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Obamas Vizepräsident Joe Biden: "Ich habe nie geglaubt, dass Clinton eine gute Kandid
AFP

Die Demokraten haben die Wahlniederlage bei der Präsidentschaftswahl noch immer nicht verdaut. Joe Biden, Vizepräsident unter Obama, kritisiert nun überraschend deutlich Hillary Clinton.

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fixik 19.05.2017, 20:48
20.

Biden hat selten Recht, aber hier hat er genau ins Schwarze getroffen. Wäre ich Amerikaner und wären heute Präsidentschaftswahlen, ich hätte auch heute Trump gewählt, wenn die Alternative Clinton heißen würde.
Das wäre aber keine Stimme für Trump, sondern einfach eine Stimme gegen Clinton. Ich hoffe nur, dass Biden nicht auf die Idee komme selber anzutreten. Er selber ist auch kaum besser als Clinton. Er ist jetzt schon viel zu alt und das merkt man ihm an. Sanders ist zwar vermutlich nicht jünger, macht aber noch einen kompetenteren Eindruck. Gegen ihn hätte Trump gar keine Chance. Sanders ist einfach keiner, den man zum Establishment zuschreiben würde, wie das bei Clinton oder Biden der Fall ist. Und von diesem Establishment sind die Menschen einfach müde. Es ist auch zu spät sich zu ändern.

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pnegi 19.05.2017, 20:53
21. Nichts gelernt...

Mit solchen Kandidaten werden die Demokraten in 2020 keinen Blumentopf gewinnen. Biden, Sanders und Elizabeth Warren (ja, auch Bernie!!!) sind mittlerweile Vertreter des Establishments und speziell bei den jungen Amis "unten durch", schlicht unwählbar. Die einzige Person gegenwärtig, für die ich Chancen auf die Präsidentschaft sehe, wäre Tulsi Gabbard. Aber die dürfte im DNC noch schlimmer bekämpft werden als seiner Zeit Bernie Sanders. Die Macht-Strukturen im DNC sind alles andere, aber eben nicht demokratisch.

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michael_1976 19.05.2017, 20:56
22.

Eigentlich haben die Demokraten die Wahl gewonnen. Die Stimmen wurden nur so gezählt dass Herr Trum heut Präsident ist

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taglöhner 19.05.2017, 20:59
23. Jon Ossoff

Namen merken!
Bernie ist 2020 79 Jahre alt. Er sah gegen Trump besser aus als Clinton, weil er ebenfalls einen populistischen Anti-Wahlkampf führte.
Gegen Trump könnte man gegenwärtig auch einen Schimpansen aufstellen und er würde gewinnen, allerdings heißt der Präsident, gegen den er antreten würde 2020 eher Pence. Der taugt möglicherweise auch nicht viel, aber dennoch sind die Karten dann ganz anders gemischt.
Joe Biden ist ein wirklich durch und durch guter Kerl und noch vor kurzem hätte ich ihn für zu impulsiv für's höchste Amt gehalten. Aber gegen den jetzigen Amtsinhaber ist er die Abgewogenheit in Person. Trotzdem glaube ich, dass wir ein neues Gesicht sehen werden.

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taglöhner 19.05.2017, 21:09
24. Sieg des Bildungs-Prekariats

Zitat von ILLOO
fuer die demokraten , ist genauso washungton/establishment wie clinton.
Bitte nicht wieder diesen dämlichen Anti-Establishment-Mumpitz!

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780 19.05.2017, 21:16
25. Immer dasselbe

Warum tutet Biden nun wieder in das altbekannte Horn.

Clinton ist eine komplexe Frage und nicht so einfach abzuhandeln.
vgl. z. B. den damaigen Artikel auf Zeit online:

"Die Erfindung und Zerstörung von Hillary Clinton", 19. November 2016.

Zitat: "Sie war nicht die falsche Kandidatin, sie wurde zu einer gemacht – von Journalisten und politischen Gegnern. Wer ihre Geschichte kennt, muss an der Gegenwart verzweifeln. " Zitat Ende

http://www.zeit.de/kultur/2016-11/hillary-clinton-image-zerstoerung-susan-bordo?page=67

Ist denn in Vergessenheit geraten, warum Trump gewählt wurde? Nicht nur weil einige Clinton nach dieser Kampagne für das größere Übel hielten, sondern weil man unzufrieden mit der Politik war, mit der Tatsache, dass für die Armen oder die Mittelschicht nicht genug getan wurde.

D. h. es bedarf neuer Strukturen und neuer Visionen, mit den alten Formen wird sich niemand mehr zufrieden geben.
Ob das die Politiker endlich mal kapieren?

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jan07 19.05.2017, 21:20
26.

Vielleicht bekommen wir ja über Umwege doch noch einen Präsidenten Mike Pence in den USA. Das wäre in meinen Augen eine gute Lösung für das Land.

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ex_berliner 19.05.2017, 21:24
27.

Zitat von haresu
Nichts gegen Biden, Sanders und Warren, aber sie sind diejenigen, die Clinton und damit Trump nicht verhindert haben. Sie sollten die Meinungs- und Kandidatenfindung moderieren, aber selber nur im Notfall antreten. Es braucht nicht unbedingt einen Charismatiker sondern eher einen Typen wie Trudeau oder Macron (leider sind die Amerikaner noch nicht reif für eine Frau). Aber es gibt natürlich auch noch die Frage wer auf der anderen Seite antritt und ob die Wahl nicht vielleicht früher als gedacht kommt.
Frueher als gedacht geht nicht. Dafuer gibt es hier in den USA keinen Mechanismus. Die Nachfolge in der Praesidentschaft ist klar geregelt: Vize-Praesident (Mike Pence), wenn das nicht geht, ist der "Speaker of the House" dran (Paul Ryan) und danach wuerde der president pro tempore des Senats an der Reihe sein - das waere derzeit Orrin Hatch. Was auch immer passiert, die naechste US Praesidentschaftswahl ist am 3. November 2020.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu, dass weder Biden noch Sanders oder Warren geeignete Kandidaten waeren. Die ersten beiden klar zu alt um in 2020 anzutreten und Elizabeth Warren ist fuer die USA zu weit links, um mehrheitsfaehig zu sein. Es kann sich bis 2020 natuerlich einiges aendern und das Land erlebt einen politischen Schock, der das Kalkuel aendert.

Es gibt bei den Demokraten Personalengpaesse, nicht zuletzt weil ueber die vergangenen 10 Jahre zu viele Gouverneursposten verlorengegangen sind. Da kommen Praesidentschaftskandidaten oftmals her - aus den Landesregierungen: Carter, Reagan, Clinton, Bush Jr.

Nach den Mid-terms naechstes Jahr wird sich ein Feld bilden und dieses Feld wid sicherlich neben Mitgliedern des Senats auch Gouverneure enthalten - New York's Cuomo, Virginia's McAuliffe, Connecticut's Malloy, Virginia's Kaine (ex Gouverneur und derzeit US Senator) um einige zu nennen, die gut und gern antreten koennten.

Und vielleicht findet sich ein ueberzeugender Aussenseiter, der als Demokrat antritt.

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giftzwerg 19.05.2017, 21:32
28. Absolute Selbstdisqualifikation auf menschlicher Ebene.

1. Sind die drei genannten Demokraten in 2020 jawohl mal ganz schön alt.
2. Einer Wahlverliererin der eigenen Partei (die übrigens mehr Stimmen als der Gegner hatte) nachzutreten und dann zu sagen, man selbst wäre der bessere gewesen, aber nicht die Eier hatte, auch anzutreten und es zu beweisen, ist einfach nur unterste Kanone. Absolute Selbstdisqualifikation auf menschlicher Ebene.

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hhorbach 19.05.2017, 21:35
29. @ Bernie S.

Inhaltlich stimme ich Ihnen (fast) zu. Bis auf das kurze Gejammer von jemandem, der (so nehme ich an) auch in diesem reichen Land Deutschland mit all seinen Vorteilen lebt.
Nur eins: den Einzigsten gibt es nicht. Genauso wenig den aktuellsten Wetterbericht. Entweder sie sind 'einzig' und 'aktuell', oder eben etwas anderes.

Guten Abend von einem Zwiebelfisch-Fan (gibts den eigentlich noch?)

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