Forum: Politik
Obamas Medienschelte: "Alles ist der Weltuntergang"
AFP

Barack Obama nutzt geschickt die Medien, um sich zu inszenieren. Doch nun gibt er sich in einem Interview kritisch: Journalisten würden alles dramatisieren. Aber auch Twitter rügt der Präsident.

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DidiViefie 22.03.2015, 09:44
1. Volle Zustimmung

Herr Obama. Auch wenn Sie nicht mein Freund sind, da gebe ich Ihnen RECHT. Die Gier der Medien nach Krisen koennte man es nennen. Schlimm dabei ist auch, dass kaum noch recherhiert wird. Viel zu aufwendig. Da wird lieber ABGEKUPFERT.

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sesamerin 22.03.2015, 10:12
2. Volltreffer

Wobei die Krisengier relativ einfach zu erklären ist. Die Medien sind hinter der Auflage bzw. der Quote her. Sog. Krisen, Katastrophen und Skandale verkaufen sich hervorragend.

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Sponsor 22.03.2015, 10:25
3. Zwar desilliusioniert von Obama,

aber er hat hier in einigem Recht. Alles ist gleich Krise. Wir sind schon fast süchtig geworden nach schlechten Nachrichten, und wenn es grade mal keine gibt, werden Kleinigkeiten hochgeputscht. Ist jetzt keine Medienschelte, eher Gesellschaftskritik. Wir müssen wieder lernen, uns auch mit positive Entwicklungen, die es ja auch gibt, zu beschäftigen, auch wenn sie uns nicht so den Dopamin-Kick wie Negativmeldungen geben.

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Palmstroem 22.03.2015, 10:29
4. Die Welt ist nun mal nicht friedlicher geworden

Es liegt nicht nur an den Medien ......
"In den letzten Jahren ist die Zahl der Todesopfer
durch Konflikte mit staatlicher Beteiligung
gestiegen. In einigen Weltregionen, insbesondere
im Nahen Osten, wurde ein signifikanter Anstieg
von Opferzahlen verzeichnet, die auf Kampfhandlungen
zurückzuführen sind. Gleichzeitig
stieg die Zahl internationalisierter innerstaatlicher
Konflikte. Diese Entwicklungen deuten
auf einen besorgniserregenden Aufwärtstrend
von tödlichen Gewaltkonflikten mit staatlicher
Beteiligung hin."(Sipri Jahresbericht 2014)

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ficino 22.03.2015, 11:03
5. Ja,

Recht hat er, uneingeschränkt! "Good news are bad news", alte Journalisten-Regel, und der ultimative Presse-Kampfbegriff ist dann die "journalistische Zuspitzung". Dass die Menschen immer noch auf so etwas reinfallen, darf man gerade in Israel bewundern.

Mit ein bisschen mehr praktizierter Selbstkritik könnten auch und vor allem die Medien einen Beitrag zum inneren als auch zum äußeren Frieden leisten, das wäre doch endlich mal eine "News", oder?

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behr22 22.03.2015, 11:04
6.

Obama hat zwar einiges falsch gemacht oder versprochenes nicht umgesetzt, aber er ist eindeutig intelligent und hat in vielen Dingen recht

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lupenrein 22.03.2015, 12:03
7. ...................

Die Medien sind nicht nur Instrumente der Politiker oder
von Interessenverbänden,
sondern sie versuchen sich oft auch selbst in 'Politik'.

Medien wollen aber auch Geld von Lesern und Zuschauern.
Deshalb sollten - theoretisch - ihre Dienstleistungen
'neutral' und in deren Interesse sein.

Im Fall der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunksender ARD und ZDF sollten deshalb in den Rundfunkräten keine Politiker vertreten sein - oder aber - die sog.
Fernsehgebühren sollten abgeschafft werden.

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eryx 22.03.2015, 12:10
8.

Uneingeschränkte Zustimmung von meiner Seite. Die Welt der Medien besteht leider fast nur noch aus Schlagzeilen und die müssen möglichst drastisch ausfallen - weil sie sonst nicht auffallen. Natürlich stellt sich die Frage, wer daran die Schuld trägt. Es nur den Medien selbst zuzuschreiben, ist zu einfach. Man selbst nimmt sich ja auch kaum noch die Zeit einmal einen umfassenden Artikel zu lesen. Siehe beispielsweise hier im SPON, wo neuerdings unter sogar kurzen Artikeln Zusammenfassungen stehen.

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hugahuga 22.03.2015, 15:03
9. Na, na - da wird Herr Obama doch wohl nicht auf die

Usancen von SPON Bezug genommen haben. Die schreiben nämlich häufiger, als früher gewohnt, Artikel, die in die gelben Blätter gehören. Und dann mühen sie sich bei SPON auch redlich ab, dem Bürger - gerne in einer Reihe aufeinander folgender Artikel - klar zu machen, was er gefälligst zu denken haben. Beispiele en masse: Über Putin, über die AfD, über Pegida etc
Und last not least - ja, auch die unkritische und ungeprüfte Übernahme fremder Artikel - sie müssen nur aus Kreisen der eigenen Ideologie sein - nehmen unsere Qualitätsjournalisten gerne zum Anlass, daraus ,überaus wichtige Artikel' uns zur Kenntnis zu bringen.

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