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Obamas Wahlkampf: Amerikas Linke traut sich nicht
AFP

Die Republikaner geben sich große Mühe, Barack Obama als Quasi-Kommunisten abzustempeln. Daher scheut der Präsident im Wahlkampf linke Rhetorik. Doch ein sozialeres Amerika kann er nur dann verwirklichen, wenn er selbstbewusst an die progressiven Wurzeln der USA erinnert.

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johannesmapro 04.09.2012, 16:24
1. optional

Es scheint einigen entgangen zu sein das die Demokraten die Partei der Sklaverei sind und die Republikaner die Partei Lincolns ist die die Sklaven befreit haben.

Nein das ist jet keine Werbung für die Republikaner, sondern für die progresive Bewegung, scheinbar vergessen gerne einige das die entscheidende Veränderung durch die Progessive Bewegung erzwungen worden ist und das deren Pragmatischer Vertreter in der wissenschft Dewey heißt. Und auf die Progressive Bewegung hat Roosevelt mit aufgebaut als er 1933 mit an die Macht kam.

Der Falsche Glauben war, das Obama ein neuer Roosevelt ist, der die Macht der Wallstreet bricht oder ein neuer Vertreter der Progressiven Bewegung die einst die Macht der Rockefellers und Morgans in die Schranken wies, das war der falsche Glauben, die amerikaner können auch freie Kanditaten wählen.

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dadanchali 04.09.2012, 16:48
2. nee

Zitat von johannesmapro
Es scheint einigen entgangen zu sein das die Demokraten die Partei der Sklaverei sind und die Republikaner die Partei Lincolns ist die die Sklaven befreit haben. Nein das ist jet keine Werbung für die Republikaner, sondern für die progresive Bewegung, scheinbar vergessen gerne einige das die entscheidende Veränderung durch die......
Sie verkennen, dass in den USA nur der Gehör findet der Geld hat, oder sich verschaffen kann. Ein dümmeres Wahlgesetz als dieses kann ich mir nicht vorstellen.
Einiges von dem was Obama vorhatte ist aus schlichtem Opportumimus blockiert worden.
Republikaner Heute haben mit den von Ihnen skizzierten nichts gemein, sie sind ungebildet, arrogant, uninformiert, borniert und auf schlimmste Art religiös. Das vieles davon auch über sog. Demokraten zu sagen wäre macht es nur noch schlimmer.
Wenn dieser Sektierer Präsident wird ist, nein nicht dümmer und schlimmer als Bush, das geht nie mehr, aber er wird nahe dran kommen.
Obama ist kein Traumkandidat mehr. Er ist entzaubert, auch durch das US-System, aber er ist immer noch mit weitem Abstand der Beste.

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TangoGolf 04.09.2012, 16:54
3. Freiheit statt Gleichheit

Zitat von sysop
Die Republikaner geben sich große Mühe, Barack Obama als Quasi-Kommunisten abzustempeln. Daher scheut der Präsident im Wahlkampf linke Rhetorik. Doch ein sozialeres Amerika kann er nur dann verwirklichen, wenn er selbstbewusst an die progressiven Wurzeln der USA erinnert.
Die Begriffe "Links" und "Rechts" bei der Beschreibung des amerikanischen politischen Systems sind grundsätzlich schwierig, eigentlich unanagebracht. Ein "linkes" Erbe gibt es nicht. Der beschriebene "New Deal" wurde im Zuge der Weltwirtschaftskrise umgesetzt, blieb letztlich erfolglos und wurde sogar als für nicht Verfassungskonform vom Supreme Court gestoppt.

"Linke" Organisationen die Bundesweit agieren gibt es ebenfalls nicht nennenswert - ebenso wie "rechte" übrigens, wenn man von der National Rifle Association mal absehen möchte - die aber selbst nicht im klassischen, europäischen Stile als "rechts" zu betiteln ist, obwohl deutsche Medien dies gerne tun.
Und dass "soziale Gerechtigkeit" in den USA ein Unwort ist, ist auch nicht verwunderlich, wenn man sich das (tatsächlich bedeutende) liberale Erbe anschaut. Freiheit ist eben wichtiger als Gleichheit - dass dieser Gedanke in Deutschland und Europa schon als "rechts" gilt, ist vielmehr das was nachdenklich machen sollte.

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darknessangel 04.09.2012, 16:57
4. Deswegen wird er verlieren...

Und genau wegen diese Scheu wird Obama verlieren. Er ist nicht mehr mutig genug mit harte Worte den GOP zu bekämpfen. Obama ist jetzt nur typische polit. Werbung während der GOP ist typische polit. Werbung UND Obama hass.

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dunnhaupt 04.09.2012, 17:03
5. Welche Linke?

Ein britischer Komödiant erklärte das US-Zweiparteiensystem folgendermaßen: "Also die Republikaner, die sind nämlich wie unsere Konservativen, aber die Demokraten hingegen, die sind wie unsere Konservativen."

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Ostwestfale 04.09.2012, 17:27
6. links oder nicht?

Zitat von sysop
Die Republikaner geben sich große Mühe, Barack Obama als Quasi-Kommunisten abzustempeln. Daher scheut der Präsident im Wahlkampf linke Rhetorik. Doch ein sozialeres Amerika kann er nur dann verwirklichen, wenn er selbstbewusst an die progressiven Wurzeln der USA erinnert.
Ich finde schon, dass man bei Obama "linke" Vorhaben erkennen kann, wie z.B. die geplante moderate Steuererhöhung für Reiche oder die geplante "Amnestie" (die Erteilung einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung) für illegale Einwanderer unter bestimmten Bedingungen. Letztes sollte in Deutschland mal jemand in sein Parteiprogramm schreiben. Die CDU würde daraufhin auf die Barrikaden gehen...

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S. Loeb 04.09.2012, 17:28
7. Der Artikel schiesst voll am Ziel vorbei: Obama's Ziel muss die Wiederwahl sein ...

Obama hat im November 2008 nur gewonnen, weil es ihm gelungen ist, Wählerschichten jenseits der klassischen demokratischen Wähler anzusprechen (Unabhängige, vermögende Weisse, junge Wähler). Wenn er im November gewinnen will, dann muss er sich zwingend in die Mitte bewegen, um erneut von diesen Wählerschichten gewählt zu werden. Rückt Obama weiter nach links, dann wir er die klassische demokratische Wählerschaft zwar stärker mobilisieren, aber die Wahl im November verlieren, da die Mehrzahl der sogenannten "swing states" an Mitt Romney geht. In der neusten Ausgabe des Economist hat es dazu einen hervorragenden Artikel:
http://www.economist.com/node/21561890

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2wwk 04.09.2012, 17:31
8. Wer traut schon Obama

leerer Stuhl .... versprochen gebrochen.

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Takapuna 04.09.2012, 17:33
9. Demokratie

Was für eine Demokratie ist dies eigentlich, wo man nur zwischen 2 Parteien wählen kann?
Die Strukturen haben sich seit der Staatsgründung nicht wesentlich verändert. Damals schon wurden nur die weißen Bürger als Amerikaner angesehen - und erst seit den 60er Jahren hat sich dies geändert. Was aber hat sich noch geändert? Aus europäischer Sicht sieht ein demokratischer etwas bunter aus. Eine Regierung die abwechselnd mal Demokraten und mal von Republikanern gestellt wird, sieht trotz Stars and Strips irgend wie monochrom aus.

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