Forum: Politik
Obamas Vermächtnisrede: Was zählt schon ein Präsident
REUTERS

"Hoffnung statt Furcht": Bevor Barack Obama nach Deutschland kommt, hat er in Athen eine Rede zur Demokratie gehalten. Seinen Nachfolger Donald Trump machte er darin zu einer Fußnote der Geschichte.

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vera gehlkiel 16.11.2016, 18:18
20.

Alles, was wir über uns selbst wissen können, erfahren wir einzig und allein durch Sprache. Deshalb sind Reden und Ansprachen zuweilen wichtig. Wer Demokratie will, wendet sich an den Verstand als das verbindende Moment, was uns leiten kann, selbst in solchen Situationen, wo die tückischen Gefühle ihre Tragfähigkeit verloren haben. Und erst recht dann, wenn wir glücklich sind, und das Allgemeine mit dem Unsrigen ganz natürlich im gleichen Takt zu schwingen scheint. Obamas mitreissende Appelle an die Vernunft wird man so oder so vermissen, der Satz dort aber, den er aktuell in Athen gebracht hat, verdient allerhöchste Beachtung: "Das wichtigste Amt in der Welt ist nicht das des Premierministers oder des Präsidenten, sondern der wichtigste Titel ist der des Staatsbürgers." Ein Satz, der alles sagt, was gemeint ist, wenn von Demokratie gesprochen wird, ein wundervoller Satz, der es verdient hätte, morgen früh in allen Schulen des Landes gross an der Tafel zu stehen, und über den in der ersten Stunde, egal was geplant war, diskutiert werden sollte. Es ist die richtige Zeit dafür, also tut eure Arbeit, ihr Lehrer/innen!

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kado18 16.11.2016, 18:22
21. Genau

Zitat von Skyscanner
den wahren Grund seiner Reise erzählen. Er ist immer noch im Amt als Präsident der USA und man kann doch nicht von einer Abschiedsreise reden. Der Hauptgrund seiner Reise liegt doch im Schuldenschnitt von GR. Oder warum ist er als erstes nach GR geflogen, warum macht er nicht als erstes halt in London, Paris oder Berlin! Wenn er danach in Berlin ankommt, bekommt Merkel zum einen erzählt ob Sie sich wieder zur Wiederwahl aufstellen darf oder nicht (letzteres wäre zu begrüßen). Zum anderen wird mitgeteilt wieviel Obama GR an Schulden erlassen hat, die dann Deutschland bezahlen darf. Solche Besuche sind zwar für USA hörige Merkel erfreulich aber für den Steuerzahler wird es richtig teuer.
so ist es, die Eurokraten und EU-Fanatiker müssten doch langsam dahinter kommen, das Fehlkonstrukt ist gescheitert.
GR bekam bereits beim 1. Schuldenschnitt der Banken, den natürlich alle in D tragen, für 105 Mrd Waren geschenkt, der 2. ist ein indirekter, kann man hoch rechnen, Null Zinsen, das sind nach Sinn ca. 47 Mrd, jetzt noch einen einen Schnitt ?

Dann schwätzen Pisa Id... immer noch vom grossen Vorteil für D, den haben nur weit unter 10 Prozent, die schon nicht wissen, wohin mit ihren Mill / Mrd, das sind die ganz grossen Gewinner, die anderen die ganz grossen Verlierer.
Eben kam bei nt-v, 6 Euroländer schaffen die Stabilitätskriterien nicht,
insbesondere I.
Auch begreifen viele die ca. 670 Mrd Target-2 "Schuldscheine" nicht, das sind Forderungen der Bundesbank gegenüber anderen EU-Landesbanken, für die man uns die Haftung aufzwingt das andere Länder diese Unsumme einmal erarbeiten mit Waren, Rohstoffen u.ä., die wir auch brauchen.
Der Bundeshaushalt beträgt "nur" ca. 339 Mrd / Jahr.
Dann kommen noch die Bürgschafts-Mrd, die Mrd vom Knechtschaftsvertrag ESM u.a. Tarnnamen hinzu.
Draghi finanziert vertragswidrig mit über 1 Bill Staatshaushalte, da wird es noch viele Schuldenschnitte geben, nicht nur für GR.

Wenn man weiter alle wichtigen Verträge bricht führt es garantiert zu einer Krise, wie in den 20-er Jahren, dann sind die Verschwender ihre vielen Bill Schulden los und die Masse ihr mühsam Erspartes.
Mit den Zinsen gegen Null bezahlen schon alle das Fehlkonstrukt
(ausser Schuldner)

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olsdl 16.11.2016, 18:23
22. Maschmeyer for Kanzler

wenn die USA Trump als Präsidenten haben und Obama Präsident der EU, dann könnte doch der Maschmeyer auch Kanzler werden, denn eine ähnliche TV-SENDUNG wie Trump hat er schon (...Löwen...) und die Firmengeflechte hat er auch und Ahnung von Politik (?) hat er wohl ebenfalls nicht. Dann kann Merkel in den verdienten Ruhestand.

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aopoi 16.11.2016, 18:25
23. Nürchternde Bilanz

Wenn SPON einmal nüchtern Bilanz über die Regierungszeit Obama ziehen würde, anstatt ihm nur immer zu huldigen, würde das Bild Obama kompletter.

Obama steht für die Ausweitung der Drohnenmorde, neue Kriesenherde, ein neuer kalter Krieg mit Russland, atomare Aufrüstung, die verdopplung der Staatsschulden, die weitere Verarmung der amerikanischen Bevölkerung und Obamacare, sowie einer Boulevardisierung des Präsidentenamtes.

Gerade das letzte der Aufzählung wurde dankend von dem den Medien in Deutschland aufgegriffen und zur wichtigsten und besten Sache der Welt bestellt.

Danke SPON.

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zeichenkette 16.11.2016, 18:25
24.

Zitat von rechthaber76
Mal sehen, wer zur Fußnote wird, ich bin nicht so sicher. Fakt ist, dass zumindest die Außenpolitik von Herrn Obama / Clinton krachend gescheitert ist und die EU genau in die selbe Richtung geht (moralisch reden, aber falsch handeln). Insofern kann ich mich nur Herrn Trump anschließen.
Naja, unmoralisch reden und noch viel falscher handeln ist keine Alternative. Dass man vieles von dem, was man vernünftigerweise gerne hätte, nicht durchsetzen kann, kann kein Grund sein, das Unvernünftige zu fordern, nur weil das einfacher zu verwirklichen ist. Natürlich ist es einfacher, Fensterscheiben einzuwerfen als neue zu bauen. Das ist immer so. Deshalb ist es aber nicht besser.

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ratxi 16.11.2016, 18:26
25. Das sollten wir verstehen.

Die historische Chance durch die Wahl Trump's liegt für uns darin, uns endlich zu emanzipieren.
Friedlich, konstruktiv und selbstbewusst endlich die Rosinenbomber-Erinnerung loslassen und uns der selbstbestimmten Gegenwart widmen.
Die Welt braucht keinen Führer.
Das sollten wir verstehen.

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winello 16.11.2016, 18:29
26. Let's be pragmatic

Die Flut "kluger Kommentare" und die masochistische Suche möglicher Katastrophen nach dem Brexit ist, wie könnte es anders sein, durch Trump abgelöst worden. Da beide Ereignisse nun da sind wäre es klug dazu pragmatische Antworten zu finden und das im Interesse der Menschen. Gerade die "Gerechten" welche gerne die Moral- und Rassismuskeulen schwingen sollten sich mal fragen, warum es soweit gekommen ist. Die Welt funktionniert meist nicht so wie man sich das im Elfenbeinturm ausdenkt.

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egoneiermann 16.11.2016, 18:30
27.

Zitat von jakam
Spannend wird es auch, wenn Trumps leichtgläubige Wählerschaft merkt, dass er nur wenig von seinen wüsten Ideen umsetzen können wird. Er rudert ja bereits in vielen Dingen zurück. Erschreckend aber, daß viele ihn gerade wegen seiner idiotischen Parolen gewählt haben. Errare humanum est.
Falls seine Werte sinken, wobei er ja jetzt schon der unbeliebteste Präsident beim Amtsantrtitt ist, wird er wie alle republikanischen Vorgänger auf die nationalistische Masche machen und ein Land - egal welches, Gründe lassen sich immer finden - überfallen. Und die ganzen Sympathisanten die uns im Wahlkampf erzählt haben, dass es mit Clinton mehr Kriege geben wird, werden brav das Maul halten, weil er ja dann unpatriotisch ist, sich gegen den Präsidenten zu stellen. Hatten wir alles schon so oft und warum sollte Trump da anders gestrickt sein. Oder er geht noch weiter in die 50er wo es schon unpatriotisch war, dem Präsidenten zu widersprechen, seine eigenen Hetzmedien werden ihn weiter feiern, und die anderen Zeitungen werden es immer schwerer haben. Trump ist nicht der Mensch, der erkennt, dass nach so einer Wahl eine Versöhnung der Gesellschaft nötig ist, er wird weiter auf Konfrontation mit der liberalen Hälfte gehen und das wird ihm die UNterstützung seiner eigenen Wähler erhalten, auch wenn er nichts für sie tut. Denn direkt in die Wirtschaft eingreifen um die Stahl und Kohlewerke im Norden zu erhalten, ist ja so was von unamerikanisch und das wird auch seine Taktik sein, wenn die Werke trotz anschaffung der Umweltauflagen dem Weltmarkt nicht stand halten.

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behemoth1 16.11.2016, 18:37
28. Fußnote

Zitat von burgundy
Man sollte Obama nicht überschätzen, auch er selbst scheint es nicht zu tun. Auch Obama wird nur eine Fussnote der "Geschichte" sein, soviel hat er denn nun doch nicht geschaffen oder erreicht. Obama mag viel guten Willen gehabt haben, aber mit vielem ist er einfach umständehalber nicht durchgedrungen. Vielleicht wurde ihm gerade deswegen versagt, ein "grosser" Politiker zu sein. Er wird wohl nicht richtungsweisend gewirkt haben, und das wenige, das er erreicht hat, wird Trump wohl zurückschneiden. Wobei hoffentlich Obamacare ein Projekt bleibt, dass lange in die Zukunft der USA hineinwirkt, ist es doch der einzige sozial annähernd gerechte Aspekt in diesem Land. Kritik an den "globalen Eliten" sollte sich Obama verkneifen, es ist ja auch mehr Scheinheiligkeit in seinen Worten, sind es doch gerade die grossen US - Konzerne, die die Zeche prellen, wo immer es geht. Er selbst weiss doch nur zu gut, dass die "Früchte der Globalisierung" nie und nimmer denen zugute kommen werden, die sie erarbeiten müssen und in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zum lästigen Couch - Potato im Prekariat oder zum arbeitenden Sklaven verkommen. Viel Hoffnung kann da nicht mitschwingen. Und wenn er von den "Zurückgelassenen" spricht, dann sind es auch die von ihm zurück Gelassenen, die sich Trump zugewandt haben. Dies zu vergessen, bedeutet, eben genau nicht in geschichtlichen Dimensionen zu denken. Das macht Obama, der ansonsten zu den sympathischsten, intelligentesten und durchaus auch besseren amerikanischen Präsidenten gehört, zu geschichtlichen Fussnote.
Die Erwartungen an Barak Obama waren sehr hoch, wobei es auch alle hätten besser wissen können, denn der Präsident ist nicht der uneingeschränkte Chef des US Systems.
Die vielen unerledigten Bausstellen und die zerrissene US Gesellschaft bringt es doch deutlich ans Tageslicht, man kann nicht das rüberbringen, was man lauthals verkündet.
Seine Abschietstour werden auch nur viele gute Worte hinterbleiben, denn selbst ausrichten konnte er vorher schon wenig und jetzt erst gar nichts.
Ich mache mir nichts vor, die USA haben immer nur ihre Interessen vertreten und alle anderen auch nur benutzt, aber anders kann es ja auch gar nicht sein, denn sie sind für keinen Land der Liebe Gott.

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josho 16.11.2016, 18:39
29. Zitat...

"Nur wenige US-Präsidenten vor ihm haben ja so viel über Umverteilung und soziale Gerechtigkeit gesprochen wie er. An der Umsetzung aber hat es letztlich gehapert." Und das ist das Problem! Wie heißt es so schön: "Es gibt nichts Gutes außer man tut es." Es spricht viel dafür, dass auch Obama nur eine Fußnote der Geschichte wird. Netter Kerl, guter Redner- das war's.

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