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Ochsenfurt nach dem Axt-Attentat: Ausgerechnet er, ausgerechnet hier
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Der junge Flüchtling Riaz Khan Ahmadzai galt als vorbildlich integriert. In Ochsenfurt, einem deutschen Vorzeige-Städtchen. Dann griff er zur Axt. Die Reaktion vieler Bürger: Jetzt helfen wir erst recht.

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tolate 20.07.2016, 19:17
1. Warum gerade er?

So unerklärlich, so fern jeglicher rationaler Erklärung, so einfach nur verstörend ist die innere Verfassung des Attentäters von Würzburg nun eben nicht. Die FAZ hat dankenswerterweise den Text des Bekennervideos veröffentlicht, welches vom IS verbreitet wird. Dieser Text macht sehr deutlich, dass mehr Bemühungen um die Integration an der Entscheidung eines Moslem nichts ändern wird, sich im Gastland am Dschihad zu beteiligen, anstatt dazu erst zum IS selbst zu reisen, wenn er das nun einmal in Übereinstimmung mit dem IS für besser hält. Das ist die verstörende Wahrheit, mit der offengelegt wird, dass eine tatsächlich nicht genau bekannte Anzahl von Moslems in ähnlicher Weise wie in Nizza und in Würzburg, in Essen und anderswo auftreten können, ohne dass sie vorher wirklich auffallen müssen. Weitermachen wie bisher, die Werte verteidigen, dem Terror nicht weichen, die Integrationsbemühungen verstärken, und was sonst so alles gesagt wird, vom Kampf gegen Rechts bis zur Bekämpfung der Fluchtgründe wird für lange Zeit das immer gleiche Lied bleiben, welches in Variationen jeweils nach einer Tat gesungen werden wird. Und dieser Terror wird, da seine Basis viel breiter ist, nicht auf die gleiche Weise verschwinden wie der aus den Zeiten der RAF, der Roten Brigaden, oder des NSU. Das hofft zwar ein gewisser Ortfried Renn, aber ich denke, hier irrt er sich. Die Bemühungen des radikalen Teils der Moslems werden nicht so rasch verschwinden, es sei denn, alle Ungläubigen bekehren sich zu dieser Religion, oder unterwerfen sich ihr förmlich, oder verschwinden, wie auch immer.

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larsmach 20.07.2016, 19:25
2. Ich habe 1 Komma 47 Kinder!

Man steckt Menschen in Schubladen, obwohl höchstens statistische Zählungen gewisse Trends darlegen können. Sobald man ein Individuum herausfischt, ist alles möglich. Es gibt kein schwarz oder weiß, sondern viele Farbtöne. Und ja: Unter Menschen, die in Afghanistan geboren sind, gibt es genauso Amokläufer, die einfach austicken, wie unter deutschen Familienvätern, die plötzlich ihre Familien ermorden.

Die Diskussion um "Flüchtlinge" erstaunt: Es scheint, als hätte so mancher mitbekommen, dass es am Ende auch nur Menschen mit allen menschlichen Eigenschaften sind: Gute wie schlechte.

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PARLIAMENT 20.07.2016, 19:27
3. Vergebens

Da gibt es leider nichts zu helfen. Wer Anhänger einer faschistoiden Ideologie aus der Vorzeit ist der will sich gar nicht integrieren. Bestenfalls ein Getto oder eine Parallelgesellschaft aufbauen. Ausgerechnet hier ist ausgerechnet überall. Es wäre das US - Asylsystem zu übernehmen bei dem der Asylsuchende den Antrag außerhalb der Landesgrenzen stellen muss und ... ohne Dokumente geht gar nichts.

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santoku03 20.07.2016, 19:49
4.

Ist es denn so schwer bzw. unmöglich, die Schuld zunächst mal beim Täter selbst zu sehen? Muss unbedingt immer jemand anders verantwortlich gemacht werden? Und wer ist dann wieder für dessen Schuld verantwortlich? So kommt man in einen unendlichen Regress, den jeder nach Belieben abbricht, wo es ihm passt. Also wahlweise bei den Hasspredigern, beim "Westen", beim "System" oder wo auch immer. Das führt zu nichts. Niemand kann gezwungen werden, solche Taten zu begehen, es gehört immer eine willentliche Entscheidung dazu, und dort allein ist die Schuld zu suchen.

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seinedurchlaucht 20.07.2016, 19:56
5. Wozu die Aufregung?

Wer denkt, dass die Sitten und Gebräuche mit dem Überschreiten der europäischen Grenzen abgelegt werden, muss wohl naiv sein. Diese Menschen kommen aus Ländern, in denen Andersgläubige verfolgt werden, dieses Verhalten kommt jetzt auch hier zum Vorschein. Damit müssen wir jetzt leben.

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produster 20.07.2016, 20:00
6. Dumme kleine Kinder...

Weil in Berlin und Brüssel nach jedem neuen Desaster nicht ruhig reflektiert und reagiert wird, sondern die "Jetzt erst recht" Mentalität regiert. Wie trotzige kleine Kinder rufen unsere Macher nach mehr Europa, nach mehr Währungsunion, nach mehr "Rettungen", nach mehr "Vielfalt", nach mehr Sozialklamauk. Dumme freche Kinder müssen aber in ihre Schranken gewiesen werden...

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karend 20.07.2016, 20:15
7. .

"Jetzt helfen wir erst recht."

Das ist wirklich löblich. Allerdings wird vergessen/verdrängt, dass es durchaus Menschen gibt, die sich nicht integrieren wollen. Einseitiger Wille bzw. einseitiges Bestreben hilft nun einmal nichts.

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ErichReichardt 20.07.2016, 20:16
8. Politiker und Medien - aus des Teufels Küche!

Zuerst einmal haben wir diese ganzen Probleme, den Terror und die Armut der Menschheit, das Flüchten der Menschen aus ihren eigenen Ländern in erster Linie den Politikern zu verdanken und zweitens dem Volk welches sie wählt. Das Verbrechen des Krieges gegen Saddam, Gaddafi und jetzt in Syrien werden weder bestraft noch viel erwähnt. Die Menschen kamen zu uns und bekamen schnelle Hilfe, obwohl in den reichen Arabischen Staaten genügen Platz für sie gewesen wäre. Man setzte Gesetze einfach aus. Die Engländer haben zum größten Teil den Brexit wegen Deutscher Politik gewählt. Jetzt passiert so etwas wie in Würzburg und die Medien mit den Politikern verharmlosen und verdrehen die Tatsache dass der Mann als "lone Wolf" für IS aktiv war. Sie stellen in als Einzelgänger, Amokläufer und ähnliches hin, obwohl ihnen eigentlich klar sein müsste, dass sie ihren Spielchen, die jetzt sehr Ernst geworden sind, eigentlich nur Schaden. Wie wollen sie den erklären weshalb ein eigentlich guter Mensch muslimischen Glaubens ein solches Verbrechen begeht? Heißt das dass alle in Deutschland lebenden Muslime zu solchem fähig sind? Dies kommt den Regierungsgegnern natürlich sehr gelegen. Hat man da in der Teufels Küche der Medien und der Politik die verkehrten Zutaten gewürzt?

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defy_you 20.07.2016, 20:17
9. Herr Altmaier hat doch gestern schon alles zum Thema gesagt

Die Gefahr des Terrorismus bei Flüchtlingen sei "nicht größer und nicht kleiner ist als in der übrigen Bevölkerung".

Und eine überzeugende Begründung gabs auch noch dazu: Denn so sagt er, die deutschen Behörden würden bereits bei der Einreise von "Flüchtlingen" großen Wert auf den Abgleich mit Datenbanken legen, in denen
terroristische Gefährder registriert seien.

Dass dieses Beispiel zeigt, dass man in Deutschland scheinbar weder weiß, woher die sog. Flüchtlinge kommen noch wie alt sie wirklich sind (oder wovor sie flüchten, da ja das angegebene Herkunftsland unrichtig zu sein scheint, dürfte auch ein Fluchtgrund höchst fraglich sein), soll die überzeugende Erklärung von Herrn Altmaier an dieser Stelle natürlich nicht abwerten.

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