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Obamas Syrien-Linie: Der Präsidenten-Darsteller
AP/dpa

Barack Obama will den US-Kongress über Angriffe in Syrien entscheiden lassen, angeblich aus Respekt vor "Demokratie und Verfassung". In Wahrheit drückt er sich wohl vor einer unpopulären Entscheidung und gefährdet so die Glaubwürdigkeit der Weltmacht Amerika.

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ihawk 01.09.2013, 13:22
40. Obama / Putin

Der sehr schön analytische Bericht darf aber nicht über den grundsätzlich falschen Ansatz hinwegtäuschen.
Meines Erachtens ist der Ansatz dahingehend falsch, dass die USA bisher Staaten "bestraft" hat, die mit den USA eine Partnerschaft eingegangen waren und danach irgendwann aus dem Ruder liefen.

Mit Syrien ist das grundlegend anders. Syrien liegt im Verantwortungsbereich Russlands und deren Verbündete.
Das Gerede von Völkergemeinschaft ist spätestens sein der Gründung Israels gegen den ausdrücklichen Willen aller Anrainerstaaten bloße Augenwischerei.
Es geht um Machtblöcke und die Balance derselben.
Aktuell muss Obama eingestehen, dass Putin ihn zurückgepfiffen hat. Würde Putin nicht die strategischen Interessen Russlands vertreten, wäre der Gesichtsverlust Putins das geringste Problem. Die "Weltregierung" würde in Washington manifestiert. Es ist bezeichnend wie wenig ernsthafte "Bestrafung" die US Regierung für die Handlungen der NSA erfahren muss.
Vergessen wir nicht, der Begriff Cyberwar wurde in den USA geschaffen.

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aljoschu 01.09.2013, 13:23
41. Und er bewegt sich doch!

Zitat von sysop
Barack Obama will den US-Kongress über Angriffe in Syrien entscheiden lassen, angeblich aus Respekt vor "Demokratie und Verfassung". In Wahrheit drückt er sich wohl vor einer unpopulären Entscheidung und gefährdet so die Glaubwürdigkeit der Weltmacht Amerika.
Kaum hat er sich bewegt, kaum hat Obama den Colt ins Holster zurück gesteckt, um zuerst Fragen zu stellen und dann erst - evtl. - zu schießen, denn erst einmal will er den Congress befragen - was in einer Demokratie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte -, und schon zischeln und höhnen die aggressiven Schlangen und Falken um ihn herum (und der Spiegelbericht bestätigt das Zischeln auch noch als die einzig gültige "Wahrheit"): Der Präsident wäre unglaubwürdig, feige und zögerlich.

Anstatt genau diese "Bewegung" des Präsidenten als Durchbruch zu feiern (ein Durchbruch der sicherlich durch den Einbruch seines Kampf-Pudels Camoron in England mit verursacht worden ist), erklingt nun Hohn und Spott allenthalben - und der Spiegel tönt mit!

Ja sind wir denn von allen guten Geistern verlassen? Haben wir nicht gerade darüber geklagt, dass da eine ungezügelte Weltmacht der Welt ihren Wahnsinn aufdrückt, dass der jetzige schwarze Präsident in die von seinem Vorgänger vorgezeichneten choreographischen Rillen verfällt und dass uns im Nahen Osten ein zweites Fiasko a la Irak blüht?

Wir sollten den Umschwung, wir sollten die zögerliche Haltung des Präsidenten begrüßen und gleichermaßen die englische Öffentlichkeit beglückwünschen für die Umsicht und die abwägende Zurückhaltung. Vielleicht schafft es ja die internationale Öffentlichkeit dieses mal die Exponenten dieses tragischen Dilemmas an einen Tisch zu bringen: Russland und die USA.

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widerspiegel 01.09.2013, 13:23
42. Mir ist

ein in Kriegsfragen zögerlicher Präsident lieber als ein wildgewordener Cowboy, der erst schießt und dann fragt.
Politisch gesehen hat er sich da einen kapitalen Bock geschossen, der u.A. die syrische Opposition aber auch die Israelis vor Probleme stellen wird.

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mimas101 01.09.2013, 13:23
43. Wenn ich mir

die Situation in den USA so betrachte habe ich mittlerweile Zweifel ob das Land überhaupt noch Weltmacht sein will und ob die USA überhaupt diese Rolle noch ausfüllen können.
Die USA sind von Pleitegeiern umzingelt (ja ja ich weiß, aber das laufende Anheben der Schuldenobergrenze kann letztendlich auch keine Lösung sein), die Innen-Politik besteht weniger in einem Konsens sondern eher im starrsinnigen Wiederkäuen von Extrem-Positionen und ähnlichem.
Obama gibt Impulse (zwar nicht immer so wie es einem Friedensnobelpreisträger angemessen ist aber immerhin weniger wüst als unter dessen Vorgänger) und es ändert sich auch hier eher wenig bis nichts.
Dafür freuen sich dann Lobbyisten und Wirtschaftsverbände über ihre Erfolge.

Die USA sind also mit sich selbst beschäftigt, da bleibt für einen Weltpolizisten nix mehr übrig. In Rußland sieht es kaum besser aus.
Und EWG-Land? Die haben zwar eine weitere teure Nutzlos-Behörde installiert die eher nichts zu sagen hat. Das machen dann die jeweiligen nationalen Außenminister besser.

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warndtbewohner 01.09.2013, 13:23
44. Nein, Obama ist vernünftig...........

er handelt als Friedensnobelpreisträger so wie man es von ihm erwartet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!

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raphaela45 01.09.2013, 13:24
45. Wessen Glaubwürdigkeitsverlust

...schon vollinhaltlich (inklusive des mittleren Wort-Teils WÜRDE) und unumkehrbar eingetreten ist, das sind die Lohnschreiber der Rüstungs- und Finanzmafia...Die Bezeichnung "Journalisten" dürfen sie nie mehr für sich verwenden, das wäre reineAnmaßung und eine Verhöhnung echter Journalisten, von denen viele für ihre Recherchen mit Verfolgung und Lebensgefahr (immer mehr auch mit dem Tod) bezahlen müssen...Da ist es doch viel bequemer, jedes journalistische Ethos abzustreifen und vom sicheren Sessel aus vorformulierte PR-Texte nachzukauen. Wird ja sicher auch viel besser bezahlt, nicht wahr? - Es ist einfach nur noch WIDERLICH, was heutzutage unter dem SPIEGEL-Logo eines Rudolf Augstein alles veröffentlicht wird.

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freeusa 01.09.2013, 13:24
46. Barack Obama

Mr. President hat alles richtig gemacht, mit Ausnahme seiner Formulierung der roten Linie. Da hat er daneben gelegen und das weiß er auch.

Internationale Unterstützung von China, Russland oder Europa?
Nullkommanull

China und Russland nutzen die UN ausschließlich für ihre eigenen Interessen. Internationale gemeinsame Interessen gibt es für diese beiden Staaten nicht.
In Europa würde der Jugoslawienkrieg noch heute toben, bzw. der Genozid wäre beendet.

Was tun Amerika?

Am besten heraushalten.

Let's go

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cedex 01.09.2013, 13:25
47. Meine Damen und Herren...

...der President verkündet nun unsere außenpolitische Linie für die nächsten zehn Minuten. Alle Angaben ohne Gewähr...

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michitsar 01.09.2013, 13:25
48. :-(

schwach:-(

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Heribert-Edwin 01.09.2013, 13:25
49. Weltbild

Westen gut, Osten schlecht - in diesen Kategorien hat man uns Jahrzehnte die Welt erklärt. Durch neue Informationsmöglichkeiten in den Weiten des Internets verändert sich die Meinungsbildung. Man muss nicht mehr alles glauben - es gibt Quellen die andere Sichtweisen und Wahrheiten bereitstellen. Nur das sich daraus ergebende Weltbild hat man selbst zu verantworten.

Allerdings Krieg als politisches Mittel immer noch im 21. Jahrhundert zu proklamieren - erschließt sich mir nicht.

So verliert der Mensch seine Daseinsberechtigung - wo bleibt der erneute "Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit"?

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