Forum: Politik
Obamas zweite TV-Debatte: Es wird eng, Mr. President
AP

Das erste TV-Duell gegen den Republikaner Mitt Romney setzte US-Präsident Barack Obama in den Sand. Für das zweite Match in der kommenden Nacht hat er kräftig geprobt - er braucht dringend ein besseres Ergebnis. Doch die Zeit wird knapp: Immer mehr Wähler haben sich bereits festgelegt.

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Rosbaud 16.10.2012, 15:29
60. Ayn Rands Egoistenbibel als Vorbild!

Zitat von b.oreilly
naja, ich habe gerade nochmal intensiv gegoogelt, könnte aber beim besten Willen nichts finden, was ihre Behauptung unterstützt, dass die Mormonen eine der radikalsten religiösen Gruppierungen der USA sei. Könnten sie mir da bitte mit Quellenangaben behilflich sein?
Mich interessiert sein religiöser Hintergrund weniger, sondern seine Ansichten über Wirtschaft, Reichtum, Gesellschaft. Da betreibt Romney derzeit ganz offensichtlich ein falsches Spiel und vertritt jede Meinung, die ihm nützlich sein könnte.

Dabei ist Romney nur eins, ein Bilderbuch-Kasinokapitalist, die Inkarnation eines „robber baron“, der genau wie Ryan (der noch radikaler) von den Ideen Ayn Rands (sie verfasste die Egoistenbibel „Atlas shrugged“), Ludwig von Mises' und F. A. von Hayeks begeistert ist. Mit Romney/Ryan gibt es einen Rückfall ins 19. Jht., was hinter dem ganzen Wortgetöse hervorlugt, ist ein primitiver Laissez-faire-Kapitalismus.

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herr.marian.wild 16.10.2012, 15:31
61.

Zitat von tailspin
Was fuer ein Glueck, dass wenigstens Sie den waehlenden Amerikanern haushoch ueberlegen sind und intellektuelle Weitsicht zeigen.
Oh, ich bin sicher Ihr Sarkasmus dagegen wird für alle deutlich hilfreicher und produktiver sein. Welchen Nerv hab ich denn da getroffen?

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old-chatterhand 16.10.2012, 16:04
62.

Zitat von b.oreilly
wie kommen sie eigentlich darauf, dass die Herren inkompetent und neokonservativ sind? Romney war ein sehr liberaler und beliebter Gouverneur von Massachusetts
Liberal bedeutet in den USA und in Deutschland etwas völlig verschiedenes. Romney hat angekündigt die Krankenversicherung wieder abzuschaffen, die Obama gerade erst eingeführt hat. Romney interessiert sich nicht für 47 % der Amerikaner, die die Demokraten wählen. Romney wirft ihnen vor sich in der sozialen Hängematte auszuruhen. Romney ist egal ob sie sich ernähren können und ob sie auf der Strasse wohnen. In Masachusetts geben ihm die Wahlumfragen momentan gerade 37%. So toll sind die Erinnerungen wohl nicht.

ElectoralVote

Zitat von b.oreilly
und Ryan gilt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Haushaltsausschusses („House Budget Committee“) des Kongresses als hoch versierter Fachmann auf seinem Gebiet!
Ryan ist ein übler Extremist und er steht auch noch dazu.

Zitat von b.oreilly
Zudem beschimpfen sie hier nahezu die Hälfte aller amerikanischen Wähler als ohne etwas an Verstand! :-(
Da hat er sich wohl ein Vorbild an ihrem Vorbild genommen.

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eisbaerchen 16.10.2012, 16:20
63. Woher Sie das

Zitat von b.oreilly
wie kommen sie eigentlich darauf, dass die Herren inkompetent und neokonservativ sind? Romney war ein sehr liberaler und beliebter Gouverneur von Massachusetts und Ryan gilt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Haushaltsausschusses („House Budget Committee“) des Kongresses als hoch versierter Fachmann auf seinem Gebiet! Zudem beschimpfen sie hier nahezu die Hälfte aller amerikanischen Wähler als ohne etwas an Verstand! :-(
wissen, dass Romney "ein sehr liberaler..." war bleibt wohl ihr Geheimnis, er ist ein religöser Fanatiker in meinen Augen und das ist so ziemlich das gefährlichste für eine freie Demokratie..(wir sehen genug schreckliche Beispiele zu diesem Thema...).

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mm71 16.10.2012, 16:31
64.

Zitat von sysop
Das erste TV-Duell gegen den Republikaner Mitt Romney setzte US-Präsident Barack Obama in den Sand. Für das zweite Match in der kommenden Nacht hat er kräftig geprobt - er braucht dringend ein besseres Ergebnis. Doch die Zeit wird knapp: Immer mehr Wähler haben sich bereits festgelegt.
Es mag knapper werden als vor einem Jahr gedacht, aber Obama wird sicher gewinnen. Selbst jetzt liegt er nach Wahlmännern deutlich vorne. Es geht im Moment eh nur noch um die Handvoll Wechselwähler in den Swing States. Eine kleine Verschiebung Richtung Obama noch, und die Sache wird eine klare Angelegenheit.

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old-chatterhand 16.10.2012, 16:35
65.

Zitat von tunnelblick
Der *deutsche* Spiegel schafft es, Romney ins Amt zu schreiben? Welche Presse verfolgen Sie? Die Umfragen, welechen der beiden Kandidaten die Deutschen wählen würden, sind Ihnen bekannt? Und glauben Sie mir: das liegt nicht daran, dass die Deutschen intelligenter oder gebildeter als die Amerikaner sind (bzw. sich allenfalls gerne so sehen). Das ist klare Folge von tendenziöser Berichterstattung.
Sie machen es sich zu einfach. Erstens gibt es auch Pro Romney Artikel im SPON. Zweitens, sicherlich überwiegen die Pro Obama Artikel, das ist auch nur natürlich. Denn in Deutschland bekäme Romney laut ZDF Politbarometer lediglich 2% und Obama 89%. Das ist keine Folge tendenziöser Berichterstattung, sondern andersherum richtet sich der Spiegel nach seiner Zielgruppe. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen will keinen extremen Marktradikalen, der Firmen ausschlachtet, die Filetstücke zum eigenen Vorteil veräußert und die Verluste den Arbeitnehmern, Anteilseignern und dem Steuerzahler aufbürdet. Der Gewinn wird niedrigversteuert, da aus Kapitalgeschäften (niedriger als Arbeitseinkommen), dann in steuerbegünstigten Rentenfonds geparkt und zum Schlusss in ausländische Steueroasen ausgeschafft. Alles ganz legal. Denn solche Geschäfte lohnen sich nur, weil sich die US Finanzindustrie mittels ihrer Lobby ihre Gesetze auf den Leib schneidern lässt. Das bedeutet Wahlkampfgelder gegen Steuerprivilegien und Schlupflöcher. Doch aufgeregt wird sich über die Krankenversicherung und Sozialhilfe. Privatequityleute sind die Skalpjäger von heute.
Zitat von tunnelblick
Dass man langsam, wo die Zahlen aus den USA immer bekannter werden, ein wenig einlenken muss, ist lediglich Realitätsanpassung. Schauen Sie sich doch mal die Artikel aus dem letzten halben Jahr zur amerikanischen Präsidentschaftswahl an - von seriöser Berichterstattung kann da keine Rede sein.
Das liegt vielleicht am unseriösen Kandidaten der Republikaner. Und daran, dass immer mehr Menschen erkennen, dass Romney der Kandidat der Wallstreet ist. Dass die Wahlen in den USA zu einer Auktion verkommen sind, in der die Finanzoligarchen ihren Mann mittels Geld platzieren, um sich weitere Vorteile zu erschleichen. Obwohl die 400 reichsten US Amerikaner so viel besitzen wie die 150 Millionen ärmsten. Obgleich selber wertkonservativ, ist Romney für mich der unsympathischste und unwählbarste republikanische Kandidat aller Zeiten. Die von ihm vorgeschlagene Wirtschaftspolitik hat Amerika bereits deindustrialisiert und in die tiefste Krise seit der großen Depression gestoßen. 15 Millionen Arbeitsplätze sind dadurch verloren gegangen - nur in den USA. Das Haushaltsdefizit nach Bushs Amtszeit war katastrophal, obwohl er von Clinton 200-300 Md. jährliche Überschüsse geerbt hatte. Romney wollte die US Autoindustrie pleite gehen lassen und brüstet sich trotzdem mit ökonomischen Sachverstand.

Und wenn ich dann noch den Scharia mässigen Umgang mit Frauen und Schwangerschaft betrachte wird mir einfach nur noch schlecht. Romney darf nicht Präsident werden. Da kann er noch so viel Kreide fressen und das Gegenteil behaupten. Das macht ihn nur noch unglaubwürdiger.

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Rosbaud 16.10.2012, 16:51
66. Klassenkrieg!

Zitat von flosse66
Es geht um die Wurst, und da nahezu alle Journalisten gute Ratschläge für Obama haben, wie er denn doch noch gewinnen kann, finde ich es nur fair, Romney auch mal ein paar Tipps zu geben. 1. Seien Sie locker, offen, witzig, freundlich. [...] Nach der ersten Debatte waren plötzlich Swingstates wie Pennsylvania oder Michigan wieder im Spiel, nach der VP-Debatte liegen Sie in New Hampshire oder Florida vorne, das Momentum ist auf Ihrer Seite, halten Sie es durch eine menschliche Performance.
Langer Rede kurzer Sinn: Täusche deine Wähler! Sie sollen nicht mitbekommen, dass es nur darum geht, die Privilegien der amerikanischen Oberschicht, der Reichen und Superreichen, zu verteidigen.

Worum es geht, hat kein Geringerer als Warren E. Buffett in verblüffender Offenheit schon am 26. 11. 2006 in einem Interview in der „New York Times“ ausgeplaudert:

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir werden gewinnen.“

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vincent12 16.10.2012, 16:54
67.

Zitat von old-chatterhand
Sie machen es sich zu einfach. Erstens gibt es auch Pro Romney Artikel im SPON. Zweitens, sicherlich überwiegen die Pro Obama Artikel, das ist auch nur natürlich. Denn in Deutschland bekäme Romney laut ZDF Politbarometer lediglich 2% und Obama 89%. Das ist keine Folge tendenziöser Berichterstattung, sondern andersherum richtet sich der Spiegel nach seiner Zielgruppe. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen will keinen extremen Marktradikalen, der Firmen ausschlachtet, die Filetstücke zum eigenen Vorteil veräußert und die Verluste den Arbeitnehmern, Anteilseignern und dem Steuerzahler aufbürdet. Der Gewinn wird niedrigversteuert, da aus Kapitalgeschäften (niedriger als Arbeitseinkommen), dann in steuerbegünstigten Rentenfonds geparkt und zum Schlusss in ausländische Steueroasen ausgeschafft. Alles ganz legal. Denn solche Geschäfte lohnen sich nur, weil sich die US Finanzindustrie mittels ihrer Lobby ihre Gesetze auf den Leib schneidern lässt. Das bedeutet Wahlkampfgelder gegen Steuerprivilegien und Schlupflöcher. Doch aufgeregt wird sich über die Krankenversicherung und Sozialhilfe. Privatequityleute sind die Skalpjäger von heute. Das liegt vielleicht am unseriösen Kandidaten der Republikaner. Und daran, dass immer mehr Menschen erkennen, dass Romney der Kandidat der Wallstreet ist. Dass die Wahlen in den USA zu einer Auktion verkommen sind, in der die Finanzoligarchen ihren Mann mittels Geld platzieren, um sich weitere Vorteile zu erschleichen. Obwohl die 400 reichsten US Amerikaner so viel besitzen wie die 150 Millionen ärmsten. Obgleich selber wertkonservativ, ist Romney für mich der unsympathischste und unwählbarste republikanische Kandidat aller Zeiten. Die von ihm vorgeschlagene Wirtschaftspolitik hat Amerika bereits deindustrialisiert und in die tiefste Krise seit der großen Depression gestoßen. 15 Millionen Arbeitsplätze sind dadurch verloren gegangen - nur in den USA. Das Haushaltsdefizit nach Bushs Amtszeit war katastrophal, obwohl er von Clinton 200-300 Md. jährliche Überschüsse geerbt hatte. Romney wollte die US Autoindustrie pleite gehen lassen und brüstet sich trotzdem mit ökonomischen Sachverstand. Und wenn ich dann noch den Scharia mässigen Umgang mit Frauen und Schwangerschaft betrachte wird mir einfach nur noch schlecht. Romney darf nicht Präsident werden. Da kann er noch so viel Kreide fressen und das Gegenteil behaupten. Das macht ihn nur noch unglaubwürdiger.

Am Besten es gibt mal gar keine Politiker im Land.
Die Menschen müssen untereinander zurechtkommen.
Das hat nicht ein kleiner Teil zu entscheiden. Die Politiker, die man wählen muss, kennt man kaum.

Bei der nächsten Präsidentschaftswahl sei wieder einunbekannter Kandidat aufgestellt.

Man kann höchstens aus dem Bauch raus wählen.
Das Eine werde "versprochen" und das Andere dann getan...

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vincent12 16.10.2012, 17:05
68.

Zitat von Peter.Lublewski
Stimmt, den Umschwung kann eben nur ein Weißer bringen, der zudem noch in der fünften Generation Mitglied der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" ist. Was soll da noch schief gehen :)
Ja, ja, wir Weißfarbigen haben die Weisheit mit Löffeln gefressen...

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Brillalein 16.10.2012, 17:42
69. Gop...

http://thinkprogress.org/election/2012/10/15/1017651/ryan-soup-kitchen/?mobile=nc
DAS sollte mal die Runde machen...
Paul Ryan täuscht vor, er wäre wohltätig.
Disgusting.

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