Forum: Politik
Obama zu CIA und 9/11: "Wir haben ein paar Leute gefoltert"
REUTERS

"We tortured some folks": US-Präsident Obama hat erneut bestätigt, dass die CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Folter angewandt hat. Er sagte dies so deutlich wie nie zuvor.

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echnaton12 02.08.2014, 01:04
50. nach 13 Jahren so eine flappsige Bemerkung loszulassen...

wo eh jeder weiß, dass MASSENHAFT und aufs Gröbste gefoltert wurde und noch immer wird, ist erbärmlich. Längst ist Obama vom einst gefeierten Heilsbringer auf Normalmass geschrumpft. Schade drum. Bleibt die Erkenntnis, dass seitens der Politiker keinerlei Lösung der drängenden Probleme zu erwarten ist und Visionen solange abgeschliffen werden, bis nur noch Phrasen übrig bleiben. Vielleicht ist Merkel deshalb so erfolgreich, weil sie nie vorgab, irgendwelche zu haben. Eigentlich kann man nur froh sein, dass bei "uns" seit 60 Jahren nicht mehr gefoltert oder exikutiert wird. Insoweit haben "wir" die Lektion gelernt und sogar unsere "Befreier" aus Ost und West überflügelt. Auch wenn ansonsten kein Grund besteht, stolz zu sein, aber dafür ist ja wohl auch die Fussballnationalmanschaft zuständig!

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uvg 02.08.2014, 01:05
51. Die Überheblichkeit, mit der Herr Obama...

das systemimmante US-Foltern und Spionieren darstellt, ist nicht akzeptabel. Gegenmassnahmen und Sanktionen gegen diesen Grössenwahn sind indiziert.

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fatal.justice 02.08.2014, 01:07
52. Jeder wusste dies seit...

etlichen Jahren. Es hat nur keinen demokratischen Staat interessiert. Die USA ist wohl weltweit das einzige Land, welches wirklich ALLE Möglichkeiten der Herrschaftsausübung pflegen darf, ohne jemals Sanktionen befürchten zu müssen. Nicht umsonst weigert sich deren Justiz, ihre Staatsbürger an den Haag auszuliefern.

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mahrud 02.08.2014, 01:13
53. Weichspüler.

Zitat von sysop
"We tortured some folks": US-Präsident Obama hat erneut bestätigt, dass die CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Folter angewandt hat. Er sagte dies so deutlich wie nie zuvor.
Fassen wir mal zusammen: Obama erzählt uns, was wir eh schon wussten und längst entsprechend bewertet haben.
Sicher, man könnte sagen, daß Selbsterkenntnis der erste Schritt ist, aber außer einem flauen Eingeständnis kommt ja nichts weiter außer einer ebenso flauen Rechtfertigung, man hätte unter großem Druck gestanden.
Außerdem sollen einige zwangsläufig weitgehend geschwärzte Dokumente zur Aufklärung beitragen. Vielleicht wird auch irgendeine mittelformatige Knallcharge ihren Posten abgeben müssen, aber eine juristische Aufarbeitung wird nicht stattfinden, und insofern wäre zu fragen, was der Presidente denn meint, wenn er etwas blumig davon redet, man müsse die Verantwortung dafür übernehmen.
Verantwortung ist nicht weniger als die Bereitschaft zur Sühne einer Schuld, Schadenersatz bzw. Wiedergutmachung und natürlich der glaubhafte Versuch einer Entschuldigung bei den Opfern.
Doch kein Wort davon.
Das ist ziemlich dürftig, aber zumindest konsequent und entspricht der Tradition.

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Hulda 02.08.2014, 01:25
54. Erzähl doch nichts.

Die USA waren immer ein Folterstaat.

Schon die Iraner unter dem Schah mussten das erfahren. In dieser Zeit (und auch noch heute) hatte die CIA eine eigene medizinische Abteilung für effektive Folter. Das hatten noch nicht einmal die Nazis.

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vezin 02.08.2014, 01:25
55. Unterschied ?

Wo ist der Unterschied zu folternden Schurkenstaaten ?
Ich meine "Ich bin der Gute" dann darf ich Das ?
Kranke Weltpolitik - angeheizt von Politverbrechern wie Kissinger , Bush oder Cheney ! Die es sogar offen zugeben - Blut an den Händen wird wohl vom Wahlvolk akzeptiert .Krank !!!

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Blödian 02.08.2014, 01:29
56. Verantwortung...

... bedeutet in diesem Fall nach meinem Rechtsverständnis, dass die Täter in Gerichtsprozessen Geständnisse ablegen, dafür verurteilt und bestraft werden.

Ansonsten sind es doch bloß leere Worte.

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bertholdalfredrosswag 02.08.2014, 01:33
57. Echtes bereuen ist das nicht.

"Wir haben eine Linie überschritten. Das muss verstanden und akzeptiert werden." Das ist wirklich als lapidar zu bezeichnen. Was noch zynischer ist, war das Fortsetzen der Foltermethoden auch nach seinem Amtsantritt, trotz seines Versprechens Guantanamo aufzulösen und die Fölterei zu beenden. Die lapidaren Worte die Obama nun zu diesem Bekenntnis verwendet lassen erkennen dass ihm die Gefolterten weniger bedeuten als ein Tier. Vor wievielen Jahren versprach er mit dem gleichzeitigen Versprechen auch Frieden in Nahost zu schaffen? Wofür er den Nobelpreis erhielt. Ich hätte etwas respekt vor ihm wenn er diese Friedenspreis - Vorschuß-Lorbeeren im Nachhinein ablehnen und iihn jetzt nach seinem Versagen zurückgeben würde. Er ist in Wirklichkeit ja auch nur eine Atrappe hinter der sich die eigentlichen Intendanten aller US Szenarien verdecken. Sein jetzt gegebenes Bekenntnis könnte auch aus dem Munde von Netanjahu stammen, Entspannung durch faire Verhandlungen, ist nicht im Drehbuch vorgesehen. Gaza und Ukraine werden in der selben Abfolge inszeniert. Ja keine fairen Verhandlungen.

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emmisa 02.08.2014, 01:35
58. Haftung

G. Walker Bush hat doch wohl einen Freifartsschein für sein Tun, der wird sich sich nie in Deen Haag verantworten müssen. So ein Ding wie Nürnberg gilt wohl immer nur für Verlierer:-)

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bernd.o 02.08.2014, 01:36
59. Erkenntnisse

Es sollte sich eigentlich herumgesprochen haben was erpresste Geständnisse Wert sind - nichts. Wenn die Behörden daraus ihre Erkenntnisse zur Terrorismusbekämpfung gezogen haben, zeigt einem dies die Hilflosigkeit gegenüber potentiellen Tätern. Oder Unfähigkeit. Man kann einfach nur weiter in Bildung investieren und hoffen, dass die Menschen vernünftig bleiben.

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