Forum: Politik
Obama und der Syrien-Konflikt: Der verdruckste Oberbefehlshaber
REUTERS

Was ist eine rote Linie wert? Barack Obama gerät wegen seiner Zurückhaltung im Syrien-Konflikt unter Druck. Der US-Präsident fürchtet einen neuen Krieg, während er gerade zwei andere abwickelt - und dann ist da noch Guantanamo.

Seite 23 von 23
derregelmäßiggelöschte 03.05.2013, 09:33
220. Ich weiß nicht, ob genug politischer Druck ...

Zitat von WinstonSmith.
Ich möchte mir das lieber nicht vorstellen, wie eine UN-Friedenstruppe in Jerusalem "zwangsweise für Ruhe" sorgt. Wenn zwei sich streiten, haben sie auch kein Problem, gemeinsam auf einen Dritten einzuschlagen. Jerusalem als freie Stadt der Religionen ist ein schöner Gedanke, aber der wird nur reifen, wenn er vor Ort gewollt ist. Mit Zwang wird man da nicht weiterkommen. Es könnte auch höchstens ein Symbol für den weiteren Nahen Osten sein, denn allein davon wird die wirtschaftliche Lage in den arabischen Staaten, die kein Erdöl haben, nicht besser. Dort ist - völlig überraschend - in den letzten 20-30 Jahren eine zahlenmäßig ganz erhebliche Generation herangewachsen, die über alle Medien den Reichtum in Europa, Amerika, China oder den Golfstaaten sehen kann und feststellen muss, dass sie in ihren eigenen Ländern an diesen Möglichkeiten in nennenswerter Zahl keinen Anteil haben werden können.
... dafür zu erzeugen wäre. Das dürfte gegenwärtig noch weitaus schwerer sein als 1947. Aber ich könnte mir vorstellen, dass eine mit der internationalen Verwaltung einhergehende Verlegung des Hauptsitzes der UN von New York nach Jerusalem eine attraktive Lösung für alle Beteiligten wäre. Dass die wirtschaftlichen Perspektiven durch einen Frieden nur besser werden könnten, halte ich für vermittelbar. Allerdings wäre der sunnitisch-schiitischen Auseinandersetzung damit nichts an Schärfe genommen. Sie könnte sich sogar verschlimmern, wenn der gemeinsame Feind Israel nicht mehr akut wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein anderer 03.05.2013, 11:09
221.

Zitat von derregelmäßiggelöschte
Allerdings wäre der sunnitisch-schiitischen Auseinandersetzung damit nichts an Schärfe genommen. Sie könnte sich sogar verschlimmern, wenn der gemeinsame Feind Israel nicht mehr akut wäre.
Ist es nicht eher so, dass es der Palästinakonflikt dem Iran ermöglicht die sunnitischen Herrscher an den Pranger zu stellen? Und damit sich bei der normalen Bevölkerung der sunnitisch regierten Länder als der einzige Verbündete darzustellen der den palästinensischen Leidensweg zu beenden versucht?
Ein Frieden in Palästina würde von Seiten Iran die Lage zwangsläufig beruhigen. Ob das für Saudi-Arabien oder die Salafisten gesammthaft auch so wäre muss bezweifelt werden. Ägypten hat doch vor kurzem iranischen Touristen die Einreise Verboten weil der Zuständige Minister, ein Salafist, die Ausbreitung der Häresie befürchtet. Auch wird jede Anstrengung der arabischen Schiiten um Gleichstellung mit den sunnitischen Mitbewohnern zu erreichen als iranische Einflussnahme diskreditiert. Alles deutet darauf hin, dass sich hauptsächlich die Salafisten in einem Religionskonflikt wähnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mononatriumglutamat 03.05.2013, 15:32
222. Und Sie?

Zitat von Hape1
Sie glauben die Mehrheit der Syrier will diesen Bürgerkrieg? Sie glauben die Mehrheit der Syrier will einen islamischen Gottesstaat?
Sie glauben, die Mehrheit der Syrer will Assad behalten? Sie glauben, die einzige Möglichkeit nach Assads Sturz ist ein islamistischer Gottesstaat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 23 von 23