Forum: Politik
Obama trifft Castro: "Senor Presidente, Andrea hat noch eine Frage an Sie!"
AFP

Sticheleien, Scherze und ein schwer genervter Raul Castro: Die Pressekonferenz von Barack Obama mit Kubas Präsident war einer jener kostbaren Momente, in denen sich Politik von ihrer ungeschliffenen Seite zeigt.

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carax 22.03.2016, 10:48
30.

Pech & Schwefel im Gespräch. Da bringt es weder das eine noch das andere zu würdigen oder zu verurteilen. Beide Länder haben ihre Vor- und Nachteile. Manche Foristen sind echt nicht zu verstehen, dass sie direkt unobjektiv Partei ergreifen -.- . Ungeachtet der Landeswürdigung oder Zukunft ist es schön anzusehen, wenn starke Feindbilder eine Annäherung suchen.

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rumal55 22.03.2016, 10:49
31. Stimmt

Zitat von muellerthomas
Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Die Bilanz von Obama ist doch beeindruckend, m.E. der beste US-Präsident seit dem 2. WK, noch knapp vor Clinton.
......Er ist sogar noch besser als Bush Jun.

Guantanamo existiert immer noch!
Bei den völkerrechtlich umstrittenen Drohnenangriffen, hat er was " Qualität und Quantität " betrifft, seinen Vorgänger weit übertroffen.

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unter_linken 22.03.2016, 10:49
32.

Zitat von lexus1234
Lieber Dissident in Kuba als Dissident in den USA. Wir sehen an Snowden und Manning, eigentlich auf Seiten der US-Verfassung, was mit echten Dissidenten in den USA passiert. Die Liste könnte beliebig weitergeführt werden.
Sie kennen sich also auf beiden Seiten aus? Kennen Dissidenten beider Seiten persönlich und natürlich auch deren Schicksal? Dann führen Sie die Listen doch mal beliebig weiter. Ich warte so lange darauf.
Bis dahin die Frage, wenn Sie schon sowieso auf der guten Seite stehen, warum nutzen Sie imperialistisches Internet einer westlichen Gesellschaft, wenn Sie es so viel besser haben könnten?

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spontanistin 22.03.2016, 11:00
33. Nobody is perfect!

In Kenntnis um die Unerreichbarkeit der Perfektion geht es immer um das Finden eines Optimums. Die Kriterien im Kapitalismus orientieren sich primär an der Kapitalrendite - unter Missachtung der materiellen und geistigen Umweltvergiftung. Alle real existierenden Systeme des Kapitalismus und Sozialismus sind Machtsysteme und von daher auf Machterhalt ausgerichtet. Nur der Schwächere gibt hier nach!

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www.yzx.de 22.03.2016, 11:06
34. Obama

Zitat von muellerthomas
Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Die Bilanz von Obama ist doch beeindruckend, m.E. der beste US-Präsident seit dem 2. WK, noch knapp vor Clinton.
Clinton hat in der Tat sehr viel im Positiven bewegt, auch wenn das in Europa kaum wahrgenommen wurde. Aber Obama?

Der hat den von den Buschs im Irak gelegten Flächenbrand auf Nordafrika und Syrien ausgeweitet, die Beziehungen Europas (insbesondere Deutschlands) zu Rußland kaputt gemacht und auch innenpolitisch nicht gerade viel bewegt. Ungerechtigkeit, Kriminalität und Arbeitslosigkeit sind im Land wie gehabt; die Todesstrafe gibt es weiterhin. Dazu foltern dubiose private, aus dem US-Etat finanzierte Söldnerarmeen seit Bush weiterhin ungehindert in der Welt rum und zündeln. Und die Stasi ist seit Bush auch nochmal massiv eskaliert.

Mir fallen da spontan überhaupt nur zwei positive Dinge ein: Obamacare und - back 2 topic - jetzt die Beziehungen zu Kuba.
Wobei wir da auch gleich wieder einen echten Obama hätten, denn wollte der nicht gleich zu Beginn seiner ersten Amtszeit das menschenrechtsfreie Folterlager Guantanamo schließen. Nun, acht Jahre später ... wie gesagt, große Worte, kleine Taten ...

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Gottfried 22.03.2016, 11:10
35. Amerika hat kaum noch Freunde in Kuba,

und was ist die erste Amtshandlung von Obama, er beschwert sich über Menschenrechtsverletzungen im Gastland. Er ist kaum 5 Minuten auf der Insel, da treten
von den Amis finanzierte Spinner auf und verbreiten die amerikanische Lebensweise.In Guantanamo wurden und werden noch immer Menschen gefoltert, der US Präsident hatte der Welt versprochen das,das Lager in seiner Amtszeit geschlossen werden würde. Er hat so viel versprochen und noch weniger gehalten wie seine Vorgänger. Castro ist gut beraten dem Mann nichts zu glauben.

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civicus 22.03.2016, 11:12
36. Kann recherchiert werden

Zitat von w50
...ist es nach meiner Kenntnis nicht so, dass die USA einen Pachtvertrag haben und die Zeit dafür abgelaufen ist? Es wäre also vertraglich längst an Kuba zuzürckzugeben. Wäre doch mal einen Bericht wert.
http://avalon.law.yale.edu/20th_century/dip_cuba002.asp
http://www.newyorker.com/news/news-desk/a-useful-corner-of-the-world-guantnamo

Der Pachtvertrag wird nur in beidseitigem Einverständnis beendet.

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www.yzx.de 22.03.2016, 11:15
37. Batista und andere Demokraten

Zitat von René Zeyer
Der Palast der Revolution ist kein "sozialistischer Betonbau", er wurde, wie die meisten anderen Gebäude (und das Moment für José Martí) um den Revolutionsplatz vor 1959 gebaut. Die Bauherren waren daher auch keine "Revolutionäre". Hilft immer, wenn man weiss, worüber man schreibt und keine dümmlichen Interpretationen aus falschen Informationen ableitet.
Ach was. Revolutionäre waren das auch. Nur keine Sozialisten. Eher sowas wie eine frühe AfD. Also Republikaner, oder so. ;-)
Und von wegen Verbrüderung mit Diktatoren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fulgencio_Batista#Auszeichnungen_.28Auswahl.29
Da dürfte für sich selbst sprechen ...

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Untertan 2.0 22.03.2016, 11:17
38. So verschieden sind die gar nicht

Ich weiß nicht, wie man den Kubanern Menschenrechte unter die Nase reiben will, wenn man nur ein paar Kilometer weiter einen weltweit berüchtigten Folterknast betreibt...

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schlafes.bruder 22.03.2016, 11:18
39. Aber doch nicht in SPON, . . .

Zitat von w50
...ist es nach meiner Kenntnis nicht so, dass die USA einen Pachtvertrag haben und die Zeit dafür abgelaufen ist? Es wäre also vertraglich längst an Kuba zuzürckzugeben. Wäre doch mal einen Bericht wert.
. . . das wäre ja wohl ein bisschen zu viel der Objektivität verlangt.

Raul Castro hat auf die Frage nach den Menschenrechten nicht clever reagiert - ein Verweis auf Guantanamo hätte "eine der besten Journalistinnen der USA" wahrscheinlich ziemlich verwirrt.

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