ihn gemacht. Alle Konsequenzen konnte niemand voraussehen.

Und ich bleibe optimistisch.

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