Forum: Politik
Obamas letzte Rede als Präsident: "Die Zukunft ist in guten Händen"
REUTERS

Emotional verabschiedet sich Barack Obama in Chicago als Präsident. 20.000 Menschen feiern ihn. Aber sein Auftritt zeigt auch, in welch kritischem Zustand er die USA sieht: Obama warnt seine Landsleute vor dem Ende der Demokratie.

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rosskal 11.01.2017, 06:57
1. Er zählt seine Erfolge auf ...

Hätte er die Kriege, die Toten, die Vetümmelten und das Leid aufgezählt, verursacht durch unter seiner Ägide geführten Kriege und Umstürze, durch Drohnenmorde und Geheimdienstaktionen in aller Welt, wann wäre er dann mit seiner Rede wohl zum Ende gekommen?

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Denkt mal selber nach 11.01.2017, 07:10
2. Get you gone!

Sie haben genug angerichtet Mr. President. Also bitte verschwinden sie endlich. Gut zu wissen, dass sie Ihre Maske so kurz vor dem Ende endgültig haben fallen lassen. Ihrem Land und dem Volk haben sie mit Ihren letzen Aktionen jedenfalls keinen Gefallen getan.

Man wünschte sich nur, auch in unserem Land wären 8 Jahre lang genug.

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struebind 11.01.2017, 07:14
3. Politische Dauerlarmoyanz

Seit Wochen sind wir nun mit SPON auf einer "sentimental Journey", als dauerberührende Homestory mit den Obamas. Mal mit Michelle, mal mit Barack und zurück. Es wäre schön, wenn dieser Kitsch endlich ein Ende fände. Es reicht wirklich, zumal sich Abnutzungserscheinungen in diesem unheilsschwangerem Orakelton bemerkbar machen! Die Angst vor Trumps Unberechenbarkeit sollte nicht dazu führen, eine politisch durchwachsene Leistung in eine Apotheose ausklingen zu lassen. Man reibt sich die Augen und fragt sich ernsthaft, ob das hier der SPIEGEL ist. Da überschlägt man sich mit Huldigungen über die rhetorischen Fähigkeiten eines scheidenden US-Präsidenten, vergisst aber, dass Politiker nicht an ihrer Rhetorik, sondern an ihren Taten gemessen werden. Dieses larmoyante Dauergeheule entwickelt sich langsam zum Perpetuum Mobile. Kritischer Journalismus ist etwas Anderes. Er braucht vor allem einen nüchternen Blick. Vor allem auf Selbstbeweiräucherungen.

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spiegelklammer 11.01.2017, 07:16
4. Große Reden ....

am Anfang und am Ende. Und dazwischen? Wie heißt ein gutes altes Sprichwort, Eigenlob stinkt. Aber da kenn ich noch jemanden.

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eriatlov 11.01.2017, 07:16
5. Ich habe immer geglaubt

Demokratie sei eine Regierungsform - und zwar unabhängig davon, wer die Wahlen gewinnt. Aber offenbar ist aber Demokratie nur, wenn die "richtigen" Parteien gewinnen. So höre ich seit zwei, drei Jahren immer wieder "vom drohenden Ende der Demokratie". Nun ja, wir Schweizer haben seit 1848 - also zu einer Zeit, da noch alle fast Europäer Untertanen waren - auch schon manche Wahlen und Abstimmungen verloren - ohne gleich vom Ende der Demokratie zu reden, wenn uns das Resultat nicht passte. Ach ja: und in einer Demokratie wie der unseren kann man bei Volksabstimmungen auch mal für den Vorschlag des politischen "Gegners" stimmen, denn es geht bei uns um die Sache, nicht um die Parteiideologie. Ich mache davon hin und wieder Gebrauch. Das ist Demokratie - und nichts anderes.

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tour2013 11.01.2017, 07:42
6. Yes, we can... wir schaffen das

Worthülsen, die uns Glauben machen will, dass es eine Gemeinschaft der Guten gibt, die gemeinsam an gemeinsamen Zielen arbeiten und diese umsetzen. Wir müssen uns davon verabschieden, dass es in den Demokratien Präsidenten, Parteien oder Regierungen geben wird, die wirklich etwas bewegen könnten. Die Bilanzen der aktuellen Regierungen werden immer kleiner werden, weil es keine allgemeinen Ziele gibt und wenn es doch allgemein gültige Ziele gibt, so ist der Widerstand und der Einfluss von "gegnerischen" Parteien so groß, dass die Umsetzung - mag sie noch so nett gemeint sein - zum Fiasko, zu einem von Kompromissen zerstückelten Flickenteppich wird. So funktioniert in einer globalisierten Welt Politik und damit müssen wir uns zwansläufig abfinden. No, we can not. Wir schaffen es ja noch nicht mal eine vernünftige Mautregelung einzuführen.Und wenn doch, dauert es zu lange und ist nach der Einführung schon wieder Scheintot

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steingärtner 11.01.2017, 07:49
7.

Es wird viele verschiedene Meinungen bei der Bewertung seiner Präsidentschaft geben. Nur eines wird sicher niemand über ihn behaupten, das er intellektuell ein Leichtgewicht war.
Das kann man bei manchem Vorgänger und Nachfolger nicht so ohne weiteres behaupten.

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schumbitrus 11.01.2017, 08:04
8. Wessen

Wenn es nicht die von Herrn Trump sind, wessen Hände meint Herr Obama - und wenn wir schon dabei sind: Welche "Meinung" haben diese Hände zu China, Russland, Israel, Europa, TTIP/TISA - mit welchen Machtinstrumenten setzen diese Hände ihre sicherlich auch "gute Meinung" auch gegen Widerstände durch?

Wie wirken diese Hände um den Bau der großen amerikanischen Mauer zu fördern oder zu behindern, den Konflikt im südchinesischen Meer zu befördern oder zu besänftigen, den Konflikt an der europäisch/russischen Grenze zu finanzieren zu befeuern und zu finanzieren oder beizulegen?

Kurz: Welche Hände meint er und wie sind diese Hände - bei so viel Einfluss - sowohl innenpolitisch wie auch global-politisch legitimiert? Wie viel Macht hat ein global agierender US-Präsident tatsächlich, wenn Herr Obama nun von guten Händen redet, die er offenbar stärker wähnt, als die des kommenden US-Präsidenten?

Es geht hier um die Frage der Realpolitik, die hinter dem Vorhang politischer Abziehbilder und Desinformation ihre Machtspielchen austrägt. Als Weltbürger fragt man sich dann zwangsläufig, welche Legitimation ein gewählter westlicher Politiker tatsächlich hat, wenn es diesen Vorhang gibt, der nun offenbar auch von Herrn Obama as Garant für den Fortbestand unserer Demokratie-Simulation bemüht ..

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Palmstroem 11.01.2017, 08:05
9. Als Messias gescheitert, als Präsident o.k.

Die Erwartungen an Barak Obama waren überirdisch. Doch acht Jahre Obama haben gezeigt, dass die Welt komplizierter ist, als die meisten denken.
Seine zwei großen Ziele hat Barak Obama verfehlt, die Welt ist nicht friedlicher geworden und die USA ist noch tiefer gespalten als vor seinem Amtsantritt.
Und das Donald Trump Präsident werden konnte, lag auch an Obamas Politik.

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